Fleischloser Tag am Montag, Mittwoch, Donnerstag? – Warum nicht am Freitag wie seit 2000 Jahren?

Kirchliches „Freitagsgebot“ nach wie vor weltweit gültig

Kürzlich ging die Meldung rund, daß der bekannte Musiker Paul McCartney einen fleischfreien Montag für britische Schulkinder fordert. Einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten, sei nicht nur gesund, sondern auch gut für die Umwelt, sagte McCartney, der sich selbst seit rund 40 Jahren vegetarisch ernährt.

Auch der fleischfreie Mittwoch ist bei vielen Vegetarierverbänden im Gespräch  –  und in Belgien hat sich die Stadt Gent sogar dazu entschlossen, den Donnerstag amtlich zum fleischlosen Tag zu erklären: an öffentlichen Schulen soll sich das Tagesmenü auf vegetarische Kost beschränken. An Gasthäuser der Stadt wurden kostenlose Broschüren mit vegetarischen Rezepten verschickt usw.

Wenn der Staat seine Bürger  –  etwa die Schüler  –  zum fleischlosen Mittagsmahl verpflichtet, fragt man sich nach der Berechtigung der „Obrigkeit“ zu solcher Bevormundung und Gängelung. Der Staat kann sicherlich Empfehlungen aussprechen, aber seinen Bürgern nicht das Essen vorschreiben.

Das kirchliche Freitagsgebot ist hingegen etwas anderes, da es religiös begründet ist und an die Opferbereitschaft der Katholiken appelliert, die einer freiwilligen Glaubensgemeinschaft angehören. 

Ist es zudem nicht aufschlußreich, daß ausgerechnet der FREITAG bei all diesen Überlegungen um einen fleischlosen Tag so offensichtlich ausgespart wird?

Dabei ist der Freitag schon im ersten christlichen Jahrhundert als Tag des Fastens und des Fleischverzichts bekannt (das bestätigt auch die urchristliche Zwölfapostellehre bzw „Didache“), um so an das Opfer Christi zu erinnern und den Glauben daran durch den Fleischverzicht zu bezeugen. (Die Didache erwähnt noch zusätzlich den Mittwoch, der als Fasttag in der Klostertradition teilweise weiterlebte.)

Das „Freitagsgebot“, das nach wie vor in der Weltkirche gültig ist, fordert alle Katholiken auf, am Freitag auf Fleischgenuß zu verzichten – und zwar „zur Erinnerung an den Kreuzestod Christi“.

In Deutschland und einigen europäischen Ländern wurde das Freitagsgebot von der jeweiligen Bischofskonferenz umformuliert auf dieallgemeinere Formel, man solle an diesem Tag ein „Opfer bringen“.

Man wäre aber besser bei der früheren Klarheit geblieben, denn die neue Formulierung lädt dazu ein, das Freitagsgebot nicht mehr sonderlich ernst zu nehmen, zumal nicht jedem Katholiken immer eine Idee einfällt, womit er am Freitag denn ein „Opfer“ bringen könnte.

Zudem war der Fleischverzicht der Katholiken am Freitag stets ein klares öffentliches Bekenntnis zu Christus und seinem Erlösungsopfer. Auch diese bewährte Signalwirkung im Alltag ging durch die Umformulierung weitgehend verloren.

Die Bischofskonferenz von England und Wales hat dies mittlerweile erkannt; sie erklärte den Fleischverzicht am Freitag im vorigen Jahr wieder zu einem Kirchengebot  – genauer: sie erinnerte daran, daß das universal gültige Kirchenrecht nach wie vor daran festhält.

Wer ohnehin kein Fleisch esse, weil er etwa Vegetarier sei, könne am Freitag „eine andere Art der Buße beachten“, so die Erklärung der Bischofskonferenz.

Auch Bischof Gregor Hanke aus Eichstätt befaßte sich in seinem Fastenhirtenbrief  2012 mit dem kirchlichen Freitagsgebot.

Es wird Zeit, daß die deutsche Bischofskonferenz dieser Rückbesinnung nunmehr folgt und damit das bewährte Kirchengebot wieder in Erinnerung ruft  –  und zugleich so konkret faßt, wie es jahrtausendelang gültig und  höchst sinnvoll war: Freitags kein Fleisch!

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 


Sizilianischer Priester und Opfer der Mafia wird seliggesprochen

Ein von der Mafia in Palermo ermordeter katholischer Priester wird demnächst seliggesprochen. Die vatikanische Heiligsprechungskongregation erkannte bei Pfarrer Giuseppe Puglisi das Martyrium an.

Der Priester starb im September 1993 an seinem Geburtstag vor seiner Wohnung in der sizilianischen Hauptstadt durch einen Genickschuss.

Pfr. Puglisi sei aus Haß gegen den Glauben ermordet worden, bestätigte die Kongregation in einem Dekret, das der Papst am Donnerstag autorisierte.

Der Geistliche engagierte sich an sozialen Brennpunkten und versuchte, Jugendliche aus den Fängen des organisierten Verbrechens zu befreien. 

Quelle: Radio Vatikan


Fakten aktuell: Kostenvergleich von Betreuungsgeld und Kitas

Von Birgit Kelle (Vorsitzende von Frau 2000plus)

Ein neues Argument gegen das Betreuungsgeld macht die Runde: Es darf angeblich nicht „auf Pump“, also mit Hilfe von Schulden zu Lasten der nächsten Generationen geschaffen werden. So weit  – so gut.

Wenn dies Argument aber ziehen soll, dann stehen alle anderen Dinge, die wir uns „auf Pump“ leisten, doch bitteschön auch auf dem Plan. Die Kita-Plätze zum Beispiel. Tatsächlich ist den meisten Bundesbürgern nicht annähernd bekannt, wie viel uns das kostet.

Ich darf dabei noch einmal auf meine Berechnungen hinweisen, was bislang schon an Geld in den Krippenausbau geflossen ist: Bis Ende diesen Jahres werden es 20 Milliarden sein. Jedes Jahr kommen nur für die neu geschaffenen Krippenplätze 4 Milliarden hinzu, davon profitieren nur 35 Prozent aller Familien.

Das Betreuungsgeld für doppelt so viele Familien würde hingegen nur 1,2 Milliarden kosten jährlich. Wer also sparen will, muss auch über die Krippenfinanzierung nachdenken. Zumal es völlig unsolidarisch ist, dass wir ja auch für die viel zitierte Millionärsgattin den Krippenplatz subventionieren, wenn sie morgens Golf spielen geht.

Der Erziehungswissenschaftler Albert Wunsch hat in seinem folgenden Artikel die Rechnung auch noch mal neu aufgemacht und das System in den Niederlanden beschrieben:

„Ergänzend würde ein Blick zu unseren niederländischen Nachbarn sehr weiterführend sein. Hier wird die KiTa- Rechnung erst mal von den Eltern beglichen, mit dem wichtigen Effekt, dass so die tatsächlichen Kosten ins Bewusstsein dringen:

Der Staat übernimmt im Erstattungsverfahren durchschnittlich 1/3 der Kosten, 1/3 werden von den Arbeitgebern erbracht und 1/3 von den Eltern. Verdienen die Eltern mehr als 40.000 Euro im Jahr, erhöht sich deren Beitrag auf bis zu 2/3, verdienen Eltern mehr als 72.000 Euro im Jahr, verringert sich der staatliche Zuschuss auf 1,8%.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier:

http://www.freiewelt.net/blog-4430/betreuungsgeld-auf-pump%3F.html

 


Mahnwache mit exil-kubanischen Bürgerrechtlern am 26. Juni 2012 in Bonn

Vor dem kubanischen Konsulat in Bonn protestierten am Dienstag, den 26. Juni 2012, einige „Damen in Weiß“  und andere kubanische Bürgerrechtler sowie Mitglieder der IGFM (Intern. Gesellschaft für Menschenrechte)  mit einer Mahnwache gegen die Verfolgung politisch Andersdenkener im kommunistischen Kuba.

Die Gruppe machte mit Transparenten, Flugblättern, Unterschriftenlisten und kurzen Redebeiträgen auf staatliche Übergriffe gegen die kubanische Demokratiebewegung, auf willkürliche Haft und auf die Zensur durch das kubanische Einparteienregimes von General Raul Castro aufmerksam.

Die IGFM wies besonders auf die Situation der christlich geprägten Bewegung „Damen in Weiß“ (Damas de Blanco) hin. Sie sind die bedeutendste und international bekannteste Bürgerrechtsgruppe in Kuba. Die Damen in Weiß sind ein Zusammenschluss von Ehefrauen, Töchtern und Müttern politischer Gefangener auf Kuba. Für ihren friedlichen Einsatz für die Freilassung politischer Gefangener wurden sie 2005 mit dem Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet.

Obwohl sie zunehmend Gewalt und Repressalien ausgesetzt sind, weigern sich die Frauen, ihren Kampf für Menschenrechte und Freiheit in Kuba aufzugeben. Regelmäßig werden sie von regimenahen Schlägergruppen angegriffen, von staatlichen Stellen an friedlicher Meinungsäußerung gehindert und mit Gewalt in ihren Menschenrechten behindert.  

Vor dem kubanischen Konsulat befanden sich auch rund 15 kommunistische Gegendemonstranten mit roten Fahnen, die sich bemühten, die Veranstaltung durch Schreie, Sprechchöre („Cuba si“) und laute Musik zu stören. 

Quelle: http://www.igfm.de


Immer mehr depressive Kinder in Deutschland – es fehlt die intakte Familie

Nach Aussagen von Thomas Schmelzer, Psychologe und Leiter der Erziehungs- und Familienberatungsstelle der Caritas in Neumarkt, sind bereits mehr als fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland an einer schweren Depression erkrankt. Etwa zehn Prozent zeigen deutliche depressive Anzeichen.

Während im Vor- und Grundschulalter depressive Symptome zu beobachten seien, aber nur in wenigen Fällen eine vollständige Diagnose möglich sei, nehme die Häufigkeit einer Depression schon ab dem zwölften Lebensjahr zu.

Fachleute könnten einen deutlichen Anstieg dieses Störungsbildes feststellen, so der Psychologe. Noch vor 20 Jahren habe man Depressionen bei Kindern für unmöglich gehalten. Heute würden bereits Fünf- oder Sechsjährige an derartigen Störungen erkranken.

Als Ursachen benennt Schnelzer falsche Erziehungsmethoden und gesellschaftliche Entwicklungen wie häufige Trennungen und Scheidungen der Eltern, fehlende familiäre Netzwerke, Leistungsdruck sowie Verlust an Werten und religiöser Orientierung.

Den Eltern empfiehlt der Familienberater, sich Zeit für ihr Kind zu nehmen, Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und zu zeigen, wie man mit Mißerfolgen und Niederlagen umgeht. 

Quelle und vollständiger Artikel hier:
http://www.welt.de/regionales/muenchen/article106649266/Jedes-zehnte-Kind-leidet-an-depressiven-Symptomen.html

„Forum Deutscher Katholiken“ kritisiert aktuelle Gerichtsurteile zur Beschneidung und zur lesbischen Erzieherin

„Gefährdungen der Religionsfreiheit“

Der Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ bezieht sich mit seiner Urteilskritik auf den Fall einer in lesbischer Lebensgemeinschaft stehenden Erzieherin in Neu-Ulm und auf die Kriminalisierung der bei Juden und Muslimen vorgeschriebenen Beschneidung männlicher Säuglinge.

Wenn die katholische Kirche gezwungen werden soll, in ihren Einrichtungen Kinder der Erziehung durch eine Frau auszusetzen, die im Gegensatz zur kirchlichen Grundordnung steht, so greift damit der Staat in den Kernbereich kirchlichen Auftrags ein.

Auch Christen seien von der Entscheidung des Landgerichts Köln zur Beschneidung betroffen. Denn das Landgericht habe in der Urteilsbegründung ausgeführt, die Beschneidung sei deshalb kriminell, weil sie in das Selbstbestimmungsrecht des Kindes eingreife, das später selbst entscheiden können müsse, welcher Religion es annehme oder nicht.

Dann werde wohl die Kindertaufe entsprechend unter Strafe gestellt. „Körperverletzung werde es wohl nicht sein, aber Juristen werden schon irgendeine Strafvorschrift finden, unter die sie die Taufe eines Kindes subsumieren können“, meinte der Sprecher des Forums, Prof. Dr. Hubert Gindert.

Er zeigt sich mehr als verwundert darüber, wie das bislang unbestrittene Selbstbestimmungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften, das immerhin in Artikel 140 des Grundgesetzes verankert sei, nun angefochten werde.

Prof. Dr. Hubert Gindert,
Vorsitzender des Forums Deutscher Katholiken


Deutscher Familienverband spricht sich für das Betreuungsgeld aus

Pressemitteilung des DFV:

Wahlfreiheit ist ein hohes Gut, damit Eltern und Kinder die beste Variante für ihr Leben in Familie finden können. In der Debatte der vergangenen Wochen wurde hauptsächlich Meinung gemacht, Misstrauen geschürt, wurden Familien gegeneinander ausgespielt.

Mit Blick auf die gescheiterte Abstimmung des Gesetzentwurfes zum Betreuungsgeld mahnte DFV-Präsident Klaus Zeh deshalb vor allem eines an: Die Rückkehr zu einer sachlichen Auseinandersetzung.

Begriffe wie „‚Rabenmütter‘ und ‚Heimchen am Herd‘ sind bösartige Spitzen, die Lebensmodelle der Familien attackieren. Vielmehr muss es darum gehen, Familien wirkliche Wahlfreiheit zu verschaffen“, sagte Zeh  – und er fügte hinzu: 

„Dazu gehören eine echte Anerkennung der Erziehungsleistung und eine bedarfsgerechte Infrastruktur. Wir brauchen Krippen und Kindergärten für Eltern, die diese Betreuungsform wünschen, wir brauchen Personal, das optimal qualifiziert ist und wir brauchen einen Betreuungsschlüssel, der den Bedürfnissen und dem Alter der Kinder wirklich entspricht. Und wer sein Kind zu Hause betreuen möchte, muss das tun dürfen, ohne finanziell und rentenrechtlich dafür bestraft zu werden.“

Gerade für Kinder in den ersten zwei bis drei Lebensjahren geht es an erster Stelle um Bindung und erst danach um Bildung. Wir sollten aus der aktuellen, schädlichen Debatte konstruktiv herausgehen und neu über eine moderne und verlässliche Familienpolitik nachdenken, forderte der DFV-Präsident. Das Betreuungsgeld auf Hartz IV anzurechnen, kann ebenso wenig eine Lösung sein wie die Stichtagsregelung.

Betreuungsgeld darf auch nicht verweigert werden, wenn Eltern ihre Kinder stundenweise in eine Betreuung geben, betonte Klaus Zeh. Das Betreuungsgeld ist nicht mehr und nicht weniger als ein Schritt in Richtung Wahlfreiheit. Von hier aus muss es zügig weitergehen zu einer Lösung, die flexibler und besser ausgestattet ist als das Betreuungsgeld. Eine von der Kinderzahl abhängige Staffelung ist eine gute Perspektive, die im Thüringer Erziehungsgeld bereits umgesetzt wurde.