Gilt auch in Syrien das menschenfeindliche Prinzip „Vae victis“ – Wehe den Besiegten…?!

Seit 16 Monaten tobt in Syrien ein erbitterter Kampf um die Macht im Staate. Auf der einen Seite der Spross der langjährigen Herrscherdynastie, Baschar al-Assad mit seinen Gefolgsleuten, auf der anderen Seite eine Allianz der Unzufriedenen, die eine Neuordnung der Machtverhältnisse zu ihren Gunsten anstrebt.

Vor neun Monaten war zuletzt der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gadaffi einer ähnlichen Revolte zum Opfer gefallen.

Vae victis – Wehe den Besiegten!  – Das Gesetz der Wüste ist unerbittlich. Wer unterliegt, hat keine Gnade zu erwarten. In diesem Bewusstsein wird von beiden Seiten ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft.

Von unseren Medien gezeigt werden ausschließlich die Gräueltaten der Regierungstruppen.

Was ein unterlegener Herrscher allerdings zu erwarten hat, zeigt ein vor zwei Tagen auf der Videoplattform Youtube veröffentlichtes Video. Es zeigt den geschundenen Körper des toten Oberst Gaddafi und eine Horde „Widerstandskämpfer“, die sich mit dem von Misshandlungen gezeichneten Leichnam filmen lassen und ihn wie ein Stück Schlachtvieh aus einem Auto zerren.

Auf solche Szenen wird von westlichen Medien wohlweislich nicht hingewiesen.

Quelle und Fortsetzung hier: http://www.unzensuriert.at/content/009395-Syriens-Pr-sidenten-Assad-droht-Schicksal-Gaddafis


Die Arche Noah – der Bund mit Gott – als Rettungsstation damals und heute

Tagung mit Christa Meves und weiteren kompetenten Rednern

Bedarf der Christ angesichts der wirren gesellschaftlichen Situation einer besonderen Haltung?  –  Diese Frage beschäftigte am vergangenen Wochenende den Freundeskreis Christa Meves und die Initiative Verantwortung für die Familie e.V., auf Burg Rothenfels.

Die alte biblische Geschichte von Noah und der Sintflut wurde dafür als Symbol verwendet, zumal Christus dies in Matth. 24 für die Endzeit empfiehlt.

Die Arche kennzeichnet eine notwendige Abschirmung gegen die negativen geistigen Überschwemmungen von außen. Die Klappe müsse gewissermaßen dicht gemacht werden, ähnlich wie die Tür des archaischen Kastens. Die Ritzen sollten mit Teer verschmiert werden, heißt es sinnträchtig im Urtext, da die Menschen „verderbt und voll Frevel“ seien.

In dieser Weise gelte es heute zu unterscheiden, was wir geistig in uns einlassen, um vor giftiger Überschwemmung mit geistig  Gefährlichem bewahrt zu bleiben.Aber dafür bedürfe es eines Maßstabs, der damals allein von Noah gefunden werden konnte, indem er zuvor „einen Bund mit Gott“ geschlossen hatte.

Atmosphärisch schwang diese Aussage durch die gesamte Veranstaltung, zunächst mit einer entschiedenen Abwehr der feindseligen Familienpolitik, dargelegt von Dr. Schetelig, dem Vorsitzenden des Vereins; mit einer bebilderten Mahnung zum Umgang mit der Natur draußen durch Prof. Christian Illies bis zu hochkarätigen Vorträgen und Musikeinlagen.

Der Züricher Historiker, Dr. Daniel Regli, konzentrierte sich  – mit Rousseau beginnend  –  auf die weltanschaulichen Wurzeln des die westliche Welt derzeit beherrschenden Kollektivismus. Pointiert bot er eine Schau der Zusammenhänge, wie sie hierzulande selten zu hören ist.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Oberstudiendirektor Josef Kraus, beklagte die schulische Situation in Deutschland in einem von bitterem Sarkasmus getragenem Referat.

Die Vereinheitlichung der Schulsysteme, die Veränderung  der Lehrpläne mit der Devise des Kompetenzunterrichts wird unter dem Vorzeichen einer kollektivistisch- liberalistischen Ideologie das Abfallen der Schülerleistungen in Deutschland, das sich seit der Veränderung der Pädagogik ab 1970 in einem verheerenden Ausmaß vollzogen hat, beschleunigen.

Schule könne allein gesunden, wenn das bewährte dreigliedrige Schulsystem, eine realistische, den Kindern angemessene Pädagogik und der Geist des Christentums wieder in der Schule Eingang fänden.

Unter dem Vorzeichen, sich nach den Erfolgen einer christlichen Familienerziehung auszurichten, standen auch die beiden ersten Vorträge von Christa Meves.

Die Wachstumsphasen der Kinder, die auf natürlichen Entfaltungsbedingungen aufbauen, werden jetzt immer mehr durch die Hirn- und Hormonforschung bestätigt und damit auch die theistische Anthropologie der Autorin Meves und ihre seit 40 Jahren unermüdlich mahnenden und nun bereits eingetretenen Prognosen.

Zugebunden wurde dieser Strauß dann mit einer tiefenpsychologischen Deutung der Sintflutgeschichte und ihrer Übertragung in die heutige Situation. Nachdrücklich wurde von Christa Meves dargelegt, dass der Bund Noahs zwischen ihm und seinem Gott als Voraussetzung nötig ist, um auch der heutigen Situation gewachsen zu sein.

Auch heute gelte es, auf die Stimme Gottes zu hören, die dem Noah befahl, durch eine Arche seine Rettung von Mensch und Tier zu erwirken. Dazu sei als erstes eine Unterscheidung und Abtrennung zwischen der gläubigen und damit zukunftsträchtigen Sichtweise von der Kapitänsbrücke der Arche aus und den giftigen Fluten draußen zu treffen.

Im Sinne der „Entweltlichung“ von Papst Benedikt XVI wurde eine Aufzählung der unbekömmlichen geistigen Gifte vorgenommen. Entsprechend den Böden und Kammern in der Arche müsse eine neue bewusste innere Ordnung vollzogen werden.

Durch die Autorität des Noah, der – mithilfe eines Fensters oben in der Arche – einen Überblick über die katastrophale Situation und die Verbindung mit Gott behält, ist auch eine Möglichkeit zum Überleben der Tiere in der Arche  – also die Bewahrung der Natur  –  gegeben.

Die Arche wird damit zu einer Chance hoffnungsvoller Zuversicht, die mithilfe einer gläubige Intensivierung und durch Gottes Gnade mit Zukunft beschenkt wird.

Den Höhepunkt der Veranstaltung erlebten die Teilnehmer in  einem Musical, „Die Arche Noah“, aufgeführt von den 30 Kindern, die mit ihren Eltern die Tagung besuchten.

Nach einer eintägigen Vorbereitung  –  lediglich von den Familien vorher daheim ein wenig eingeübt  –  stellten diese 3 bis 12-jährigen Kinder, zum Teil auch als Tiere verkleidet, geradezu meisterlich die Rettungsgeschichte des Noah und der ganzen kostbaren Fracht dar:  die Rettung der jungen Generation durch einen gesunden christlichen Geist.

Nicht nur mit dem Regenbogen allein, sondern mit dem Aufbau des Altars für Gott – dem Symbol der Dankbarkeit für die Rettung – ging die Tagung, gestaltet von der Pädagogin Dorothea Beier, zu Ende.

Es war erkennbar geworden, daß unsere gefährliche Situation mit den vielen Grenzüberschreitungen unserer Freiheit allein mit Hilfe eines intensiven vertieften Hinaufhörens zu Gott und seinen Weisungen bestanden werden kann.

Verantwortung für die Familie e.V.
www.vfa-ev.de
www.christa-meves.de
 
Foto: CDL, M. Löhr

Peter Scholl-Latour: Anschlag in Damaskus trägt die Handschrift von Al Kaida

Eine mögliche Christenverfolgung in Syrien könnte bald so schlimm werden wie seinerzeit im Irak. Das befürchtet der Nahost-Experte Peter Scholl-Latour.

Es sei ein Skandal, daß in Europa niemand über die Bedrohung der Christen in dem Bürgerkriegsland spreche, kritisierte der Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.   –  Die Zukunft des syrischen Regimes sei ungewiß. Assad habe nur wenige Alternativen: „Wenn Aufständische siegen und er ihnen in die Hände fällt, wird er umgebracht“, sagte Scholl-Latour.

Der jüngste Anschlag auf den Krisenstab der syrischen Regierung in Damaskus trägt nach Scholl-Latours Auffassung die Handschrift des radikal-islamischen Terrornetzwerks Al Kaida.

Die Attacke sei von Spezialisten ausgeführt worden und passe in das Muster extremistischer Salafisten oder der Al Kaida.

Quelle: RadioVatikan


Evangelische Kirche in Deutschland schrumpft schneller als die katholische

In Deutschland schrumpft die evangelische Kirche schneller als die katholische. Das geht aus einem Vergleich der Zahlen in der am 20. Juli vom EKD-Kirchenamt in Hannover veröffentlichten Statistikbroschüre mit der Vorjahresausgabe hervor.  Die neuen Zahlen basieren auf der Erhebung von 2010.

Von den knapp 81,8 Millionen Einwohnern sind 61,4 Prozent Mitglieder von Kirchen bzw. Freikirchen. Die übrigen gehören anderen Religionen an oder sind konfessionslos.

Der christliche Bevölkerungsanteil ist binnen eines Jahres um 0,6 Prozent gesunken. Die größte Konfession bleibt die römisch-katholische mit knapp 24,7 Millionen Mitgliedern  –  ein Minus von 0,6 Prozent. 30 Prozent der Bevölkerung sind katholisch.

Der Mitgliederstand der evangelischen Landeskirchen ist um 1,2 Prozent auf 23,9 Millionen gesunken; das sind 29,2 Prozent aller Einwohner.

Unverändert gehören knapp 1,3 Millionen Bürger (1,6 Prozent der Bevölkerung) orthodoxen Kirchen an.

Die Mitgliederzahl der evangelischen Freikirchen sank um 0,6 Prozent auf etwas mehr als 330.000. Sie stellen einen Bevölkerungsanteil von 0,4 Prozent. Gut 33.000 Einwohner zählen zu anderen Kirchen; das sind 0,04 Prozent der Bevölkerung.

Die Kirchenbindung ist in West und Ost sehr unterschiedlich. In der alten Bundesrepublik gehören 70 Prozent der Einwohner christlichen Kirchen an, auf dem Gebiet der ehem. „DDR“ sind es 25 Prozent.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur www.idea.de


Israel: Parlamentspräsident kritisiert das Herausreißen des Neuen Testaments durch einen Abgeordneten

Am vergangenen Montag fanden die israelischen Abgeordneten in ihrem Postfach als Geschenksendung eine Bibel mit dem Alten und Neuen Testament, gedruckt von der judenchristlichen israelischen Bibelgesellschaft (Bible Society). Die Heilige Schrift war in Leder gebunden und sehr umfangreich.

Einige Abgeordnete der Knesset (israelisches Parlament), besonders aus den Reihen der strikt jüdischen Parteien, schrieben einen Beschwerdebrief an den Parlamentspräsidenten Reuven Rivlin, worin es hieß: „Wie kann missionarische Literatur in der Knesset verbreitet werden?“.

Der Knesset-Abgeordnete Michael Ben-Ari riß vor laufender Kamera das Neue Testament aus der Bibel heraus und warf es in den Papierkorb.

Knessetsprecher Rivlin kritisierte dies und verwies auf die Heiligkeit von religiösen Büchern jeglichen Glaubens, die es zu respektieren gelte.

Quelle: Webseite „Israel heute“


Erzbischof Müller in Kurz-Interviews und Impressionen

Kurz nach der Ernennung von Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Chef der römischen Glaubenskongregation strahlte TV-aktuell ein  –  für Fernsehverhältnisse  – erstaunlich sachliches und faires Interview mit dem Regensburger Oberhirten aus  – und gab dabei einige Impressionen aus seinem bischöflichen Wirken wieder, die einen knappen, wenngleich interessanten Einblick verschaffen.

Bitte hier klicken – und dann beim Video dort aufs weiße Eck in der Mitte klicken, dann geht der Film los:

TV-Video über Erzbischof Müller


Kinder gebären, ohne sie zu erziehen? – „Ich bin keine Brutmaschine!“

Von Birgit Kelle (Familienmutter und Leiterin von Frau 2000plus)

Die Betreuungsgeld-Debatte hat in ihrem Niveau einen erneuten Tiefpunkt erreicht.

Manuela Scheswig, Arbeitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, hat den Begriff „Gebärmaschinen“ in den Ring geworfen.

Angeblich macht die CSU uns Mütter zu solchen, wenn wir finanziell dabei unterstützt werden, drei Jahre unserem Kind zu widmen. Frau Scheswig hat offenbar gar nichts verstanden  –  dem kann geholfen werden.

Ja, wirklich skandalös, was in der Menschheitsgeschichte seit Tausenden von Jahren vor sich geht. „Heimchen am Herd“ hatte sich wohl abgenutzt als Begriff, die Mütter noch nicht weit genug beschämt, irgendwie hatte es an Wirkung verloren.

Aber da haben wir die SPD unterschätzt, da geht doch noch was auf der Diffamierungsskala. Fehlt nur noch das Mutterkreuz in der Debatte, dann sind wir definitiv ganz unten angekommen.

Frau Schwesig, Sie machen Frauen zu Gebärmaschinen. Wer darauf abzielt, dass Frauen einfach nur Kinder bekommen sollen, um sie schnellstmöglich irgendwohin weiterzureichen, der behandelt Frauen wie Brutkästen.

Da wird die Schwangerschaft zum notwendigen Übel, zur medizinisch erforderlichen Übergangsstation, die den Produktionsprozess in der Wirtschaft leider immer wieder stört.

Sie zielen doch darauf ab, dass wir Mütter nichts weiter sind als „Gebärmaschinen“, wenn Sie Mutterschaft auf den kleinsten gemeinsamen Nenner minimieren, damit wir möglichst schnell wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.“

Den vollständigen Text lesen Sie bitte hier:
http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11708-familie-im-kapitalismus

Münster: Glaubwürdigkeit von Uni-Historikern in der „Causa Stehr“ erschüttert

Kontroverse um den Stehrweg in Münster 

In der gegenwärtigen Debatte um den Hindenburgplatz und weitere strittige Straßennamen in Münster stellt sich erneut die Frage nach der Glaubwürdigkeit von  Historikern der Universität Münster.

Die jüngsten Vorwürfe richten sich gegen Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer und Prof. Dr. Alfons Kenkmann.

Die Professoren Thamer und Kenkmann hatten in ihren Unterlagen für die „Kommission Straßennamen“ behauptet, daß der Schriftsteller Hermann Stehr „aktiv in die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten verstrickt“ war.

Dieses wurde als ein wesentlicher Grund dafür genannt, eine Umbenennung des Stehrwegs  – der sich in Münster-Ost befindet  –  vorzuschlagen.

Wiederholt wurden diese Vorwürfe gegen Stehr in der umstrittenen Ausstellung „Ehre, wem Ehre gebührt“ in der Bürgerhalle des Rathauses und auf der Homepage der Stadt Münster.

Während einer Informationsveranstaltung zu strittigen Straßennamen in Münster-Ost war Thamer aus dem Publikum heraus darauf hingewiesen worden, daß seine Aussagen falsch seien. Thamer beharrte jedoch auf seiner Version.

Wie Walter von Göwels, Mandatsträger in der Bezirksvertretung Münster-Ost, in einem Offenen Brief an Thamer vom 19. Juli 2012 mitteilte, hat Prof. Dr. Peter Sprengel von der FU Berlin inzwischen darauf hingewiesen, daß Stehr eine Beteiligung an den verbrecherischen Aktionen der Nazis sogar schriftlich abgelehnt hat.

W. von Göwels erwähnte zudem, daß sich die Bezirksvertreter bei einer Übernahme der unzutreffenden Behauptungen Thamers sogar strafbar machen würden („Verunglimpfung Verstorbener“ nach Paragraph 189 des Strafgesetzbuches).

Besonders pikant ist, daß sich Prof.  Thamer in Münster bisher nicht von seinen Vorwürfen gegen Stehr distanziert hat, während er in einem Brief an die Gemeindeverwaltung Neuenkirchen-St. Arnold vom 12.7.2012 eingestand, daß seine Behauptungen über Stehr nicht mehr haltbar seien und es „nicht sicher belegt werden kann, dass der schlesische Schriftsteller Stehr 1933 an den Bücherverbrennungen der Nazis beteiligt war.“ (Münsterländische Volkszeitung vom 13.7.2012)

Die Kritik an Historikern der Universität Münster hat damit einen neuen Höhepunkt erreicht.

Schon in der bisherigen Umbenennungsdebatte war von Experten die völlig einseitige Darstellung von wichtigen Persönlichkeiten durch Münsteraner Historiker kritisiert worden. Außerdem wiesen ihre Darstellungen zahlreiche Fehler auf, die von Fachleuten korrigiert werden mußten.

Autor: Detlev Suhr –  Quelle und vollständiger Artikel hier:
http://relevant.at/wirtschaft/pr/661552/hindenburgplatz-glaubwuerdigkeit-uni-historikern-erschuettert.story

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller: „Die Reformgruppe sind wir selber!“

„Die Kirche muss evangeliumskonform sein, nicht gesellschaftskonform“

Die Nachrichtenagentur dpa veröffentlichte Mitte Mai 2012 ein Interview, das Silke Uertz mit Bischof Gerhard Ludwig Müller führte (inzwischen ist der Regensburger Oberhirte  vom Papst zum Erzbischof und Chef der römischen Glaubenskongregation ernannt worden).

Dabei wurde Erzbischof Müller von dpa auch zum Katholikentag befragt, der 2014 in Regensburg stattfinden wird  –  und in diesem Zusammenhang zu den sog. „Reformgruppen“ und wie er zu ihnen steht; seine schlagfertige Antwort lautete:

„Die Reformgruppe sind wir selbst, Reform stecken wir uns an den Hut.

Unter Reform verstehe ich Erneuerung aus der Kirche heraus. Es ist die Frage, ob die sogenannten Reformgruppen wirklich solche sind.

Es kann nicht sein, dass Leute, die von sich aus nichts zustande bringen, sich an die großen Veranstaltungen dranhängen und eine parasitäre Existenzform bringen.

Aus ihren eigenen Kräften heraus müssen sie ihre Aktionen machen, die nicht nur destruktiv sein dürfen. Nur dagegen zu sein, Vertreter der Laien zu sein, aber nie in einem Pfarrgemeinderat mitgewirkt zu haben, das geht nicht.“

Sodann fragte die dpa-Mitarbeiterin weiter: „Müsste die Kirche nicht analog zum Zweiten Vatikanischen Konzil frischen Wind wehen lassen?

Erzbischof Müller gab folgende Klartext-Antwort:

„Es ist die Frage, was man darunter versteht. Wenn das die bekannten Themen sind – damit kann man die Kirche nicht erneuern.

Es geht nicht darum, dass wir gesellschaftskonform sind, sondern wir müssen evangeliumskonform sein.

Durch Applaus oder Phonstärke darf kein Druck ausgeübt werden. Es laufen auch keine Leute weg.

Die Zugehörigkeit zur Kirche ist heilsnotwendig; wir haben sie nicht gestiftet, sie ist auch nicht das Eigentum der Bischöfe.

25 Millionen Menschen in Deutschland sind katholisch, die treten nicht aus wegen des Missbrauchsskandals; von 20.000 Missbrauchsverurteilungen war nicht ein Priester dabei. Wenn von uns jemand so etwas tut, dann ist das natürlich verheerend.“

Quelle: dpa / http://www.tvaktuell.com vom 20.7.2012

Foto: Bischöfliches Presseamt Regensburg


Lehrerverband besorgt über mangelnde Wirtschaftskenntnisse von Schülern

Lehrerpräsident Josef Kraus: Mangelndes Wissen ist ein „Gang in die Unmündigkeit“

Mit Erschrecken hat der Deutsche Lehrerverband auf die Ergebnisse einer Jugend-Studie zum Wirtschaftsverständnis, insbesondere zu Fragen der Euro-Krise, reagiert.

„Die Ergebnisse dieser Studie machen mir nicht zuletzt als Staatsbürger Sorge – zumal in einer Zeit welt- und europaweit angespannter Wirtschaftslagen“, sagte Verbandspräsident Josef Kraus gegenüber Handelsblatt-online.

Ziel von Erziehung zu Hause sowie von Bildung in Schule, Berufsbildung und Hochschule müsse eben auch der „aufgeklärte, mündige Wirtschaftsbürger“ sein. Ebenso habe aber auch die Politik einen Bildungsauftrag: Sie müsse ihr wirtschafts-  und währungspolitisches Handeln besser erklären. „Dieses Ziel wird ganz offenbar verfehlt, wie die Studie beweist.“

Als Konsequenz aus der Studie forderte Kraus von den Schulen deutlich mehr Einsatz für Wirtschaftsthemen: „Die allgemeinbildenden Schulen müssen ihren Schülern bis zu deren Schulabschluss wenigstens 200 Unterrichtsstunden wirtschaftliche Grundbildung zukommen lassen.“

Leider zeige sich derzeit auch in Fächern wie Geschichte, Politik und Geographie eher „die Tendenz, konkretes Wissen immer mehr zugunsten vager Kompetenzdefinitionen zu kappen“.

Das sei aber der „Gang in die Unmündigkeit“. Denn wirtschaftspolitisches Urteilsvermögen setze erst einmal konkretes Wissen um Fakten und Gesetzmäßigkeiten voraus.

Doch auch die Eltern sieht Kraus in der Pflicht. Sie müssen „möglichst früh, intensiv und altersgemäß mit ihren Kindern über wirtschaftliche Zusammenhänge diskutieren“, sagte er. „Mit dem Taschengeld fängt das an.“

Laut der GfK-Studie im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) ist Wirtschaft für jeden zweiten deutschen Jugendlichen ein Buch mit sieben Siegeln.

Knapp jeder zweite Befragte (47 Prozent) zwischen 14 und 24 Jahren verfügt demnach über schlechte oder sehr schlechte Kenntnisse über Finanzangelegenheiten.

Zudem schwinde im Zuge der Finanzkrise das Wirtschaftsinteresse der jungen Generation, die sich von den schwierigen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Sachverhalten überfordert fühle.

Während 2009 noch ein Drittel der Befragten ein mindestens starkes Interesse an Wirtschaft angegeben habe, sei es aktuell nur noch rund ein Fünftel.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur