Saudi-Arabien: Ausreiseverbote, Verhaftungen und Folter für tausende von Menschen

Täglich werden im islamischen Königreich Saudi-Arabien Andersdenkende aufgrund ihres Strebens nach Presse- und Meinungsfreiheit inhaftiert und verurteilt, kritisiert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. 

Nach IGFM Angaben befinden sich momentan mindestens 5.000 politische Gefangene in saudischen Gefängnissen in Haft.

„Saudische Behörden verhaften täglich friedliche Regimekritiker. Menschenrechte spielen in diesem Land keine Rolle“, erklärte Karl Hafen, geschäftsführender Vorsitzender der IGFM.

Der Blogger und Menschenrechtsanwalt aus Jeddah, Waleed Abu Al Khair, ist das jüngste bekanntgewordene Beispiel: Ausreiseverbot wegen Einsatzes für Menschenrechte.

Schon seit 2009 befand er sich im Visier der staatlichen Behörden. Sicherheitsbeamte bedrohten ihn mit Gerichtsverfahren, Reiseverboten und einer Anklage wegen Apostasie (Abfall vom Islam), was in Saudi-Arabien mit dem Tod bestraft werden kann.

„Uns wurde deutlich gesagt, dass die rote Linie überschritten werde, sobald man auf der Straße, statt im Internet das Regime kritisiere“, erklärte Abu Al Khair.

Doch in den letzten Monaten war es gerade diese rote Linie, die viele Saudis überschritten hatten. Am 6. Juni schlossen sich dutzende Saudis nach einer Twitter-Nachricht einer Flash-Demo vor einem Einkaufszentrum in Riad an und forderten die Freilassung politischer Gefangener.

Gegen eine wachsende Zahl von Bürgern  –  nach Informationen der IGFM mindestens 1000  –  wurde ein Ausreiseverbot verhängt.

Um Regimekritiker und Menschenrechtler zum Schweigen zu bringen, greift der Staat zu dem bekannten Muster der Unterdrückung: willkürliche Verhaftungen, Folter und Mißhandlungen, zumindest Verlust des Arbeitsplatzes und Reiseverbot.

Die IGFM appelliert an König Abdallah bin Abdulaziz Al Saud, das Streben der saudischen Bürger nach Presse- und Meinungsfreiheit nicht länger zu unterdrücken, alle politischen Gefangenen sofort freizulassen sowie Reiseverbote aufzuheben.

 Mit Aktionen und Kampagnen setzt sich die IGFM für mehr Menschenrechte und gegen Hinrichtungswellen in Saudi-Arabien ein.

Weitere Infos zu Saudi-Arabien:

http://www.igfm.de/Saudi-Arabien-Westerwelle-soll-Enthauptungen-stoppen.3145.0.html

 


Sechs Schmunzel-Meldungen als Wort zum Sonntag…

Wien: Die Organisation „Freie Religion jetzt!“ klagte über die Ernennung des Regensburger Bischofs Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation.  –  Zitat: „Wir verurteilen die Ernennung Müllers und lehnen einen konstruktiven Dialog mit ihm schon im voraus ab. Ein Kirchenfürst wie er, der keine andere Meinung als die seine und jene des Papstes akzeptiert, kann von uns nicht akzeptiert werden, da er nicht die gleiche Meinung hat wie wir. Zudem steht er den Piusbrüdern nahe.“

Stuttgart: Das Provinzialat der Piusbrüder in Deutschland bedauert die Ernennung Gerhard Ludwig Müllers zum Präfekt der Glaubenskongregation: Bischof Müller steht nicht für den wahren und unverfälschten katholischen Glauben eines Erzbischofs Lefebvre. Sollte sich der Hl. Vater noch anders entscheiden wollen, werde ihm Bischof Fellay gerne für den Posten zur Verfügung stehen.

Mainz: Das ZDF weist die Behauptung zurück, gegen die Kirche agitiert zu haben. Das ZDF habe keine religiösen Tendenzen und sei auch nicht antiklerikal eingestellt. Aus dem Umstand, dass ein Goßteil der Belegschaft aus günen Atheisten bestünde, die den Papst nicht leiden könnten und die katholische Kirche gerne abschaffen würden, könnten keine Schlussfolgerungen auf die Sendungen gezogen werden. Die Mitarbeiter verhielten sich hochprofessionell, weshalb man antikirchliche Propaganda nicht so platt brächte wie unterstellt.

Berlin: Die Bundesregierung erklärte ihr Einverständnis zur Ernennung Bischof Gerhard Ludwig Müllers zum Präfekten der Glaubenskongregation: Man hätte es zwar lieber gesehen, wenn z.B. Hans Küng diesen Posten erhalten hätte, aber Bischof Müllerr sei gerade noch akzeptabel. Man müsse jedoch kritisieren, dass der Vatikan die Bundesregierung nicht um ihre Zustimmung gebeten hätte. Damit setze Rom eine bedenkliche Entwicklung fort. Schon 2005 habe man einen Deutschen zum Papst gewählt, ohne vorher die Erlaubnis der Regierung in Berlin einzuholen. Beim nächsten Besuch der Bundeskanzlerin werde sie daher den Papst auffordern, bei weiteren Ernennung ihr Placet einzuholen.

Madrid: Wissenschaftler des Instituts für die Erforschung religiöser Phänomene im Sport haben die Frage untersucht, warum überdurchschnittlich viele katholische Staaten internationale Titel gewinnen. Ergebnis: Die Torschussquantität steht in 2/3 aller Fälle in direkter Proportion zu den gebeteten Rosenkränzen pro Kopf der Einwohner jener Länder.

Berlin: Die Gemeinschaft „Atheisten gegen Kirchenverbrechen“ protestierte gegen die „Rehabilitation des Hitler-Papstes“ in Yad Vashem. Es sei nicht angemessen, dass die Juden beginnen würden, den Kirchengegnern ein so gutes Todschlagargument wie das der Nähe der katholischen Kirche zum Nationalsozialismus wegzunehmen. Die Leitung von Yad Vashem wurde aufgefordert, die alte Tafel wieder anzubringen und eine weitere zu ergänzen, die den Pacelli-Papst in brüderlicher Umarmung mit Hitler durch Auschwitz wandernd zeigt. Bei Bedarf sei man bereit, den Photoshop zu bezahlen, so die Gemeinschaft.

Quelle:
http://demut-jetzt.blogspot.de/2012/07/samstaglicher-newsticker.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed:+DemutJetzt+%28Demut+Jetzt!%29


Datenschützer-Protest gegen neues Melderechtsgesetz, das Adreßweitergabe aus amtlichen Registern erlaubt

Datenschützer laufen Sturm gegen das neue Melderechtsgesetz, das der Bundestag Ende vergangener Woche verabschiedet hat.
Es sei „gesetzlicher Wahnsinn“, sagte Thilo Weichert, der Leiter des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz in Schleswig-Holstein, der Süddeutschen Zeitung.
Das neue Recht ermögliche „den privaten Handel mit vom Staat zwangsweise erhobenen Daten in großem Stil“.

Der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri bezeichnete den vorgesehenen Zugriff der Privatwirtschaft auf staatliche Daten als „unsäglich“.

Er forderte die bayerische Staatsregierung in München auf, die neue Vorschrift im Bundesrat zu stoppen.

Die Kritik entzündet sich an Paragraph 44 des neuen Bundesmeldegesetzes; er ermöglicht es Adreßhändlern, Inkassofirmen oder der Werbewirtschaft, umfassend Daten aus den Registern der Meldeämter abzugreifen – nicht nur Namen und Titel, auch Anschriften, Geburtstage und frühere Namen sollen nicht tabu sein. In bestimmten Fällen ist gegen diese Datenweitergabe nicht einmal ein individueller Widerspruch möglich.

Das neue Gesetz muß noch den Bundesrat durchlaufen, um wirksam zu werden.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Warnung vor Abtreibung: Kinderschuh-Aktion mit betroffenen Frauen in Immenstaad

Mit einer spektakulären Aktion in Immenstaad am Bodensee hat der Verein Durchblick jetzt auf das Tabuthema Abtreibung aufmerksam gemacht:

Bei einer Kundgebung wurden 925 Paar Kinderschuhe aufgestellt. Dies entspricht der Zahl der durchschnittlich jeden Monat in Baden-Württemberg vorgenommenen Abtreibungen. Bei der Veranstaltung kamen auch betroffene Frauen zu Wort.

Die Kinderschuhe wurden von Familien und Einzelpersonen gespendet; sie sollen bei einigen zukünftigen Aktionen dieser Art wieder zum Einsatz kommen und danach an Bedürftige abgegeben werden.

Ehrenamtliche Helfer des Vereins werden demnächst ca. 4000 originalgetreue Embryomodelle an die Haushalte in Immenstaad verteilen.

Die Kunststoffmodelle zeigen ein zehn Wochen altes, ungeborenes Kind (in Deutschland darf nach Beratung bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei abgetrieben werden).

„“Wir wollen niemanden anklagen, schon gar nicht Frauen, die sich in einer Konfliktsituation für eine Abtreibung entschieden haben““, betonte Thomas Schührer,   Vorsitzender des Durchblick auf der Kundgebung. Aber eine sachliche Diskussion könne man nur führen, wenn man auch die Fakten kenne.

Schührer weiter:  Durch umfassende Aufklärung über den vorgeburtlichen Entwicklungsstand könnten die meisten Abtreibungen verhindert werden. „ Wer das Modell einmal in Händen halte, werde sich in dieser Hinsicht nicht mehr täuschen lassen.

Bei der Kundgebung kam auch ein weiteres Tabuthema zur Sprache: Die traumatischen körperlichen und seelischen Folgen, die eine Abtreibung haben kann, denn das zweite Opfer einer Abtreibung ist immer die Frau.

Zwei Frauen, die eine Abtreibung erlitten haben, erzählten den erschütterten Zuhörern über ihre Erfahrungen.

Die Sängerin Claudia Wellbrock berichtete, wie sie in der „DDR“ eine Abtreibung hatte vornehmen lassen. Obwohl es dort keine Lebensrechtsbewegung gab und niemand sie darauf hinwies, daß das ungeborene Kind ein Mensch sei, habe sie sofort nach dem Eingriff gemerkt, daß sie einen schweren Fehler begangen hatte.

„„Ich fiel in tiefe Depressionen, ich versuchte, mir das Leben zu nehmen und war ein Jahr lang in stationärer psychiatrischer Behandlung““, sagte Wellbrock. Heute geht sie in Schulen, um von ihren Erlebnissen zu berichten und vor einer Abreibung zu warnen. Ihre traumatischen Erfahrungen hat sie in Lieder gekleidet.

Auch Ursula Linsin-Heldrich hat ihr Kind abgetrieben. In der Folge wurde sie alkoholkrank und ihre Ehe ging in die Brüche. Mittlerweile engagiert sie sich in der Selbsthilfegruppe „Rahel“, um betroffenen Frauen zu helfen, die oft allein gelassen sind. Linsin-Heldrich beklagte, daß die möglichen Folgen einer Abtreibung für die Frau weitgehend verschwiegen werden.

Die Kinderschuhe wurden von Familien und Einzelpersonen gespendet. Sie sollen bei einigen zukünftigen Aktionendieser Art wieder zum Einsatz kommen und dann an Bedürftige abgegeben werden, so Thomas Schührer.

Quelle: Durchblick eV,Youth for life