Ungarn: Kirchengüter, die von Kommunisten enteignet wurden, werden weiter zurückerstattet

Rot zu braun gesellt sich gern: Rechts- und linksradikale Parteien gemeinsam gegen Rückerstattung

Die Kirchen erhalten weitere Immobilien zurückerstattet, die nach der Machtübernahme der Kommunisten enteignet worden waren.

Der zuständige Parlamentsausschuß für Kirchen und Minderheiten hat einen entsprechenden Antrag der Regierungsparteien FIDESZ und KDNP angenommen.

Zurückgegeben werden insgesamt 13 Immobilien, darunter acht der katholischen Kirche. Voraussetzung ist, daß die Kirchen die Immobilien zum selben Zweck verwenden wie vor der Verstaatlichung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren bis 1950 die meisten Immobilien und Ländereien der Kirchen in Ungarn konfisziert worden. Etliche wurden seit der Wende zurückgegeben.

Gegen den aktuellen Antrag im Parlament stimmten die sozialistische und die rechtsradikale Partei.

Quelle: Radio Vatikan

 


Memmingen: 1000 Kinderschuhe erinnern an abgetriebene Babys

Afrikaner: „Unsere Kinder sterben an Hunger, eure Kinder sterben im Mutterleib.“

Mit einem ungewöhnlichen Protest haben Abtreibungsgegner in Memmingen am 14. Juli auf das Lebensrecht ungeborener Kinder und die seelischen Nöte von Frauen nach einer Abtreibung aufmerksam gemacht. Die über 100 Teilnehmer stellten 1014 Paar Kinderschuhe auf.

Wie die Initiatoren der Demonstration, der Verein „Durchblick“ und die „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA), mitteilten, wurden „so viele Kinder in Bayern im Jahr 2011 durchschnittlich jeden Monat abgetrieben“.

Durchblick-Vorsitzender Thomas Schührer erklärte, man wolle daran erinnern, „dass bei jeder Abtreibung ein Mensch getötet wird und viele Frauen oft lebenslang darunter leiden“.

Die christliche Sängerin Claudia Wellbrock erzählte, daß sie zur „DDR“-Zeit eine Abtreibung hatte vornehmen lassen, weil sie damals meinte, sie könne sich aus beruflichen Gründen kein Kind „leisten“.

Sofort nach dem Eingriff habe sie gemerkt, daß sie einen schweren Fehler begangen hatte. „Ich fiel in tiefe Depressionen, versuchte, mir das Leben zu nehmen und war ein Jahr lang in stationärer psychiatrischer Behandlung“, sagte Wellbrock.

Auch Ursula Linsin-Heldrich bekannte, ihr Kind abgetrieben zu haben. In der Folge wurde sie alkoholkrank und ihre Ehe ging in die Brüche: „Ich warne alle Mädchen und junge Frauen vor einer Abtreibung.“

Der CSU-Landtagsabgeordnete und frühere bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller erläuterte den Zuhörern ein Schlüsselerlebnis. Als er erstmals in New York an einer UN-Konferenz teilnahm, habe ihm ein afrikanischer Teilnehmer gesagt: „Unsere Kinder sterben an Hunger, eure Kinder sterben im Mutterleib.“  –  Danach habe er begonnen, sich für das Lebensrecht einzusetzen.

Quelle: www.idea.de

Foto: CDL, M.Löhr


BVG: Karlsruher Richter entscheiden am 12.9.2012 über den ESM-„Rettungsschirm“

Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts (BVG) wird erst am 12. September sein Urteil über die Eilanträge gegen die Gesetze zum dauerhaften Euro-Rettungsschirm (ESM) und zum Fiskalpakt verkünden, wie das Gericht heute bekanntgab. 

Die deutschen Zustimmungsgesetze zum ESM waren am 29. Juni von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden.

Das Gericht entschied sich damit gegen einen schnellen Beschluß innerhalb weniger Wochen. Einige Europapolitiker hatten auf einen raschen Richterspruch gedrängt.

Die Richter brauchten „mehr Zeit, um eine eingehendere summarische Rechtsprüfung durchführen zu können“, sagte Gerichtssprecherin Judith Blohm. Eine schnelle Entscheidung würde „der herausragenden Bedeutung des Verfahrens nicht Rechnung tragen“.

Dem BVG liegen eine Reihe Beschwerden gegen die ESM-Zustimmung des Bundestags vor, darunter eine von Ex-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin vertretene Massenklage von inzwischen 23.000 Bürgern sowie Anträge einer Professorengruppe, des CSU-Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler und der Linkspartei.

Quelle: Tagesspiegel, dapd


CDL: Minister Bahr legt PID-Verordnung vor, wodurch PID liberalisiert und zur Regel gemacht wird

Pressemitteilung der Christdemokraten für das Leben (CDL):

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause den lange erwarteten Entwurf einer Verordnung über die rechtmäßige Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik (PIDV) vorgelegt.

Dieser Entwurf macht das erst 2011 in § 3a Absatz 1 des Embryonenschutzgesetzes (ESchG) aufgenommene grundsätzliche Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) vollends zur Makulatur.

Er läßt befürchten, daß die PID künftig zur Regeldiagnostik im Rahmen einer künstlichen Befruchtung werden wird.

Der Verordnungsentwurf läßt die nach der Parlamentsentscheidung vom 7.7.2011 bereits zu befürchtende, bürokratisch perfekte PID-Genehmigungsmaschinerie mit dem Zweck der Erkennung und frühzeitigen Tötung genetisch von ihren Eltern unerwünschter Embryonen Wirklichkeit werden.

Das vermeintlich errichtete generelle PID-Verbot wird im Gegenteil zur Regel werden. So soll die Zahl der medizinischen Zentren, in denen die PID durchgeführt werden darf, gar nicht begrenzt werden.

Eine flächendeckende Versorgung sowie eine rege Konkurrenz der beteiligten Ärzte untereinander um möglichst viele „Kund(inn)en“ für das genetisch selektierende Reproduktionsgeschäft sind somit vom Bundesministerium für Gesundheit gewollt.

Ferner sollen die Länder für die PID-Zentren „unabhängige“ interdisziplinär zusammengesetzte Genehmigungskommissionen einrichten, die den irreführenden Namen „Ethikkommissionen“ tragen werden.

In diesen achtköpfigen Gremien werden jeweils vier Ärzte, ein Jurist, ein Ethiker sowie zwei Vertreter „der für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen auf Bundesebene maßgeblichen Organisationen“ sitzen.

In der Begründung des Verordnungsentwurfs heißt es ausdrücklich, dass sich die Prüfungs- und Bewertungskompetenz der „Ethikkommissionen“ allein auf die Einhaltung der formalen Voraussetzungen des § 3a Absatz 2 ESchG beziehen soll.

Den „Ethikkommissionen“ stehe darüber hinaus keine weitergehende Bewertungskompetenz zu, auch keine Einbeziehung der psychischen und sozialen Folgen oder ethischer Aspekte.

Damit ist klar, daß diese mit einfacher Mehrheit entscheidenden Kommissionen nichts mit Ethik, sehr viel aber mit organisierter Komplizenschaft zur legalistischen Herbeiführung von PID-Genehmigungen am Fließband haben werden.

Kein Vertreter, der zur PID eine kritische Haltung einnimmt, wird Mitglied einer derartigen Kommission werden wollen, denn eine Einzelstimme ist dort chancenlos. Das Gleiche gilt für Juristen und die Vertreter der Patienten bzw. der Selbsthilfeorganisationen.

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) teilen daher die nicht nur vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Hubert Hüppe, geäußerte unmißverständliche Ablehnung des Verordnungsentwurfs.

Es steht zu befürchten, dass künftig jede PID am Ende tatsächlich durchgeführt werden wird, sofern sie von einem Paar mit Kinderwunsch verlangt wurde.

Ein weiteres Mal soll der Lebensschutz für das frühe menschliche Leben zugunsten einer optimierten Reproduktion von Kindern, die ihren Eltern genetisch genehm sind, ausgehebelt werden.

Das bedeutet die Akzeptanz einer neuen Eugenik von unten.

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine selbständige Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

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CDL – Christdemokraten für das Leben
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Erzbischof Müllers Ansprache über das katholische Priestertum

Am 26. Juni  2012  veröffentlichte das bischöfliche Ordinariat Regensburg bei Youtube ein Video, in dem Bischof Gerhard Ludwig Müller die Bedeutung des katholischen Priestertums erläutert. 

Eine Woche später wurde er vom Papst  zum Erzbischof und Chef der römischen Glaubenskongregation ernannt.

Der Anlaß für diese kurze, aber gehaltvolle Ansprache des Regensburger Oberhirten bestand in der bevorstehenden Priesterweihe im Dom.

Der Erzbischof betont in dieser Glaubensunterweisung, die er frei im Freien hielt, daß das Priestertum mehr als ein Beruf ist, auch mehr als ein kirchlicher Auftrag, daß es vielmehr auf eine Berufung durch Christus selber zurückgeht und vor allem die Sendung umfaßt, die Herde Gottes zu leiten und die Gläubigen zur Heiligkeit zu führen.

Dabei betont Erzbischof Müller, wie wichtig es für die Geistlichen selber, aber auch für die Seelsorge ist, daß sie selber ein geistliches Leben führen, vor allem durch Gebet und den Empfang des Bußsakramentes.

Hier nun diese Ansprache über das katholische Priestertum:


Fanatischer linksradikaler Antizionismus: „Kauft nicht bei Israelis!“

Links- und Rechtsextreme sind sich in einem Punkt fast immer einig, nämlich im Haß auf den jüdischen Staat.

Um die damit verbundene Judenfeindschaft zu kaschieren, wird der Einsatz für Palästinenser vorgeschoben und der Eindruck erweckt, man wolle sich für „Unterdrückte“ engagieren.

Dabei wird gerne unterschlagen, daß viele gemäßigte Araber im Nahen Osten  vor allem von ihren eigenen fanatischen Landsleuten unterdrückt werden, zB. von Hamas, Hisballah und diversen Dschihadgruppen.

„Kauft nicht bei Juden!“  –  so hieß es einst bei den Nationalsozialisten.

„Kauft nicht bei Israelis!“ –  so tönen heute viele Linksextremisten.

Hierzu ein aktuelles Beispiel:

Das Antiimperialistische Lager (AIK) ruft auf seiner Webseite Antiimperialista.org mit Appellen, Plakaten und Aufklebern zum Boykott gegen Israel auf. 

Unter dem Titel „Boykottiert Israel“ heißt es allen Ernstes:

„Der Zionismus ist nicht irgendein Rassismus. Er ist die blutigste Ideologie unserer Zeit.“

Also nicht der Kommunismus (z.B. Steinzeitkommunismus in Nordkorea) oder der Islam (größer Christenverfolger derzeit) sind demnach die „blutigste Ideologie“, sondern der kleine Staat Israel, der mehrfach von arabischen Staaten angegriffen wurde.

Sodann heißt es: „Wer die Ereignisse in Palästina unvoreingenommen verfolgt sieht schnell, dass die israelische Politik auf die Eliminierung der arabischen Identität, Geschichte, Kultur und Selbstbestimmung abzielt.“

Es wird natürlich verschwiegen, daß es im jüdischen Staat weit über eine Million Israelo-Araber gibt, also Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit, die alle staatsbürgerlichen Rechte besitzen  –  und denen es in Israel weitaus besser geht als den Arabern im Rest der (islamischen) Welt.

Zudem attackieren diese „revolutionären“ Linksradikalen die USA und Deutschland, weil beide Staaten angeblich „wegsehen“, wenn „Israel mordet“ usw.  Angeblich stellt der üdische Staat „eine der größten Bedrohungen für den Weltfrieden dar“.  

So wird systematisch und wahrheitswidrig ein gefährlicher Judenhaß geschürt.

Linke Medienorgane sollten sich endlich um die Machenschaften dieser „revolutionären“ Linksradikalen kümmern, statt den Antisemitismus einseitig allein im rechtsradikalen Lager zu verorten.

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster

 


Eindrucksvolles „Wort zum Sonntag“ vom 14.Juli 2012

Am vergangenen Samstag wurde in der ARD ein „Wort zum Sonntag“ ausgestrahlt, das aufhorchen läßt.

Solch eine klare Ansage für das Lebensrecht aller Menschen, ob geboren oder ungeboren, ob krank oder behindert, ist in der heutigen Zeit – zumal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen  –  recht ungewöhnlich.

Hier folgt die Fernsehansprache des katholischen Pfarrers Gereon Alter aus Essen im vollen Wortlaut:

Es gibt Momente, da stockt mir beim Zeitungslesen der Atem. Vor einigen Tagen etwa. Da lese ich, dass es amerikanischen Chirurgen gelungen ist, einen winzigen Embryo im Mutterleib zu operieren. Man habe dem kleinen Mädchen einen Tumor aus dem Mund entfernt – durch die Bauchhöhle der Mutter und die Fruchtblase des Kindes hindurch. Das Mädchen ist mittlerweile gesund geboren, und die Mutter ist überglücklich. Ist das nicht großartig: was moderne Medizin bewirken kann!

Einige Tage später stockt mir wieder der Atem. Da lese ich, dass es jetzt einen Schnelltest gibt, mit dem man ohne großen Aufwand überprüfen kann, ob ein Embryo am sog. „Down-Syndrom“ erkrankt ist. Das sei aber nur ein erster Schritt. Schon in Kürze werde man weitere Erkrankungen vorhersagen können. Ja, man werde bald das gesamte Erbgut eines Menschen noch vor seiner Geburt entschlüsseln können.

Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? – Wird dann ein Mensch, der mit einer siebzigprozentigen Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal an Krebs erkranken wird, noch vor seiner Geburt „verworfen“ werden? So heißt das im medizinischen Fachjargon.

Werden Eltern, die sich sehnlichst ein Mädchen wünschen, aber „leider nur“ einen Jungen bekommen, sich überlegen können, ob sie das Kind behalten wollen? Wenn ich auch nur anfange, mir auszumalen, was die vorgeburtliche Diagnostik schon in Kürze möglich machen wird, dann bekomme ich es mit der Angst zu tun.

Male ich das Bild zu schwarz? Wird es dazu gar nicht kommen? – Der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery sagt: „Unsere Gesellschaft hat sich für Pränataldiagnostik entschieden. Das Rad lässt sich nicht mehr zurück drehen.“ Das klingt mir nicht nach einer großen Bereitschaft, dem rollenden Rad in die Speichen zu greifen, wenn es denn in eine gefährliche Richtung rollt.   

Ein anderer, der Berliner Humangenetiker Stefan Mundlos, hat da mehr Bedenken. Er hat schon im vergangenen Jahr zu einer breit angelegten gesellschaftlichen Auseinandersetzung aufgerufen. Wie gehen wir mit den rasanten Entwicklungen der modernen Gendiagnostik um? Wer definiert, was lebenswert und was lebensunwert ist? Gibt es überhaupt lebensunwertes Leben? Wie gehen wir um mit Menschen, die krank sind oder eine Behinderung haben? Und wie mit denen, die sie lieben und sich um sie sorgen?

Für mich als Christ ist in all dem der Gedanke leitend, dass wir Menschen unsere Daseinsberechtigung gerade nicht einem anderen Menschen verdanken. Dass keinem anderen Menschen ein Urteil darüber zusteht, ob ich es wert bin zu leben oder nicht.

Ich bin überzeugt davon, dass ich mein Leben einem Gott verdanke, der mich so gewollt hat, wie ich bin. Mit meinen Fähigkeiten und Begabungen und mit meinen Schwächen und Grenzen. Und ich glaube an einen Gott, der uns so füreinander geschaffen hat, dass niemand alles und niemand nichts hat. Wo ich schwach bin, ist ein anderer stark. Und wo ich stark bin, kann ich mich für einen anderen stark machen.

Foto: CDL, Mechthild Löhr