taz-Redakteur fordert Kirche zu unbequemen Aussagen „gegen herrschende Trends“ auf

Philipp Gessler: Dem „immergrünen“ Wort Christi vertrauen

Die Kirche sollte sich nicht scheuen, öffentlich unbequeme Aussagen zu machen  –  auch gegen herrschende Trends. Diesen Rat gab der katholische Journalist Philipp Gessler auf einer Tagung der Evangelischen Kirche von Westfalen am 2. Juli in Schwerte.

Der Redakteur der Berliner „tageszeitung“ (taz) sagte: „Eine Kirche, die immer nur sagt, was sowieso fast alle denken, ist auch in der Medienöffentlichkeit nicht mehr interessant.“

Wer „zu allem immer nur das Richtige sagt, ausgewogen, abwägend, abnickend, einschläfernd“, errege keine Aufmerksamkeit. Gessler machte Mut: „Verschweigen Sie ihre guten Taten nicht!“ Christliche Demut und protestantische Bescheidenheit seien mit Blick auf die bedeutenden Leistungen der Kirche fehl am Platz: „In einer Medienöffentlichkeit hat die Kirche keine andere Chance, als ordentliches Brausen zu veranstalten.“

Voraussetzung sei jedoch eine verständliche Sprache. Da heute fast kein religiöses Wissen vorausgesetzt werden könne, sollte die Kirche bei ihrer Verkündigung in der Öffentlichkeit keine Scheu vor der Einfachheit haben. Gessler: „Haben sie mehr Mut zur nicht-religiösen, nicht-theologischen Sprache und Vertrauen auf das erstaunliche und immergrüne Wort Jesu.“

Quelle: www.idea.de



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