Grausig: 17.000 Pillen aus abgetriebenen Babys in Südkorea entdeckt

Einen grausamen Fund machten Zollbeamte in Südkorea. Insgesamt 17.000 Kapseln stellten sie in den vergangenen zehn Monaten sicher, die aus dem kommunistischen Rot-China eingeschmuggelt werden sollten, das mit seiner rigorosen „1-Kind-Politik“ vielfach sogar Zwangsabtreibungen durchführt.

Inhalt der Pillen war getrocknetes, pulverisiertes Menschenfleisch von abgetriebenen Babys und sonstigen toten Kindern.

Südkoreaner bezahlen pro Kapsel 27 Euro; sie erhoffen sich dadurch eine Steigerung ihres Leistungsvermögens und die Heilung von Krankheiten.

Unterdessen warnte die südkoreanische Behörde vor den Kapseln, die aufgrund ihrer gefährlichen Substanzen  – etwa Bakterien  –  tödliche Wirkungen haben könnten.

Quelle: CDL-aktuell Nr. 2/2012

 


Kauder: Kirchen sollen sich stärker gegen einseitige Kita-Förderung aussprechen

Gegen eine Verunglimpfung von Familien, die ihre kleinen Kinder zu Hause erziehen, hat sich der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, gewandt. In einem Vortrag während der evangelikalen Allianzkonferenz in Bad Blankenburg kritisierte er, daß in der Öffentlichkeit hauptsächlich die Betreuung in Kindertagesstätten und –krippen als das einzig richtige Modell dargestellt werde.

Es sei nicht hinnehmbar, daß das geplante Betreuungsgeld für Frauen, die um ihrer Kinder willen auf die Ausübung eines Berufs verzichten, als Herdprämie verspottet werde. „Dagegen müssen wir uns wehren“, sagte Kauder.

Seiner Ansicht nach sollte von den Kirchen mehr Widerspruch gegen eine einseitige Förderung von außerfamiliärer Erziehung kommen.

Quelle: www.idea.de


Philippinen: Katholischer Massenprotest gegen staatliche Sexkunde und Verhütungs-Politik

Zehntausende Katholiken haben am gestrigen Samstag auf den Philippinen gegen einen Gesetzentwurf  protestiert, der  Sexualaufklärung als Pflichtveranstaltung an Schulen sowie kostenlose staatliche Bereitstellung künstlicher Verhütungsmitteln einführen will.

Angeführt von Priestern und Ordensleuten fand die zentrale Kundgebung der Philippinischen Bischofskonferenz  in der Hauptstadt Manila statt. In seiner Botschaft an die Demonstranten bezeichnete Erzbischof Socrates Villegas die Korruption als das größte Problem der Philippinen, das durch den Gesetzentwurf nur verschlimmert werde.

„Der Einsatz von Mitteln der Regierung und der Steuerzahler für Verhütungspillen ist Korruption“, erklärte Villegas laut Nachrichtenportal der Bischofskonferenz. Das umstrittene „Gesetz über reproduktive Gesundheit“  will der schulischen Sexkunde sowie der kostenlosen Abgabe vonVerhütungsmitteln durch staatliche Gesundheitseinrichtungen den Weg ebnen.

Voraussichtlich am kommenden Dienstag wird das philippinische Repräsentantenhaus darüber abstimmen. Dessen Zustimmung gilt als wahrscheinlich, weil Präsident Benigno Aquino im Repräsentantenhaus über die Mehrheit verfügt. Im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments, dominieren jedoch die Gegner einer Neuregelung. 

Am Tag vor der Massenkundgebung hatte der Direktor der bischöflichen Familien-Kommission, Pater Melvin Castro, mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehenden Parlamentswahlen die „Macht der katholischen Wähler“ hervorgehoben. Die Kirche werde alles daran setzen, damit die Befürworter des Gesetzentwurfs abgewählt würden.

Quelle: Radio Vatikan


Syrien: Christen wären nach Sturz von Assads Verfolgung bedroht

Ein rasches Ende des Flüchtlingsdramas in Syrien ist aus Sicht der deutschen Caritas nicht in Sicht. Leider sei „ein Szenario wahrscheinlich, wonach selbst nach einem Kampfende keineswegs mit einer raschen Stabilisierung und einem belastbaren Frieden im gesamten Land zu rechnen ist“.

In einer besonders unsicheren und schwierigen Situation befinden sich nach Caritas-Einschätzung die syrischen Christen: Ihnen würden Sympathien mit der Assad-Regierung vorgeworfen. (In Wirklichkeit halten sie das gegenwärtige Regime  lediglich für das „kleinere Übel“ im Vergleich zu einem totalitären System des Islamismus  – und dies zu Recht.)

Im Falle eines Sturzes von Assad wären die dortigen Christen von Übergriffen und Verfolgung bedroht. 

Quelle: Radio Vatikan


Gebet, Pflichtgefühl und Disziplin senken Alzheimer-Risiko – Fernsehen erhöht es

1.) Wer regelmäßig betet, senkt um 50% das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Das ergab jetzt eine amerikanisch-israelische Studie. Das Gebet wirkt besonders bei Frauen sehr positiv.

Prof. Yakir Kaufmann, Leiter der neuropsychiatrischen Abteilung des Herzog-Krankenhauses in Jerusalem, sagte hierzu: „Wir haben bei Menschen mit hohem, geistigen Wohlbefinden ein deutlich langsameres Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit festgestellt!“

Quelle (englischsprachig):  http://nocamels.com/2012/08/study-shows-prayer-tied-to-prevention-of-alzheimers/

2.) Eine amerikanische Studie an ca 1000 Ordensleuten hat überdies gezeigt, daß ausgeprägtes Pflichtgefühl und starke Selbstdisziplin das Alzheimer-Risiko ebenfalls erheblich senken:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/gehirn/news/alzheimer_aid_134580.html

3.)  Mehrere Untersuchungen  haben zudem nachgewiesen, daß die Gefahr von Alzheimer bei jenen Leuten ansteigt, die in ihrem Leben viel „geglotzt“  haben.

Während das Lesen geistig positiv wirkt, ist dies bei der Mattscheibe anders. Also stimmt der bewährte Spruch: „Lesen bildet, Fernsehen berieselt.“

Durch Fernsehen wird das Gehirn keineswegs aktiviert, sondern vielmehr eher in eine Art Trance versetzt, wie das Ergebnis einer Studie festhält:  „Wenn man fernsieht, dann kann man sich in einem halbbewussten Zustand befinden, bei dem man nichts lernt.“

Näheres hier: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Fernsehen-foerdert-Alzheimer-Erkrankung-41861.html

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster


Programmatische Predigt von Erzbischof Müller über Glaube, Kirche, Priestertum

Am 17. Juni 2012 hielt  Bischof Dr. Gerhard Ludwig Müller anläßlich des Wallfahrtsfestes zu den „Drei elenden Heiligen“ in Griesstetten (Oberpfalz) eine grundsätzliche Predigt, die wesentliche Glaubens- und Sittenlehren aufzeigt.

Etwa zwei Wochen später wurde der Regensburger Oberhirte zum Erzbischof und zum Präfekten der römischen Glaubenskongregation ernannt. Es handelt sich hier um eine seiner letzten Ansprachen als amtierender Bischof von Regensburg, die wir nun im vollen Wortlaut dokumentieren:

Liebe Mitbrüder im priesterlichen Dienst, liebe Schwestern und Brüder in unserem gemeinsamen christlichen Glauben!

Als ich bei der Vorbereitung zu diesem Festtag zum ersten Mal von den „Drei elenden Heiligen von Griesstetten“ hörte, war ich ein wenig verwundert. Elende Heilige? Was soll das bedeuten? 

Wenn man aber die Erklärung liest und sie sich zueigen macht, dann versteht man, dass hier etwas ganz Spezifisches und sehr Wichtiges über unseren christlichen Glauben, aber auch über das Grundverständnis der menschlichen Existenz ausgesagt wird.

Das Wort „elend“ bedeutet in diesem Zusammenhang soviel wie „ausländisch“, „von wo anders her kommend“. Dieses „Von-wo-anders-her-Kommen“, dieses „Nicht-beheimatet-Sein“ ist ein Sinnbild für die Existenz des Menschen in der Welt.

Nicht umsonst singen wir im Kirchenlied „(…) wenn wir heimfahrn aus diesem Elende“ (GL 248,1) oder beten im Salve Regina „Und nach diesem Elende zeige uns Jesus“.

Hier bricht sich das Bewusstsein Bahn, dass wir im irdischen Leben keine endgültige Heimat finden. Wir suchen zwar die Idylle, in der uns keine Sorgen belasten und wünschen, dass sich die Zeit endlos ausdehnt. Gleichzeitig aber wissen wir, dass diese Vorstellungen und Wünsche unter den Bedingungen unserer irdischen Existenz niemals verwirklicht werden können.

Wir Menschen werden von Krankheiten und allerlei Leiden heimgesucht und gehen unserem sicheren Tod entgegen. „Denn wir haben hier keine Stadt, die bestehen bleibt, sondern wir suchen die künftige“, wie es der Hebräerbrief treffend beschreibt (Hebr 13,14).

Gleichzeitig sind wir aber nicht verloren. Für den Glaubenden führt der Weg nicht in den gähnenden Abgrund des Nichts, sondern hin zum himmlischen Jerusalem, hinein in die ewige Gemeinschaft mit Gott.

In diesem festen Vertrauen waren unzählige Gläubige im Laufe der 2000 Jahre des Christentums bereit, ihre unmittelbare Heimat, den gesicherten Raum des Bekannten aufzugeben und sich auf den Weg zu machen. Motivation war ihnen dabei nicht die Hoffnung auf ein besseres Leben, sondern vielmehr der Wunsch, anderen Menschen das Bessere, ja das Beste zu verkünden gemäß dem Auftrag Jesu:

„Geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,19f.).

Aus diesem Grund können auch wir das Evangelium, die frohe Botschaft, dass Gott sich des Menschen angenommen hat, zu uns gekommen ist und in unserer Mitte seine Wohnung aufgeschlagen hat, nicht nur für uns behalten, sondern wir bezeugen sie unmittelbar den Menschen, die mit uns zusammen sind: in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Das Evangelium führt die Menschen zusammen, wie es bereits im Bericht vom ersten Pfingstfest, dem „Geburtstag“ der Kirche bezeugt ist (vgl. Apg 2,1ff.):

Katholische Weite überwindet die engen Grenzen unseres Denkens

Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft und Sprache waren in Jerusalem zusammengekommen. Durch das Wirken des Heiligen Geistes aber konnten sie die eine Sprache das Evangelium verstehen, mit einem Mund das Gotteslob verkünden, Gott anbeten, ihn loben und preisen für all Große, das er für uns getan hat. So ist die Kirche schon an ihrem Ursprung aus vielen Völkern zusammengewachsen. Diese Wahrheit überwindet die engen Grenzen unseres Denkens, alle falsch verstandene „Heimatlichkeit“, die nichts anderes ist als Provinzialismus.

Das hat ganz konkrete Konsequenzen:

Manche Leute sagen beispielsweise: „Lieber verzichten wir auf eine Eucharistiefeier, weil der sog. ‚ausländische’ Priester am Altar nicht 100%ig hochdeutsch spricht.“ (Als ob das in Bayern eine Selbstverständlichkeit wäre …).

Vimius, Zimius und Marinus, die drei elenden Heiligen von Griesstetten, aber lehren und etwas anderes: Diese Glaubensboten der angelsächsischen Mission  –  Männer aus den Gebieten des heutigen Schottland, Irland und England  –  waren bereit, die weiten und gefahrvollen Wege auf sich zu nehmen, um hier bei unseren Vorfahren das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden.

Deshalb gibt es in der Kirche Gottes keinen Ausländer! Wir gehören als Familie Gottes vielmehr alle zusammen und wirken füreinander!

Als Bischof bin ich froh und stolz, dass in unserer Diözese Regensburg und in vielen anderen Diözesen Deutschlands Priester und Ordensleute aus Indien, Polen, Afrika und anderen Erdteilen seelsorgerlich wirken und Zeugnis dafür geben, dass wir brüderlich und schwesterlich zusammengehören und weltweit das eine Volk Gottes aus den vielen Völkern sind. Ich denke aber auch an die vielen Priester und Ordensleute aus unserer Heimat, die als Missionare in ferne Länder gezogen sind, um dort am Aufbau des Reiches Gottes mitzuarbeiten.

Was ist denn eigentlich die Kirche? – Das II. Vatikanische Konzil lehrt: „Die Kirche ist in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ (Lumen gentium 1).

Darum haben Provinzialismus und Heimatdümpelei in unserem katholischen Glauben keinen Platz! Wir dürfen vielmehr dankbar sein, dass wir der Weltkirche angehören. Wohin wir auch kommen, überall werden die gleichen Sakramente gespendet. Überall dürfen wir  –  auch wenn wir vielleicht die Sprache nicht verstehen  –  teilnehmen an der einen Feier der Eucharistie, unser Herz im Opfer Jesu Christi Gott darbringen und die Gemeinschaft mit Christus in der heiligen Kommunion empfangen.

Darum lautet die Botschaft, die von den drei elenden Heiligen von Griesstetten ausgeht: Weltweit denken – katholisch denken – die engen Grenzen unseres Denkens, unseres Herzens und unseres Fühlens aufsprengen!

„Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde“, so lesen wir im Buch Genesis (Gen 12,1).

In diesen Worten kommt die Grundorientierung menschlicher Existenz zum Ausdruck. Gewiss, wir sind Fremdlinge auf dieser Welt und haben hier keine bleibende Stätte. Aber wir gehen nicht ziellos durch die Landschaft.

Nicht der Weg ist das Ziel, sondern wir sind unterwegs zum Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren: das himmlische Jerusalem.

In der ewigen Heimat bei Gott wird uns in aller Klarheit und Wahrheit offenbar werden, dass die Liebe Gottes der Sinn unseres Lebens ist. Sie „ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist(Röm 5,5).

Diese Liebe, die uns jetzt schon erfüllt, ist die wahre Heimat im dreifaltigen Gott: Gott selber ist der Ursprung, Christus der Weg und der Heilige Geist die Stärkung auf unserer Pilgerschaft, in der wir verbunden sind mit der Gemeinschaft der ganzen pilgernden Kirche Gottes.

Liebe Schwestern und Brüder! Auf diesem Weg unserer gemeinsamen Pilgerschaft müssen wir uns so mancher Vorurteile und falscher Vorstellungen erwehren, die versuchen, sich in unseren Herzen einzunisten.

Ziel der Ehe ist nicht das bequeme Leben, sondern Liebe und Verantwortung

(1) So ist das RICHTIGE VERSTÄNDNIS VON EHE UND FAMILIE eine große Herausforderung unserer Zeit. Am Anfang der Schöpfung hat Gott den Menschen „als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. „Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen“ (Mk 10,7ff.).

Hier ist von einer Lebensgemeinschaft in personaler und persönlicher Liebe und Treue die Rede. Ihr Ziel ist kein bequemes Leben, sondern die Bereitschaft, Verantwortung füreinander zu übernehmen und das Abenteuer der Liebe zu wagen:

„Ja“ zu sagen zu den Kindern, die Gott einem liebenden Ehepaar schenkt; diese Kinder entsprechend ihrer Entwicklung und ihrer Altersstufe zu begleiten; ihnen die Geborgenheit zu vermitteln, auf die jeder Mensch ein Recht hat. Geborgen zu sein, beim eigenen Vater und der eigenen Mutter aufwachsen und leben zu können, ist ein Menschenrecht, das jedem einzelnen zukommt.

Wenn ich aber betrachte, wie manche Volksvertreter oder Interessensvertreter der Wirtschaft „herumeiern“ und anderen ihre familienpolitischen Ideologien aufzudrängen versuchen, dann muss ich klar sagen: Volksvertreter werden gewählt, um dem Gemeinwohl zu dienen, nicht aber um ihre eigenen ideologischen Familienbilder der ganzen Gesellschaft aufzudrängen.

Manche wollen mit Steuergeldern Anreize geben. Die Steuergelder aber werden von uns allen bezahlt, um dem Gemeinwohl zu dienen. Darum geht es nicht um ein gegenseitiges Ausspielen von Betreuungsgeld oder Kita-Plätzen, sondern in allererster Linie darum, dass Eltern die Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und ihnen die Nähe und Wärme geben können, die jeder Mensch zu einer gesunden Persönlichkeitsentwicklung braucht.

Das Wohl des Kindes muss im Mittelpunkt stehen! Von diesem Grundsatz her gilt es in einem zweiten Schritt zu fragen, wie das am besten verwirklicht werden kann.

Die Eltern haben zu bestimmen, was gut für ihr Kind ist

Kinder dürfen nicht unter dem Blickwinkel des Arbeits- oder Rentenmarktes betrachtet werden, so wichtig das alles auch sein mag. Kinder werden nicht zum Rentenzahlen geboren, sondern werden aus der Liebe Gottes ins Dasein hinein verfügt durch die Liebe des eigenen Vaters und der eigenen Mutter. Dieser Daseinssinn ist unverfügbar und darf von keiner Ideologie verdunkelt werden!

Die Eltern haben es zu bestimmen, was für ihr Kind gut ist und wie sie ihnen nahe sind. Der Mensch ist nicht für die Wirtschaft und die Arbeit da, sondern die Wirtschaft und die Arbeit sind für den Menschen da!

Lasst uns deshalb alle Vorurteile ablegen! Befreien wir uns aus dem Gefängnis falscher Vorstellungen! Sprechen wir ein frohes, überzeugtes „Ja“ zum Kind, „Ja“ zu den jungen Menschen, „Ja“ zum Ehepartner!

Lassen wir nicht zu, dass Menschen benutzt und verzweckt werden! Das menschliche Leben ist in seinem innersten Wesen kein Zweck sondern die Offenbarung des Sinns, den wir von Gott her empfangen haben.

(2) Auch wenn es um die Kirche geht, begegnen uns häufig Vorurteile. Dem gilt es das RICHTIGE VERSTÄNDNIS VON KIRCHE entgegenzusetzen.

Die Kirche ist kein von Menschen gemachter Verein, sondern kommt von Gott her. Darum ist sie heilig und heiligt uns durch die Gnadenmittel, die Gott ihr eingestiftet und uns anvertraut hat: die Verkündigung des Evangeliums und die Feier der Sakramente. Dazu hat Gott seiner Kirche Hirten als Seelsorger gegeben.

Wir wissen: Die Kirche besteht aus Menschen wie du und ich. Wir Menschen können, solange lange wir noch auf Erden sind, Irrtümern unterworfen sein, uns kontraproduktiv verhalten und ein schlechtes Beispiel geben. Das darf uns aber nicht am Wesen der kirchlichen Sendung irre machen!

Wir wollen uns daher nicht in Vorurteilen fangen lassen, sondern mit dem geistlichen Urteil, das uns zusteht, genau unterscheiden zwischen dem, was in der Kirche göttlich, heilig und unzerstörbar ist, und dem, was durch das Fehlverhalten von Menschen  –  auch unser Fehlverhalten!  –  verdunkelt wird.

Für unsere Sünden bitten wir um Vergebung, indem wir uns im Sakrament der Beichte dem Bußgericht der Kirche unterstellen, Umkehr wagen und mit einem neuen Anfang beschenkt werden.

Wir lassen uns nicht auseinandertreiben, sondern bitten den Herrn im Bewusstsein unserer eigenen Schwäche darum, dass er uns unsere Sünden vergibt und die Kirche in der Welt neu und gereinigt aufstrahlen lässt. Denn auf dem Antlitz der Kirche soll die Herrlichkeit Christi widerstrahlen, damit alle Menschen verstehen, dass wir zur „Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes“ (Röm 8,21) berufen sind.

Reform der Kirche durch konsequente Nachfolge Christi

(3) Und ein Drittes: Wir müssen uns um ein RICHTIGES VERSTÄNDNIS DES WEIHESAKRAMENTES bemühen und dürfen nicht dem Vorurteil aufsitzen, das zölibatäre Priestertum würde durch das Fehlverhalten einiger weniger in Frage gestellt.

Die Reform der Kirche kommt nicht von denen, die äußerlich etwas verändern wollen, sondern allein von jenen, die den radikalen Weg der Nachfolge Christi gehen!

Wer die Kirchengeschichte auch nur ein wenig kennt, weiß: Erneuerung und Verlebendigung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe geht immer von Menschen aus, die dem Ruf Jesu Christi radikal gefolgt sind. „Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?“, so fragen die Jünger den Herrn (Mk 19,27).

Jesus hat die Apostel in seine Nähe gerufen. Das beinhaltet auch, dass er sie herausruft aus dem Kreis der eigenen Vorstellungen, Wünsche und Pläne und sie in Dienst nimmt und aussendet zur Verkündigung des Evangeliums, zur Leitung der Gemeinden und zur Spendung der Sakramente.

Darum gilt es im Blick auf die Heiligen, die wir heute verehren, junge Männer werbend anzusprechen und in den Familien ein positives Klima zu schaffen, das jungen Männern hilft, „Ja“ zu sagen zur Berufung, die ihnen von Christus her zukommt.

Unser aller Anliegen muss es sein, ein positives Klima für das Wachsen von geistlichen Berufungen zu schaffen. Denn es ist Gottes ureigenes Recht, aus unserem Kreis heraus Menschen zu berufen und sie mit Vollmacht auszustatten, so dass sie zum Heil der Menschen, gleichsam zu einem „göttlichen Gemeinwohl“ beitragen können.

Dazu mögen uns unsere Brüder, die drei elenden Heiligen von Griesstetten, helfen. Aus der Fremde und dem Elend dieses sterblichen Daseins wollen sie uns den Weg zeigen hin zur vollen Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott.

Diesen Weg hin zu Gemeinschaft der Heiligen gehen wir in der Gemeinschaft der pilgernden Kirche. Gemeinsam dürfen wir Gott loben, preisen und anbeten. Wenn aber Gott „über alles und in allem“ (1 Kor 15,28) herrschen wird, dann wissen wir, dass wir angekommen sind im himmlischen Jerusalem, dem uns niemand mehr entreißen kann.

Dann sind wir nicht mehr im „Elend“, im „Ausland“, in der Fremde, im ungesicherten Raum, sondern in der ewigen Heimat, die wir nie mehr verlieren werden. Amen.

Quelle und Fotos: Bischöfliches Presseamt Regensburg

Familienfoto: CDL, Mechthild Löhr

 


CSU kritisiert Rot-Grün und eine „europäische Allianz von Krisenländern“

Das rot-grüne Oppositionsbündnis und eine „europäische Allianz von Krisenländern“ bedroht nach Ansicht der CSU die Spargelder der Deutschen.
Gegenüber der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstags-Ausgabe) kündigte deshalb die CSU-Landesgruppenvorsitzende im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, an, bei der Bundestagswahl 2013 die künftige Europapolitik „zur Nagelprobe der CSU“ zu machen.

„Die christlich-liberale Koalition muss die Interessen Deutschlands und seiner Bürger gegen zwei Seiten verteidigen: Gegen Rot-Grün zu Hause und gegen die europäische Allianz von Krisenländern“, beklagte Gerda Hasselfeldt.

„Wir halten fest am Grundsatz der strikten Konditionalität von Hilfen, mit uns werden Schulden in Europa nicht vergemeinschaftet. Das ist die Nagelprobe der Europapolitik für die CSU.“

Die Politik der christlich-liberalen Koalition müsse über das Jahr 2013 hinaus fortgeführt werden. „Wäre es nach Rot-Grün gegangen, hätte Griechenland ohne Auflagen Hilfsmittel erhalten, es gäbe  Eurobonds und einen gemeinsamen Schuldentilgungsfonds.“

Was die Opposition nicht ausspreche sei, daß die deutschen Sparer und Steuerzahler all das finanzieren und im Gegenzug Verzicht leisten müssten. „Wir wollen sie auch künftig vor dem ungehinderten Zugriff auf ihre Portemonnaies schützen“, versicherte die CSU-Politikerin.

„Bei Rot-Grün herrscht der Glaube an die höhere Weisheit des Staates, der Hang, Menschen in die Taschen zu greifen und das Ergriffene nach eigenem Gutdünken zu verteilen.“  – Die Menschen wüssten aber selbst am besten, was gut für sie sei. „Die CSU wird alles tun, damit unsere Bürger weiter die Freiheit haben, selbst zu entscheiden.“

Quelle: Leipziger Volkszeitung (ots)