Erzbischof Gerhard L. Müller bekräftigt die Unauflöslichkeit der Ehe

Der neue Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hat die biblische und kirchliche Lehre über die Unauflöslichkeit der christlichen Ehe bekräftigt.

„Eine gültig geschlossene Ehe unter Christen ist unauflöslich und umfasst das Versprechen der lebenslangen Treue“, sagte der Erzbischof und frühere Regensburger Oberhirte gegenüber der Passauer Neuen Presse, wie diese in ihrer heutigen Samstagsausgabe berichtet.

Es  ist laut Paulus in besonders schwierigen Fällen zwar eine „Trennung von Tisch und Bett“ erlaubt, aber keine Wiederverheiratung, denn das sakramentale Eheband bleibt bestehen, wenngleilch das praktische Zusammenleben unterbleibt. Zudem sollen getrennt lebende Eheleute an die Möglichkeit einer späteren Versöhnung denken.

Die Ehe gehört aus katholischer Sicht nicht allein zur guten Schöpfungsordnung Gottes, sondern sogar zu seiner Heilsordnung in Christus.

Daher ist die Ehe ein Sakrament, denn sie versinnbildlicht die Liebe und Treue Gottes zu den Gläubigen; sie bezeichnet das innige Verhältnis von Christus zu seiner Kirche; zugleich schenkt dieses erhabene Sakrament die helfende Gnade und Kraft des Himmels für die sittliche Bewährung in Ehe und Familie. Der Mensch ist auf die göttliche Gnade angewiesen, zumal seine eigene Kraft zu schwach ist, um alle Herausforderungen des Ehelebens einwandfrei zu bestehen.

Zur Wiederverheiratung von Geschiedenen schreibt Erzbischof Müller in seiner „Katholischen Dogmatik“ auf S. 760:

„Der Mann, der seine Frau verstößt und entläßt, oder die Frau, die ihren Mann verstößt und entläßt, „begeht Ehebruch“ und verstößt damit gegen den „Neuen Bund“ (Mk 10,11; Lk 16,18; 1 Kor 7,10)…Dem Anspruch der Unauflöslichkeit der Ehe im Zeichen des Neuen und Ewigen Bundes und der verwirklichten Gottesherrschaft kann der Mensch aus eigener moralischer Kraft und seiner persönlichen psychologischen Disposition nicht entsprechen. Nur wenn er den Ruf zur Umkehr, zum Glauben und zur Nachfolge Christi in sich aufnimmt (Mk 1,15) und „aus dem Geist lebt“ (Gal 5,25), vermag er die innere Wirklichkeit der Ehe als Zeichen der Bundesgemeinschaft Christi und der Kirche persönlich zu realisieren.“



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