Facebook will künftig das gesamte Internet-Surfen seiner Nutzer zu Werbezwecken analysieren

Die Firma Facebook plant offenbar, das allgemeine Surfverhalten seiner Nutzer zu analysieren, um noch stärker als bislang eine personalisierte Werbung zu ermöglichen.
Laut Bericht von Bloomberg wolle das Unternehmen mit dem sog. Service „Exchange“ Werbung schalten, die auf der gesamten Web-Aktivität der Nutzer basiert.
Dazu sollen die auf dem Rechner der Kunden gespeicherten Cookies analysiert werden, die auf den Besuch bestimmter Webseiten hinweisen.

Wer sich zB. vor kurzem online über eine Reise informiert hat, könne bald Werbung für Hotels auf seiner Facebook-Seite sehen.

Bisher war die personalisierte Werbung des kalifornische Konzerns lediglich mit den freiwillig angegebenen Interessen der Nutzer verbunden. Man mußte bislang den „Like“-Button eines Produkts anklicken, um dafür personalisierte Werbung zu erhalten.

In Zukunft könnte man auf Facebook Werbung für alle Produkte sehen, deren Seiten man zuvor besucht hat. Laut einer Sprecherin von Facebook soll dieser „Service“  in den USA innerhalb weniger Wochen starten.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


STUTTGART auf dem ersten, MÜNSTER auf dem zweiten Platz im deutschen Städte-Ranking

FREIBURG schafft den dritten Platz  –  Schlußlicht ist Gelsenkirchen

Saubere Luft, viele Erholungs- und Grünflächen, wenig Verkehr, gute Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, eine hohe Lebenserwartung  –  der  „Sustainable City Indikator“ der WirtschaftsWoche zeigt auf, in welchen deutschen Städten diese Bereiche besonders groß geschrieben werden.
Bei der erstmals durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung wurden die 50 größten deutschen Städte anhand von 56 ökologischen und sozial-ökonomischen Einzelkriterien in den Kategorien Energie & Verkehr, Umwelt, Sozialkapital, Humankapital, Wirtschaftskraft und Transparenz untersucht.

Sieger des Gesamt-Rankings ist Stuttgart. Die baden-württembergische Landeshauptstadt erzielt über alle untersuchten Kategorien hinweg überdurchschnittlich gute oder sehr gute Werte. Vor allem in den Bereichen Soziales, Bildung und Wirtschaftsleistung kann die Schwaben-Metropole punkten und somit leichte Schwächen in den Kategorien Umwelt (Platz 16) sowie Verkehr & Umwelt (Platz 13) kompensieren.

Den zweiten Platz belegt Münster.  Die westfälische Metropole schneidet in allen untersuchten Nachhaltigkeits-Kategorien überdurchschnittlich gut ab. Neben Spitzenwerten bei Gesundheit, Gemeinwesen und Erholung bietet sie ihren Bürgern eine besonders hohe Lebensqualität in den Bereichen Beschäftigung, Bildung und Kinderbetreuung (Kategorie „Humankapital“, Platz 3).

Ähnlich stark schneidet das drittplatzierte Freiburg ab. Die südlichste Großstadt Deutschlands erzielt Spitzenwerte in den Kategorien Energie & Verkehr, Umwelt und Humankapital. Weniger gut schnitten die Freiburger jedoch in den Kategorien Transparenz (Platz 22) und Wirtschaftskraft (Platz 30) ab, was sie letztlich den Sieg im Gesamtranking kostete.

Die Schlußlichter unter den 50 untersuchten Städten bilden Herne (Rang 47), Krefeld (Rang 48), Oberhausen (Rang 49) und Gelsenkirchen (Rang 50)   – fast alles „Ruhrpott“-Städte; sie können ihren Bürgern in keiner der untersuchten sechs Kategorien eine überdurchschnittlich gute Lebensqualität bieten.

Um die Qualität der Städte vergleichbar und transparent zu machen, hat die WirtschaftsWoche gemeinsam mit Wissenschaftlern der Christian-Albrecht-Universität in Kiel, des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (ifw) und des Beratungsunternehmens Kiel Economics mit Unterstützung des französischen Umweltkonzerns Veolia den Sustainable City Indikator für die WirtschaftsWoche entwickelt.

Das gesamte Städte-Ranking gibt es demnächst in der WirtschaftsWoche, die am Montag, den 18. Juni 2012, erscheinen wird.

Die komplette Studie steht ebenfalls ab Montag unter www.wiwo.de/gruenestadt zum Herunterladen zur Verfügung.

Zur Methodik: Der WirtschaftsWoche „Sustainable City Indikator“ zeigt, wie nachhaltig die 50 größten deutschen Städte bereits heute sind und wie sie ihre Nachhaltigkeit gezielt verbessern können. Das Nachhaltigkeitsniveau der Städte wird mit 56 Einzelindikatoren in sechs Kategorien bewertet: Wie die Städte mit Umwelt und Energieressourcen (Energie und Verkehr) umgehen, wie nachhaltig die Wirtschaftskraft ist und wie nachhaltig Humankapital (Beschäftigungslage, Bildung und Kinderbetreuung) und Soziales (demografischen Komponenten, Sicherheit, Gesundheit und Erholung) sind. Der Indikator berücksichtigt zudem das Engagement der Städte für eine nachhaltige Entwicklung und die Transparenz bei der Darstellung der Bemühungen gegenüber den Bürgern und der Öffentlichkeit.

Quelle: WirtschaftsWoche


Arbeitsverweigerungs-Aktion im Bundestag ist ein Eklat gegen die parlamentarische Demokratie

Von Dennis Riehle

Außer Plan musste am 15. Juni 2012 die 185. Plenarsitzung des Deutschen Bundestages vorzeitig beendet werden. Nach Angaben von Vize-Präsidentin Pau war das Haus nicht mehr beschlussfähig, da die notwendige Anzahl an Abgeordneten nicht erschienen war.

Bei der Abstimmung zur Verankerung eines Presse-Grossos musste nach dem „Hammelsprung“ festgestellt werden, dass die Zahl der anwesenden Parlamentarier nicht mehr ausreichte, um Entscheidungen zu fällen.

Somit musste die weitere Tagesordnung aufgehoben und verschoben werden. Unter anderem fiel somit auch die angekündigte Erste Lesung zum „Betreuungsgeld“ aus. Das Vorhaben und die Beschlussfassung verzögern sich hierdurch bis nach der Sommerpause.

Die Mutmaßung, dass hinter Vielzahl an abwesenden Abgeordneten auch ein Protest gegen das „Betreuungsgeld“ stecken könnte, machte schnell die Runde – und wurde alsbald auch von Opposition und wehleidigen Parlamentariern der Koalition bestätigt. Ein „Trick“, ein „Coup“ sei es gewesen, sagen die einen – ein „dreckiges Foulspiel“ die Anderen.

Doch sie alle verschweigen damit, dass hinter der Aktion ein weitreichendes Problem unserer parlamentarischen Demokratie liegt. Denn selbst wenn es laut Regularien legitim gewesen sein mag, ist es mehr als ein Affront. Und schon gar kein Grund irgendeiner Seite, Häme zu zeigen  –  dafür liegt in dem Vorfall viel zu große Brisanz.

Ich sage: Es kommt einem Eklat gleich, wenn die Mitglieder des Deutschen Bundestages in derart großer Zahl einer Sitzung fernbleiben. Es ist verfassungsrechtlich kritisch zu sehen, wenn dieser Trend einreißt:

Die Lenkung von Debatten und politischen Entscheidungen durch das Blockieren in Form von Fernbleiben der Sitzungen stellt nach meinem Verständnis ein grobes Verletzen der Pflichten eines Abgeordneten dar und ist überdies ein Affront gegenüber dem Souverän, dem Volk.

Die Beeinflussung und das zum Erliegen Bringen von parlamentarischen Abläufen durch derartigen Protest kann mit der Verantwortung, die der Deutsche Bundestag und seine Mitglieder gegenüber unserem Grundgesetz und den Bürgerinnen und Bürgern zu übernehmen kann, nicht vereinbart werden.

Die Einflussnahme auf den politischen Prozess durch taktisches Verzögern ist eine neue Form, Boykott auszuüben.

Den Deutschen Bundestag durch Abwesenheit zur Beschlussunfähigkeit zu zwingen und damit eventuelle Zeitpläne durcheinander zu bringen, Zeichen zu setzen oder Abstimmungen zu manipulieren ist überdies ein bedenkenswerter historischer und gleichzeitig gefährlicher Akt, der nun auch das Präsidium des Hauses aufrütteln sollte: Klare disziplinarische Maßnahmen und härtete Sanktionen gegen die Parlamentarier werden unumgänglich, um die Abgeordneten zur Räson zu rufen.

Mitglieder des Bundestages erhalten ihre Diäten für ihre Arbeit, die sie unter anderem durch Beteiligung an den Plenarsitzungen zu erbringen haben. Eine Nichtnachkommen dieser Aufgaben stellt nahezu eine Verweigerungshaltung dar, die nicht nur für unser demokratisches und parlamentarisch-repräsentatives System eine Bedrohung bedeutet; sie schwächt auch zusätzlich das ohnehin angeschlagene Image von Politik in der Bevölkerung bestätigt Vorurteile gegenüber Politikern.

Schon lange wird über häufiges „Schwänzen“ der Parlamentarier im Deutschen Bundestag debattiert. Sollte dies nun überhand nehmen oder als politisches Mittel zur Machtdemonstration missbraucht werden, sind klare Grenzen erreicht.

Ob „geschickter Schachzug“ oder ein Grund zum Schämen für die Opposition: Nicht nur, dass sich das Parlament einer Sachdebatte entzogen hat und sich damit der Arbeit widersetzt hat (in der freien Wirtschaft wären viele Abgeordnete schon lange vor die Tür gesetzt worden); der Schaden für das Ansehen der (deutschen) Demokratie und das zerrüttete Bild über die politische Auseinandersetzung in der Bundesrepublik werden nachhaltige Folgen im Image unseres Landes und der Vorbildhaftigkeit eines repräsentativen Systems haben.

Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
Mail: dennis-riehle.privat@t-online.de 
www.riehle-dennis.de

Bundestag beschließt „Warnschuß“-Arrest für jugendliche Straftäter

Der Bundestag hat am vergangenen Donnerstag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU/CSU und FDP den Gesetzentwurf zur Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten von Jugendgericht verabschiedet.

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andrea Voßhoff:

„Mit der Einführung des Warnschussarrests im Jugendstrafrecht erfüllt die christlich-liberale Koalition eine langjährige Forderung der Union. Die Jugendrichter erhalten ein wirksames neues Instrument zur Bekämpfung der Jugendkriminalität.

Die Jugendgewalt bewegt sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Bewährungsstrafen stehen oft am Anfang einer kriminellen Karriere, werden aber von vielen jungen Straftätern nicht ernst genommen.

In Zukunft besteht die Möglichkeit, parallel zu einer Bewährungsstrafe einen bis zu vierwöchigen Warnschussarrest anzuordnen. So lernen die jugendlichen Straftäter, was Freiheitsentzug bedeutet. Der Warnschussarrest kann einen straffällig gewordenen Jugendlichen wieder auf den richtigen Weg zurückzuführen.

Wir haben noch eine weitere wichtige Änderung im Jugendgerichtsgesetz vorgenommen. Das Höchstmaß der Jugendstrafe für Heranwachsende wird in besonders schweren Mordfällen von zehn Jahren auf 15 Jahre angehoben.

Schwerste Kapitalverbrechen von volljährigen Tätern, die dann in der Regel in den Genuss des milden Jugendstrafrechts kommen, erschüttern das Vertrauen der Bevölkerung in unseren Rechtsstaat. Hier wird künftig eine schuldangemessene Bestrafung der 18- bis 20-jährigen Straftäter möglich sein.“

Kontakt-Daten:
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
fraktion@cducsu.de
http://www.cducsu.de


Linkspartei will durch Partys vom 17. Juni ablenken – Thüringer FDP-Politiker protestiert

Das von Linkspartei veranstaltete „Fest der Linken“ vom 15. bis 17. Juni 2012 in Berlin ist auf scharfe Kritik gestoßen.

„Gegen diese Geschichtsvergessenheit und Verklärung muß es zivilgesellschaftlichen Aufschrei geben“, sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Kurth dem Berliner Kuriermit Blick auf den Jahrestag des Volksaufstandes in der „DDR“ am 17. Juni 1953. .

Nachdem der stellv. Vorsitzende der Linkspartei in Thüringen, Sandro Witt, diesen Aussagen widersprach, empfahl der 35-jährige FDP-Parlamentarier Kurth ihm ironisch, seine Partei könne ihr Sommerfest auch noch zur 45. Niederschlagung des Prager Frühlings am 20. August feiern.

Der Vorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, Hugo Diederich, äußerte sich ebenfalls empört: „Es ist unerträglich, daß die Nachfolger der Partei der Täter an diesem Tag ein fröhliches Fest feiern.“

Auf dem „Fest der Linken“ soll neben Musik, Jazz und Gags am 17. Juni u.a. über Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland gesprochen werden. Eine Veranstaltung zum Volksaufstand in der „DDR“, bei dem 55 Deutsche von der kommunistischen Diktatur ermordet und Tausende verhaftet wurden, ist bisher nicht geplant. 

Quelle: www.junge-freiheit.de

 


FOTOs einer erfolgreichen Bürgeraktion pro Hindenburgplatz in Münster

„TRAUMZIEL“ erreicht: insgesamt wurden weit über 15.000 Unterschriften gesammelt!

Infostände in der Ludgeristraße  –  Münsters Fußgängerzone  –  vorigen Samstag (9. Juni 2012)

Das Bürgerbegehren „Pro Hindenburgplatz“ veranstaltet seit zwei Monaten mehrmals pro Woche gutbesuchte Infostände in der Münsterschen Fußgängerzone.

Die Initiative für die Beibehaltung des Namens „Hindenburgplatz“ wurde bislang von weit über 15.000 Bürgern der westfälischen Metropole unterzeichnet.

Das ist ein riesiger Erfolg, denn das Bürgerbegehren hat damit sein „Traumziel“ bestens erreicht, wobei die Aktion von der CDU-Jugend Münsters unterstützt wurde (siehe den Infotisch der „JU“ bzw Jungen Union auf den Fotos).

Die Grünen sammelten Gegen-Unterschriften (siehe grüner Schirm, vorletztes Bild), fanden aber ingesamt deutlich weniger Aufmerksamkeit seitens der Passanten.

Zudem wurden am grünen Infostand postkartengroße Prospekte gegen den früheren Reichspräsidenten Hindenburg verteilt, die von der SPD herausgegeben wurden.

Das Kampfschriftchen ist ausgesprochen polemisch verfaßt und gestaltet  – hier wird Hindenburg Seite für Seite attackiert  – allerdings wird zB. völlig unterschlagen, daß es im April 1932 bei der Reichspräsidentenwahl zu einer Kampfabstimmung Hitler gegen Hindenburg kam, die Hindenburg haushoch gewann, so daß Hitler eine ernste Niederlage einstecken mußte.

Damals hatte auch die SPD zur Wahl Hindenburgs aufgerufen, um Hitler als Reichspräsident zu verhindern, was auch gelang.  Heute will sie davon offenbar nichts mehr wissen. Auch der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens stellte sich voll hinter den im Volk beliebten Reichspräsidenten Hindenburg, ebenso das katholische ZENTRUM (Zentrumspartei).

 

 
Über ein dutzend weiterer Artikel zu diesem in Münster seit Monaten heißdiskutierten Thema finden Sie hier:
https://charismatismus.wordpress.com/category/causa-hindenburg-platz-ms/

Hier sind die Hindenburgplatz-Freunde auf Facebook:

http://www.facebook.com/Pro.Hindenburgplatz.Muenster

Fotos: Felizitas Küble, CHRISTLICHES FORUM


Ägypten: Generalsherrschaft erweist sich als kleineres Übel – vor allem für Kopten

In Ägypten haben die Generäle das Parlament aufgelöst, um dem radikal-islamischen Spuk ein Ende zu bereiten. Für gemäßigte Moslems, vor allem aber für die christlichen Kopten, ist eine Regierung des Militärrats das kleinere Übel im Vergleich zur Herrschaft von Salafisten und Moslembrüdern.

Näheres über die aktuelle Situation berichtet der Nahostexperte Heinz Gestrein im evangelikalen Infoportal „Jesus.ch“ aus der Schweiz:

 „In Ägypten haben die eigentlichen militärischen Machthaber vor dem zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahlen am Sonntag die Notbremse gegen das drohende Abgleiten in eine politislamische Ordnung gezogen: In recht eindeutigem Auftrag der Generäle bestätigte  der Verfassungsgerichtshof von Kairo die angefochtene Kandidatur des weltlichen Ahmet Shafik gegen den Moslembruder Muhammmad Mursi für die Stichwahl.

Gleichzeitig – und das ist die eigentliche Bombe – löste er das letzten Winter gewählte neue Parlament mit seiner überwältigenden Mehrheit an Islamisten wegen Wahlirregularitäten auf.

Dieser Doppelbeschluss von Ägyptens Verfassungshütern stellt für das Stimmvolk am Nil einen Wink mit dem Zaunpfahl dar, bei der Präsidentenwahl nun den sichtlich von den eigentlichen militärischen Machthabern gestützten Ex-Fliegergeneral Shafik anzukreuzen.

Doch selbst ein Sieg des erstplazierten Moslembruders Mursi hat jetzt nur mehr zweitrangige Bedeutung. Denn wie immer dieser bevorstehende Wahltag nun auch ausgehen mag: Ägyptens künftiges Staatsoberhaupt bleibt vorerst ein machtloser demokratischer Aufputz, solang in Kairo die wahren Machtverhältnisse hinter den Kulissen fortbestehen.

Ägyptens koptische und sonstige Christen können jedenfalls aufatmen. Die Auflösung des politislamisch dominierten Parlaments und nun in der Folge eine Ausschreibung und Durchführung von Neuwahlen erfordern auch die Verlängerung der bisher auf 30. Juni 2012 befristeten Amtszeit des Obersten Militärrates als gleichzeitiger politischer Höchstautorität.

Vor Ende des Jahres ist jetzt kein Führungswechsel zugunsten der Islamisten zu befürchten, wenn es einen solchen überhaupt noch geben wird. Das verschafft gerade den Kopten die nötige Zeit, sich nach dem Tod von Schenuda III. einen neuen Patriarchen zu wählen. Um ihn können sich die zur Zeit verwaisten ägytischen Christen dann scharen, komme da was wolle.

Innerhalb des Militärrates setzen die Christen gezielt auf den Generalstabschef der Streitkräfte, Generalleutnant Sami Hafez Enan. Diesem besonderen Vertrauensmann der USA werden auch christliche Vorfahren aus Syrien zugeordnet. Auch seine recht unägyptische Hakennase weist genau in diese Richtung.

Mit «nur» 64 Jahren ist er einer der jüngsten unter den militärischen Machthabern. Auch hat Enan in deren kollegialer Führung schon energisch Präsenz gezeigt. Er war der erste und einzige, der schon Anfang Oktober 2011 vor der Zulassung nebuloser «unabhängiger» Kandidaten für das neue Parlament gewarnt hatte. Tatsächlich waren es dann viele Moslembrüder und Salafisten, die sich unter diesem Deckmäntelchen einschleichen konnten.“

Quelle: http://www.jesus.ch