Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem verbessert ihre Inschrift zu Papst Pius XII.

Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat am heutigen Sonntag ihre umstrittene Inschrift zum Verhalten von Papst Pius XII. während der NS-Diktatur geändert.

Zwar wird Pius XII. (Pontifikat von 1939-1958) in dem neuen Text weiter dafür gerügt, daß er nicht in öffentlichen Stellungnahmen für die verfolgten Juden eingetreten sei.

Allerdings werden die komplexen Vorgänge nun endlich differenzierter dargestellt, zumal angesichts der erwiesenen stillen Hilfsaktionen von Pius XII. zugunsten der Juden, die z.B.  in dem ausführlichen Sachbuch „Rom und die Juden“ des jüdischen Religionsphilosophen Pinchas Lapide eingehend erläutert und belegt werden.

Prof. Lapide zufolge hat die kath. Kirche und der Vatikan während der NS-Diktatur weitaus mehr für die Judenrettung unternommen, als alle internationalen Hilfswerke und Politiker zusammengenommen.

Auch von Gary Krupp  – dem Präsidenten der jüdisch-amerikanischen Stiftung Pave the way  –  wird Pius XII. seit Jahren vehement verteidigt; Krupp hat zehntausende Seiten Akten über dies Thema studiert.

Während der internationalen Medienangriffe auf den jetzigen Papst –  besonders im Zusammenhang mit der „Williamson-Affäre“ – hat sich diese jüdische Stiftung mehrfach gegen unfaire antikatholische Kampagnen geäußert.

Weitere prominente jüdische Stimmen pro Piux XII. haben wir in einer Pressemeldung bereits vor etlichen Jahren dokumentiert:

http://www.pressinfocom.com/1/Gerechtigkeit-fuer-einen-vielgeschmaehten_512296.html

Quellen: Radio Vatikan, Buch „Rom und die Juden“


Ehrlicher Autofahrer brachte Rucksack mit viel Bargeld zur Polizei

Einen gehörigen Schreck in den Nachmittagsstunden mußte ein 28-jähriger Mann aus Westfalen erleben. Dieser war als Sozius auf einem Motorrad unterwegs, um in Osterode ein anderes Motorrad zu kaufen. Auf der Kraftfahrstraße verlor er den auf dem Rücken getragenen Rucksack, bemerkte dies zunächst aber nicht.

Ein aufmerksamer Autofahrer aus Herzberg bemerkte den Rucksack und den verstreuten Inhalt auf der Fahrbahn, hielt am Straßenrand an und sammelte neben diversen anderen Gegenständen über 2500 Euro Bargeld ein.

Nachdem der Finder alles bei der Polizei in Osterode abgegeben hatte, konnte der Verlierer des Rucksacks von dort aus schnell ermittelt werden und freudestrahlend sein Hab und Gut in Empfang nehmen. Der fast geplatzte Motorradkauf kann nun doch noch stattfinden.

Dem ehrlichen Finder möchte der Verlierer noch persönlich danken und sich mit einem ordentlichen Finderlohn erkenntlich zeigen.

Quelle: Polizei Northeim/Osterode (ots)


Buch-TIP: „Der Brief an die Römer“ von Erik Peterson

Aus einer Besprechung von Pater Bernd Hagenkord (Leiter v. Radio Vatikan)

Einer der wichtigsten und wirkmächtigsten Texte des Neuen Testamentes ist der Brief des Apostels Paulus an die Römer.

Kaum ein wichtiger und großer Theologe in den vergangenen 2000 Jahren, der sich nicht an diesem Werk probiert hat, von Augustinus angefangen durch die Theologiegeschichte hindurch.

Große theologische Fragen zu Gnade und Rechtfertigung entscheiden sich hier an winzigen Details, an Interpretation und Lesart.

Einer der ganz großen, aber nicht sehr bekannten Kommentare zum Römerbrief stammt von Erik Peterson. Peterson, 1890 in Hamburg geboren, schrieb ihn noch als evangelischer Theologe, vor seiner Konversion.

Es ist ein klassisch geschriebener Kommentar, Satz für Satz, Abschnitt für Abschnitt. Aber er geht auch immer geistlich vor, abwägend und den Leser, der kein Fachmann ist, einbeziehend.

Bei alledem ist es eine Exegese, die sehr theologisch ist. Das schätzt u.a. auch der Theologe Joseph Ratzinger an Peterson. Er bleibt nicht bei Buchstabe und Rekonstruktion, er geht dem Theologen Paulus nach, seinem Denken und Ringen mit den Fragen, die ihm die Verbreitung des Glaubens stellen.

Es ist eine umfassende Beschäftigung: Heil und Gnade, Geschichtsverständnis und Eschatologie, Glaube, Gehorsam und Berufung: Alle Themen Paulus kommen bei Peterson vor. 

Erschienen ist das Buch in der neu entstehenden Reihe der Gesammelten Werke Peterson.

Erik Peterson: Der Brief an die Römer. Gesammelte Schriften, Band 6, Echter-Verlag Würzburg, ca. 30 Euro.

Quelle: Radio Vatikan


Charismatiker-Journal: Montanismus war die „erste Erweckungsbewegung“ der Kirchengeschichte

Die jüngst erschienene Zeitschrift „Charisma“ (Nr. 161, 3. Quartal 2012) bekennt sich uneingeschränkt zur Montanismus als der „ersten großen Erweckungsbewegung“ des Christentums.

Das evangelisch-charismatische  Journal befaßt sich auf S. 35 in einem Artikel des Theologen und Pfarrers i.R. Klaus Vogt mit den Wesenszügen dieser schwarmgeistigen Strömung aus der zweiten Hälfte des 2. Jahrhundert nach Christus  – und beruft sich eindeutig auf deren Prinzipien.

Die katholische Kirche hatte sich damals  –  nach anfänglichem Abwarten  –  klar vom Montanismus distanziert und sich auch deren aktuelle Erwartung einer Wiederkunft Christi nicht zu eigen gemacht.

Die Bewegung wird nach ihrem Gründer Montanus benannt, der sich als besonders vom Heiligen Geist erleuchtet ansah  – und der mit zwei „Prophetinnen“ namens Maximilla und Priscilla predigend durch die Lande zog, wobei die beiden Frauen in Gottesdiensten ihre „Visionen“ schilderten.

Das Dreiergespann vertrat in Fragen der Moral sehr strikte Standpunkte, vor allem hinsichtlich Askese und Fasten – und es warf der „amtlichen“ katholischen Kirche mangelnde Geisterfülltheit und „Verweltlichung“ vor, wobei sich die Christenheit damals in einer Zeit der Verfolgung durch das römische Weltreich befand und insofern von einer wirklichen Verweltlichung insgesamt keine Rede sein konnte.

Daß der Montanismus die erste überörtliche und größere „Schwärmerbewegung“ der Kirchengeschichte darstellt, ist ohnehin unstrittig.

Aufschlußreich ist nun freilich, daß sich ein Magazin, das der   –  sonst eher gemäßigt-charismatischen  –   evangelischen „Geistlichen Gemeinde-Erneuerung“ nahesteht, uneingeschränkt zum Montanismus bekennt und ihn quasi als eigenen Ursprung feiert.

Pfarrer Vogt bezeichnet diese schwarmgeistige Bewegung als „Rückbesinnung auf die urchristlichen Wurzeln“ angesichts einer  –  wie er schreibt  – „fortschreitenden „Verweltlichung“ der Kirche“.

Die Christenverfolgung, die sich drei Jahrhunderte lang in stärkeren und schwächeren Phasen entlud, stellte freilich nach wie vor eine ständige Bedrohung dar, so daß sich die Gläubigen gewiß nicht gemütlich in der Welt und ihrer Umgebung einrichten konnten.

Doch mit dem Vorwurf der „Verweltlichung“ war aus Sicht der Montanisten wohl in erster Linie eine mangelnde „Geist-Orientiertheit“ der amtlichen Kirche gemeint, die bereits eine klare Kirchenstruktur aufwies, beruhend vor allem auf dem Bischofsamt, dem Priestertum und dem Dienst der Diakone.

Diesem „kirchlichen“ Christentum setzte nun der selbsternannte „Prophet“ Montanus und seine  beiden „Seherinnen“ einen geistgelenkten Glauben gegenüber, der sich auf besondere Offenbarungen und Erleuchtungen „von oben“ berief  und diese höher stellte als die „offizielle“ Lehre der Kirche, die freilich nicht direkt abgelehnt, sondern eher durch Visionen und angeblich übernatürliche „Worte der Erkenntnis“ verdrängt wurde.

Daß die katholische Kirche solch ein Ansinnen ablehnte und von ihrem Selbstverständnis her auch ablehnen mußte, liegt auf der Hand.

Diese Vorgänge stellt nun  „Charisma“ ganz im Sinne des Montanismus dar, der  – so wörtlich  – als „erste große Erweckungsbewegung in der Kirchengeschichte“ gewürdigt wird.

Montanus und seine beiden Visionärinnen werden als „glühende, prophetisch begabte Erweckungsprediger“ bezeichnet, die sich als „Werkzeug des Heiligen Geistes“ verstanden und die  eine „Umkehr zur entschiedenen bibelgemäßen Ethik“ gepredigt hätten, zudem ein „Leben in der Heiligung“ und im Bewußtsein vom „Wirken des Parakleten“ (gemeint ist der Heilige Geist als Beistand und Tröster).

Was die Wirksamkeit der neuen Schwärmerbewegung anbelangt, hat der Autor freilich recht, wenn er feststellt:

„Auch nach dem Tod aller drei Leiter (179 stirbt Maximilla als Letzte) lebt diese prophetische Erneuerungsbewegung noch viele Jahrzehnte ungebrochen fort und erfasst ganze Gemeinden.“

Tatsächlich hatte die katholische Kirche ihre liebe Mühe, ihre Gläubigen vor dieser enthusiastischen und endzeitschwärmerischen  Bewegung, die aus ihren eigenen Reihen entstanden war, ausreichend zu schützen, zumal das „Dreiergespann“ auch nach seinem Tod noch zahlreiche Anhänger fand  –  und dies sogar angesichts der Tatsache, daß die für das Ende des 2. Jahrhunderts angekündigte Wiederkunft Christi nicht eingetroffen war und sich insofern eine klare Falschprophetie herausstellte.

Der Verfasser erwähnt sodann den „Kirchenlehrer“  Tertullian“ (gestorben 220 n. Chr.), der seitens der katholischen Kirche gerade nicht als „Kirchenlehrer“ angesehen wird, weil er – nach seinem zunächst theologisch hoffnungsvollem und hochgebildeten Wirken  – später zu den Montanisten überlief.

Daher gilt er zwar als „Kirchenschriftsteller“, nicht jedoch als „Kirchenlehrer“  –  ähnlich wie Origenes, der zwar kein Montanist war, jedoch  eine schlußendliche Allerlösung verkündete, also die Ewigkeit der Hölle leugnete. Gleichwohl war auch Origenes ein hochgebildeter Theologe, dessen anfängliches Wirken positiv zu werten ist, der aber später in die irrtümliche Vorstellung von einer gottbewirkten „Allversöhnung“ abdriftete.

Pfarrer Vogt bedauert in seinem Artikel abschließend, daß einst im zweiten Jahrhundert nicht die Montanisten, sondern die offizielle katholische Kirche den Sieg davontrug und die meisten Gläubigen hinter sich versammen konnte.

Er schreibt: „Zum Schluß erschienen die Kritiker (des Montanismus)  als die Sieger der Geschichte  – aber der Heilige Geist bricht sich dennoch immer wieder neue Vahn.“

Hier wird also  – typisch für viele charismatische Köpfe  –  der Heilige Geist und die amtliche Kirche gegeneinander ausgespielt und der Eindruck erweckt, als wirke der Geist Gottes weniger in der Kirche als vielmehr bei den enthusiastischen Bewegungen.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Emnid: 73% der Deutschen wollen Volksentscheid bei Souveränitätsverlusten Deutschlands

Die Deutschen wollen zu ca. drei Viertel selbst abstimmen, wenn es im Rahmen der  „Fiskal-Union“ darum geht, deutsche Kompetenzen und parlamentarische Hoheitsrechte an die Europäische Union abzugeben.

In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ plädierten 73 Prozent der Deutschen für ein Plebiszit (Volksentscheid). 21 Prozent vertraten die Auffassung, daß eine Bundestagsentscheidung ausreiche.

Das Meinungsforschungsinstitut Emnid befragte am 27. und 28. Juni für das Nachrichtenmagazin „Focus“ 1000 repräsentativ ausgewählte Personen.

Vor einigen Wochen setzte sich bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehuber bereits für Volksabstimmungen bei wesentlichen EU-Themen ein.

Im Unterschied dazu sprach der CDU-Politiker Schäuble zwar ebenfalls von Plebisziten, bezog sich aber auf eine damit verbundene Grundgesetzänderung bzw neue Verfassung, über die abzustimmen sei.

Quelle für Emnid-Meldung: dts-Nachrichtenagentur