Südsudan: Diplomatie der kath. Kirche verhinderte Krieg mit dem Nord-Sudan

Die Kirche im Südsudan spielt eine herausragende Rolle bei der Vermeidung von Krieg mit dem (Nord-)Sudan. Das erklärte der Bischof von Yei im Südsudan, Erkolano L. Tombe, im Gespräch mit Radio Vatikan.

Erst vor wenigen Tagen hatten die beiden verfeindeten Nachbarstaaten ihren Ölkonflikt beigelegt, der sie an den Rand eines Krieges gebracht hatte. Der Südsudan verfügt über reiche Ölvorkommen an der Grenze zum Sudan, die Pipelines aber gehören dem (Nord-)Sudan. Beide Seiten vereinbarten nun, daß der Südsudan für die Nutzung der Ölleitungen bezahlen wird.

Der Konflikt hat auch einen religiösen Hintergrund: Der (Nord-)Sudan ist arabisch und islamisch dominiert, im Gegensatz zum schwarzafrikanisch-christlichen Südsudan, der sich nach jahrzehntelanger brutaler Unterdrückung durch die islamischen Machthaber im Sommer 2011 als unabhängig erklärt hat und nun das jüngste Land der Welt ist, gleichzeitig eines der ärmsten. 

Quelle: Radio Vatikan


Fall Nadja Drygalla: Späte Einsicht beim DOSB und beim Dt. Ruderverband

Die Ruderin Nadja Drygalla kann wieder auf die Fortsetzung ihrer Karriere hoffen. Der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper, sagte dem Nachrichtenmagazin Focus:
„Frau Drygalla ist nicht für die Gesinnung ihres Freundes verantwortlich. Nach meinem Kenntnisstand hat sie sich selber nichts zuschulden kommen lassen. Wenn sich das so bestätigt, gibt es keinen Grund, warum sie ihre sportliche Karriere nicht fortsetzen können sollte.“

Auch der Deutsche Ruderverband (DRV) lenkt nach der öffentlichen Diskussion ein. „Der Verband will ihr die sportliche Karriere nicht verbauen„, erklärte DRV-Chef Siegfried Kaidel gegenüber Focus.

Seiner Ansicht nach wäre es besser gewesen, die 23-jährige Athletin mehr zu schützen und sie zum Bleiben zu überreden.

Inzwischen verhandelt der Verband wieder mit der Bundeswehr, die Ruderin in das Sportförderprogramm aufzunehmen.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Neue Studien: Kaiserschnitt beeinträchtigt Gehirnentwicklung, Atmung und Stoffwechsel beim Kind

Für das Gehirn des Neugeborenen macht es einen Unterschied, ob es das Licht der Welt per normaler Geburt oder infolge eines Kaiserschnitts erblickt.
Der natürliche Geburtsweg sorgt für die Expression eines Proteins, das die Entwicklung des Hippocampus bis hin zu dessen Funktionstüchtigkeit im Erwachsenenalter verbessert, erläutern Forscher vom Madrider Instituto Cajal sowie der Yale School of Medicine in der Zeitschrift PloS ONE.

Die Forscher um Tamas Horvath untersuchten die Auswirkungen einer natürlichen und operativen Geburt auf das Protein UCP2 (Mitochondrial uncoupling protein 2). Dieses bestimmt die Entwicklung der Neuronen und deren Netzwerke im Hippocampus, der für das Kurz- und Langzeitgedächtnis zuständigen Gehirnregion. UCP2 spielt zudem beim zellulären Stoffwechsel von Fett aus der Muttermilch mit, weshalb die Ausschüttung des Proteins bei der natürlichen Geburt den Übergang zum Stillen erleichtern dürfte, vermuten die Forscher.

„Die Ergebnisse zeigen eine potenziell entscheidende Rolle von UCP2 in der Entwicklung von Netzwerken im Gehirn und daraus folgender Verhaltensweisen“, sagt Horvath. Bewahrheitet sich die Annahme, wäre das ein brisantes Ergebnis, nehmen doch weltweit jene Kaiserschnitte dratisch zu, die ohne medizinischer Notwendigkeit durchgeführt werden. „Dieser Trend könnte nachhaltige Folgen auf das menschliche Gehirn haben, die bisher völlig übersehen wurden“, so der Mediziner.

Nachteilige Wirkung der Schnittgeburt auf die Atmung – speziell bei Frühgeborenen – sind jedoch auch für die Lunge dokumentiert. Fachexperten erklären diesen Effekt unter anderem durch den Wegfall der Resorption der Lungenflüssigkeit, die sonst bei einer Spontangeburt durch die Wehen begünstigt wird. Weitere aktuelle Studien deuten darauf, dass Kaiserschnitt-Entbundene im späteren Lebensverlauf ein höheres Adipositas-Risiko ausgesetzt sind (siehe: http://bit.ly/OPiVGa).

Originalstudie unter http://bit.ly/MXVVEI

Quelle: www.pressetext.com/Johannes Pernsteiner

Foto: CDL, Mechthild Löhr


144.000 Lehrstellen sind in Deutschland noch offen

Das deutsche Handwerk sucht mit Nachdruck nach Lehrlingen  – in diesem Spektrum sind über 23.000 Ausbildungsstellen derzeit noch unbesetzt. Wie die Bild berichtet, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bis Ende Juli 88.606 Ausbildungsverträge registriert, 3,8 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres.

Ärger gibt es vor allem um Doppelverträge zahlreicher Jugendlicher; sie schließen zeitgleich mehrere Verträge ab und entscheiden sich erst auf den letzten Drücker, welchen Weg sie einschlagen.

Insgesamt sind bundesweit sogar noch 144.000 Lehrstellen unbesetzt.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Staatsbürokratie sanktioniert die mittelständische Wirtschaft wegen Terminverspätungen

Strenge Bilanzvorgaben machen kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend zu schaffen. Weil Betriebe ihren Jahresabschluß nicht rechtzeitig im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten, verhängte das Bundesamt für Justiz seit 2008 rund 250.000 Ordnungsgelder, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Insgesamt 287 Millionen Euro habe der Staat von den Firmen kassiert. Selbst kleine Verstöße würden „übermäßig hart sanktioniert“, kritisierte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven.

Das Justizministerium will die Vorgaben für gut 500.000 Kleinunternehmen zukünftig erleichtern.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur