Amsterdam: „Frau aller Völker“ startete einst mit spiritistischer Sitzung / Seance

Kommentar von Hildegard Alles

In Köln findet also am Samstag dem 23. Juni, wieder die jährliche Großveranstaltung „Zu Ehren der Mutter aller Völker“ statt, wie immer im großen Arena-Stil unter Leitung von Pater Sigl, einem Vortragskünstler par excellence, der am Rednerpult, sich selbst demütig zurückhaltend, dem  Publikum immer wieder dieselben Botschaften der ‚Mutter‘ eindringlich liebevoll ans Herz zu legen weiß.

In Amsterdam werden die Gebetstage noch immer unter  dem Leitwort  „Zu Ehren der Frau aller Völker“ veranstaltet. Dort sind die Gebetstage zusammengeschrumpft zu Meetings mit weniger als 1000 Teilnehmern in einer anspruchslosen Halle und ohne den einfühlsam deklamierenden Pater Sigl.

Ist er in Amsterdam nicht mehr gut genug? Dort macht man jetzt Eindruck mit Rednern von höherem Kaliber –  wie dem Laien-Theologen und Mariologen Prof. Dr. Mark Miravalle und dem ehem. CIA-Mitarbeiter Prof. Dr. Richard Russell, der nun als Experte auftritt. Der niederländische Episkopat hält sich von der Veranstaltung fern!

Das Folgende wird den ahnungslosen Anhänger vielleicht aus der Ruhe bringen, aber es sollte einmal gesagt werden:

Der Ursprung der auf den Gebetstagen verehrten ‚Mutter‘ oder ‚Frau‘ kann zurückgeführt werden auf Seances in 1943, auf denen im Beisein von Ida’s Seelenführer, Pater Frehe, Ida’s Hände über die Landkarte von Europa glitten und die verschiebenden Frontlinien andeuteten.

Ab 1944 gab Ida bei solchen Zusammenkünften mehrmals an, Maria gesehen zu haben. Ab 25. März 1945 vermehrten sich  Mariaerscheinungen in hohem Tempo, bis ‚Maria‘ sich am 16. November 1950 in der 24-sten Botschaft an Ida offenbarte als die ‚Frau aller Völker‘.

Es bedarf keiner besonderen Erleuchtung, um einzusehen, dass eine Gestalt, die  beim Befragen des ‚Omens‘ hervortritt, nicht die wahre Jungfrau Maria ist, sondern eine Pseudo-Maria aus der Unterwelt.

Den gutmeinenden Gläubigen wird auf den Gebetstagen und in dem berühmten Büchlein mit den Botschaften der Frau aller Völker in einer schönen Geschichte beigebracht, dass Ida Peerdeman’s „erste“ Begegnung mit der Frau aller Völker am 25. März 1945 stattfand, bei der Ida „eine weibliche Figur im langen weißen Gewand aus einer lichtvollen leeren Tiefe hervortreten sah.“

Der Ursprung dieser weiblichen Figur ist schlichtweg zurückführbar auf  die Seance-Maria.

Die anfängliche ‚Maria‘ aus der Unterwelt hat sich weiter entwickelt. Sie hat in Amsterdam ein eigenes Sekretariat, das mit den modernsten Mitteln an der Verbreitung arbeitet. Sie wird weltweit auf Gebetstagen verehrt. Auf den Gebetstagen steht ihr blumengeschmücktes Gemälde zur Verehrung auf der Bühne, in Köln wurde es beweihräuchert.

Ihre Botschaften wurden in viele Sprachen übersetzt; ihre Anrufung wird vielerorts in das Rosenkranzgebet integriert.

Sie stellt sich vor als Höhepunkt der „marianischen Epoche“, was auf den Gebetstagen verkündet wird. Sie möchte die „Miterlöserin“ sein und stellt sich leidend vor das Kreuz. Sie nennt sich die Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin und will als solche dogmatisch anerkannt werden.

Sie hat eine ganze Truppe von Befürwortern hinter sich, die den Heiligen Vater mit Petitionen für die Proklamation des dreifachen Dogmas bestürmen. Zu bedenken ist aber, dass diese ‚Frau‘ und ‚Mutter‘ ihre acte de présence auf einer Seance gab!

Die séances werden vermeldet in dem 2008 herausgegebenen Buch God’s predikers: Dominikanen in Nederland von Prof. Dr. Marit Monteiro, einer niederländischen, in Religionsgeschichte spezialisierten Historikerin. Die Autorin basiert ihr Buch auf extensive Archiv-Forschung.  

Ein Tip für den Leser mit niederländischen Sprachkenntnissen: Seite 423 kann eingesehen werden wie folgt:

Gods Predikers: Dominicanen in Nederland (1795-2000) – M …

books.google.com/books/about/Gods_Predikers.html?id…8_gC

Gods Predikers: Dominicanen in Nederland (1795-2000). Front Cover. M. Monteiro · 0 Reviewshttp://books.google.com/books/abo

Buchcover erscheint, klicken auf Voorbeeld weergeven »   –  abrollen bis Seite 423.

Weitere  Linkhinweise von Hildegard Alles:

http://stichtingvaak.blogspot.nl/
Dieser Link ist aktuell, verfaßt in holländisch, u.a. über „Bischof Punt umarmt Vassula Ryden“  und englische Texte,  wenn vorhanden auch in Deutsch.
 
http://www.stichtingvaak.com
Dies ist das Gesamtangebot unserer früheren drei monatigen Zeitschrift AVE in holländisch, war kurzzeitig offline, aber jetzt zurúck unter neuer www…..(statt .nl jetzt .com)



11 Kommentare on “Amsterdam: „Frau aller Völker“ startete einst mit spiritistischer Sitzung / Seance”

  1. Jörg Hommrich sagt:

    Glauben sie nicht ,dass Jesus seiner Mutter im Himmel große Macht gegeben hat?
    Ich bin davon überzeugt und glaube daran .
    Sie ist unsere Mutter die Jesus uns Menschen am Kreuz geschenkt hat und betet am Thron Gottes für uns. Da sie die Königin der Engel ist überbringt sie auch Botschaften.
    So wie sie den Erlöser auf die Welt gebracht hat ,bereitet sie auch sein Kommen in Herrlichkeit vor.

    GOTTES SEGEN Jörg Hommrich

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  2. Diener Christi sagt:

    Nicht mal vor kirchlich anerkannten Erscheinungen macht Frau Küble halt. Sie glaubt nicht das sie sich eines Tages für ihren Frevel vor Gott verantworten muß. Gesegnet wer sich von ihr nicht anstecken lässt!

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    • Guten Tag,
      Bischof Punt machte nicht einmal Halt vor der Tatsache, daß die Amsterdam-Erscheinungen von der Kirche ein halbes Jahrhundert lang strikt und uneingeschränkt abgelehnt wurden, auch vom Hl. Offizium bzw. der Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger. Die fünfzig-jährige kirchliche Ablehnung – auch durch den Vatikan – wiegt schwerer als die davon abweichende Haltung des jetzigen Ortsbischofs.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Diener Christi sagt:

        Wenn sie so Privatoffenbarungs und Marienerscheinungsfeindlich sind sollten sie sich doch endlich den Protestanten oder Evangelikalen ihres Gleichgesinnten sich anschließen, den dort gibt es sowas nicht!

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      • Guten Tag,
        da sind Sie nicht richtig informiert – in evangelikalen Kreisen gibt es auch pfingstlerisch-charismatische Strömungen, vor allem in den USA – und dort wimmelt es von Visionen, Einsprachen, Christus- und Engelserscheinungen etc.
        Erkundigen Sie sich insoweit mal bei der EZW (Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) in Berlin.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  3. Gelobt sei Jesus Christus! sagt:

    Als ich vor vielen Jahren erstmalig Kontakt mit den „Amsterdamer Botschaften“ hatte, – hat mich der Text: „…, die einst Maria war!“, – abgestoßen.

    Habe diesen distanzlosen Übereifer der Schwarmgeister für irgendwelche möglichen oder unmöglichen Erscheinungsorte auch nie teilen können.

    Gelassener Umgang damit und Freude am katholischen Glauben, der alles in sich birgt, reichen v o l l k o m m e n.

    Wenn „Amsterdamer“, – dann den guten Alten – der schmeckt.

    mfg

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  4. Ralf sagt:

    Zitat
    …Sie nennt sich die Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin und will als solche dogmatisch anerkannt werden.
    Zitat-Ende

    Alles wird zu seiner Zeit der Hl. Geist fügen, so war es bei den vorhergehenden Marien-Dogmen, was soll diese „himmlische“ Panik?
    Selbst die Dogmen, die verpflichtente Glaubenswahrheiten für katholische Christen sind, sind nur eine „Beigabe“, was wurde mit den Christen, die ohne die Dogmen gestorben sind; und von diesen gab es viele…hätten diese nicht das volle Paradies geerbt?
    Natürlich sind Dogmen glaubensverpflichtend, anders als „Privatoffenbarungen“, aber sie sind nicht heilnotwendig, heilsnotwendig sind die Sakramente und das Wort Gottes.
    Ich möchte hiermit in keiner Weise die Dogmen untergraben…wenn der Himmel ein Dogma will, dann soll er es geben…(nicht durch eine „Privatoffenbarung“ fordern)

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    • Guten Tag,
      heilsnotwendig sind neben Taufe und Glaube die Einhaltung der Gebote Gottes und gute Werke. Zum Glauben gehört „einschlußweise“ die Annahme aller Dogmen (was nicht bedeutet, daß man sie alle kennt) – man darf aber kein Dogma ausdrücklich bestreiten. Die „Miterlöserin“ wird sowieso nie ein Dogma, weil hierfür die biblische und theologische Basis fehlt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Ralf sagt:

        …und da sind wir wieder bei dem Punkt, dass Dogmen „herausgehobene“ Glaubenswahrheiten sind, die auf Bibel und Evangelien begründet sind, d.h jeder, der vom hl. Geist erleuchtet war/ist, hätte diese Wahrheiten erkennen können. Sie sind also keine neuen Wahrheiten; deshalb ist eine „Privatoffenbarung“ nicht nötig, sie kann nur ein besonderes Wirken des hl. Geistes/Gottes in der jeweiligen Zeit darstellen, sie kann aber NICHT gegen geoffenbarten Glaubenswahrheiten verstoßen, sollte sie das tun, so ist sie nicht von Gott, weil Gott die Wahrheit ist und die Wahrheit sich nicht widersprechen kann.

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      • Ja, genau so ist es! Dogmen definieren und entfalten die göttliche Offenbarung, die durch die Hl. Schrift und die apostolische Tradition grundgelegt ist – aber Dogmen können und dürfen nichts „Neues“ verkünden. Aufgabe des kirchliche Lehramts ist die Erhaltung und Entfaltung der Offenbarung Gottes, aber nicht etwa eine „Fortschreibung“. Privatoffenbarungen stehen ohnehin auf einer anderen Ebene und können der göttlichen Offenbarung weder etwas hinzufügen noch etwas wegnehmen.
        Freundlichen Gruß!
        Ihre Felizitas Küble

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  5. anonym sagt:

    lästerer

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