Einspruch gegen die Unterhöhlung von Rechtsstaat und parlamentarischen Hoheitsrechten

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner, Linkenheim-Hochstetten

Offener Brief an Bundespräsident Joachim Gauck

Sehr geehrter Herr Gauck,

zusammen mit der Bundesjustizministerin und mit Altkanzler Schmidt bemühen Sie sich, die Autorität des Bundesverfassungsgerichtes zu untergraben und in Ihrem Sinne zu beeinflussen:

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article107706324/Aufloesungserscheinung-der– demokratischen-Ordnung.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106199413/Woher-weiss-Gauck-wie-Karlsruhe– entscheidet.html

http://guentherlachmann.wordpress.com/

Die Situation ist ernst, „denn hier geht es auch um Hoheitsübertragungen“ (Leutheusser- Schnarrenberger).

Offensichtlich sind Sie stark interessiert an der Abschaffung Deutschlands als souveränen Rechtsstaat und an einer Zunahme der Armut in Deutschland.

Sie versuchen mit illegitimen Mitteln, eine Neuverschuldung in Höhe von 190 Milliarden Euro durchzusetzen und die deutsche Finanzhoheit an die unkontrollierbare ESM-Bank zu übertragen.

Sie streben einen exorbitanten Finanztransfer der von Deutschen erarbeiteten Mittel an marode Banken korrupter Staaten an.

Es ist noch viel Aufklärungsarbeit nötigt, damit die Bevölkerung die Absichten von Ihnen und von Frau Merkel erkennt.

Ich hoffe deshalb auf eine Verbreitung dieses Schreibens und stelle es ins Internet: www.fachinfo.eu/gauck.pdf.

In Besorgnis

Hans Penner


Erzbischof Gerhard L. Müller im Gespräch mit Radio Vatikan – vollständiger Wortlaut des Interviews

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat zu Beginn der Woche sein neues Amt als Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre angetreten.

Im Gespräch mit Mario Galgano geht er auf seine künftige Tätigkeit und die damit verbundenen Herausforderungen ein.

Wie fühlen Sie sich und erwarten Sie sich von Ihrer neuen Tätigkeit hier im Vatikan?

„Ich fühle mich wie ein Schüler in der ersten Klasse. Sehr vieles ist neu für mich. Die inhaltliche Arbeit kannte ich bereits, weil ich seit fünf Jahren Mitglied bei der monatlichen Versammlung der Glaubenskongregation bin, die bestimmte Themen bearbeitet. Trotzdem ist all das eine große Umstellung – von einem Ortsbischof zu einem Bischof an der römischen Kurie.“

FOTO: Erzbischof Müller mit fünf jungen Geistlichen, die er am vergangenen Sonntag zu Priestern weihte

Welche Akzente möchten Sie gerne setzen? Was würden Sie gerne in Ihre Arbeit einbringen?

„Unsere Kongregation und die römische Kurie sind da, um den Heiligen Vater in seinem Lehr- und Hirtenamt zu helfen. Das wichtigste in der Kirche ist der Glaube, der uns geschenkt worden ist durch die Offenbarung Gottes in Jesus Christus zum Heil aller Menschen.

Darum ist es unsere Aufgabe, die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes zu verkünden, die uns im Glauben geschenkt worden ist.

Deshalb ist es sicher auch wichtig, dass jene, die ihre Vorurteile und Klischees oder Stereotypen haben, dies überwinden, wenn sie auf die römische Kurie schauen. Es sind alle Mitbrüder und Mitschwestern, die hier arbeiten und im Dienste der Universalkirche sich bemühen, um etwas zu erbringen, um Gutes für die ganze Kirche zu tun.

Wir leben einerseits in einer Welt, in der der Mensch aus säkularer Sicht betrachtet wird. Das müssen wir in einer positiven Sicht überwinden. Der Mensch ist da, um Gott zu erkennen und Gott zu lieben. Aus dieser Gottesliebe heraus soll etwas Positives kommen für die Gesellschaft und für sich selber, indem sich der Mensch als Ebenbild Gottes erkennt und seine Würde erfasst.

Es geht darum, dass man da ist für die Familie oder im Kreis der Arbeitskollegen, aber auch in den großen Bereichen, in denen wir uns bewegen. Das wären Bereiche wie Wirtschaft, Politik, Kultur. Das sind große Lebensbereiche der Menschen. Hier wäre es sehr wichtig, dass wir das Positive und Aufbauende sowie Konstruktive des Christentums in den Mittelpunkt stellen.“

Das können wir  –  und das ist der zweite Punkt  –  nur wenn wir die Suche des Menschen nach Gott und der Wahrheit wieder voll und ganz aufnehmen. Gott kann niemals ein Randthema sein. Wenn wir uns auf Gott, auf Jesus Christus besinnen, dann können wir auch in der Kirche manche Spannungen abbauen. Das gilt auch für die Missverständnisse.

Es darf nicht sein, dass die Einheit der Kirche Gottes gestört wird durch Ideologien, sektenhafte Art  – am linken oder rechten Rand  – , die auf sonderbare Weise kollaborieren und so der Kirche schaden. Diese Gruppierungen haben leider in manchen Medien mehr Resonanz als die vielen Millionen Gläubigen, die den Weg der Nachfolge Jesu Christi gehen und Vieles und Gutes leisten für den Aufbau der Kirche.“

Wie könnte man Ihrer Meinung nach das Positive in der Kirche stärken? Wie möchten Sie das machen?

„Die Kongregation für die Glaubenslehre ist nicht die Nachfolgerin der Inquisition, wie es ein bisschen reaktionär und konservativ in der Berichterstattung heißt, weil man sich nicht die Mühe macht, sich mit der Gegenwart zu beschäftigen. Die Inquisition hatte ja damals 1542 die Aufgabe, die Häresien und Irrtümer ihrer Zeit abzuwehren.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist die Glaubenskongregation gegründet worden mit der Aufgabe, den katholischen Glauben zu fördern. Der Glaube ist ja ein Heilsereignis. Es geht um das Heil des Menschen und der ganzen Menschheit. Das möchten wir positiv einbringen.

Der Heilige Vater hat das „Jahr des Glaubens“ ausgerufen. Es beginnt mit dem Konzilsjubiläum und mit der Synode im Oktober. Die Glaubenskongregation hat angeregt, dass man in der Welt von heute die Kenntnisse des Glaubens vertiefen sollte.

Viele Katholiken wissen leider nicht, was eigentlich unser Glaube im Inhalt nach ist und lassen sich deshalb vielleicht auch gegen die Kirche aufbringen, weil sie etwas Falsches glauben. Man soll eben nicht das Falsche und den falschen Leuten glauben, sondern man soll das glauben, was Gott für uns getan hat. Darauf dürfen wir bauen und denen vertrauen, die unsere Brüder in Schwestern sind. Die Bischöfe sind ja nichts anderes, die im Auftrag Christi das Lehramt ausüben.“

Sie werden als Präfekt der Glaubenskongregation verschiedene Aufgaben innehaben. Unter anderem werden Sie die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ leiten, die sich um den Dialog mit Traditionalisten wie etwa die Piusbrüder kümmert. Was erwarten Sie von diesen Gesprächen und was würden Sie selber gerne einbringen?

„Das Ziel ist immer die Einheit der Kirche und der Gläubigen mit der Kirche. Man kann nur dann katholisch sein, wenn man voll und ganz den Glauben der Kirche anerkennt. Dazu gehört auch das Lehramt und vom Lehramt ist auch das Zweite Vatikanische Konzil ein ganz bedeutender Teil. Deshalb ist es wichtig, dass auch innere Blockaden überwunden werden, die es dort bei Gruppierungen an den Rändern gibt und dass man sich einfach öffnet und Vertrauen hat zu unserem Heiligen Vater Benedikt XVI. und all denen, die in seinem Auftrag tätig sind.

Es geht nicht darum, irgendwie jemanden zu zwingen oder nötigen, sondern es geht darum, dass wir die Freiheit des Glaubens und die Freiheit der Kinder Gottes, aber auch die Fülle der Offenbarung Gottes anerkennen, die der Kirche und damit dem Lehramt zur treuen Auslegung anvertraut worden ist. Deshalb rufe ich alle, die Schwierigkeiten damit haben, von Herzen dazu auf, Vertrauen zu fassen und die Einheit der Kirche sowie die Wahrheit des Glaubens zu suchen. Einheit der Kirche und Wahrheit des Glaubens bilden zwei Seiten einer Münze.“

Sie kommen wie der Papst aus Deutschland. Hat das eine besondere Bedeutung für Ihr Amt?

„Deutschsein ist nichts Schlechtes. Es ist eine große europäische Kultur, aber eben nicht die einzige. Wir sind auch nicht eine deutsche Nationalkirche, die jetzt irgendwie sagt, wir hätten einen Posten errungen. Das ist ja kein Fußballspiel, wo man sich dann freut, wenn der eine aus der eigenen Mannschaft gewonnen hat. Wir sind vielmehr eine große Familie Gottes.

Es ist bezeichnend, dass am Anfang der Kirche das Pfingstereignis steht. Da gab es die vielen Sprachen und Kulturen, die zusammenkamen. Ich freue mich, dass es hier so viele Sprachen und Kulturen gibt. Da fühlen wir uns ganz gut brüderlich verbunden.

Auch brauchen wir es nicht zu leugnen, dass Deutsch meine Muttersprache ist und gleichzeitig auch die Sprache des Heiligen Vaters. Auch die entsprechende Kultur und vor allen Dingen die Universitätskultur und theologische Kultur, die wir gehabt haben, sind sehr bedeutsam.

Aber auch die Tatsache, dass Deutschland ein konfessionell geteiltes Land ist; Theologen aus Deutschland haben deshalb unmittelbar etwas mit dem evangelischen Christentum zu tun und müssen auch ökumenisch orientiert sein.

Ökumene heißt ja keineswegs, dass man den eigenen Glauben aufgibt, sondern dass wir den eigenen katholischen Glauben so verständlich machen, dass er auch von anderen Seiten in einladender Weise verstanden wird. Wir können unseren Glauben sehr gut und auch intellektuell sowie spirituell vertreten, ohne andere zu brüskieren.

Deshalb hoffen wir, dass der ökumenische Prozess weitergeht und einstmals Gott uns die Gnade schenkt, dass alle Christen in der einen und sichtbaren Kirche vereint sind, in der wir gemeinsam das Lob Gottes beten und gemeinsam den Glauben bekennen und gemeinsam in den Sakramenten das göttliche Leben empfangen.“

Sie haben bisher das Bistum Regensburg geleitet. Was wünschen Sie den Gläubigen in Ihrem  –  nun ehemaligen  –  Bistum?

„Ehemalig nur in Anführungszeichen, weil ich noch der emeritierte Bischof von Regensburg bin und das ist meine Heimatdiözese. Dort bin ich mit vielen Menschen in der Pastorale und Verkündigung zusammengekommen. Viele kenne ich persönlich sehr gut.

Ich habe  an vielen  –  auch schwierigen  –  Lebensschicksalen teilgenommen. Insofern fühlt man sich immer als Pastor  –  also Hirte  –  und ich wünsche allen und jedem Einzelnen die Erfahrung der Liebe Gottes in ihrem persönlichen Leben. Das wünsche ich auch dem gesamten kirchlichen Leben.

Vor allem auch, die Spannungen, die es immer wieder gibt, zu überwinden und sich in die Einheit der Familie Gottes hineinzubegeben, von der man auch getragen wird, wenn man einen guten familiären Hintergrund hat. Das gilt sowohl für die persönliche Familie als auch für die große Familie der Gemeinde, Pfarreien, der Diözese sowie der ganzen Weltkirche. Dann macht das Leben auch Freude. Denn wir sind alle Kinder Gottes.“

Gibt es noch einen besonderen Wunsch, den Sie gerne äußern möchten?

„Ich möchte auch öffentlich dem Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., danken für das große Vertrauen, dass er mir geschenkt hat. Es ist ja eine Teilhabe an seiner Sendung und seiner Aufgabe, für die ganze Weltkirche zu sorgen.

Ich weiß, dass wir Menschen immer eine begrenzte Kraft haben. Insofern bitte ich den Heiligen Vater, aber auch alle Mitchristen in Rom und in der ganzen Welt um das Gebet, dass wir in einem guten und brüderlichen Geist zusammenwirken können für den Weg der Kirche des 21. Jahrhunderts. Dass wir vor allen Dingen an der großen Aufgabe der Neuevangelisierung  –  auch unseres europäischen Kontinents  – mitarbeiten und niemals den Blick auf die ganze Weltkirche verlieren.“


Film über die selige Anna Schäffer mit Podiumsdiskussion am 15. Juli 2012 in Abensberg

Am 15. Juli 2012 zeigt das Roxy-Kino in Abensberg einen Film über Anna Schäffer aus Mindelstetten.  Ihre Heiligsprechung am 21. Oktober durch Papst Benedikt XVI. ist der Event dieses Jahres im Bistum Regensburg.

Seit 960 Jahren ist Anna Schäffer die erste Person aus unserem Bistum, der diese Ehre widerfährt. Johannes Paul II. hat sie 1999 seliggesprochen,
nun wird sie, nur 13 Jahre danach, von einem deutschen Papst und ehemaligen Professor an der Universität Regensburg in den Stand der Heiligen erhoben.

Anna Schäffer ist eine lebensfrohe junge Frau, als sie während ihrer Arbeit in einen Trog voll kochender Lauge fällt. Ihr Leben ändert sich daraufhin für immer:

Zeitlebens – immerhin 25 Jahre – wird sie unter unvorstellbaren Schmerzen leiden. Sie nimmt ihr Leid an, wird sogar vielen Menschen zu Stütze und Trost:  durch ihr Vorbild, in Briefen und Gesprächen und durch ihre Fürbitte bei Gott.

Über 20.000 Gebetserhörungen sind mittlerweile beim Bischöflichen Konsistorium registriert.

Diese bewegende Geschichte zeigt der Film in eindrucksvollen Bildern. Wie bei der Premiere am 10. Juni im Regina Kino Regensburg findet auch dieses Mal im Anschluss eine Podiumsdiskussion statt.  Beginn ist um 19.30 Uhr. 


Weihbischof Andreas Laun warnt vor den absurden Botschaften „Die Warnung“

In einem Teil des erscheinungsbewegten Lagers dürfte die heutige Nachricht wie ein Blitz einschlagen:

Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg hat sich nun öffentlich gegen die seit Jahren verbreiteten Botschaften namens „Die Warnung“ gestellt und diese unzweideutig zurückgewiesen. 

Diese kirchlich nicht anerkannten Privatoffenbarungen gehen auf eine „verborgene Seherin“ aus Irland zurück, die sich himmlischer Visionen rühmt, dabei aber anonym agiert und als „Maria von der göttlichen Barmherzigkeit“ firmiert.

Die Klartext-Stellungnahme Launs wurde von der katholischen Monatszeitschrift „Kirche heute“ veröffentlicht.

Unter dem Titel „Warnung vor der Warnung“ verbreitet das erscheinungsgläubige Nachrichtenportal „Kath.net“  diese geharnischte bischöfliche Erklärung heute ebenfalls.

Dies ist freilich nicht ohne Brisanz, denn Bücher mit den gesammelten Botschaften der „Warnung“ werden seit langem vom Internetbuchhandel „Kath.shop“ verbreitet, einer Nebenabteilung von „Kath.net“. 

Eben dies haben wir im CHRISTLICHEN FORUM mehrfach beanstandet  –  bereits im Vorjahr.

Doch unsere wohlbegründete Sachkritik, auch die Bemühungen engagierter und bodenständiger Katholiken, stießen bei „Kath.shop“ bislang auf taube Ohren.

Weihbischof Laun stellt in seiner Stellungnahme fest, daß „manches“ aus den Warnungs-Botschaften „nicht der Lehre der Kirche entspricht“: 

„Dass „Gott Vater“ mit den „Hierarchien des Himmels“ die Schlacht von Armageddon schlagen werde, schmeckt nach „Herr der Ringe“ und nicht nach einer Privat-Offenbarung, die die Kirche anerkennen wird! 

Abstrus ist die Mitteilung Jesu, dass er jetzt mehr, sogar doppelt so schwer leide als im Laufe seiner Passion  –  derselbe Jesus, von dem die Kirche lehrt, dass er „zur Rechten des Vaters“ sitzt?

Lächerlich ist die Botschaft, die „Vorbereitungen“ für das 2. Kommen Jesu seien „in vollem Gange  –  als ob es sich um einen Feldzug oder eine große Reise handeln würde, die Jesus erst „vorbereiten“ müsste!

Zudem gibt es eine Reihe von „No-na“ Botschaften wie etwa: Wer treu ist, kommt in den Himmel! Oder dass wir einen freien Willen haben, dass Gott uns auch in schweren Zeiten liebt, dass die Kirche niemals „untergehen“ wird und anderes dieser Art! Lauter „Botschaften“, die ein Katholik längst weiß!“

Außerdem beanstandet Weihbischof Laun die „Angstmache“ in den Warnungs-Botschaften. Auch das Stichwort „Panikmache“ ist einer unserer Kritikpunkte seit langem.

Zuletzt versichert der prominente Kritiker: „Wenn ich wollte, solche „Offenbarungen“ könnte ich jeden Tag auch erfinden!“


Unions-Fraktion wünscht Schweigeminute für die Opfer von München 1972

Gedenken an ermordete israelische Athleten und einen deutschen Polizisten

Bei den Olympischen Spielen 1972 wurden elf israelische Athleten und ein deutscher Polizist von palästinensischen Terroristen ermordet.

Aus Anlaß des 40. Jahrestages der tragischen Ereignisse haben verschiedene Organisationen und Persönlichkeiten dazu aufgerufen, der Opfer durch eine Schweigeminute bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in London zu gedenken.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, in einer Pressemitteilung:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt die Aufrufe, der Opfer von München bei der Eröffnung der Spiele von London durch eine Schweigeminute zu gedenken.

Wir begrüßen das besondere Engagement von Bundesaußenminister Westerwelle und setzen uns auch für ein Gedenken im Deutschen Bundestag ein. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sollte aus Anlass des Jahrestages ein Zeichen setzen. Wir appellieren an Jacques Rogge, den Präsidenten und an alle Mitglieder des IOC, aus dem historischen Anlass die Opfer mit einer Schweigeminute bei der Eröffnungsfeier zu würdigen.

 Vierzig Jahre nach den tragischen Ereignissen, die elf Israelis und einen deutschen Polizisten das Leben kosteten, wäre das ein Zeichen dafür, dass die Olympischen Spiele den Geist von Frieden und Versöhnung unter den Völkern immer neu stärken sollen. Die gesamte olympische Bewegung sollte in diesem Geist in einer Schweigeminute geeint sein.“


Ungarn ehrt Bernd Posselt, den Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Der außenpolitische Sprecher der CSU im Europäischen Parlament, Bernd Posselt, wurde bei einem eigenen Festakt im Budapester Außenministerium mit dem „Mittelkreuz des Verdienstordens von Ungarn“ geehrt.

Diese hohe Auszeichnung hatte ihm der ungarische Staatspräsident auf Vorschlag von Ministerpräsident Viktor Orbán verliehen, die Überreichung nahm der ungarische Außenminister János Martonyi vor.

Der CSU-Parlamentarier Posselt ist Vorsitzender der Sudetendeutschen Volksgruppe und setzt sich seit Jahrzehnten für ein freies und europäisches Ungarn ein.

Schon 1976 organisierte er als Bundesvorsitzender der Paneuropa-Jugend im Münchner Herkulessaal den 20. Jahrestag des ungarischen Freiheitskampfes von 1956 und hielt enge Verbindung mit dem ungarischen Exil um den Münchner Freiheitssender Radio Free Europe.

In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre nutzte er erste Kontakte zu den Reformkommunisten in Budapest, um entstehende unabhängige Einrichtungen der katholischen Kirche wie der donauschwäbischen Minderheit im Land zu unterstützen, die Einreise Otto von Habsburgs nach Ungarn zu planen und das Paneuropa-Picknick vom 19. August 1989 an der österreichisch-ungarischen Grenze vorzubereiten, bei dem zum ersten Mal für sechs Stunden der Eiserne Vorhang geöffnet wurde.

In Zusammenarbeit mit den wechselnden bürgerlichen und sozialistischen Regierungen zwischen 1994 und 2004 bemühte er sich, den EU-Beitritt Ungarns voranzutreiben sowie an einem europäischen Volksgruppen- und Minderheitenrecht zu arbeiten, wie es Ungarn im Rat und Bernd Posselt als Vorsitzender der zuständigen Arbeitsgruppe im Europaparlament verfocht.

In der ersten Hälfte des letzten Jahres konnte er in enger Kooperation mit dem Kabinett Orbán die erste ungarische EU-Ratspräsidentschaft wirksam unterstützen – bei der Etablierung einer EU-Donaustrategie, einer eigenen EU-Romapolitik, die diese Minderheit spezifisch fördert, sowie beim Beitritt Kroatiens, der nicht zuletzt aufgrund des Einsatzes der Ungarn 2013 erfolgen wird.

Außenminister Martonyi würdigte Posselt in seiner in deutscher Sprache gehaltenen Laudatio als Vorkämpfer der ungarisch-bayerischen Freundschaft, der europäischen Einigung, die heute dringlicher sei denn je, sowie der Menschenrechte.

Besondere Verdienste habe sich Posselt „um die Rechte von nationalen und anderen Minderheiten erworben – wir schätzen das hoch.“

Auch im Text der Verleihungsurkunde wird dem „Europaabgeordneten, Präsidenten der Paneuropa-Union Deutschland und Sprecher der Sudetendeutschen“ für die „Vertretung der Interessen der europäischen Minderheiten“ gedankt.

Quelle: http://www.csu.de (Union der Vertriebenen in der CSU)


Theater-AG rußlanddeutscher Kinder mit Gisela Limmer von Massow

Am vergangenen Samstag besuchten wir eine eindrucksvolle Aufführung des rußlanddeutschen Kinderforums, das die Schauspielerin Gisela Limmer von Massow vor einigen Jahren gegründet hat.

Die deutschstämmigen Kinder und Jugendlichen, deren Vorfahren als unterdrückte Deutsche in Rußland lebten, bewiesen mit Klavierstücken, Vorträgen, Liedern, Theater und klassischen Balladen ihre Freude an deutscher Sprache, Liedgut und Dichtung.

Das große „grünrot-farbige“ Bild zeigt die Aufführung „Die Heinzelmännchen zu Köln“ von August Kopisch (1799-1853) mit Musik von D. Schostakowitsch.

Auf dem gelbgrün-farbigen Foto sehen wir Frau von Massow mit ihrer jugendlichen Theater-AG.

Das Bild mit dem Mädchen im grünen Kleid zeigt eine klassische Balladen-Aufführung.