KAO fordert ein Ende der Täuschungen bei Organspenden

Pressemitteilung der KAO  –  Kritische Aufklärung über Organtransplantation eV.  –  vom 10. August 2012:   

Seit einigen Wochen rückt das Thema Organtransplantation vor dem Hintergrund der Skandale in Göttingen und Regensburg wieder in den Blick der Öffentlichkeit.

Auslöser dafür sind jüngst bekannt gewordene Manipulationen von Krankenakten von Patienten, die auf ein fremdes Organ warteten, um sie vorrangig transplantieren zu können. Dadurch wurde auch die Warteliste für Organtransplantationen beeinflusst.

Dazu kommt die aktuelle Information, dass Transplantationszentren jedes vierte Herz, jede dritte Leber und jede zweite Bauchspeicheldrüse an der offiziellen Warteliste vorbei verpflanzt haben unter der Vortäuschung, es handle sich dabei um „marginale“, d.h. vorgeschädigte Organe.

Dies alles erfährt die Öffentlichkeit, kurz nachdem das Parlament ein neues Transplantationsgesetz verabschiedet hat. Dieses regelt den organisatorischen Teil einer Organspende und ist zum 1. August in Kraft getreten, die Entscheidungslösung wird zum 1. November 2012 in Kraft treten.

Logo KAO - Kritische Aufklärung über Organtransplantation
Collage Organspende

Vor diesem Hintergrund kritisiert der Verein „Kritische Aufklärung über Organtransplantation – KAO e.V.“ die doppelte Täuschung bei der Organspende:

Zum einen werden Patienten getäuscht, die auf der Warteliste stehen für ein fremdes Organ und auf das System vertrauen  –   zum anderen  alle Bürgerinnen und Bürger, die dazu aufgefordert werden, ihre Organe zu spenden.

Denn in den offiziellen Organspendeausweisen steht nach wie vor: „Für den Fall, dass nach meinem Tod eine Spende von Organen, Gewebe in Frage kommt…“

Hirntod ist nicht der Tod des Menschen

„Es fehlt jeder Hinweis, dass es sich um eine Organentnahme nach festgestelltem Hirntod handelt. Dies bedeutet, dass Patienten, deren Organe entnommen werden sollen, bis zum Ende der Organentnahme beatmet werden, dass sie warm und durchblutet sind.

Sie werden nicht darüber informiert, dass die vorbereitenden Maßnahmen zur Organentnahme nicht ihrem Wohl dienen, sondern auf die Empfänger der Organe ausgerichtet sind, dass die Angehörigen sie beim Übergang vom Leben in den Tod nicht begleiten und beschützen können“, erklärt Renate Focke, 1. Vorsitzende von KAO, einem Verein, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

„Da die Grundannahme falsch ist, ein sterbender Mensch im Hirnversagen sei tot, sind alle Maßnahmen wie Hirntodfeststellung, Organentnahme und Verteilungskriterien fragwürdig.

Auch die nachträglichen Versuche der Gremien wie der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhausgesellschaft, das bestehende System möglichst beizubehalten, können diese Fakten nicht länger unterdrücken“, erläuterte Renate Focke.

Angesichts der aktuellen Sachlage darf man gespannt sein, was die Mitglieder des Parlaments in dieser entscheidenden Frage um Leben oder Tod unternehmen werden, nachdem das reformierte Transplantationsgesetz kaum Abhilfe bei den genannten Problemen schaffen dürfte.

KAO fordert umfassende Aufklärung

KAO fordert seit vielen Jahren eine umfassende Information sowohl der eventuellen „Organspender“ als auch der Empfänger: „Nur wer sich selbst nach umfassender Information zur Organspende bereit erklärt und das schriftlich dokumentiert hat, darf als Spender in Frage kommen.“

Um den einseitigen Informationen der Transplantationsmedizin und Organisationen wie der Deutschen Stiftung Organtransplantation DSO und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA entgegenzuwirken, betreibt KAO unter http://www.initiative-kao.de/ eine eigene Webseite, mit der sie potentielle Organspender über die andere Seite der Organtransplantation aufklärt.

Über den Verein „KAO – Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V.“:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. ist ein Verein, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

“Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

Wir wollen deshalb durch Aufklärung andere Menschen davor bewahren, unvollständig informiert vorschnell einer Organentnahme zuzustimmen – sei es bei sich selbst oder Angehörigen.“

Umfassende kritische Informationen zum Thema Organspende, Lebendspende, Transplantation und Hirntod bietet auch die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland, mit der KAO zusammenarbeitet   – siehe:  http://www.organspende-aufklaerung.de/

Kontaktdaten:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. – KAO
Renate Focke, 1. Vorsitzende KAO
Ricarda-Huch-Str. 13
28215 Bremen
Tel: 0421-6734305
Email: anfrage@initiative-kao.de
Internet: http://www.initiative-kao.de


Tschechien: Christen und Juden gegen sozialistische Anti-Kirchen-Hetze

In der Debatte um die Rückgabe von  – einst im Kommunismus verstaatlichten   –  Kirchengütern kritisieren Spitzenvertreter der christlichen Konfessionen und der jüdischen Gemeinschaft in Tschechien eine Plakataktion der Sozialdemokratischen Partei.

In einer gestern veröffentlichten, gemeinsamen Erklärung vergleichen der Prager Erzbischof Duka, der Chef des Ökumenischen Rates der Kirchen, Joel Ruml, und der Präsident der Föderation Jüdischer Gemeinden, Jiri Danicek, die Kampagne mit der früheren Nazi-Propaganda.

Mit ihrer Aktion wollen die Sozialisten im aktuellen Regionalwahlkampf Stimmung gegen die vorgesehene Rückgabe des enteigneten Kircheneigentums betreiben.

Auf dem kritisierten Plakat ist ein kirchlicher Würdenträger zu sehen, dem ein gefüllter Geldsack überreicht wird. Dazu wird behauptet, die Regierung verschenke ohne Notwendigkeit Milliardenbeträge an die Kirchen.

Quelle: Radio Vatikan


Thüringens Ministerpräsidentin (CDU) im Gespräch mit dem „Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V.“

Medieninformation der Thüringer Staatskanzlei:

„Familien mit Kindern verdienen mehr Aufmerksamkeit“

„Kinder sind Reichtum“, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht nach einem Gespräch mit Vertretern des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V. in Erfurt (siehe Foto).

Familien mit Kindern hätten nicht nur viel mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft verdient, ihre Belange gehörten regelrecht in den Fokus der Öffentlichkeit. Kinder- und Familienfreundlichkeit seien daher Hauptanliegen der thüringischen Landespolitik.

Katrin Konrad von der Landesvertretung Thüringen und der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes kinderreicher Familien, Andreas Konrad, betonten, es sei dringend notwendig, Politik, Wirtschaft und Medien sowie alle gesellschaftlichen Kräfte zu sensibilisieren:

„Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, dann kann Thüringen zum Land der kinderreichen Familien werden. Das wäre schließlich auch ein positiver Beitrag zur Bevölkerungsentwicklung – nach dem Motto: unsere Kinder, eure Zukunft.“

Familien sollten unterstützt werden, damit sie sich trauen, ihren Kinderwunsch zu verwirklichen, forderten sie.

Der Verband kinderreicher Familien engagiere sich außerdem dafür, dass Vorurteile abgebaut sowie die Akzeptanz und Anerkennung kinderreicher Familien erhöht würden.

Frau Koch und Herr Koch posieren mit der Ministerpräsidentin für ein Foto.
Text und Foto: Thüringer Staatskanzlei
LINK zu diesem Artikel: http://www.thueringen.de/th1/tsk/aktuell/mi/65870/index.aspx

Die Olympiade und das Glaubenszeugnis christlicher Sportler

Mit der US-Flagge und der Bibel auf die Ehrenrunde

Zahlreiche Athleten haben sich bei den Olympischen Spielen in London zum christlichen Glauben bekannt, zB. Sprinterstar Usain Bold, über den wir hier im CHRISTLICHEN FORUM bereits berichteten.

Auch die US-amerikanische Olympiasiegerin Allyson Felix  aus Los Angeles spricht öffentlich über ihren Glauben an Christus. Die 26-Jährige siegte am 8. August über 200 Meter mit einer Zeit von 21,88 Sekunden.

Bereits vor den Spielen hatte sie bekannt, daß ihr Talent ein Geschenk Gottes sei; ihr biblischer Lieblingsvers ist jener aus dem Philipper-Brief (1,21):Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.“  – Die Pfarrerstochter hatte bereits 2008 in Peking mit der 4 x 400-Meter-Staffel Gold gewonnen.

Eine Teamkollegin der Sprinterin, Sanya Richards-Ross (Austin/Texas), ist ebenfalls eine bekenntnisfrohe Christin. Nach ihrem ersten Olympiasieg über 400 Meter am 5. August  2012 schrieb sie auf Twitter: „Meine Stärke kommt von ganz oben. In diesem Moment bin ich gesegnet.“ 

Die 27-Jährige geht nach eigenen Angaben jeden Sonntag in den Gottesdienst. Außerdem habe sie mit ihren zwei Schwestern einen privaten Bibelkreis gegründet.

Ein Bekenntnis zum christlichen Glauben legte auch der US-Weit- und Drei-Springer Will Claye ab: Der 21-Jährige nahm seine Bibel zusammen mit der US-Flagge mit auf die Ehrenrunde.

Er hatte am 4. August Bronze im Weitsprung (8,12 Meter) und am 9. August Silber im Dreisprung (17,62 Meter) gewonnen. Damit ist er der erste Athlet, der seit 1936 in beiden Wettbewerben eine Medialle erringen konnte. 

Gott ist nicht nur für Gewinner da

Doch nicht nur für Medaillengewinner spielt Gott eine herausragende Rolle:

Der Marathonläufer Guor Marial wurde einst als Sklave im Südsudan gehalten und von arabischen Nomaden verschleppt. Er verlor acht seiner zehn Schwestern und Brüder während des islamischen Massenmords gegen Christen bzw. Bürgerkriegs im Sudan, der über 20 Jahre anhielt.

Der 28-Jährige Christ tritt am 12. August als staatenloser Marathon-Läufer an. „Dass ich bei Olympia starten kann, ist wie ein Zeichen. Gott weist mir den Weg, er hilft anderen durch meine Geschichte“, sagte Marial der britischen Zeitung The Times.

Heute lebt er im nordamerikanischen Flagstaff (US-Bundesstaat Arizona). Marial startet bei Olympia unter der Flagge der „Unabhängigen Olympischen Athleten“, die die Olympischen Ringe auf weißem Grund zeigt. Eine Medaille wird er voraussichtlich nicht gewinnen. „Ich bin dabei. Allein das ist wie eine Goldmedaille“, sagt er.

Quelle: www.idea.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 


Ärztekammer: Dr. Max Kaplan plädiert für Sterbebegleitung statt „Sterbehilfe“

Der Gesetzentwurf zur „Sterbehilfe“ aus dem Justizministerium (FDP) hat zu heftigen Diskussionen geführt. Kritik kommt von vielen Seiten, vor allem von Ärzten und Kirchenvertretern.

„Gewerbliche“ Sterbehilfe soll zwar künftig mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Ungeahndet bleiben soll hingegen „Beihilfe“ zum Suizid (Selbstmord) durch Angehörige und andere nahestehende Personen  –  auch wenn es Ärzte oder Pflegekräfte sind.

Die bayerische Tageszeitung Münchner Merkur (Merkur-online) vom 3.8.2012 sprach mit dem Präsidenten der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Max Kaplan.  – Wir dokumentieren einige Abschnitte dieses aufschlußreichen Interviews:

Was stört Sie an dem Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums?

Dr. Kaplan:  Zunächst: Wir halten den Entwurf in gewisser Hinsicht für sinnvoll. Es geht darum, gewerbliche Sterbehilfe zu verbieten, auch eine Vereinslösung, wie sie der ehemalige Innensenator Roger Kusch aus Hamburg betreibt, wo das Geld dann über Beiträge kommt. Das gehört verboten  –  und mehr sollte der Gesetzentwurf eigentlich nicht tun.

Jetzt geht es aber um ein neues Verbot, von dem einzelne ausdrücklich ausgenommen werden sollen…

Dr. Kaplan: Richtig. Bislang verbietet der Gesetzgeber Töten auf Verlangen und stellt es unter Strafe. Beihilfe zum Suizid hingegen ist zwar auch nicht erlaubt, aber kein Straftatbestand. Jetzt kommt die Einschränkung, dass eine gewerblich betriebene Beihilfe zum Suizid bestraft wird, und zwar mit zu drei Jahren Haft.

Allerdings differenziert der Gesetzgeber noch weiter und erklärt, wenn eine Beziehung zu dem Patienten besteht, dann sei die Beihilfe keine Straftat. Dazu gehören zunächst die Angehörigen, aber auch pflegende Personen und der Arzt, in dem Fall natürlich der Hausarzt, zu dem eine Beziehung aufgebaut werden kann. (…)

Wie wird es denn derzeit in der Praxis gehandhabt, wenn ein schwerkranker Mensch sterben möchte?

Dr. Kaplan:  Aus meiner Erfahrung als Hausarzt kann ich nur sagen: So wurde das noch nie an mich herangetragen. Wenn ich einen Patienten am Ende seiner letzten Lebensphase begleite, dann will er die Sicherheit, dass ich immer da bin, wenn er mich braucht, dass ich Leiden lindere und Schmerzen beseitige, sodass es für ihn erträglich wird.

Aber es hat mir noch keiner gesagt: „Geben Sie mir bitte eine Pille, damit ich tot bin.“  – Darum sagen wir auch: Sterbebegleitung, aber nicht Sterbehilfe.

Quelle und Fortsetzung des Interviews hier:  http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/sterbebegleitung-statt-sterbehilfe-2444046.html


Andreas Theurer – der (noch) evangelische Theologe – und seine Stellung zur Madonna

Pastor Andreas Theurer wurde in dieser Woche mit sofortiger Wirkung von seiner evangelischen Kirchenleitung in Württemberg suspendiert, also seines Amtes als Pfarrer enthoben, weil er den Wunsch zur Konversion äußerte und weil zudem kürzlich im katholischen Dominus-Verlag (Augsburg) sein Buch „Warum werden wir nicht katholisch?“ (siehe Foto) erschienen ist.

In dieser Schrift ruft der lutherische Theologe dazu auf, die  –  für das christliche Zeugnis in der Welt abträgliche – Spaltung der Christenheit durch eine Rückkehr in die katholische Kirche zu überwinden.

Es liegt auf der Hand, daß eine derart prokatholische „Empfehlung“ seitens der evangelischen Landeskirche abgelehnt wird und nicht ohne Konsequenzen blieb.

Doch der (Ex-)Pastor Theurer beläßt es nicht bei Aufrufen und Vorschlägen;  er setzt sich vielmehr in seiner „umstrittenen“ Publikation eingehend mit kontroverstheologischen Streitpunkten auseinander, befaßt sich also mit  katholisch-evangelischen Unterscheidungslehren.

Dabei kommt er zu dem eindeutigen Resultat, daß sich die katholische Kirche in ihren wesentlichen „spezifischen“ Lehren auf die apostolische Überlieferung berufen kann; außerdem stellt er klar, daß diese Glaubensaussagen   – entgegen protestantischer Einwände  –  keineswegs der Heiligen Schrift widersprechen.

Zu jenen zwischen den christlichen Konfessionen strittigen Punkten gehört auch die katholische Marien- und Heiligenverehrung, vor allem aber einige katholische Dogmen über die Gottesmutter sowie ihre weitverbreitete Anrufung als Fürsprecherin im Himmel.

Wie steht es nun aus Sicht des (noch) evangelischen Autors mit der Fürbitte der Madonna?

Sein recht praktischer Ansatz, sich dem Thema zu nähern, beginnt mit einer Alltagserfahrung:

„Für die meisten bewusst evangelischen Christen ist es ganz selbstverständlich, bei Sorgen oder Notlagen gläubige Freunde um ihr fürbittendes Gebet zu bitten. Sie gehen davon aus, dass es Gott wohlgefällig ist, wenn mehrere Christen miteinander um ein Eingreifen Gottes zugunsten einer Person oder Sache bitten und füreinander im Gebet eintreten.“

Dem wird sicherlich kein Protestant widersprechen wollen.

Nun stellt sich die weitere Frage, ob wir auch „himmlische Freunde“ um denselben „Gefallen“ bitten dürfen. Dazu schreibt der evangelische Theologe:

„Nun gehen katholische Christen aber noch einen Schritt weiter und bitten nicht nur die auf Erden lebenden Glaubensgeschwister um Fürbitte, sondern auch die bereits im Himmel lebenden. Der Grundgedanke der Heiligenverehrung ist es, die vor dem Thron Gottes stehenden (…) vollendeten Christen zu bitten, für die angefochtenen und leidenden Christen auf der Erde im Gebet einzutreten. Nicht die Heiligen sollen helfen, sondern die Heiligen sollen für uns vor dem Thron Gottes bitten.“ 

Immerhin, so erläutert der Autor, ist die selige Jungfrau bereits aus dem Neuen Testament als Fürsprecherin bekannt:

„Schon zu Lebzeiten Jesu ist ja Maria bei Jesus als Fürbitterin für die Menschen eingetreten  –  denken wir an die Hochzeit zu Kana, bei der Jesus auf die Fürbitte Marias hin sein erstes Wunder wirkt (Joh 2,1-22).“

Andreas Theurer erinnert außerdem daran, daß die Christenheit ihre Heiligen schon in frühester Zeit verehrte, was heute  noch  –  zB.  in den römischen Katakomben  –  erkennbar ist. Damals waren es vor allem die Märtyrer, die kirchlich hoch gewürdigt wurden. 

Es habe sich, so Theurer, der Brauch entwickelt, „an den Grabstätten der Glaubenszeugen Gottesdienst zu feiern. Später wurden über den bekannten Gräbern Kirchen errichtet (…) In der Alten Kirche war es allgemein üblich, dass alle Christen, die nachweislich um ihres Christusbekenntnisses willen umgebracht wurden („Märtyrer“), als Heilige anerkannt und um Fürbitte angerufen werden konnten.“

Hinsichtlich der marianischen Dogmen weist Theurer darauf hin, daß sich die Reformatoren ausdrücklich zum Titel „Gottesmutter“ für Maria bekannt haben, ebenso zu ihrer bleibenden Jungfräulichkeit.

Vor allem Luther selbst hat sich betreffs dieser beiden grundlegenden Lehrausssagen klar positioniert, etwa in seiner Auslegung des „Magnificat“, des biblisch bezeugten Lobgesangs der Madonna bei der Begegnung mit ihrer Cousine Elisabeth.

Der Autor erwähnt auch einen archäologischen Fund aus der ägyptischen Wüste von 1917, als man Papyrusteile mit einem Mariengebet aus dem 3. Jahrhundert entdeckte, das mit den Worten beginnt: „Unter Deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin, verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten…“ 

Das Motiv der Schutzmantelmadonna war also schon in der Frühzeit der Christenheit geläufig  – und ist nicht etwa eine mittelalterliche oder „barocke“ Erfindung.

Was nun das 1950 verkündete Dogma der „Aufnahme Marias in den Himmel“ betrifft, so weist der Verfasser auf folgenden biblischen Sachverhalt hin:

„Im Matthäusevangelium (Mt 27,52-53) wird berichtet, dass nach dem Kreuzestod Jesu einige Heilige aus ihren Gräbern auferstanden und auch von vielen Menschen gesehen wurden.“ 

Daraus leitet er den Glauben an die Assumpta (an die in den Himmel aufgenommene Madonna) ab:

„Der zur Zeit der Apostel so beliebte Schluss vom Geringeren auf das Höhere, den wir im Neuen Testament so oft beobachten können, erzwingt geradezu die Annahme, dass, wenn schon „gewöhnliche“ Heilige leiblich zum Himmel auffahren, Maria erst recht diese Gnade zuteil wurde.“

Ergänzend hätte der Autor noch vermerken können, daß bereits im Alten Bund zwei Gerechte, nämlich  Henoch und Elias, in den Himmel „aufgefahren“ sind, ein solcher Vorgang sich also heilsgeschichtlich mehrfach ereignete.

Tatsächlich liegt der Schluß nahe: Warum also nicht auch die Mutter unseres Erlösers?  – Wenngleich sich das Ereignis nicht direkt in der Bibel findet, so liegt es zumindest in der Logik der Heilsgeschichte Gottes.

Freilich stellt der evangelische Theologe, der sich die marianischen Dogmen der katholischen Kirche zu eigen macht, völlig zu Recht gleichzeitig fest, daß „manche Traditionen der Volksfrömmigkeit sich tatsächlich kritische Rückfragen gefallen lassen“ müßten.

Dem wird jeder nüchterne Katholik zustimmen, der gewisse Auswüchse des „Volksglaubens“ selber bedauert, etwa Neigungen zu pseudokatholischem Aberglauben, Wundersucht, ungeistliche Sensationslust bzw. eine ungesunde Fixierung auf „Erscheinungen“. – Derlei Entgleisungen werden allerdings vom kirchlichen Lehramt nicht gedeckt. Immerhin sind nicht einmal 1 % der sog. „Privatoffenbarungen“ kirchlich anerkannt, was erscheinungsbewegte Gläubige vielfach als Ärgernis empfinden, womit die Kirchenleitung aber eine vorsichtige und bodenständige Gangart einlegt, die sich im Lauf der Jahrtausende bewährt hat.

Der Autor stellt sodann zutreffend fest: „Echte katholische Heiligen- und Marienverehrung lenkt deshalb den geistlichen Blick nicht weg von Jesus, sondern hin zur Anbetung der Herrlichkeit des Dreieinigen Gottes.“

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Jugendverlags und des Christoferuswerks in Münster

Das BILD zeigt die Marienkapelle in Adenau (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)


Schnellster Läufer der Welt: Weitere Goldmedaille für katholischen Sportstar Usain Bolt

Der christliche Sprintstar Usain Bolt hat sich bei der Olympiade nach seinem Triumph über 100 Meter auch die Gold-Medaille über 200 Meter gesichert.

Am gestrigen Donnerstagabend lief der Jamaikaner in 19,32 Sekunden zu seiner insgesamt fünften Gold-Medaille bei Olympischen Spielen.

Bolt ist damit der erste Mann überhaupt, der seine Goldmedaille über 200 Meter verteidigen konnte.

Auf Platz zwei lief Yohan Blake, Bronze sicherte sich Warren Weir, der den Dreifach-Erfolg für Jamaika damit perfekt machte.

Erst am Sonntag war Bolt über 100 Meter erfolgreich gewesen: In 9,63 Sekunden absolvierte der 25-Jährige die Distanz und verwies auch dabei seinen Landsmann und Freund Yohan Blake auf den zweiten Platz.                                                        

(Quelle: Webseite Fulda-Info)

HINWEIS:

Usain Bolt gehört zu jenen Sportlern, die sich auch öffentlich klar zu ihrem Glauben bekennen und Gott die Ehre geben  –  siehe hierzu unser Bericht vor vier Tagen:
https://charismatismus.wordpress.com/2012/08/07/jamaika-zweimal-olympia-gold-zum-unabhangigkeits-jubilaum-des-inselstaats/