Zeitdokument: Erzbischof Müller über den Mißbrauch – und dessen Mißbrauch in unfairen Kampagnen

Am Passions-Sonntag 2010 hat Erbischof Gerhard Ludwig Müller,  Oberhirte von Regensburg und heutiger Chef der Glaubenskongregation,  ein ebenso gehaltvolles wie klares Hirtenwort erlassen, das seine Aktualität nicht verloren hat – und das wir heute als aufschlußreiches Zeitdokument im vollen Wortlaut dokumentieren:

Hirtenwort vom Passionssonntag 2010:

Meine lieben jugendlichen und erwachsenen Brüder und Schwestern!

Wir alle sind erschüttert über Berichte von sexuellem Missbrauch, der sich in den letzten 60 Jahren in katholischen Einrichtungen für Jugendliche ereignet hat. Dabei handelt es sich v.a. um Fälle, die zu ihrer Zeit bereits strafrechtlich und kirchenrechtlich geahndet worden sind. Seit den letzten beiden Monaten kommen nun auch Vorfälle zur Anzeige, die bislang unbekannt waren und daher erst jetzt aufgeklärt werden können.

Zu Unrecht wird von interessierter Seite der Vorwurf erhoben, die Verantwortlichen für die Personalführung hätten ohne Rücksicht auf die Opfer systematisch diese Vergehen vertuscht.

Dieser Desinformation, die mit bekannten Vorurteilen gegen die katholische Kirche agiert, trete ich als Bischof mit aller Entschiedenheit entgegen.

Es ist meine Pflicht, den vielen katholischen Christen, die ihrer Kirche treu verbunden sind, Mut zu machen.

In der Stunde der Bedrängnis sorgt sich jeder Hirte um die Schafe. Das Heulen der Wölfe schreckt mich nicht.

I. Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein Verbrechen und eine Todsünde

Zu jeder Zeit und in jeder Hinsicht widerspricht sexueller Missbrauch unserem christlichen Menschenbild. Es ist ein Verbrechen und eine Todsünde, wenn ein Kind und Jugendlicher in seiner Personwürde derart brutal von seinen Erziehern leiblich verletzt, seelisch gedemütigt und in seinem geistigen Selbstwertgefühl als Lustobjekt herabgesetzt wird.

Ein Vertrauensbruch im allerschlimmsten Sinn liegt vor, wenn ein Priester als geweihter Diener Gottes sich zu einem solchen schandbaren Tun hinreißen lässt.

Was wir heute im Blick auf die Vergangenheit zu Recht bemängeln, ist die schwer nachvollziehbare Tatsache, dass man sich damals zu wenig pastoral und therapeutisch um die Opfer gekümmert hat. Durch die neuere Psychologie wissen wir heute viel mehr über die oft lebenslangen schlimmen Nachwirkungen solcher Straftaten.

Den Opfern dieser Zeit, aber auch allen, die sich heute erst melden, gilt unser tiefes Mitgefühl. Ihrer Ehre und Würde schulden wir, dass ihnen Gerechtigkeit widerfährt.

Man war wohl früher der Ansicht, man habe genug getan, wenn der Täter seines Amtes enthoben wurde und seine gerechte Strafe abgebüßt hatte. Der Täter habe daraus  –  so war die Meinung  –  die Lehre gezogen und werde an einem anderen Einsatzort nicht mehr rückfällig.

Die fachwissenschaftlichen Prognosen über ein künftig straffreies Verhalten haben sich als unsicher erwiesen. Alle deutschen Bischöfe sind sich einig, dass sie eine ehrliche Aufklärung wollen, frei von falscher Rücksichtnahme, selbst wenn Vorfälle gemeldet werden, die schon lange zurückliegen.

Dazu gehört auch die Unterstützung der Kirche bei der Verfolgung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch die staatlichen Strafverfolgungsbehörden. Die Opfer haben ein Recht darauf. Ihnen und ihren Angehörigen steht eine menschliche, therapeutische und seelsorgerliche Hilfe zu, die individuell angepasst ist.

In unserem Bistum gibt es Ansprechpartnerinnen, zum einen für sexuellen Missbrauch, zum anderen für Körperverletzung im pädagogischen Bereich, an die man sich vertrauensvoll wenden kann. Die Gemeinden, besonders die Verantwortlichen in unseren Schulen und der Jugendarbeit sind aufgefordert, eine Kultur des aufmerksamen Hinschauens zu pflegen.

II. Mediale Angriffe

Nachdrücklich verurteile ich den Versuch, die ganze katholische Kirche und ihre Einrichtungen in Misskredit zu bringen.

Unsere Geistlichen müssen sich derzeit auf der Straße abschätzigen Blicken und Beleidigungen am Telefon aussetzen.

Solche, die um jeden Preis die katholische Kirche um ihren guten Ruf bringen wollen, haben sich die „Regensburger Domspatzen“ als Opfer ausgesucht. Ein Glanzstück des Bistums Regensburg soll in den Dreck gezogen werden. Ein katholisches Internat mit Buben beschäftigt die Phantasie, die sich genüsslich ausmalt, was alles hinter den „hohen Mauern“ des Musikgymnasiums vorgehen mag. Wir haben es mit ganz normalen, aber hochmotivierten Jugendlichen zu tun.

Bei einer Versammlung mit allen Schülern der Domspatzen haben die 12-Jährigen das böse Spiel auf den Punkt gebracht: „Weil unser Domchor weltberühmt ist, müssen wir für diese Attacken gegen die Kirche herhalten.“

Das schwer sündhafte Fehlverhalten einzelner Erzieher und Schüler  –  Näheres muss erst in historischer Kleinarbeit aus den Akten erhoben werden  –  kann weder der Einrichtung der „Regensburger Domspatzen“ noch der Gesamtheit der völlig unbeteiligten Lehrer und Schüler von damals und schon gar nicht von heute angelastet werden.

Was hier in den letzten Wochen an Verletzung der Menschenwürde unserer Domspatzen geschehen ist, ist unbeschreiblich: Die Gesichter einzelner Jugendlicher werden von der Fernsehkamera groß ins Bild herangeholt. Dem unbedarften Zuschauer wird suggeriert: Das sind die Opfer und Täter einer Organisation, in der „sexueller Missbrauch und systematische Verprügelung von Jugendlichen gang und gebe“ ist.

In dieser angeheizten Stimmung werden unsere Domspatzen öffentlich angepöbelt und mit den ordinärsten Ausdrücken beleidigt. Ihre Eltern werden von Reportern, die das Gymnasium belagern, angegangen, weil sie ihre Kinder noch nicht aus diesem „Sumpf von sexueller Gewalt und systematischer Demütigung“ befreit hätten.

Das ist nicht nur ein Zerrbild jenseits aller Realität, sondern auch ein Ausweis der kriminellen Energie seiner medialen Urheber. Die moralische Verantwortung tragen diejenigen, die diese Hetze gezielt verursachen.

Viele Menschen in unserem Bistum haben mir ihren Abscheu vor diesem zynischen Missbrauch der Personwürde unserer Kinder und Jugendlichen zum Ausdruck gebracht.

Als Bischof von Regensburg bin ich mit allen Gläubigen im Bistum stolz auf unsere Domspatzen und spreche ihnen meine Anerkennung für all ihre großartigen Leistungen aus. Alle Lehrer, Erzieher, Geistliche und Laien, die sich tagtäglich um die schulische und musikalische Ausbildung bemühen, haben mein grundsätzliches Vertrauen.

Wir wirken alle zusammen an der guten Entwicklung der Persönlichkeit und Einfügung ins soziale Leben der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Die persönliche unantastbare Würde ist und bleibt Grund und Maß aller religiösen und ethischen Erziehung in unseren katholischen Schulen.

III. Das stellvertretende Sühneleiden Jesu Christi für alle Menschen

Mit dem heutigen Passionssonntag gehen wir der Feier von Leiden, Tod und Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus entgegen. In der Lesung aus dem Propheten Jesaja am Karfreitag hören wir vom stellvertretenden Leiden unseres Herrn:

„Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen (…) Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt“ (Jes 53,5).

Wir alle sind aufgerufen, an dem stellvertretenden Leiden Christi für das Heil der Welt und die Versöhnung aller Sünder mit Gott teilzuhaben. Vor Gott darf sich keiner rühmen, ohne Sünde zu sein. Niemand kann sich selbst rechtfertigen.

Allein durch das stellvertretende Sühneleiden haben wir die Versöhnung mit Gott. Als Glieder des Leibes Christi, der die Kirche ist, wollen wir die Schuld der Täter stellvertretend mittragen und sühnen. Besonders aber solidarisieren wir uns mit den Geschädigten und tragen ihr Leid in Gebet und aktiver Nächstenliebe mit.

Es segne und behüte Sie alle der dreieinige Gott, der + Vater und der + Sohn und der + Heilige Geist.

Regensburg, am Passionssonntag im Jahr des Heils 2010
+ Gerhard Ludwig
Bischof von Regensburg

„Islam vs. Geschichte“: die Zerstörung historischer Kunstwerke durch Islamisten

Von Daniel Pipes

Englischer Originaltext: Islam vs. History
Übersetzung: H. Eiteneier
 
Die islamistische Zerstörung, die derzeit in Timbuktu im Gang ist (einschließlich des Grabes von Sidi Mahmoudou, gest. 955, und den Türen der Sidi Yahya-Moschee, ca. aus dem Jahr 1400), wirft eine Frage auf:
Was ist los mit dem Islam, dass er seine Anhänger so oft gegen das eigene Erbe wendet?
Man bedenke einige Beispiele:
Die Türen der Sidi Yahya-Moschee, gebaut ca. 1400, die erst am Ende der Zeit geöffnet werden sollten, wurden von den Islamisten heute kaputt geschlagen.
  • Die Zerstörung von Hindu-Tempeln im mittelalterlichen Indien.
  • Die Mameluken nutzten die Große Sphinx in Äypten für Schießübungen und die Große Pyramide als Steinbruch.
  • Die Zerstörung von Kirchen im nördlichen Zypern durch Türken seit 1974.
  • Die Zerstörung von Antiquitäten durch die Saudis in Mekka seit den 1990er Jahren.
  • Die Plünderung des Josefsgrabs durch Palästinenser im Jahr 2000.
  • Die Zerstörung der Buddhas von Bamiyan durch die Taliban 2001.
  • Der Bombenanschlag der Al-Qaida auf die Ghriba-Synagoge in Tunesien 2002.
  • Die Plünderung der irakischen Museen, Bibliotheken und Archive 2003.
  • Die Zerstörung eines historischen malaysischen Hindu-Tempels 2006.
  • Die Zerstörung des L’Institut d’Égypte 2011.

Zusätzlich könnten einige Absichten, Antiquitäten zu zerstören (Khomeini zog in Betracht Persepolis zu schleifen; ein Großmufti von Ägypten verbot die Ausstellung von Statuen) immer noch umgesetzt werden. (Andererseits erscheint die Story, dass Muslime die antike Bibliothek von Alexandria abbrannten, zweifelhaft.)

Obwohl diese Beispiele sowohl nicht muslimische als auch muslimische Artefakte beinhalten, unterscheiden sich die Motive in zwei Fällen: Die Überbleibsel von Ungläubigen zu beseitigen weist die „Überlegenheit“ des Islam nach, während muslimische zu beseitigen die „Überlegenheit“ des Islamismus beweist.

In beiden Fällen ist das Motiv widerlich und die Ergebnisse sind – historisch gesehen – tragisch.

Islamisten bei der Zerstörung des Jahrhunderte alten Schreins von Timbuktu.

Update: Raymond Ibrahim schreibt heute, dass die „Aufrufe zur Zerstörung der Großen Pyramiden Ägyptens beginnen“.

Der Artikel von Daniel Pipes samt Fotos erschien am 2. Juli 2012 hier: http://de.danielpipes.org/blog/2012/07/islam-vs-geschichte


Die EU plant per INDECT den (Irr-)Weg in einen Überwachungsstaat

Die EU finanziert derzeit ein Projekt, das die umfangreichste Überwachung aller Zeiten realisieren möchte. Bei dem Vorhaben namens INDECT (Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment) geht es darum, auffälliges Verhalten im urbanen öffentlichen Raum automatisch zu erfassen, um  – so die Begründung  –  dadurch zukünftige Verbrechen zu verhindern.

Als auffälliges Verhalten gilt etwa zu langes Sitzen in Flughäfen, zu langes Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Unbeaufsichtigtlassen von Gepäck, Laufen, Schreien oder das Treffen einer großen Anzahl von Personen. Wer neben einem geparkten Auto zu lange nach dem Schlüssel kramt, macht sich als Autodieb verdächtigt.

Ebenso wird man registriert, wenn man auf der Straße läuft, schreit oder auffällig viele Menschen trifft. Sobald eine Überwachungskamera eine Person als „auffällig“ einstuft, werden zwei Prozesse in Gang gesetzt:

Ein Computer versucht, mittels eines Programmes zur Gesichtserkennung die verdächtige Person zu identifizieren. Dann werden staatliche Datenbanken, Material aus der Vorratsdatenspeicherung und das Internet (inklusive sozialer Netzwerke) nach allen verfügbaren Informationen zur Person durchforstet.

Parallel zur Sammlung dieser Daten wird die zweite Innovation des Projektes aktiv: Drohnen, welche die verdächtige Person verfolgen und aus der Luft filmen. Das System teilt der Person automatisch einen Verdächtigungsgrad zu und informiert bei Einstufung als „sehr verdächtig“ die Polizei.

An dem Projekt sind diverse Universitäten und Fachhochschulen aus ganz Europa beteiligt, darunter auch die FH Technikum Wien. Das deutsche BKA hat eine Beteiligung wegen des hohen Grades der Überwachung abgelehnt. Auch das polnische Innenministerium ist schon ausgestiegen.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier auf der informativen Webseite UNZENSURIERT:  http://www.unzensuriert.at/content/009482-INDECT-EU-Projekt-zur-totalen-berwachung-der-Bev-lkerung

PRESSEMELDUNG des Bundeskriminalamts zu INDECT: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/7/2129265/bka-das-bundeskrimialamt-teilt-mit-keine-beteiligung-am-eu-forschungsprojekt-indect-intelligent


Ein evangelischer Theologe über „Marias Mutterglück“ in Christus

Prof. Dr. Adolf Schlatter über die Mutter unseres HERRN

Der Tübinger Neutestamentler Adolf Schlatter  – er starb 1938  –  stand als einer der wenigen protestantischen Theologen  in harter Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, aber auch mit Modernismus und Bibelkritik in den eigenen Reihen.

Was er in seinem Beitrag „Marias Mutterglück“ über die Madonna zu sagen weiß, könnte von katholischen Theologen kaum vortrefflicher geschrieben werden.

Der Samstag ist bekanntlich besonders der Gottesmutter geweiht.  Das nehmen wir gerne zum Anlaß, um Prof. Schlatters Artikel zu veröffentlichen, den wir in dem früheren evangelisch-lutherischen Sammelband „Geboren von der Jungfrau Maria“  (Stiftungsverlag Potsdam) entdeckt haben:

„Als Jesus einst mit seinem mächtigen Wort eine ihm zuhörende Schar  in der Tiefe ihrer Seele erfasst hatte, unterbrach eine Frau  die andächtige Stille  durch  den Ruf:

„Selig ist der Leib, der dich getragen und die Brust, an der Du gesogen hast“ (Luk 11,27).

Sie pries Marias Mutterglück. Ist nicht die Größe des Sohnes das Glück der Mutter, und was ist groß neben der Herrlichkeit des Christus, und was ist Glück neben dem Glück seiner Mutter?

Diese Frau (aus dem Volke) empfand nicht kindisch; sie sprach vielmehr so, wie jede Mutter denkt.

Jedem treuen Sohn bringt es eine tiefe Freude, daß sein Erfolg seine Mutter  beglückt und seine Ehre auch seiner Mutter ehrt.

Darum beschreibt uns auch die Einleitung zur Weihnachtsgeschichte Marias Mutterglück; denn sie stellt uns jene selige Stunde dar, in der zum ersten Male ein menschlicher Mund Marias Geheimnis aussprach.

Dies geschah, als Elisabeth sie sah und mit dem Zuruf empfing: „Die Mutter meines HERRN kommt zu mir, und das Kind in meinem Schoß jubelt dir entgegen“ (Luk 1,43).

Das war eine selige Stunde, die in Maria die Gott lobenden Psalmen aufgeweckt hat. Ihr Mutterglück lacht uns an und entzückt uns, wenn wir ihrer in der Weihnachtszeit gedenken.

Der Jubel Marias erneuert sich, als Jesus mit dem Zeugnis des Täufers zurückkam und mit seiner Sippe in Kana die Hochzeit feierte.

Als eine selige Mutter wies Maria die Dienenden an: „Was ER euch sagt, das tut“ (Joh 2,5). 

Wunderbares wird ER euch sagen und Unglaubliches wird ER gebieten, widersprecht IHM nicht,  wagt kein Einreden, laßt jeden Zweifel fahren, so wird daraus die alle beglückende Hochzeitsfeier!

Die Mutter war geborgen in der Herrlichkeit ihres Sohnes und selig im Vertrauen  zu seiner Heilandsmacht.

Wie  nahm Jesus den Jubelruf jener Frau auf, die seine Mutter selig pries? 

ER eignete sich ihren Jubel an; auch er jubelte: O Ja! Selige gibt es; wer sind sie?

„Selig sind die, die Gottes Wort hören und bewahren“. 

Wenn jene Frau nur an Marias unvergleichliche Freude dachte, so sah sie die Größe der göttlichen Gnade noch nicht. War denn nur das der Sinn dessen, was in der Weihnacht am Maria geschah, daß sie das mütterliche Glück empfange? 

Ihr mütterliches Werk war, daß sie den gebar, durch den Gott zu uns spricht.

Gottes Wort, das  ist die Verherrlichung Gottes; Gottes Wort, das ist der Aufgang des Lebens für alle, die es hören und bewahren. Gottes Wort wird vernommen, das ist das, was Jesus jubeln macht, weshalb er von Menschen  spricht, die jubeln dürfen  und selig sind.

Das hebt Maria über ihr mütterliches Glück empor.

Das war kein Widerruf der ihr gewährten Seligkeit, keine Verkürzung und Trübung ihres Glücks. Wie kam sie denn zur Mutterschaft? 

„Siehe!  Ich bin des HERRN Magd“ (Luk 1,38)

Die Magd des HERRN begehrt nicht eigenes Glück. Sie ist nicht mehr bei sich allein und lebt nicht mehr für sich. Sie ist Gottes Eigentum, Gottes Werkzeug  zur Vollendung seines Willens  –  und was sie erlebt, empfängt sie durch Gottes Wirksamkeit.

Das macht sie frei von dem, was ihr eigenes Herz erfüllt. Die Lust unserer Seele überwältigt uns leicht und nimmt unseren ganzen Willen gefangen; dagegen ist aber die Magd Gottes geschützt.

Maria horcht auf das Wort des HERRN, dem sie gehört  –  und wartet auf sein Werk. Denn sie weiß: Gottes Wort hören und bewahren, das ist der Grund meiner Seligkeit.

Das hat auch Elisabeth zu Maria gesagt, als sie sie in ihr Haus aufnahm: „Selig bist du, die du geglaubt hast“ (Luk 1,45).

Das Glauben kommt da zustande, wo ein Wort zu uns kommt, das uns als Gottes Wort erkennbar ist. Daß Gottes Wort in mich eingeht, mich faßt und formt, das ist  Glauben.

Darin besteht die Gerechtigkeit und Macht des Glaubens, daß durch ihn Gottes Wort zu meinem Eigentum geworden ist.

„Selig bist du, die du geglaubt hast“, das heißt: „Selig bist du, weil du Gottes Wort hörtest und es bewahrtest“.

Mit der Antwort Jesu an jene Frau, die Marias Größe pries, hat er seiner Mutter bestätigt, was ihr von Elisabeth gesagt worden ist

Gottes Wort ist in uns eingegangen; das hebt uns empor über alles, was unser Herz erfüllt, und gibt uns den festen Standort oberhalb von unserer Lust und von unserem Leid.  Lust und Leid sind untrennbar miteinander verbunden und wachsen beide aus derselben Wurzel hervor. Nur unsere Eigensucht malt uns ein Glück vor, das kein Leid bei sich hätte.

Weil aber Marias Mutterglück ihr wirklich durch Gottes Werk beschert war, empfing sie mit ihrem mütterlichen Glück zugleich ihr mütterliches Leid  –  und dies gleich in der Weihnachtszeit.

Auch jene Stunde, da Maria das Kind in den Tempel brachte, war mit Seligkeit gefüllt. Sie empfing von Simeon die Segnung, und die Größe dieses Segens wurde ihr durch den Lobpreis  sichtbar gemacht, mit dem Simeon die Zeit, da er auf  Christus gewartet hatte, beschloß.

Auch Maria wird den Dienst, in den sie berufen ist, im Frieden beschließen, weil auch sie den Heiland sah.

Aber Simeon sprach nicht nur vom Frieden und vom Licht, das den Völkern leuchtet, und vom Ruhm,  durch den die Sendung Israels bestätigt wird, sondern auch vom Streit, der an dem entsteht, der Gottes Zeichen ist  –  und dieser Angriff trifft Maria nicht nur von außen, sondern Simeon verkündet ihr, daß das Schwert durch ihre eigene Seele fahre.

Wenn ihr Simeon weissagt, daß ihre Seele von einem Schwertstoß getroffen werde, so ist ihr gesagt, sie werde ähnlich wie die mit Jesus verbundenen Jünger und doch in besonderer Weise seinen Kelch trinken und mit seiner Taufe getauft werden.

Es war keine Übertreibung, wenn dieses Leid mit einer todbringenden Verwundung verglichen wurde.

Aus dem Gang Jesu zum Kreuz entstand für die Seinen ein Sterben, das alle ihre Pläne zerstörte und sie in eine Ohnmacht versetzte, die für sie unerträglich war, unter der sie sich wehrlos und hilflos wanden.

Es hat festen Grund, wenn die Kunst der Kirche Maria nicht nur als die unvergleichlich beseligte Mutter, sondern zugleich als die vor allen Frauen am tiefsten im Leid versenkte, schmerzensreiche Mutter dargestellt hat.

Wenn uns aber die Mutter Jesu so beschrieben wird, daß sie von ihrem Schmerz überwältigt wird und völlig in ihrem Leid versinkt, so ist dies nicht mehr die echte Maria, nicht mehr die, welche die große Seligkeit in ihrer Seele trug, weil  sie geglaubt hat, nicht mehr die, die das Wort Jesu gehört und in ihrem Herzen bewahrt hat: „Selig sind die, die Gottes Wort hören und bewahren“.

Geht Gottes Wort in uns ein, so haben wir einen Besitz, der herrlicher und mächtiger ist als Lust und Leid.

Wie kann eine Seele für größtes Glück  und tiefstes Leid miteinander offen sein, ohne daß sie hin und her schwankt, auseinander bricht und mit dem einen Erlebnis das andere erstickt?

Wie kann Maria, wenn das Wort des Engels sie bewegt, mit jubelndem Psalm den HERRN erheben und sich Gottes, ihres Heilandes freuen, und wiederum, wenn sich Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit am Kreuze Jesu offenbart, von einem Schwertstoß getroffen werden, durch den ihre Seele verwundet wird?

Beides wird ihr von derselben Hand zugeteilt; in beidem wird Gottes Wort in ihr wirksam.  Gottes Wort ist von dem, was wir denken und wollen, verschieden. Es widerspricht unserer Eigensucht.

Darum beginnt da, wo Gottes Wort hörbar wird, immer ein Streit; für uns Menschen ist es ein leidvoller Streit, da er unsere Eigensucht sterben läßt. Aber Gottes Wort macht, weil  Christus es uns sagt, Gottes Gnade offenbar  –  und deshalb, weil in seinem Willen seine Gnade leuchtet, brachte es Maria durch ihr großes Leid zugleich die gr0ße Seligkeit.

Wenn wir nun wieder die Weihnacht feiern, kehrt mit dem leuchtenden Christbaum in manches Haus ein stilles, aber großes Glück ein, Mutterglück, Kinderglück; wo Kinderglück ist, da ist auch Mutterglück. 

Wird es erlöschen, wenn die Zweige des Christbaums einer nach  dem anderen wieder dunkel werden? 

Es gibt eine Macht, die es fertig bringt, daß unsere Feier das sichtbar macht, womit wir beständig und für immer begnadet sind, diese Macht ist Gottes Wort.

Von ihm erhielt Maria ihre mütterliche Seligkeit und Josef seinen hohen väterlichen Beruf, und von ihm erhielt unser Volk seine Weihnachtsfeier – und von ihm erhält der Christbaum für jeden, der  ihm leuchtet, seinen ihn frohmachenden Glanz.

„Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren“.

Darum ist der Christbaum auch nicht nur da am rechten Ort, wo Vaterstolz und Mutterglück die Festfeier rüsten. Es gibt auf der deutschen Erde ungezählte Häuser, in denen tiefes Mutterleid heimisch ist  –  und erst noch viele solche, in denen weder Leid noch Lust mehr gedeiht, sondern Stumpfheit und Verhärtung die Gesichter formen.

Geht die Einladung, die uns zur Feier des Christus beruft, an ihnen vorbei?

Durch den, von dem Maria ihr Glück und ihr Leid empfing, hat Gott gesprochen  –  und sein Wort ist allen gesagt. Es spricht auch zu den Leidenden und hebt sie über ihr Leid empor, und so öffnet sich auch das Ohr der Harten und überwindet ihren Trotz.

Wo es aber eingekehrt ist, da tritt die Zusage Jesu in Kraft: „Selig, die Gottes Wort hören und es bewahren“.

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz


Algerischer Schriftsteller Sansal wird wegen seiner Israelreise in der arabischen Welt geächtet

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman will dem Schriftsteller Boualem Sansal zur Seite zu stehen. Dieser wird seit seiner Israel-Reise im Mai dieses Jahres von der arabischen Welt geächtet.

Am vergangenen Montag forderte Lieberman den französischen Außenminister Laurant Fabius bei einem Treffen in Paris auf, den Boykott gegen Sansal öffentlich anzuprangern, berichtet die israelische Tageszeitung Yediot Aharonot.

Die Boykottaktion hat auch bei französischen Intellektuellen und in den Medien für Furore gesorgt.

In einem Interview mit der französischen Tageszeitung Libération warf Sansal den arabischen Staaten Heuchelei vor.

„Einerseits sind sie nicht im Krieg mit Israel, aber haben verdeckte Beziehungen zu Israel. Auf der anderen Seite boykottieren sie ihn für seinen Israel-Besuch“, resümierte die Zeitung.

Der Schriftsteller bezeichnet den Dialog zwischen Israel und den arabischen Staaten als einzigen Weg zum Frieden. Sansal, der noch in Algerien lebt, hat nach eigenen Angaben seit der Reise erhebliche Probleme.

Er kämpfe „gegen tiefsitzenden Hass, als wäre die Israel-Reise die größte Sünde“, berichtet er gegenüber der französischen Zeitung. Dennoch bleibe er seiner geliebten Heimat treu und überlasse sie nicht der aktuellen Regierung, die das Land „ausgeraubt und zerstört“ habe.

Im Juli wurde Sansal für sein Werk „Rue Darwin“ der Literaturpreis „Editions Gillamard“ vom „Rat der arabischen Botschafter“ aberkannt. Dieser Preis war mit 15.000 Euro dotiert. Begründet wurde diese Entscheidung mit der Israel-Reise des Autors.

Als „Ausgleich“ hat ein Schweizer Bewunderer, der ungenannt bleiben will, dem Schriftsteller für seine Arbeit 10.000 Euro gespendet. Sansal spendete das Geld an die in Israel ansässige internationale Organisation „Save a Child‘s Heart“ (Rette ein Kinderherz), die lebensrettende Herzoperationen an palästinensischen Kindern sowie an Kindern aus der Dritten Welt vollzieht. Die gespendete Summe sei ihm zu hoch gewesen, erklärte er.

Gegenüber Yediot Aharonot erwähnte Sansal die neue Initiative „Schriftsteller für den Frieden“, die er mit dem israelischen Autor David Grossman vorantreiben wolle. Der Europäische Rat habe ihm bereits seine Unterstützung zugesichert. Zudem werde er mit Briefen, die den Beistand für die Initiative versprechen, nahezu „geflutet“.

Der Schriftsteller nahm im Mai am Schriftsteller-Kongress in Jerusalem teil. Die radikal-islamische Organsiation Hamas unterstellte ihm daraufhin Verrat am palästinensischen Volk und rief die arabische Welt zum gemeinsamen Boykott auf.

Quelle: wws.israelnetz.com


Bibel und Israel: In einem ehem. Palast wurden 3000 Jahre alte Krüge mit verbranntem Weizen entdeckt

Im Vorratskeller eines mehr als 3000 Jahre alten Palastes stießen Forscher auf vierzehn zerbrochene Krüge. Sie haben alle den gleichen Inhalt: verbrannten Weizen. Der Palast war bei einem Feuer zerstört worden. Davon berichtet sogar die Bibel.

Bei Ausgrabungen in Hazor im Norden Israels haben Archäologen der Hebräischen Universität und der Naturschutzbehörde vierzehn große zerbrochene Krüge gefüllt mit verbranntem Weizen gefunden. Nach Angaben der Archäologen ist der Weizen im Vorratskeller eines kanaanäischen Palastes aus dem 2. vorchristlichen Jahrtausend verbrannt worden.

Nach Sharon Zuckerman von der Hebräischen Universität hat das freigelegte Gebäude alle Merkmale eines königlichen Palastes. Zedernbalken gehören ebenso dazu wie fein gestaltete Basaltsteine. Der Palast sei im 13. Jahrhundert v. Chr. durch ein Feuer zerstört worden.

Forscher ziehen nun eine Verbindung zur biblischen Geschichte der Landnahme: Josua 11 berichtet, wie Josua den König von Hazor mit dem Schwert schlägt, „und Hazor verbrannte er im Feuer, denn Hazor war das Haupt aller dieser Königreiche“.

Hazor zählt neben Meggido und Massada zu den wichtigsten archäologischen Stätten Israels  – es gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Quelle: http://www.n-tv.de/wissen/fundsache/Verbrannter-Weizen-in-Kruegen-article6811176.html

Autor: Ulrich W. Sahm, Jerusalem


Der amerikanische Schauspieler Mark Wahlberg geht täglich zur Kirche

English: Mark Wahlberg at the 2011 Time 100 gala.

(Foto: Wikipedia)

Der mehrfach ausgezeichnete Sänger, Filmproduzent und Schauspieler Mark Wahlberg ist ein gläubiger katholischer Familienvater (vier Kinder), für den es wichtig ist, täglich in der Kirche bei der hl. Messe oder zum persönlichen Gebet zu verweilen. Dazu erklärt er in Interviews:

„Mir kommt es total albern vor, für materielle Dinge zu bitten, es geht im Leben doch um etwas viel Grösseres. Ich möchte Gott mit meinem Leben dienen, Gutes tun. Und auch meine Fehler wieder ein wenig gutmachen.“ 

Mark Wahlberg ist auch im Alltagsleben tief von seinem Glauben geprägt:

„Christsein ist der wichtigste Aspekt meines Lebens. Das Erste, was ich Morgens tue, ist: ich geh auf meine Knie und danke Gott.

Wann immer ich das Haus verlasse, lege ich einen kurzen Stopp in der Kirche ein. Meine Kinder sind manchmal schon ganz genervt und sagen ‚Ach, komm schon Papa, das dauert zu lang!‘  –  Aber ich sage dann: ‚Es sind nur zehn Minuten und ich brauche das.‘  – Und das ist wirklich so.

Wenn ich meinen Tag mit Gebet beginnen und meinen Focus auf Jesus setzen kann, weiss ich, ich mache das Richtige. Diese zehn Minuten helfen mir durch den ganzen Tag, egal, was mir in den Weg kommt.“

Der einst in Boston als jüngstes von neun Kindern geborene Schauspieler fügt hinzu:

„Ich bin einer der glücklichsten Menschen der Welt. Ich habe eine wunderbare Frau und tolle Kinder. Ich habe einen schönen Job. Aber glaubt mir, eine steile Karriere hilft einem weder, ruhig zu schlafen noch eines Tages in den Himmel zu kommen. Das Wichtigste für mich ist, ein guter Vater zu sein, ein guter Ehemann und ein guter Mensch, jemand der bereit ist, seinen Mitmenschen zu helfen  – so wie Jesus es getan hat.“

Quelle: http://www.jesus.ch