Erzbischof Gerhard L. Müller kritisiert „antirömische Besserwisserei“

„Die Kirche ist viel besser, als sie schlecht geredet wird“

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller hat jetzt klargestellt: Eine „deutsch-nationale Kirche“ kann es nicht geben. Das sagte der neue Präfekt der Glaubenskongregation in einem am gestrigen Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit der Katholischen SonntagsZeitung.

In Kreisen von Theologen, Akademien und Zeitschriften werde eine „antirömische Besserwisserei» betrieben, so der Kurien-Erzbischof,  die „schädlich für die ganze Kirche“ sei.

Es gebe „keinerlei Berechtigung, groß über den römischen Zentralismus herzufallen und gleichzeitig die Hausaufgaben zu versäumen“.

Erzbischof Müller rief dazu auf, Polarisierungen zu überwinden, ohne „faule Kompromisse“ zu schließen. Maßstab müsse vielmehr der „Wille Christi“ sein.

Gegensätzliche Flügel wie etwa in politischen Parteien könnten nur entstehen, „wenn man den Glauben mit einer Ideologie verwechselt, die notwendig spaltet und die Leute gegeneinander aufbringt“.

Der bisherige Oberhirte von Regensburg sagte zudem, die Kirche sei „viel besser als sie schlecht geredet wird in unserer Gesellschaft“.

Bei seinen rund 1.500 Besuchen in Pfarreien und anderen kirchlichen Einrichtungen habe er erlebt, „wie aufgeschlossen viele Menschen doch unserem christlichen Glauben gegenüber sind, und dass das Genörgel an der Kirche doch nicht der Realität entspricht“.

Quelle: Gloria-TV, KNA



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