Neueste Medjugorje-„Botschaft“: Ist unser Glaube eine Sache des Gefühls…?

Heute enthielt der Info-Newsletter aus Medjugorje die sog. „Privatbotschaft der Muttergottes an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo vom 2. August 2012„.

Diese jüngste Medju-„Botschaft“ sei zunächst vollständig zitiert:

„Liebe Kinder! Ich bin mit euch und gebe nicht auf. Ich wünsche, euch mit meinem Sohn bekanntzumachen. Ich wünsche meine Kinder mit mir im ewigen Leben. Ich wünsche, dass ihr die Freude des Friedens verspürt und dass ihr das ewige Heil habt.

Ich bete, dass ihr die menschlichen Schwächen überwindet. Ich bitte meinen Sohn, dass Er euch reine Herzen schenke. Meine lieben Kinder, nur reine Herzen wissen, wie man das Kreuz aufnimmt, und wissen, wie man sich für all jene Sünder aufopfert, die den himmlischen Vater verletzt haben und die Ihn auch heute verletzen, Ihn aber nicht kennen gelernt haben.

Ich bete, dass ihr das Licht des wahren Glaubens erkennt, welches nur aus dem Gebet eines reinen Herzens kommt. Dann werden all jene, die in eurer Nähe sind, die Liebe meines Sohnes spüren. Betet für jene, die mein Sohn auserwählt hat, dass sie euch auf dem Weg zum Heil führen. Möge euer Mund für jedes Richten verschlossen sein. Ich danke euch.“

Wie so oft erkennen wir eine Reihe von Merkwürdigkeiten, zB. folgende:

1. Die „Gospa“ gibt also „nicht auf“  – was immer damit gemeint sein mag nach über 31 Jahre „Erscheinungen“. –  Sodann heißt es:Ich wünsche, euch mit meinem Sohn bekanntzumachen.“  – Dafür ist sicher kein visionäres Eingreifen des Himmels nötig, denn die Kirche macht die Menschen seit ca. 2000 Jahren mit Christus bekannt  –  und nicht nur das: durch die hl. Kommunion vereinigen sich die Gläubigen sogar mit IHM.

2. Sodann geht es darum, daß man sich „für all jene Sünder aufopfert„, die den „himmlischen Vater verletzen, Ihn aber nicht kennen gelernt haben„.  – Schlimmer sind doch wohl die Sünden jener Menschen, die Gott sehr wohl kennen (zumindest seine Existenz für wahr halten), aber dennoch schwer gegen ihn sündigen. 

Zudem fragt man sich bei diversen Aufforderungen, sich für diese oder jene „Sünder aufzuopfern“ immer wieder, was hier genau mit „Aufopfern“ gemeint ist  –  und warum dabei der gefährliche Eindruck erweckt wird, als seien immer die „anderen“ die bedauernswerten Sünder  – und nicht etwa erstmal jeder selber.  Also Vorsicht vor einer pharisäerhaften Einstellung im „frommen Gewande“ (das religiöse Mäntelchen hatten sich auch die Pharisäer zur Zeit Christi übergezogen: „Gott, ich danke DIR, daß ich nicht so bin wie jener….“).

3.  Das „Licht des wahren Glaubens“ entsteht keineswegs durch „das Gebet eines reinen Herzens„, so fromm und hochmoralisch das auch klingt; das Glaubenslicht ist eine Gnade Gottes und geht nicht vom Menschen und seiner „Großartigkeit“ aus; der wahre Glaube ist von Gott in Christus geoffenbart und wird von der Kirche gelehrt; er kommt nicht durch eines Menschen „reines Herz“, auch nicht durch dessen „Gebet“, denn dann wäre der „wahre Glaube“ ein religiöses Menschenwerk  –  er ist aber Gottes Werk!

4. Zudem  heißt es: „Dann werden all jene, die in eurer Nähe sind, die Liebe meines Sohnes spüren.“   –  Es ist völlig unwichtig, ob wir Christi Liebe „spüren“, da es in unserem Glaubensleben nicht auf Gefühle ankommt, sondern auf die Nachfolge Christi, die Einhaltung der göttlichen Gebote und die Werke der Nächstenliebe. Damit wir auf diesem guten Weg stark bleiben, müssen wir nichts „spüren“, benötigen wir keine besonderen Empfindungen, sondern vor allem die Sakramente der Kirche, also die übernatürliche Hilfe und Gnade von oben.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Kardinal Schönborn wirbt per Jubelbrief erneut für Medjugorje

Auch dieses Jahr hat der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn ein Grußwort nach Medjugorje zum dort veranstalteten „Jugendfestival“ gesandt; hier der volle Wortlaut:

„Den unzähligen Jugendlichen, die seit heute nach Medjugorje gekommen sind, sende ich meinen herzlichen Gruß und Segen.

Es erfüllt mich mit Freude und Bewunderung, dass Ihr alle die Mühe auf Euch nehmt, an diesen so heißen und abgelegenen Ort zu kommen, wo Euch kein Meeresstrand, kein Schwimmbad erwartet, aber wo eine Mutter auf Euch wartet, die Gospa, die jeden von Euch kennt und liebt. Sie sagt Euch wieder wie bei der Hochzeit von Kana: Tut was Er euch sagt!

Ich wünsche Euch die Erfahrung ihrer so liebevollen Nähe, die Freude der Versöhnung im Bußsakrament (ist nicht Medjugorje heute der größte Beichtstuhl Europas?) und eine wunderbare Zeit der Gemeinschaft in der Kirche, die lebendig ist und uns Heimat schenkt.

Ich wünsche Euch viele Gnaden der Bekehrung, der Heilung Eurer Wunden. Lasst Euch von der Gospa und ihrem Sohn senden zu vielen jungen Menschen!
Euer Kardinal Christoph Schönborn aus Wien.“

Die „Seher“ bezeichnen die Erscheinungs-„Madonna“ von Anfang an als „Gospa“. Der Kardinal schließt sich diesem Ausdruck an und verdeutlicht auch an anderen Stellen seines Grußworts, daß er von einer übernatürlichen Echtheit der dortigen Phänomene ausgeht.

Dies ist denkbar unangebracht, zumal angesichts der Tatsache, daß sich die für Medjugorje zuständigen Oberhirten (auch der gegenwärtig amtierende Bischof Peric) seit Jahrzehnten strikt gegen die Glaubwürdigkeit der Gospa-Erscheinungen wenden.

Auch Papst Benedikt hat Kardinal Schönborn bereits im Januar 2010 dringend zur Zurückhaltung in der Causa Medju ermahnt  – offenbar zwecklos, wie Schönborn immer wieder ungerührt demonstriert.

Der Erzbischof  von Wien mußte sich damals auf  Betreiben des Papstes sogar schriftlich beim zuständigen Ortsbischof Peric entschuldigen.  –  Näheres hier:

http://www.news4press.com/Kardinal-Schoenborn-entschuldigt-sich-bei_511283.html


Babyklappen und anonyme Geburt: im Zweifel für das Leben!

Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Die Diskussion um Babyklappen in Deutschland hat wieder an Fahrt aufgenommen. Die Familienministerin hat einen neuen Vorstoß gemacht, diese wenn möglich auslaufen zu lassen und anstatt der bislang rechtlich verbotenen, aber faktisch geduldeten, Anonymen Geburt eine „Vertrauliche Geburt“ gesetzlich einzuführen.

Meine Kolumne diese Woche mit der klaren Empfehlung: Anonyme Geburt endlich zu legalisieren und die Babyklappen beizubehalten.

Denn jedes lebende Kind ohne Namen ist allemal besser als ein totes Kind.

Hier ein Ausschnitt: „Ich bin froh, dass es Babyklappen gibt. Ich bin froh um jedes Kind, das dort abgegeben wird, anstatt ausgesetzt, im Müll oder in der Kühltruhe entsorgt zu werden. Weil es zumindest eine Chance bekommt. Eine Chance auf ein Leben. Weil es nicht grausam verhungert oder erfriert, sondern liebevoll umsorgt wird. Weil ich es in dieser Situation zweitrangig finde, ob ein Kind später weiß, wer seine Mutter oder gar seine Eltern sind, ob es Erbansprüche oder Unterhaltsansprüche hat. Wenn es nämlich alternativ stirbt, hat es gar nichts. Kein Leben, keinen Namen und vielleicht nicht einmal ein einsames Grab.“

Lesen Sie den ganzen Text hier:

http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11865-babyklappen-und-anonyme-geburt


CDL kritisiert Gesetzentwurf zur „Sterbehilfe“: Euthanasie durch die Hintertür

Verbot allein der gewerbsmäßigen „Sterbehilfe“ ist ein Irrweg

Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberger erhält zu Recht Kritik für ihren neuen Gesetzentwurf zum Verbot der gewerbsmäßigen Sterbehilfe; sie privatisiere damit die Euthanasie nach holländischem Vorbild, erklärt die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr, in einer aktuellen Pressemeldung (siehe Foto):

„Der von der Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag von 2009 vereinbarte Plan, ausschließlich die gewerbsmäßige Förderung eines Suizids durch einen neuen § 217 im Strafgesetzbuch zu verankern, ist spätestens jetzt klar als Irrweg erkennbar.

Während in Österreich jede Form der Mitwirkung am Suizid eindeutig unter Strafe gestellt ist, versucht nun die –  der FDP angehörende –  Bundesjustizministerin, die zugleich engagiertes Mitglied der ‚Humanistischen Union’ ist, mit dem in ihrem Hause überarbeiteten Referentenentwurf, die Sterbehilfe über die Hintertür durch deren Privatisierung alltäglich zu machen.

Der neue § 217 zielt zwar in seinem Absatz 1 formal auf ein Verbot gewerbsmäßiger Sterbehilfe, erlaubt aber im Gegenzug in dem neu hinzugekommenen Absatz  2 anderen Personen die aktive Mitwirkung am Suizid.

So soll künftig sogar der selbst nicht gewerbsmäßig handelnde Anstifter oder Gehilfe einer gewerbsmäßigen Suizidmitwirkung dann explizit straffrei bleiben, wenn es sich bei ihm um einen Angehörigen des Suizidenten oder eine ihm „nahestehende“ Person handelt. Das können dann auch Ärzte sein.

Es ist ein rechtspolitischer Skandal, wenn ausgerechnet in einem Gesetz, das auf den ersten Blick gegen die Sterbehilfe gerichtet zu sein scheint, erstmals Ärzten und Pflegekräften die Teilnahme an einer Suizidassistenz straffrei ermöglicht werden soll. D

„Schleichende Einführung einer straffreien Euthanasie in Deutschland“

Die Stoßrichtung der Bundesjustizministerin scheint klar: die schleichende Einführung einer privatisierten und straffreien Euthanasie in Deutschland.

Schon bislang ist die Mitwirkung am Suizid im Unterschied zur Tötung auf Verlangen in Deutschland völlig straffrei, sofern sie nicht von Mitgliedern von Berufen in Garantenstellung ausgeführt wird.

Laut einer Infratest-Umfrage von 2011 (im Auftrag der Stiftung ‚Ja zum Leben’) gehen derzeitig über 93 % der Bundesbürger noch davon aus, daß jede private Form der Beihilfe zum Suizid verboten sei. Tatsächlich ist sie bislang beispielsweise den Ärzten durch die Musterberufsordnung der Bundesärztekammer und die verbindlichen Berufsordnungen der meisten Landesärztekammern untersagt.

Auch die zahlreichen Vereine, die eine sogenannte Sterbehilfe gewähren, betrachten sich als gemeinnützig und sind somit offiziell nicht gewerbsmäßig tätig. Sie würden von dem neuen Gesetzentwurf in keiner Weise tangiert werden, sondern ihr ideelles Engagement gegen Zahlung von Vereinsgebühren ungebremst weiterführen können.

Damit würde verkehrt sich auch die öffentlich vorgetragene Intention der Bundesregierung verkehren, die gewerbsmäßige Beihilfe zum Suizid wirksam zu unterbinden.

Die Mitwirkung am Suizid eines Menschen ist jedoch keinesfalls eine humane Form der Sterbebegleitung.

Internationale Suizidexperten, unter anderem der Leiter des Nationalen Suizidpräventionsprogramms, Prof. Dr. Armin Schmidtke, weisen im Gegenteil seit langem darauf hin, daß insbesondere der zunehmende Alterssuizid in aller Regel mit einer diagnostizierbaren Depressionserkrankung verbunden ist, die der Therapie und Prävention zugänglich wäre.

Die Mitwirkung an der Selbsttötung ist daher kein ehrenwerter Akt der Unterstützung einer autonomen Selbstverwirklichung des Betroffenen, sondern im Gegenteil oftmals Ausdruck unterlassener Hilfeleistung gegenüber einem psychisch extrem belasteten Menschen.

Die deutlichen Proteste des Präsidenten der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, und des Gesundheitspolitischen Sprechers der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, Jens Spahn, zeigen, daß sie nicht bereit sind, zukünftig auch Ärzten die Rolle von ‚Sterbehelfern’ zuzuweisen  – und daß der Widerstand gegen das geplante Gesetz größer wird.

Durch das wachsende Angebot der Mitwirkung am Suizid wird der Druck auf viele verzweifelte, alte und kranke Menschen weiter ansteigen. Schon heute ist der Alterssuizid die häufigste Form der Selbsttötung.

Deshalb plädiert die CDL gemeinsam mit Mitgliedern des Bundesverbandes Lebensrecht für einen neuen § 217 StGB, der nach österreichischem Vorbild generell jede Form der aktiven Mitwirkung an der Selbsttötung unter Strafe stellt.

Entsprechend formulierte Vorschläge für einen Gesetzentwurf haben wir unsererseits dem Bundestag und der Bundesjustizministerin zugeleitet.

Die generelle Erlaubnis für alle Bürger, einschließlich Ärzten und Pflegepersonen, zur Mitwirkung am Suizid, wie sie jetzt geplant ist, würde einer neuen, privatisierten Form von Euthanasie Tür und Tor öffnen.

Der aktuelle Referentenentwurf bahnt planmäßig den Weg in eine staatlich lizenzierte Euthanasiegesellschaft. Der Schutz des menschlichen Lebens an seinem Ende würde durch die Realisierung dieses Entwurfs zur bloßen Fassade.

Er muß vor allem im Interesse Kranker hilfloser alter Menschen unbedingt verhindert werden.“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine selbständige Initiative in der CDU/CSU mit 5000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europa-Abgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

Christdemokraten für das Leben e.V.
– Bundesgeschäftsstelle –
Schlesienstr. 20
48167 Münster
Tel.: 0251 – 6 28 51 60
Fax: 0251 – 6 28 51 63
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: http://www.cdl-online.de


US-Experte: „Die duale Ausbildung ist Deutschlands großes Erfolgsgeheimnis“

Das Handelsblatt bringt in seiner jüngsten Ausgabe vom 29. Juli 2012 eine schwarz-rot-golden gestaltete Titelstory: „Vorbild Deutschland  – Was Amerika von Europas größer Volkswirtschaft lernen kann.“

Verfasser der ausführlichen, interessant zu lesenden Reportage ist Peter Ross Range, in den USA bekannt als Publizist und Deutschland-Experte, der unser Land immer wieder für längere Zeit vom Schwarzwald bis Flensburg besucht  – und nicht selten auch bewundert. Der Amerikaner bezeichnet Deutschland inzwischen als „zweite Heimat“.

Obgleich sein Blick auf unser Land zwar wohlwollend, aber durchaus nicht unkritisch ist, würdigt er  – sichtlich beeindruckt  – die enormen Leistungen der Deutschen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart.

Neben dem deutschen Organisationstalent und dem bodenständigen Mittelstand bewundert er vor allem das deutsche Ausbildungssystem mit Berufsschule und praktischer Lehre; hierzu schreibt er:

„Was mich auf meiner Deutschlandreise am meisten beeindruckt hat, ist das duale Ausbildungssystem. Wenn der Mittelstand Deutschlands wirtrschaftliches Rückgrat ist, so ist sein großes Ergolgsgeheimmis seine einzigartige, meist dreijährige Kombination aus einer Ausbildung im Betrieb (in 344 verschiedenen Berufen!) und der Unterweisung sowohl in gesellschaftlich-humanitären als auch in technischen Fächern in der Berufsschule.

Mit seinen Wurzeln im mittelalterlichern Handwerkslehrsystem hat das duale Bildungssystem die deutsche Industrie mit einem verlässlichen Strom an gut ausgebildeten, hochmotivierten Arbeitern versorgt. Der jährliche Ausstoß von mehren hunderttausend Fachleuten macht Deutschland seinen amerikanischen und anderen Konkurrenten weit überlegen.

Während das restliche Europa und die Vereinigten Staaten mit alarmierender Jugendarbeitslosigkeit kämpfen, beträgt Deutschlands Quote nur 7,9 Prozent. Die von Frankreich ist mehr als doppelt so hoch hoch. Spanien und Griechenland ringen nach Luft mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent.

Da ist es kein Wunder, dass der spanische Bildungsminister kürzlich einen Vorvertrag über die Einführung des deutschen Modells in Spanien mit der deutschen Bildungsministerin Annette Schwavan geschlossen hat. „


Ausschreibung des Schutzengel-Preises 2012 durch „Kinderschutz mal anders“

Pressemitteilung des Pro-Kind-Hauses:

Die Initiative des Pro-Kind-Hauses „Kinderschutz mal anders“ verleiht auf ihrer ersten interdisziplinären Fachtagung den „Schutzengelpreis 2012“. Das Preisgeld beträgt 1000 Euro.

Der „Schutzengelpreis 2012“ möchte Menschen belohnen und unterstützen, die mehr machen möchten, und unterstützt Menschen, die die Initiative ergreifen!

Kinder vor Gewalt und Vernachlässigung zu schützen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die ein systematisches Zusammenwirken aller beteiligten Berufsgruppen, Institutionen und Organisationen erfordert.

Unsere Fachtagung will sich vor allem der Frage widmen, welche Möglichkeiten passgenauer, funktionierender Intervention und vorausschauender Prävention bestehen, um Kindern und Jugendlichen effektiven Schutz und adäquate Hilfen zu gewähren.

Inhalte und Ziele der Fachtagung sind es, neue lösungsorientierte Entwicklungsprozesse zum Vorteil von Kindern und Jugendlichen zu finden, interdisziplinäre Kooperationsmöglichkeiten zu erkennen und zu fördern, erfolgreiche Maßnahmen zur Prävention aus der Praxis zu präsentieren, kreative, handlungsorientierte Methoden zur Stärkung der Interessen von Kindern und Jugendlichen vorzustellen, um deren Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und die Verleihung des „Schutzengelpreises“ der Initiative „Kinderschutz mal anders“ des Pro-Kind-Hauses, der besonderes Engagement für Kinder auszeichnet

Preisträger des „Schutzengelpreises 2012“ können Personen, Institutionen/Initiativen, Vereine und Unternehmen sein, die sich für den Kinderschutz engagieren.

Die Jury im Jahr 2012 besteht aus:
Georg Ilskens (Geschäftsführer der Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter bei der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld),
Andreas Hornung (Richter am OLG Hamm),
Oliver Ostmann (Landesvorsitzender 2012, Wirtschaftsjunioren NRW),
Maria Beckmann-Junge (stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Paderborn, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses Kreis. Paderborn)
und Birgit Kaufhold (Inhaberin des Pro-Kind-Hauses „Schutzengel für Kinder“).

Die Jury trifft sich in diesem Jahr zur endgültigen Entscheidung über den Preisträger am 27.8.2012.

Bewerbungen an das Pro-Kind-Haus bis zum 25.8.2012 werden berücksichtigt.

Selbstverständliche können auch Preisträger empfohlen werden!

Flyer zur Fachtagung unter: http://www.kinderschutz-mal-anders.de/images/Startseite/FINAL_Flyer_Kinderschutz_blau.pdf

Näheres zur Initiative des Pro-Kind-Hauses: http://www.kinderschutz-mal-anders.de

 


BÄK-Präsident Frank Montgomery: „Ärzte sind keine Sterbehelfer“

„Ein Stück aus dem Tollhaus“

Stellungnahme des Präsidenten der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, zum Referenten-Entwurf des Bundesjustizministeriums, wonach Mediziner und Pflegekräfte bei Suizidhilfe straffrei bleiben sollen:

„Das ist schon ein Stück aus dem Tollhaus. Erst soll die gewerbsmäßige Sterbehilfe verboten werden und dann will das Justizministerium die gesetzlichen Grundlagen für Ärzte als Sterbehelfer schaffen.

Aber unsere Position ist klar, als Sterbehelfer stehen wir Ärzte nicht zur Verfügung.

Ärztinnen und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen aber verboten, Patienten auf deren Verlangen zu töten und sie dürfen auch keine Hilfe zur Selbsttötung leisten.

Das ist in der Muster-Berufsordnung für die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland klar geregelt und findet sich so auch in den Berufsordnungen der Ärztekammern wieder. Diese sind nach den Heilberufegesetzen den Bundesländern unterstellt.

Wenn das Bundesjustizministerium nun in dem jüngsten Referentenentwurf meint, diese Länderzuständigkeit über ein Bundesgesetz aushebeln zu können, ist es schlecht beraten.

Warum das Justizministerium grundlegende medizin-ethische Werte in Frage stellt, Kompetenzen der Bundesländer ignoriert und einen Koalitionsstreit als Sommertheater inszeniert, bleibt unverständlich.“