Kritik von links am „umstrittenen“ neuen Chef der Glaubenskongregation

Hans Küng: „katastrophale Fehlbesetzung“

Wie nicht anders zu erwarten, hat sich das linke Medienlager mit deutlicher Schelte und handelsüblichen Schlag-Worten zur Ernennung Bischof Müllers als Präfekt der Glaubenskongregation geäußert.

Die Online-Ausgabe der Illustrierten  „Stern“ weiß über den Regensburger Oberhirten zu vermelden:

„In Deutschland ist der ehemalige Dogmatikprofessor umstritten. In seinem Bistum war er immer wieder mit Laienvertretern aneinandergeraten. Als Müller 2005 die Mitwirkungsrechte der Laien in den Kirchengemeinden drastisch einschränkte, brachte ihm dies auch innerhalb der deutschen Bischofskonferenz viel Widerspruch. Der Vatikan stellte sich allerdings hinter den Theologen.“

In Wirklichkeit hatte Bischof Gerhard L. Müller den überhandnehmen „Gremien-Katholizismus“ mit Tendenz zur Räte-Diktatur im Sinne des universalen Kirchenrechts zurückgedrängt, so daß sich der Papst selbstverständlich hinter ihn stellte.

Typisch ist auch das Echo der kirchenfeindlichen Illustrierten „News“ aus Österreich, die in Inhalt und Aufmachung dem „Stern“ verwandt ist.

Unter dem Titel „Der neue Großinquisitor“ werden bekannte Kirchenkritiker herbeizitiert, um die päpstliche Entscheidung für Bischof Müller massiv mieszureden  –  und wer eignet sich für diese Hau-drauf-Tätigkeit besser als der Theologe Hans Küng?!

Bischof Müller ist aus seiner Sicht nichts weniger als eine „katastrophale Fehlbesetzung“:

„Als Präfekt der Glaubenskongregation ist dieser bornierte Scharfmacher fehl am Platz“, sagte der Tübinger Theologe heute der Nachrichtenagentur dpa.

Küng läßt kein gutes Haar an der Neubesetzung:

„Offenbar hat Papst Benedikt nichts gelernt aus der auch in der Kurie kritisierten Fehlbesetzung des Staatssekretariats und anderer Schlüsselpositionen mit restaurativen Gesinnungsgenossen. Konflikte in der von Skandalen geschüttelten Kurie und römischen Kirche sind mit Müllers Ernennung vorprogrammiert.“

Bischof Müller besitze keinerlei Qualifikation für die wichtige Aufgabe im Vatikan. Er sei als Bischof unbeliebt, als Theologe ohne Relevanz und als Ökumene-Verantwortlicher eine Belastung – so die Rundumschläge des in Medien gern zitierten „Reformtheologen“.

Also mit anderen Worten und aus konservativer Sicht:

Der neue Chef der Glaubenskongregation läßt hoffen, daß einiges, was auch innerkirchlich längst aus dem Ruder läuft, allmählich wieder in klarere Bahnen geführt wird.


Impressionen einer gelungenen Theater-Aufführung rußlanddeutscher Kinder und Jugendlichen

Limmer von Massows fröhliche Theater-AG mit Liedern und Balladen

Gisela Limmer von Massow, ehem. Dozentin an Schauspiel- und Musikhochschulen, setzt sich idealistisch für rußlanddeutsche Kinder ein.

Die aus Pommern stammende Schauspielerin übt mit ihnen Theaterstücke, Krippenspiele, Märchenstücke, aber auch klassische Balladen ein, wobei die Mädchen und Jungen zugleich mit der deutschen Sprache immer vertrauter werden und ihre kreativen Talente entfalten können.

Hier zeigen wir Foto-Impressionen einer kürzlichen Aufführung, die bei jung und alt große Begeisterung auslöste.

Die Bilder zeigen das Stück „Die Heinzelmännchen zu Köln“ von August Kopisch (1799 bis 1853) mit Musik von D. Schostakowitsch (siehe grüne Kostüme mit roten Zipfelmützen), sodann die anspruchsvolle Ballade „Der Zauberkönig“ von Goethe (siehe Foto der beiden Mädchen), herzige Kinderlieder (großes Foto) –  und am Schluß ein Bild mit der einsatzfreudigen Gisela Limmer von Massov, umgeben von zwei Kleinen inmitten ihrer jugendlichen Theater-AG auf der Bühne.

Wer an einem Auftritt bzw. Krippenspiel dieser rußlanddeutschen Theater-AG interessiert ist, sei es in der Kirchengemeinde oder in froher Runde, bei Vereinsfesten,Lagerzirkus oder Schulfeiern, der kann sich gerne an uns wenden   – wir vermitteln den Kontakt mit dieser kreativen Gruppe.

Unser Telefon: 0251-616768   –  Mail: felizitas.kueble@web.de


Fraktionschef Volker Kauder (CDU): Gewalt gegen Christen in Kenia muß uns alarmieren

Kenia ist zu 83% von Christen bewohnt

Am gestrigen Sonntag haben maskierte Angreifer im nordkenianischen Garissa in Angriffen auf zwei christliche Kirchen mindesten 17 Personen getötet und zahlreiche weitere verletzt.

Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, in der folgenden Pressemitteilung:

„Im nordkenianischen Garissa kam es um 10:15 Ortszeit zu zwei gleichzeitig ausgeführten, blutigen Terroranschlägen auf friedliche Gottesdienstbesucher. Die Bilder, die uns aus Garissa erreichen, zeigen das Ausmaß der Gewalttaten gegen Christen.

Mindestens 17 Personen starben, bisher wurden mehr als 60 Verletzte durch die örtliche Polizeibehörde gemeldet. In einer Stellungnahme verurteilte unter anderem der oberste Muslim-Rat Kenias den Angriff.

Die brutalen Angriffe auf die Gotteshäuser, die mit Granaten und Sturmgewehren sehr gezielt ausgeführt wurden, müssen uns alarmieren.

Zum einen sehen wir in diesen Attacken, wohin gewaltbereiter religiöser Extremismus führt, und wie handfest die mit ihm verbundenen Gefahren sind.

Zum anderen erschreckt, dass christliche Kirchen nun auch in einem mit einem Bevölkerungsanteil von 83% mehrheitlich christlichen Land zu Zielen von Anschlägen werden. Wie so oft führt religiöser Fanatismus zunächst und vor allem zum Leiden in christlichen Familien.

Unser Mitgefühl und unser Gebet gilt den Opfern. Wir dürfen Ihr Leiden nicht vergessen, sondern müssen darauf aufmerksam machen und dafür sorgen, dass gewaltbereiter religiöser Extremismus mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt und unterbunden wird.

Keine Religion und keine Überzeugung der Welt darf mit der Waffe in der Hand verbreitet werden. Das Recht auf Religionsfreiheit, das die Freiheit von Verfolgung und Bedrängnis beim Bekenntnis der eigenen Religion einschließt, muss überall auf der Welt gelten.“

 

Priesterrat in Regensburg: „Der Erzbischof hat uns Priester vor negativen Pauschalurteilen stets in Schutz genommen“

PRIESTER des Bistums Regensburg gratulieren ihrem Erzbischof Müller

„Die Ernennung unseres Bischofs zum Präfekt der Glaubenskongregation hat den Priesterrat der Diözese mit großer Freude erfüllt, wenngleich sein Abschied uns sehr schwer fällt.“

Das hat Prälat Alois Möstl, Stadtdekan von Regensburg, erklärt. Weiter sagte der Sekretär des Priesterrates des Bistums Regensburg:

„Schon immer bewunderten wir bei den Sitzungen des 71 Mitglieder umfassenden Priesterrates, der das Presbyterium der Diözese repräsentiert, den scharfen Intellekt des Bischofs Gerhard Ludwig, seine schnelle Urteilsfähigkeit, seinen Weitblick bei komplexen Themen und die klare Linie in allen Glaubensfragen, die uns Orientierung gab.

Zugleich schätzten wir seine menschliche Art des freundschaftlichen Umgangs mit seinen Priestern, die er immer gerne als seine engsten Mitarbeiter bezeichnete.

Wir haben nicht vergessen, dass er in den vergangenen schwierigen Jahren uns Priester vor negativen Pauschalurteilen stets in Schutz genommen hat. Sein Weggang hinterlässt bei uns Priestern eine große Lücke. Wir wünschen unserem Bischof Gerhard Ludwig in Rom alles Gute und Gottes Segen, freuen uns sehr mit ihm und werden im Gebet mit ihm verbunden bleiben.“


Israelis und Jordanier: Respektvolles Soldatengedenken für den Frieden

Von Dr. Assaf David

In den israelisch-arabischen Beziehungen kam es vergangene Woche zu einem historischen Ereignis. Verborgen vor der Aufmerksamkeit der Medien, berührte es jeden, der dabei war und rührte manche zu Tränen:

Israelische und jordanische Kriegsveteranen, die vor 45 Jahren gegeneinander gekämpft hatten, besuchten gemeinsam das damals umkämpfte Gebiet in Jerusalem, um sich gegenseitig Respekt zu zollen und ihrer gefallenen Kameraden zu gedenken. (…)

Jordanische und israelische Fahnen bei der Gedenkveranstaltung (Foto: A. David)

Der Nationaldichter Haim Gouri, 1967 Kommandant einer Einheit, las sein berühmtes, bewegendes Gedicht „Hier liegen unsere Körper“. (…)

Der jordanische Kompaniechef, der den Hügel verteidigt hatte, las die Namen der gefallenen jordanischen Soldaten, gefolgt vom stellv. israelischen Kommandeur des Bataillons, das den Hügel angegriffen hat, der die Namen der gefallenen israelischen Soldaten verlas.

Es war die erste gemeinsame Gedenkveranstaltung, in der die Namen der gefallenen israelischen und arabischen Soldaten gemeinsam verlesen wurden.

Autor: Dr. Assaf David ist Research Fellow am Truman Institute for Peace und Privatdozent in der Abteilteilung der Hebräischen Universität Berlin. Der Artikel ist ursprünglich erschienen am 23. Juni 2012.

Quelle: israelische Tageszeitung Haaretz, 1.7.2012 / Botschaft des Staates Israels in Berlin


Bischof Gerhard L. Müller wird Erzbischof und Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation

Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats Regensburg zur Ernennung Bischof Müllers:

Wie am Montag, dem 2. Juli bekannt wurde, hat Papst Benedikt XVI. den bisherigen Bischof von Regensburg, Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller, zum Präfekten der Glaubenskongregation ernannt.

Mit der Entscheidung des Papstes ist der Bischofsstuhl von Regensburg mit sofortiger Wirkung vakant. Ein Diözesanadministrator, der die Diözese bis zur Ernennung eines neuen Bischofs leitet, wird in den nächsten acht Tagen gewählt.

Der bisherige Generalvikar, Prälat Michael Fuchs, betonte in der Pressekonferenz am Montag:

„Die Diözese gratuliert ihrem Bischof von Herzen zu dieser hohen Berufung. Bei aller Freude müssen wir dennoch feststellen, dass das Bistum einen großen Hirten und leidenschaftlichen Seelsorger verliert.“

Das FOTO zeigt Bischof Müller mit den fünf Geistlichen, die er gestern im Dom von Regensburg zu Priester geweiht hat.

Pressemitteilung von Prälat Michael Fuchs während der heutigen Pressekonferenz am 2. Juli 2012:

Meine Damen und Herren,
der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. hat seine Entscheidung getroffen: Die Glaubenskongregation erhält einen neuen Präfekten. Dies ist mit dem heutigen Tag der bisherige Bischof von Regensburg, Professor Doktor Gerhard Ludwig Müller.

Die Diözese gratuliert ihrem Bischof von Herzen zu dieser hohen Berufung, mit der auch die Verleihung eines Titels des Erzbischofs verbunden ist.

Da es sich bei dieser Aufgabe um einen zentralen und herausragenen Dienst für die Weltkirche handelt, ist das Bistum stolz, dass der Heilige Vater unseren Bischof mit diesem Amt an der Römischen Kurie betraut hat. Schon in den letzten Jahren hatte der Heilige Vater ihn zunehmend in weltkirchliche Verantwortung eingebunden. Bei aller Freude müssen wir dennoch feststellen, dass das Bistum einen großen Hirten und leidenschaftlichen Seelsorger verliert.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller leitet ab heute die Glaubenskongregation, der er bereits seit 2007 als Mitglied angehörte und der nach Kardinal Joseph Ratzinger zuletzt Kardinal William Levada vorstand. Diese Kongregation hat die Aufgabe, die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen.

Mit diesem Amt des Präfekten verbunden ist unter anderem auch die Leitung der Päpstlichen Bibelkommission und der Internationalen Theologischen Kommission.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller befindet sich heute in Rom. Die nächsten Tage nimmt er erste Termine als Präfekt der Glaubenskongregation wahr.

Sicher wird er im Bistum am 26. Juli in Mindelstetten beim großen Gebetstag von Anna Schäffer teilnehmen, die am 21. Oktober in Rom heiliggesprochen wird. Ein Zeitpunkt für die Feier seiner Verabschiedung im Bistum wird baldmöglichst bekanntgegeben.

Mit dem heutigen Amtsbeginn des neuen Präfekten der Glaubenskongregation ist der bischöfliche Stuhl in Regensburg vakant. Nach dem Kirchenrecht geht die Leitung bis zur Wahl eines Diözesanadministrators auf Weihbischof Reinhard Pappenberger über, der die Wahl des Diözesanadministrators innerhalb der nächsten acht Tage zu veranlassen hat.

Diese Wahl kommt dem Domkapitel als Konsultorenkollegium zu. Der Diözesanadministrator leitet dann die Diözese, bis ein neuer Bischof „von der Diözese Besitz ergriffen“ hat, wie das Kirchenrecht formuliert.
In der Zeit der Sedisvakanz darf nach dem Kirchenrecht in der Diözese nichts Wesentliches geändert werden.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Fairneß ade? – Israelischer Botschafter mußte Energie-Konferenz verlassen

Am vergangenen Dienstag wurde der israelische Botschafter in Zypern gezwungen, eine Konferenz über Energiefragen zu verlassen.

Nachdem sich der libanesische Energieminister über die Anwesenheit des israelischen Botschafters Michael Harari bei den Organisatoren beschwert und damit gedroht hatte, seine Rede nicht zu halten, wurde der Israeli gebeten, den Raum zu verlassen.

Erst nachdem Hariri das Konferenzzimmer verließ, betraten Zyperns Präsident Christofias und der libanesische Energieminister Bassil, die gemeinsam erscheinen sollten, den Raum.

Der israelische Botschafter bestätigte, er habe aufgrund der Beschwerde des Libanesen den Raum verlassen müssen. Er habe sich für das Nachgeben entschieden, um Präsident Christofias nicht in Verlegenheit zu bringen.

Das israelische Außenministerium hatte eine offizielle Einladung zu dieser Konferenz bekommen und die Teilnahme des Botschafters zwei Wochen im voraus bestätigt.

Ein wichtiges Thema der Konferenz war die bessere Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region im Bereich Energie.

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.israelheute.com/Nachrichten/tabid/179/nid/24620/Default.aspx


Pressekonferenz in Regensburg: Wird Bischof Gerhard L. Müller Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation?

Vom Bischöflichen Presseamt Regensburg erging heute eine Einladung an Journalisten  zu einer Pressekonferenz um 12 Uhr. Vermutlich geht es hierbei um die Ernennung des Regensburger Oberhirten zum Präfekten der Glaubenskongregation. Bischof Ludwig Gerhard Müller ist schon seit längerem im Gespräch für dieses zweithöchste Amt im Vatikan.

Hier nun die Einladung aus Regensburg:

Grüß Gott, sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie herzlich einladen zu einer Pressekonferenz des bischöflichen Ordinariates der Diözese Regensburg.

Die Pressekonferenz beginnt heute, am 2. Juli 2012 um 12 Uhr  im Sitzungssaal 1 im Bischöflichen Ordinariat in der Maximilianstraße 26 in Regensburg.

Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Neck
Leiter der Presse- und Medienabteilung im Bistum Regensburg
Niedermuenstergasse 1 93047 Regensburg
Tel. 0941 597 1060  Fax 0941 597 1063 mailto:
cneck.medien@bistum-regensburg.de

http://www.bistum-regensburg.de


NRW: Erzwingungshaft in Attendorn für einen Vater, der Schul-Sexualkunde für sein Kind ablehnte

Berichterstattung von: Schulunterricht zu Hause e.V.

Verein zur Verwirklichung des grundgesetzlich garantierten Erziehungsrechts der Eltern

Vorsitzender: A. Eckermann, Buchwaldstr.16, 63303 Dreieich, Tel.: 06103/8024969, Fax: 06103/8026389, e-mail: info@schuzh

„Schulunterricht zuhause e.V.“ (SchuzH) informierte vor drei Monaten über die bevorstehende Inhaftierung des Herrn M. aus dem Oberbergischen Kreis in NRW, der seinen 10-jährigen Sohn nicht an dem in der 4. Klasse vorgese­henen 20-stündigen Sexualkundeunterricht teilnehmen ließ und deshalb  –  wie auch seine Frau  –  zu einem Bußgeld von 250 € verurteilt wurde.

Er sollte in Erzwingungshaft genommen werden, weil er sich weigerte, Buße durch Zahlung des Bußgeldes zu tun  –  für seine wahrgenommene Elternpflicht, seinen Sohn vor staatlichen Eingriffen in dessen Intimsphäre zu schützen.

SchuzH hatte damals (SchuzH-Info vom März 2012) anlässlich dieses Falles die Ansichten von Experten zur negativen Auswirkung der staatlichen Sexualerziehung auf Kinder und Jugendliche veröffentlicht.

Die angekündigte Inhaftierung von Herrn M. blieb aus. Es schien sich ein Umdenken bei den betreibenden Behörden zu vollziehen.

Am 29.6.2012 wurde Herr M. nun doch in seinem Haus festgenommen und in die Voll­zugsanstalt Attendorn verbracht, wo er bis 6.7.2012 inhaftiert ist.

Es kommen immer wieder Fragen zur staatlichen Sexualerziehung auf, die eine allgemeine Unkennt­nis in der Bevölkerung und bei den Eltern über die tatsächlichen Unterrichtsinhalte staatlicher Sexualerziehung zeigen.

Wer weiß denn, dass 10-jährige Jungens und Mädchen 20 Stunden Sexualerziehung in der 4. Klasse zu absolvieren haben? Wer kennt den tatsächlichen Inhalt dieser 20 Stunden? Diesen kennen nur die Lehrer und die Belehrten – die Schüler. Immerhin geben die Unter­richtsmaterialien einen gewissen Informationsrahmen.

Die Unterrichtsmaterialien im Fall M. liegen SchuzH vor. Daran Interessierte können sich an SchuzH wenden.

Die Eltern M. befassten sich mit den Unterrichtsmaterialien. Diese bestätigten ihre Entscheidung, die sie schon auf Grund der Elterninformation zu dieser Sexualerziehung für sich und ihr Kind getroffen hatten: Ihr Sohn, der sich noch in der Latenzphase befindet, muss vor dieser schamlosen, antichristli-chen Sexualerziehung geschützt werden. Die Latenzphase ist die Phase zwischen 6.-12. Lebensjahr, in der die Kinder viele soziale und seelische Antriebe entwickeln, sexuelle Anstöße jedoch entwicklungsstörend sind.

Der Sohn weigerte sich, an diesem Unterricht teilzunehmen.

Auch andere Schüler in NRW verweigern die Teilnahme am Sexualkundeunterricht. Wenn Eltern nicht wie die Eheleute M. ihr Kind vor der Zwangssexualisierung der Schule schützen, bleiben die Kinderrechte zunehmend auf der Strecke.

Die Eltern M. beantragten Befreiung.

Sie legten die Persönlichkeitsrechtsverletzung ihres Sohnes dar (Art. 2 I GG i.V.m. Art. 1 I GG), die eintritt, wenn sie ihn nicht vor den Eingriffen der Sexualerziehung in seine Intimsphäre durch Nichtteilnahme an diesem Unterricht schützen.

Sie beriefen sich darauf, dass das Unterrichtsmaterial nicht den Zulassungsvoraussetzungen für den staatlichen Sexualkundeunterricht entspricht (BVerfGE 46,47ff). Nach der genannten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes muss das Unterrichtsmaterial wissenschaftlich geprüft sein, und der Unterricht muss die elterliche Glaubensüberzeugung und das Persönlichkeitsrecht der einzelnen Schüler respektieren.

Sie beriefen sich auf ihr grundrechtlich gewährtes Elternrecht (Art. 6 II Satz1 GG i.V.m. Art. 4 I und II GG). Danach können sie ihren Sohn von ideologischen Unterrichtungen fernhalten, die ihrer Glaubensüberzeugung nicht entsprechen und die sie für falsch und schädlich halten (BVerfGE 93,1/17). Sie beriefen sich auch auf Art. 2 des 1. Zusatzprotokolls zur Europäischen Menschen­rechtskonvention (EMRK), nach dem die Glaubensüberzeugung der Eltern im staatlichen Unterricht sicherzustellen ist.

Die Eltern M. fassten ihre Beurteilung der schulischen Sexualerziehung am Ende ihres Schreibens an das Amtsgericht  (AG) Gummersbach wie folgt zusammen (Schreiben vom 23.3.2009, S.2):

„Die staatliche Sexualerziehung ist einseitig emanzipatorisch-ideologisch ausgerichtet; sie widerspricht unserer christlichen Glaubensüberzeugung, und wir halten sie für falsch, weil sie die Kinder zu einer selbstbestimmten Frühsexualität mit allen negativen Folgen einer solchen verführt (z.B. Erziehungsunfähigkeit – so S. Freud) und die Pädophilie bejaht, wenn das Kind sie will.“

Das Amtsgericht Gummersbach urteilt (Urteil des AG Gummersbach – Az: 85 OWi 66/09 – S.3), ohne sich mit dem vorgelegten Unterrichtsmaterial und den rechtlichen und tatsächlichen Darle­gungen der Eltern auch nur ansatzweise befasst zu haben:

„Ein wichtiger Grund, der eine Befreiung erforderlich gemacht hätte, war nach Ansicht des Gerichts auch nicht gegeben. Es ist bereits mehrfach höchstrichterlich entschieden worden, dass die verpflichtende Teilnahme am Sexualkundeunterricht weder eine grundrechtlich geschützte Position des Kindes oder seiner Eltern unzumutbar verletzt …“.

Der konkrete schulische Sexualkundeunterricht ist damit der gerichtlichen Kontrolle entzogen.

Die staatliche Sexualerziehung kann Elternrechte (Art. 6 II Satz1 GG, Art. 4 I und II GG ) und Schülerrechte (Art. 2 I GG i.V.m. Art. 1 I GG) sanktionslos verletzen.

Dieses Urteil ist in NRW leider kein Einzelfall einer richterlichen Falschentscheidung.

Das OLG (Oberlandesgericht) Hamm teilt die Ansicht des AG Gummersbach in ständiger Rechtsprechung (OLG Hamm III – 4 RBS 77/12)  –  und das nicht nur für den Bereich der staatlichen Sexualerziehung, sondern für all die Fälle, in denen sich Eltern auf ihr Elternrecht berufen und ihre Kinder aus Glaubens- und Gewis­sensgründen von Schulveranstaltungen fernhalten.

Diese Entscheidungen missachten die Grundrechtsbindung der Behörden und Gerichte (Art. 1 III GG) und höhlen damit die Rechte der Eltern und Schüler im Bereich der Schule aus. 

Quelle: Schulunterricht zu Hause e.V.

Zur Info-Ergänzung empfehlen wir folgenden Artikel:

https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/11/cdu-in-kiel-diskutierte-uber-schulunterricht-zuhause-und-die-erziehungshoheit-der-eltern/

 


Nationalhymne: Unions-Politiker wollen Mitsingpflicht für deutsche Nationalspieler

Franz Beckenbauer hatte einst die Singpflicht eingeführt

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier wünscht eine Hymnen-Pflicht für die deutsche Fußballmannschaft:

„Es sollte zum guten Ton gehören, dass die Spieler die Hymne mitsingen. Sie spielen schließlich für die deutsche Nationalmannschaft und nicht für sich selbst. Peinlich genug, dass wir darüber diskutieren müssen, eigentlich müssten die Spieler von selbst darauf kommen“, erklärte der CDU-Politiker gegenüber der Bild-Zeitung.

Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) sagte, er habe sich „schon sehr geärgert, dass nicht alle Spieler unsere Hymne mitgesungen haben. Wer für Deutschland spielt, sollte das Deutschlandlied singen können. Hier kann das Team von anderen Nationen lernen.“

CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl findet es  „geradezu beschämend, dass nicht alle Spieler unsere Hymne mitsingen. Wer in der Nationalmannschaft spielt, muss die Nationalhymne singen, egal ob er einen Migrationshintergrund hat oder nicht“, forderte Uhl.

Franz Beckenbauer erklärte,  daß die Begeisterung schon vor dem Anpfiff einsetzen müsse:

„Dabei hilft gemeinsames, lautes Singen. Bei der Hymne vor meinem ersten Spiel als DFB-Teamchef 1984 kauten unsere Spieler Kaugummi oder guckten in die Luft. Die Argentinier dagegen sangen aus vollem Herzen und gewannen 3:1. Da habe ich den Text unserer Hymne an die Spieler verteilen lassen und die Singpflicht eingeführt. So wurden wir 1990 Weltmeister„, betonte die „Fußball-Legende“.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur