„Kirche in Not“ verteilte 50 Millionen Kinderbibeln in 140 Ländern

Die Kinderbibel des internationalen katholischen Hilfswerks «Kirche in Not» hat eine Auflage von 50 Millionen Stück erreicht. Das Jubiläums-Exemplar erschien in Angola in der Sprache Ubundu.

Das Buch, das in Entwicklungsländern vielfach kostenlos verteilt wird, ist den Angaben zufolge inzwischen in 140 Ländern und 172 Sprachen verbreitet. Seine 80 Illustrationen entstanden im Rahmen der kirchlichen Sozialarbeit mit Strassenkindern in den Slums der peruanischen Hauptstadt Lima.

Die Kinderbibel geht auf den Gründer des Hilfswerks, Pater Werenfried van Straaten (1913 bis 2003), zurück. Zum Internationalen Jahr des Kindes wollte der Ordensmann 1979 ein Zeichen gegen die geistige Not von Kindern setzen.

Im Internet kann die in einfacher Sprache gehaltene Publikation inzwischen in mehreren Dutzend Übersetzungen abgerufen werden.

Webseite:
Kinderbibel online in deutscher Sprache


Zwischenruf eines Pastors zur innerprotestantischen Debatte um Homosexualität: Auftreten statt austreten!

Von Pfr. i.R. Christoph Richter

„Dein Wort ist unseres Herzens Trutz und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, dass wir nichts anderes suchen mehr.“ (Evangelisches Gesangbuch 246,7)

„Es gibt keine biblischen Aussagen, die Homosexualität in eine positive Beziehung zum Willen Gottes setzen – im Gegenteil!“ (Aus: EKD – Denkschrift „Mit Spannungen leben“, EKD-Texte Nr. 57, S. 21, Abschnitt 3).

Mit dieser Aussage ist der Befund der Hl. Schrift zur Sache exakt festgestellt. Wer diesen eindeutigen Schriftbefund unter Berufung auf sein privates Schriftverständnis als „in der Sache nicht zutreffend“ beiseite schiebt, mutiert damit zum falschen Propheten.

Und solange ein „Schriftverständnis“ weder durch kirchliche Bekenntnisse noch durch irgendwelchen gesamtkirchlichen Beschluss autorisiert ist, muss es als „privat“ gelten.

Des Weiteren gibt es keinerlei naturwissenschaftlich exakt geführten Nachweis darüber, dass homosexuelle Prägung „genetisch bedingt“ und darum als „pränatal gegeben“ zu bewerten sei.

Wer also von einer „dritten Schöpfungsvariante“ neben Mann und Frau spricht, vertritt damit eine Position, die  –  streng wissenschaftlich gesehen  –  keinen ernst zu nehmenden Grund und Boden hat.

Kirchenleitende Persönlichkeiten und kirchenleitende Gremien, die also den o.g. exakten Schriftbefund zum Problem der Homosexualität in Anwendung ihres privaten Schriftverständnisses und damit in selbstherrlicher Arroganz kurzerhand wegwischen und dann auch noch ihrer „Überzeugung“ von einer „dritten Schöpfungsvariante“ Ausdruck geben, müssen es sich künftig gefallen lassen, dass sie von der bibellesenden Gemeindebasis unter Hinweis auf das Wort Jesu in Matth. 24, 11 als falsche Propheten bewertet werden.

Ich rede hier nicht einem Kirchenaustritt das Wort, sondern dem Widerstand innerhalb der Kirche.

Damit haben wir in den evangelischen Kirchen in Deutschland spätestens seit 1933 Erfahrungen gemacht. Es wird höchste Zeit, dass sich solcher Widerstand baldmöglichst sammelt und formiert und „Ross und Reiter“ öffentlich und deutlich beim Namen nennt.

Christoph Richter, Pfarrer i.R., Begründer der Evangelisch-Lutherischen Oasenarbeit, 24 Jahre synodales Mitglied der Kirchenleitung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens, 4 Jahre Mitglied der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR

Quelle: http://www.oase-des-gemeinsamen-lebens.de/

 


Kein Grund zum Jammern: Frauen sind in Bildung und Beruf auf dem Vormarsch

Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Quotendebatte hin oder her – Frauen sind nicht nur in Deutschland, sondern weltweit auf dem Vormarsch. Auch wenn man angesichts der aktuell lauten Diskussionen rund um fehlende Frauen in DAX-Vorständen in Deutschland und Europa meinen könnte, wir lebten in einem Gleichstellungs-Entwicklungsland, blenden diese Debatten doch weite Teile unserer Gesellschaft einfach aus, in denen sich Frauen etabliert haben und nicht mehr wegzudenken sind. Tendenz steigend – und das ist auch gut so.(…)

Die gesetzliche Gleichstellung einerseits und die massive Frauenförderung der vergangenen Jahrzehnte andererseits haben dazu geführt, dass heute mehr Mädchen und Frauen deutlich besser ausgebildet sind als Jungen und Männer.

Mädchen machen häufigere und bessere Schulabschlüsse, sie stürmen die Universitäten und dort auch die Lehrstühle. So stieg die Zahl der Professorinnen in Deutschland von 1992 bis 1998 um 60 Prozent, im Jahr 2009 hatten sich die Damen an den Universitäten bereits über 18 Prozent aller Stellen ergattert  –  das mag in Prozent wenig klingen, bedeutet aber auch, dass sich die Zahl der Frauen innerhalb von 17 Jahren verdreifacht hat. Das wiederum ist viel.

Auch auf den Richterstühlen haben sie inzwischen die 50 Prozent-Marke überschritten und im medizinischen Bereich ebenso. Sieht man sich die Familienunternehmen in Deutschland an, dann sind dort bereits 25 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Auch hier Tendenz steigend. Weil heute eben nicht nur Söhne, sondern auch selbstverständlich die Töchter vom Vater die Firma übernehmen.

In der Bundesverwaltung sind bereits 58 Prozent der Berufseinsteiger Frauen. Und egal ob Bundeswehr oder Polizei, nirgendwo sind die Männer mehr unter sich – da werden auch schon mal die körperlichen Leistungsstandards herabgesetzt, damit der Frauenanteil höher werden kann.(…)

Derselbe Trend in der Politik: Wir werden mit Angela Merkel von einer Frau regiert. Im Finanzsektor sitzt mit Christine Lagarde eine Frau an der Spitze des Internationalen Währungsfonds. Unzählige Frauen stehen in zahlreichen Ländern an Spitzenpositionen, die früher Männern vorbehalten waren.

Sicher, sie stellen nicht 50 Prozent der Führungspositionen, doch auch hier ist es eine Frage der Perspektive, ob es viele oder zu wenige sind. Denn Frauen engagieren sich deutlich weniger in Parteien und Politik als Männer. Doch diejenigen, die es tun, schaffen es heute auch bis ganz nach oben.

Selbst der alljährlich neu bemängelte Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen von angeblich 23 und mehr Prozent relativiert sich inzwischen gewaltig, bei genauerer Betrachtung. Vergleicht man ähnliche Berufe und ähnliche Branchen kommt sogar unser Statistisches Bundesamt noch auf einen Lohnunterschied von acht Prozent.

Gekürzt aus: http://frau2000plus.net/?p=740#more-740


BVG: Karlsruhe stärkt die Rechte des Parlaments und der Abgeordneten in Deutschland

Das Bundesverfassungsgericht hat jetzt die Rechte der Parlamentarier bei Verträgen bezüglich der EU gestärkt.
Demnach hatte die Bundesregierung bei den Verhandlungen zum permanenten Euro-„Rettungsschirm“ ESM den Bundestag nicht ausreichend informiert, urteilten die Karlsruher Richter am gestrigen Dienstag.
Damit habe die Regierung die Informationsrechte des Parlaments verletzt.

Bereits im November des vergangenen Jahres hatten die Richter in einer mündlichen Verhandlung in diesem Sinne argumentiert.

Das Urteil hat allerdings keine direkten Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Beschlüsse zum Euro-„Rettungsschirm“ (ESM).

Quelle: dts-Nachrichtenagentur