Tomaten sind außergewöhnlich gesund – und gut für die Haut und die Figur

Das meist gekaufte Gemüse der Deutschen, die wohlschmeckende Tomate, enthält nicht nur jede Menge Vitamine und Mineralien, sondern auch viele weitere, für die Gesundheit wichtige Nährstoffe.
Allen voran der sekundäre Pflanzenstoff Lykopin. Er wirkt wahre Wunder – besonders für die Haut. Mit einem Glas Tomatensaft kann man seiner Haut bereits beim Frühstück etwas Gutes tun und den körpereigenen Schutz gegen gefährliche UV-Strahlen der Sonne erhöhen.

Lykopin ist der Farbstoff, der für die gesunde Röte der Tomaten verantwortlich ist. Er zählt zu den Carotinoiden, die Pflanzen vor der Sonne schützen. Da der Körper Lykopin nicht selbst herstellen kann, muß es über die Nahrung aufgenommen werden. Am besten immer mit ein wenig Öl, denn: Der Körper kann den Wirkstoff besser in Verbindung mit Fett aufnehmen.

Reife Tomaten haben einen sehr hohen Anteil an Lykopin: Pro 100 g Frucht ca. 3,9 bis 5,6 mg. Werden die Tomaten erwärmt und konzentriert, steigt der Anteil weiter an.

In mehreren Studien wurde belegt, daß die Aufnahme von Lykopin durch den Verzehr von Tomaten einen Basisschutz vor Sonnenbrand bewirken kann. Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf wiesen nach, daß Teilnehmer, die 12 Wochen lang täglich 40 Gramm Tomatenmark mit etwas Öl zu sich nahmen, einen körperlichen Lichtschutzfaktor zwischen zwei und drei aufbauen konnten.

Damit kann die Tomate Sonnenmilch zwar nicht ersetzen, der Schutz durch Lykopin wirkt aber systemisch und hilft dem Körper, die Belastung der Haut durch Sonnenstrahlen besser abzuwehren.

Darüber hinaus ist Lykopin ein natürliches Antioxidans, das gegen freie Radikale wirkt. Im Körper macht es Verbindungen unschädlich, die für Sonnenbrand und Faltenbildung mitverantwortlich sind. Indem sie freie Radikale abfangen, schützen Carotinoide wie Lykopin die Haut und bremsen die Bildung von Knitterfältchen:

„Karotten und Tomaten glätten die Haut“, so Dr. Michaela Axt-Gadermann in ihrem Buch „Skin Food“ über die Schönheit von innen.

Tomaten helfen aber auch beim Abnehmen, denn die hohen Mengen an Magnesium und Vitamin C fördern den Stoffwechsel und den Fettabbau. Eine mittelgroße Tomate liefert fast 40 mg Vitamin C, was allein etwa 50 Prozent des Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen entspricht. Dabei enthält sie nur 18 Kalorien. Kein Wunder, völlig unabhängig vom Aroma liegt der gesunde Wasseranteil bei 95 Prozent.

Die Ballaststoffe der Tomate, speziell Haut und Kerne, bereichern und erleichtern jede Art von Diät, da sie sättigen und die Verdauung fördern. Außerdem: „Die in der Tomate enthaltenen Bitterstoffe zügeln den Appetit und sorgen für eine gute Fettverdauung, indem sie die Leber anregen, Gallenflüssigkeit zu produzieren“, weiß Ökotrophologin Dr. Brigitte Bäuerlein.

Unter http://www.tomateninfo.de oder beim Informationsbüro Tomate in Essen können sich Verbraucher, Journalisten und Fachleute weiter informieren. Dort stehen auch leckere Tomaten-Rezepte zur Verfügung.

Quelle: Informationsbüro Tomate (ots)


Die ZEIT über das Tabu Abtreibung und die Folgen: „Das hinterläßt Spuren“

Das zweite Opfer einer Abtreibung ist immer die Frau

Unter dem Titel „Tabu Abtreibung“ veröffentlichte die linksliberale Wochenzeitung ZEIT(-online) vom 3.8.2012 einen  – für ihre Verhältnisse – erstaunlich kritischen Artikel über Abtreibung und ihre seelischen Folgen für betroffene Frauen.

Schon eingangs wird festgestellt:  „Schwangerschaftsabbrüche sind zwar möglich, aber längst nicht unproblematisch. Denn viele Frauen lassen der Trauer keinen Raum. Sie fühlen sich schuldig und allein.

Die Redaktion berichtet von einer Susanne M., die vor sechs Jahren ihr Kind abtreiben ließ und wenig später in einer Art Panikattacke einen Selbstmordversuch unternahm.  Auch danach litt die junge Frau unter ihrer Entscheidung: 

„Es ist ein kleiner Eingriff mit großen Folgen. Ich habe mich nach dem Abbruch sehr verändert. Ich hatte über Jahre Schlafstörungen, weinte aus heiterem Himmel, lebte wie ein Roboter.“

Zudem heißt es in dem Artikel der ZEIT:

„Ein weiteres Problem ist, dass nach dem Abbruch die Frauen und Männer meist allein mit ihrer Entscheidung sind. Abtreibungen sind legal, und doch spricht fast niemand öffentlich darüber. Über Todesfälle in der Familie können Hinterbliebene reden. Für Eltern, die eine Fehl- oder Totgeburt erlebt haben, gibt es Hilfsgruppen. Gruppen für Abtreibungen gibt es so gut wie nicht. Und die, die existieren, werden kaum angenommen.“

Eine Betroffene schildert ihr Dilemma:

„Meine Kinder haben mich danach immer wieder gefragt: Mama warum weinst Du? Ich konnte es ihnen nicht sagen“, berichtet sie. Erst der Kontakt zu anderen betroffenen Frauen in einem Verein, der Menschen zusammenbringt, die abgetrieben haben, bot ihr den Austausch, den sie brauchte.

Die Redaktion verlinkt in diesem Abschnitt sogar direkt zur Selbsthilfegruppe RAHEL, einer Initiative abtreibungsgeschädigter Frauen, die seit Jahrzehnten vor Abtreibungen warnt.

Am Schluß kommt nochmal Susanne M. zu Wort: 

„Es ist etwas anderes als eine Fehlgeburt, ich habe die Entscheidung getroffen, ich habe Schuld am Tod meines Kindes“.

Die ZEIT fügt hinzu:

„Auch andere Frauen fühlen sich so nach der Abtreibung schuldig, viele schweigen deshalb. Susanne M. redet heute öffentlich über ihren Abbruch und engagiert sich dafür, dass auch in Schulen über das Thema gesprochen wird. „Abtreibungen gibt es überall, in jeder Schicht, in jeder Altersgruppe, in jeder Religion. Sie hinterlässt immer Spuren.“

Felizitas Küble

Foto:  CDL, Mechthild Löhr


Symbolgeschichte: WO der HIMMEL die ERDE berührt

Vor  langer Zeit lebte in einem Kloster ein Mönch, der mit großem Fleiß Theologie studierte. Als er alle Werke der frommen Kirchenlehrer und die ganze Bibel durchforscht  hatte, begann er weiter, in alten Schriften zu lesen und sein Wissen zu erweitern.

Eines Tages fand er in einem Buch die Stelle, die er schon lange gesucht hatte. Er las nämlich, daß  es irgendwo auf der Welt einen Ort gibt, wo Himmel und Erde sich berühren. Dort könne man eine Tür entdecken, die sich beim  Anklopfen von selber öffnet   –   und dann befinde man sich mitten im Himmel bei Gott, dem Herrn.

Sogleich erbat sich der Mönch von seinem Abt die Erlaubnis, diese Stelle zu suchen. Vergeblich wollte der alte Abt dem jungen Mönch dies Vorhaben ausreden. Gott sei überall, erklärte er ihm  –   und er könne dem Ewigen daher auch  überall auf Erden dienen. Der Weg zum Himmel sei  für alle Menschen und auch für jeden Mönch weit und beschwerlich.

Aber der Klosterbruder blieb bei seinem Plan und bat den Abt um seinen Reisesegen  –  und so ließ der Klostervorsteher seinen begabtesten und klügsten Mönch schweren Herzens ziehen. Dieser dankte dem Abt für alle Hilfe und versprach ihm, sobald wie möglich von seiner Fahrt zu berichten.

Der Mönch machte sich auf die Reise und besuchte alle Klöster und Bibliotheken, um nach seinem Ziel zu forschen. Es wurde Herbst und Winter  –  und die Reise immer beschwerlicher. Oft sah er sich von wilden Tieren oder bösen Menschen bedroht, aber sein Wanderbeutel enthielt keine Dukaten  –  und so ließ man ihn laufen.

Oft wollte der Ordensbruder schon in sein Kloster zurückkehren, aber er  glaubte weiterhin an den himmlischen Ort mit der geheimnisvollen Tür. Wieder wurde es Frühling und Sommer, er litt Hunger und Durst bei seinen Wegen über hohe Berge und durch tiefe Wälder.

Als  der Mönch eines Tages wieder ganz  verzweifelt war, folgte er erschöpft der Spur von Waldtieren: sie führte ihn immer tiefer in den Wald und endete auf einer großen Lichtung. Dieser Ort war so  herrlich inmitten der rauhen Bäume, daß ihn ein erhabenes Gefühl  erfüllte.

Ob hier das Ziel  seiner Reise sein könnte?  Schöner hat er nie ein Stück Erde gesehen!  Himmlische Stille und Harmonie lagen auf diesem von der Sonne so warm beschienen Ort. Zitternd vor Erwartung umschritt der Mönch diese Stätte des Friedens. Da hörte er das Plätschern eines Baches. Er entdeckte den Bach und ging an seinem Ufer entlang.

Das Wasser sprang von den Felsen herab, die glatt und warm in der Sonne lagen. Der Mönch kniete nieder und dankte Gott für die Schönheit der Schöpfung und den Trunk des frischen und klaren Wassers.  –   Als er aufschaute, fanden seine  Augen  nicht weit über dem Platz, wo er kniete, eine dunkle Stelle zwischen blühendem Gebüsch.

Geheimnisvoll faszinierteilte der Pilger, der den Himmel suchte, die kurze Strecke  bergauf.

Was er ahnte, wurde Gewißheit: die dunkle Stelle war eine Türe aus schwarzem, festem Holz. Der Mönch kniete freudig erschrocken  nieder  und bat Gott um Nachsicht für seine Neugier.

Dann nahm er allen Mut zusammen und klopfte dreimal feierlich an. Langsam öffnete sich die Tür. Zitternd tastete sich der Mönch aus der gleißenden Helle des Tages in dunklen Raum. Er betete und dankte Gott für die Erfüllung seiner Sehnsucht.

Wie lange er da gestanden und gebetet hatte, wußte er später nicht  mehr zu sagen. Als seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten und er sich genauer umschaute, erkannte der Mönch zu seinem fassungslosen Erstaunen den Ort: er stand inmitten seiner alten Klosterzelle!

Er drehte  sich um, aber er fand keine Tür, geschweige die Felsen, den Bach, die Waldlichtung. Alles war so wie in seiner kleinen Behausung, als habe er sie nie verlassen: dort das Bett, der frisch gefüllte Wasserkrug und die Schüssel, das Stehpult mit der aufgeschlagenen Bibel; hier seine Kniebank mit dem geliebten Kreuz, das er damals beim Eintritt aus seiner Heimat  mitgebracht hatte.     

Er kniete sich auf seine  Gebetsbank  und bat  Gott  um Vergebung für seine dumme und unnütze Reise. Der Mönch erkannte  jetzt, daß  unser ganzes irdisches Leben eine Wanderung zu Gott ist, ein Pilgerweg in die Ewigkeit.

Der Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren, ist immer dort, wo Gott uns hingestellt hat; dort, wo wir dem Höchsten am besten dienen können, ist diese geheimnisvolle Stätte.

FOTOs: Dr. Bernd F. Pelz

 



Regensburg: Übergabe eines neuen Anna-Schäffer-Films an den Diözesanadministrator

 

Domvikar Thomas Pinzer überreichte an Diözesanadministrator Dr. Wilhelm Gegenfurtner ein erstes Exemplar der Anna-Schäffer-DVD.  –  Mit dabei: Silke Jäger von der Katholischen Fernsehredaktion des Bistums, die den Film u.a. produzierte

Domvikar Thomas Pinzer hat am gestrigen Freitagnachmittag den neuen Film über die künftige Heilige Anna Schäffer als DVD an Diözesanadministrator Dompropst Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner übergeben.

Der Domvikar, Stellvertretender Leiter des Bischöflichen Seelsorgeamtes Regensburg, ist Mitglied der Steuerungsgruppe zur pastoralen Vorbereitung der Heiligsprechung der seligen Anna Schäffer.

Der 27-minütige Film, der Dokumentarisches mit szenischen Teilen verbindet, ist der offizielle Film des Bistums Regensburg anläßlich der Heiligsprechung der Anna Schäffer aus Mindelstetten. Sein Titel lautet „Anna Schäffer. Leben und Bedeutung einer Heiligen“.

Anwesend bei der Übergabe war auch Silke Jäger, Mitarbeiterin der Medienabteilung des Bistums, in deren Händen der größte Teil der Produktion ruhte.

Papst Benedikt XVI. wird die Heiligsprechung am 21. Oktober in Rom vornehmen. Die DVD ist zur Vorbereitung auf das einmalige Ereignis in den Pfarreien, Schulen sowie in der Verbands- und Bildungsarbeit vorgesehen.

Prälat Gegenfurtner sagte, schon zu Lebzeiten habe Anna Schäffer durch ihre Gespräche und Korrespondenz vielen Menschen Trost gespendet und segensreich gewirkt. Die Beschäftigung mit ihrem Leben könne auch heute für viele Menschen trostreich sein. Außerdem sei sie eine besondere Fürsprecherin für die Anliegen im gesamten Bistum Regensburg.

Das Dienstmädchen Anna Schäffer (1882-1925) aus Mindelstetten bei Neustadt/Donau verbrühte im Alter von fast 19 Jahren bei einem Arbeitsunfall ihre Beine in kochender Seifenlauge. Damit begann ihr Leidensschicksal, das sie 25 Jahre des Lebens mit schweren Schmerzen ans Krankenbett fesselte. Sie verzweifelte nicht, sondern sah ihre Lebenserfüllung in der Suche nach Gott.

Der Film zeigt neben den wichtigsten Lebensstationen die Bedeutung von Anna Schäffer für heute. Papst Johannes Paul II. würdigte sie anläßlich ihrer Seligsprechung am 7. März 1999 als Frau der Hoffnung, die erkannt habe, daß „Krankheit und Schwäche die Zeilen sein können, auf denen Gott sein Evangelium schreibt“.

Die DVD kann bei der AV-Medienzentrale der Diözese kostenlos entliehen werden. Bestellungen sind telefonisch möglich unter 0941/597-1604 (ab dem 27. August unter 0941/597-2251 oder –2254).

Nach der Heiligsprechung im Oktober wird die DVD um die Dokumentation der Feierlichkeiten in Rom erweitert und kann dann als Kauf-DVD erworben werden.

Weitere Infos über die Heiligsprechung der seligen Anna Schäffer sowie der diözesanen Pilgerreise nach Rom finden Sie unter www.annaschaeffer.de

Kontakt-Daten:
Jakob Schötz

stellvertretender Leiter / Pressesprecher
Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg


Neue Studie bestätigt Psycho-Schäden bei Kita-Betreuung

Von Birgit Kelle (Leiterin von Frau 2000plus)

Eine neue Studie aus der Schweiz bestätigt die bereits vielzitierte Langzeit-NICHD-Studie aus den USA. Auch die Schweizer Untersuchung ist eine Langzeitstudie, daran fehlt es beispielsweise in Deutschland  –  über die Gründe darf gerne spekuliert werden.

Hier die Ergebnisse:

„Kinder, die in den ersten sieben Lebensjahren außerfamiliär in Gruppen betreut wurden, weisen mehr Problemverhalten auf“, fasst Averdijk zusammen.

Der Zusammenhang sei nicht überwältigend groß, zeige sich aber in den vier Punkten «Aggression», «Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS», «nichtaggressives Problemverhalten wie Lügen und Stehlen» sowie «Angst und Depression».

Immerhin: «Das Problemverhalten schwächt sich mit den Jahren ab, bei elfjährigen Kindern ist es nicht mehr feststellbar», sagt ETH-Forscherin Averdijk. Das ist beruhigend, aber vielleicht trügerisch:

Ein paar Jahre später, so zeigen Jay Belskys Studien, also bei 15-jährigen Jugendlichen, machen sich die negativen Auswirkungen wieder verstärkt bemerkbar.

Belsky vermutet, dass die früheren problematischen Verhaltensmuster mit dem Eintritt in die Pubertät wieder aktiviert werden und einen Einfluss auf das Risikoverhalten und die Impulsivität haben. Dieser Negativ-Effekt wird nicht aufgehoben durch den leichten Vorsprung an kognitiven Fähigkeiten.“

Man fragt sich, wie viele es Studien es erst noch geben muss, bis man auch in Deutschland zur Kenntnis nimmt, dass es Risiken gibt bei früher Fremdbetreuung.

Und wie lange muss es dann noch dauern, bis man endlich anerkennt, dass es dann vielleicht sinnvoll wäre, die Erziehung zu Hause bei den Eltern zumindest gleichwertig finanziell zu fördern – wenn nicht sogar zu favorisieren.

Ich fürchte, darauf müssen wir noch lange warten.

Hier der betreffende Artikel aus der Schweizer Zeitung Der Sonntag:
http://www.sonntagonline.ch/ressort/aktuell/2102/

 


SOS-Birken retten eine im Wald verirrte Familie in Sibirien

In Sibirien ist eine dreiköpfige Familie nach fünf Tagen aus einem Wald gerettet worden. Ein Paar und ihr 20-jähriger Sohn wollten in der sibirischen Region Tomsk über das Wochenende Beeren sammeln gehen. Nachdem sie sich verirrt hatten, erkannte die Familie, daß eine Rettung nur noch aus der Luft kommen konnte.

Dazu „fällte die Familie Birken und legte mit Hilfe der weißen Stämme das Wort `SOS` in russischer Sprache“, sagte ein Ministeriumssprecher und fügte hinzu, daß „sie sich von Beeren und Tannenzapfen-Gebräu ernähren mußten, um zu überleben.“

Ein Hubschrauberpilot bemerkte den Hilferuf am Dienstag und rettete die Familie.

dts-Nachrichtenagentur


CSU-Politiker kritisieren Europäische Zentralbank EZB und Mario Draghi

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, kritisiert und ihm vorgeworfen, die EZB für italienische Interessen zu mißbrauchen.

„Es ist auffällig, dass Draghi immer dann aktiv wird und über die EZB Staatsanleihen kaufen will, wenn es in Italien mal wieder eng wird“, sagte Dobrindt dem Berliner Tagesspiegel.

Die EZB und ihr Präsident Draghi hatten sich am vorigen Donnerstag grundsätzlich zu weiteren Stützungsmaßnahmen für finanziell angeschlagene Eurostaaten bereit erklärt.

Der Chef der CSU-Mittelstands-Union, Hans Michelbach, hält vor dem Hintergrund der eskalierenden Schuldenkrise eine Neuausrichtung der Europäischen Zentralbank für nötig.
„Der EZB-Rat weist einen grundlegenden Konstruktionsfehler auf, der dringend beseitigt werden muss“, sagte Michelbach dem Handelsblatt-Online: „Das Stimmgewicht der einzelnen nationalen Notenbanken im EZB-Rat muss dem jeweiligen nationalen Haftungsanteil entsprechen.“

Außerdem sei eine Sperrminorität notwendig, wie sie in jeder Kapitalgesellschaft üblich sei. „Die jüngsten Entwicklungen machen diese grundsätzliche Neukonstruktion der Beschlussgremien der EZB dringend erforderlich“, unterstrich der Sprecher des CSU-Wirtschaftsflügels.

Nach den Vorstellungen Michelbachs sollen der EZB auch Ankäufe von Staatsanleihen ausdrücklich untersagt werden:

„Die Notenbank unter der Führung von Mario Draghi versucht mit immer abenteuerlicheren Windungen, das Verbot der Staatsfinanzierung auszuhebeln, um ihre Möglichkeiten zu Staatsschuldenfinanzierung in Südeuropa zu missbrauchen“, sagte der CSU-Politiker: „Das schädigt dauerhaft das Ansehen und das Vertrauen in die Notenbank und untergräbt ihre Unabhängigkeit.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur