Karlsruhe: CDU Weststadt will Straße nach dem deutsch-jüdischen Fußballstar Julius Hirsch benennen

Andreas Reifsteck: Fußballheld einer ganzen Generation verdient größere Würdigung

PRESSEMELDUNG der CDU Karlslruhe-Weststadt vom 12.6.2012:

Die Karlsruher CDU Weststadt befasste sich im Rahmen ihrer vergangenen mitgliederoffenen Vorstandsitzung mit der ruhmreichen Geschichte des traditionsreichen Karlsruher Fußballvereins 1891 e.V. (KFV) und mit den Verdiensten seiner zahlreichen herausragenden Fußballhelden einer ganzen Generation.

Insbesondere wurde dabei auch das Schicksal des Julius „Juller“ Hirsch thematisiert, der 1910 mit seinem Heimatverein KFV und 1914 mit der Spvgg Fürth Deutscher Meister wurde.

Der siebenfache Nationalspieler und Olympiateilnehmer wurde wegen seiner jüdischen Abstammung 1943 von den Nationalsozialisten deportiert und anschließend in Auschwitz-Birkenau ermordet.

 „Julius Hirsch zählte zu den ganz Großen Fußballern seiner Zeit und war der gefeierte Star im altehrwürdigen KFV-Stadion an der Karlsruher Hertzstraße gegenüber der Telegrafenkaserne“, so der Vorsitzende der CDU Weststadt, Andreas Reifsteck.

Im Jahr 2005 rief der DFB den Julius-Hirsch-Preis ins Leben. Dieser Preis soll den besonderen Einsatz gegen Extremismus und Antisemitismus auszeichnen, die „Sportplätze am Eichkamp“ in Berlin, auf denen unter anderem der jüdische Fußballklub TuS Makkabi Berlin seine Heimspiele austrägt, wurden Hirsch zu Ehren im Jahr 2006 in „Julius-Hirsch-Sportplätze in Eichkamp“ umbenannt, auch die Schulsporthalle des Ludwig-Marum-Gymnasiums und der Geschwister-Scholl-Realschule in Pfinztal-Berghausen wurden nach Julius Hirsch benannt.

In Karlsruhe dagegen, Hirschs fußballerischen Heimat, wurden bis heute lediglich im Rahmen des Projekts „Stolpersteine“ im Jahr 2006 ein Gedenkstein für ihn im Karlsruher Stadtteil Weiherfeld-Dammerstock gesetzt. Das ist viel zu wenig und wird der herausragenden Persönlichkeit Hirschs und seinen großen Verdiensten um „seine“ Stadt Karlruhe bei weitem nicht gerecht“, erklärt Reifsteck, der sich auch in seiner Funktion als Vorstandsmitglied des KFV intensiv mit Julius Hirsch beschäftigt hat.

Die CDU Weststadt regt daher mit Nachdruck an, schnellstmöglich eine Karlsruher Straße, einen Platz oder ein prominentes öffentliches Gebäude der Stadt nach Julius Hirsch zu benennen, um so endlich sichtbar und angemessen an diesen großen Sohn Karlsruhes zu erinnern.



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