Amerikanischer Publizist: „Vorbild Deutschland – die mächtigste Nation im Zentrum Europas“

„Deutschland kann nicht länger den politischen Zwerg spielen“

Das Handelsblatt bringt in seiner jüngsten Ausgabe vom 29. Juli 2012 eine schwarz-rot-golden gestaltete Titelstory: „Vorbild Deutschland  – Was Amerika von Europas größer Volkswirtschaft lernen kann.“

Verfasser der ausführlichen, interessant zu lesenden Reportage ist Peter Ross Range, in den USA bekannt als Publizist und Deutschland-Experte, der unser Land immer wieder für längere Zeit vom Schwarzwald bis Flensburg besucht  – und nicht selten auch bewundert.

Der Amerikaner bezeichnet Deutschland inzwischen sogar als seine „zweite Heimat“.

Obgleich sein Blick auf die Bundesrepublik zwar wohlwollend, aber mitunter auch kritisch ist, würdigt er aufrichtig und sichtlich beeindruckt die enormen Leistungen der Deutschen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

Deutsche Qualitätsarbeit, der bodenständige und kompetente Mittelstand, vor allem das duale Ausbildungssystem (parallele Berufsausbildung in Schule und Betrieb) und das Organisationstalent hierzulande sind aus seiner Sicht die wichtigsten Ursachen dafür, daß „Deutschland zum politischen und ökonomischen Kraftzentrum Europas aufgestiegen“ ist, so der amerikanische Beobachter.

Ohne Umschweife erklärt der professionelle Deutschland-Experte, daß unserem Staat durch den natürlichen Lauf der Dinge eine „Führungsaufgabe“ in Europa zuwächse.

Entscheidend seien für Deutschlands „Identität“, so Peter Ross Range, die folgenden Grundsatzfragen:

„Was wird Deutschland, die neue, starke, wiederauflebende und mächtige Nation im Zentrum Europas, im 21. Jahrhundert sein? Wie kann es der „Big Boss“ sein, ohne dabei groß zu tun? Wie wird Deutschland Europa führen?“

Der Autor stellt also nicht die Frage, „ob“ unser Land Europa führen wird, sondern „wie“.

Der US-Publizist erklärt, daß ein gelassenes Selbstbewußtsein und ein vernünftiger Stolz der „deutsche Weg“ sein sollten:

„Uns geht es allen besser“, erläutert er, „wenn das neue Deutschland ein ruhiges Selbstbewußtsein zusammen mit einem realistischen Verständnis für die Bürden einer Führungsrolle entwickelt. Deutschland kann nicht länger den politischen Zwerg spielen.“

Der amerikanische Autor stellt abschließend fest:

„Langsam und unter Schmerzen nimmt Deutschland seine Führungsrolle an.“

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster



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