„Caritas International“ äußert sich besorgt über Gefahr von Chaos in einem Syrien „nach Assad“

Die aktuelle Situation in Syrien macht auch eine wirksame Hilfe für Flüchtlinge immer schwieriger. Das erklärte Christoph Klitsch-Ott, der Leiter des Bereichs Naher Osten bei Caritas International, dem Münchner Kirchenradio:

„Alle Beobachter gehen davon aus, dass die bisherige Regierung in Syrien irgendwann fallen wird – es ist nur die Frage, zu welchem Preis.

Auf der anderen Seite gibt es in der Opposition derzeit keine Führungspersönlichkeit oder Führungskraft, die die Leitung des Landes übernehmen könnte, so dass die Gefahr besteht, dass nach dem Fall der jetzigen Regierung in Syrien auf Monate und Jahre hinaus das Chaos herrschen wird, ähnlich wie im Irak über viele Jahre.

Man muss also damit rechnen, dass weitere Syrer das Land verlassen und in die angrenzenden Länder flüchten werden. Libanon und Jordanien sind im Grunde genommen schon jetzt jenseits ihrer Kapazitäten, nur die Türkei kann noch Flüchtlinge aufnehmen; da gibt es allerdings das Sonderproblem, dass die syrischen Kurden auch nach Unabhängigkeit streben, was zu großen politischen Verwerfungen mit der Türkei führen kann.“

Quelle: Radio Vatikan

 


Umfrage über Tätowierungen: Die Mehrheit denkt kritisch

Wer sich tätowieren läßt, handle oft unüberlegt und denke nicht ans Älterwerden  –  das ist die Meinung einer großen Mehrheit der Deutschen.

Einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins Apotheken-Umschau zufolge glauben 84,5 Prozent der Befragten, daß sich viele Menschen mit Tattoos über das spätere Altern und die dadurch möglichen Veränderungen der Hautbilder keine Gedanken gemacht haben.

Ein großer Fehler, wie viele finden: Zwei Drittel der Bevölkerung (66,1 %) sind der Ansicht, Tätowierungen an älteren Menschen wirkten lächerlich und seien nur etwas für junge Leute.

Vor allem Frauen sind überdurchschnittlich oft dieser Ansicht (Frauen: 71,3 %.Männer: 60,6 %).

Datenbasis: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken-Umschau“, durchgeführt von der GfK-Marktforschung Nürnberg bei 1925 Frauen und Männern ab 14 Jahren.

Quelle: Apotheken-Umschau


Italienischer Soziologe M. Introvigne: „Pussy Riot sind keine Heldinnen“

„Christen haben ein Recht auf Achtung ihrer Kultstätten“

Der  angesehene Turiner Soziologe Massimo Introvigne  –  er ist Koordinator des vom italienischen Außenministerium unterstützten Observatoriums für Religionsfreiheit  –  äußerte sich kritisch zur Aktion der russischen Punkband „Pussy Riot“, nachdem drei Bandmitglieder zu zwei Jahren Haft verurteilt wurden.

„Natürlich haben die Stimmen, die sich gegen zu harte Haftbedingungen und gegen das übermäßig strenge Urteil erhoben haben, recht und sind zu unterstützen, auch in Hinblick auf die persönlichen Lebensverhältnisse der jungen Angeklagten“, erklärte Introvigne.

Trotzdem darf man nicht zu weit gehen und die Aktion, für die jene Mitglieder von Pussy Riot verklagt wurden, gutheißen. Ich habe den Eindruck, dass nicht jeder, der in dieser Angelegenheit mitreden möchte, die Fakten kennt.

Die Pussy Riot haben ein Lied gesungen, das sich nicht auf politische Aussagen beschränkt, sondern z. B. den Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche eine ‚Hure‘ nennt.

Der Refrain äfft die orthodoxe Liturgie nach und wiederholt mehrmals ‚die Scheiße, die Scheiße, die Scheiße des Herrn‘. Obendrein haben sie dieses Lied nicht in irgendeiner Kneipe gesungen und auch auf einem öffentlichen Platz, sondern in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau, einem der heiligsten Orte der russischen Kirche.“

Zudem sagte Introvigne in seiner Mitteilung:

„Wie so oft, ist es auch in diesem Fall schwer, das richtige Gleichgewicht zu finden, wenn sich Meinungsfreiheit und das Recht der Religionen, nicht verunglimpft zu werden – zumal an den Kultstätten – gegenüberstehen.

Aber ich denke, man kann es der russisch-orthodoxen Kirche nicht verübeln, wenn sie in der sog. ‚künstlerischen‘ Darbietung von Pussy Riot eine Verletzung des Christenrechts auf Achtung ihrer Kultstätten sieht. Eine Kirche kann ja nicht zur Bühne für politische Protestauftritte werden, selbst wenn diese gerechtfertigt sind; schon gar nicht, wenn dabei die Gefühle der christlichen Gemeinde verletzt werden.“

Die Erklärung des Turiner Soziologen endet mit der Feststellung, daß manche Verteidiger von Pussy Riot von christenfeindlichen Gefühlen angetrieben seien:

„Das zeigt zum Beispiel die Aktion der ‚Oben-ohne-Aktivistinnen‘ der ukrainischen Gruppe ‚Femen‘, die auf dem Hauptplatz in Kiew mit der Motorsäge ein Kreuz gefällt haben  –  kein einfaches Holzkreuz, wie teils geschrieben wurde, sondern ein Kruzifix mit Christusfigur, das unter Ausrufen antireligiöser Sprüche in den Staub geworfen wurde.“

Quelle: Internationale kath. Nachrichtenagentur ZENIT:  http://www.zenit.org


Orthodoxe Ordensfrau Hatune Dogan erhält den Stephanus-Preis 2012 zugunsten verfolgter Christen

Wegen ihres weltweiten Einsatzes für verfolgte Christen hat die aus der Türkei stammende, syrisch-orthodoxe Ordensschwester Hatune Dogan den „Stephanus-Preis 2012“ erhalten.

Der Gründer der „Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen“,Oberstudienrat i.R. Wolfgang Link, überreichte den mit 1500 Euro dotierten Preis am 18. August 2012 in Warburg.

Die 42-jährige Preisträgerin gründete das Hilfswerk „Helfende Hände für die Armen“ und rief die „Schwester-Hatune-Stiftung“ ins Leben.

Inzwischen koordiniert Frau Dogan die Arbeit von weltweit  rund 5000 Mitarbeitern. In Indien baut die Stiftung z.B. jährlich rund 500 Brunnen für jeweils 500 Euro, versorgt 15.000 Patienten unabhängig von deren religiösem Bekenntnis kostenlos mit Medikamenten, kauft nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ für  jeweils 300 Euro Armen eine Kuh, damit sie sich selbst ernähren können oder übernimmt das Schulgeld für Waisenkinder und bildet Näherinnen aus.

Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen steht der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz in Frankfurt nahe. Deren Geschäftsführer, Karl Hafen, sagte in einem Grußwort, dass es alle Preisträger auszeichne, dass ihren Worten Taten folgten: „Jeder unserer Preisträger lebt mit den Christen in  der Bedrängnis.“

Der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Julius Hanna Aydin, zeigte sich beeindruckt von dem Mut Dogans und davon, dass sie sich auch in „gefährlichen Situationen einmische und für verfolgte Christen eintrete.“

Die Laudatio hielt der Sprecher der IGFM-Gruppe Karlsruhe, Wilfrid Puhl-Schmidt. Wie er betonte, hat die Ordensschwester ihr „Leben total auf Verfolgte und Erniedrigte eingestellt“. Sie verstünde Flüchtlinge, weil sie selbst ein Flüchtling war und als 14-Jährige mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland floh.

Zudem würdigte Puhl-Schmidt ihre Wahrheitsliebe. Dogan beschreibe nicht nur Symptome, sondern decke Lügen auf. Vor allem den Medien habe sie immer wieder vorgeworfen, „die unvorstellbaren Greuel islamischer Extremisten an Christen zu verschweigen oder zu verharmlosen“.

Die Kraft für ihre Arbeit beziehe sie aus der Bibel. Ihr Leitspruch steht im Matthäus-Evangelium: „Ich sage euch, was ihr einem der geringsten Menschen getan habt, das habt ihr mir getan.“

Im vorigen Jahr wurde die evangelische Nachrichtenagentur Idea für ihre Berichterstattung über Christenverfolgung mit diesem Preis geehrt.

Quelle: www.idea.de


Abtreibung: Gibt es keine Grenzen für „Ärzte ohne Grenzen“ ?

Pressemitteilung der Initiative „Nie wieder!“ vom 20.8.2012:

Wer kennt sie nicht, die Vereinigung „Ärzte ohne Grenzen“. Weltweit versuchen sie, „allen Opfern Hilfe zu gewähren, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft oder politischen und religiösen Überzeugungen“, so ist auf ihrer Internetseite zu lesen.

Nicht selten gehen die engagierten Ärzte und Mitarbeiter auch in Konflikt- oder gar Kriegsgebiete, um unter Einsatz ihres eigenen Lebens anderen Menschen zu helfen.In der Tat lobens- und anerkennenswert. Deshalb erfährt diese internationale Organisation auch großzügige Unterstützung nicht nur in unserem Land, sondern es fließen auch Spendengelder zur finanziellen Bewältigung ihrer Arbeit.

Nach Anfrage einer deutschen Lebensrechtsorganisation geraten nun die „Ärzte ohne Grenzen“ allerdings in arge Bedrängnis und müssen um ihre Glaubwürdigkeit fürchten.

Der Geschäftsführer dieser in Berlin ansässigen Organisation, Frank Dörner, teilte mit, daß auch Abtreibung  –  die Ermordung ungeborener Kinder  –  „eine ihrer Leistungen“ sei.

Angesichts der Tatsache, daß   –   von deutschem Boden aus und durch deutsche Ärzte ausgeführt   –  der Tod wieder ein „Meister aus Deutschland“ ist, indem die Ermordung ungeborener Menschen als „Dienstleistung“ für die internationale Weltgemeinschaft durchgeführt wird, muß die Frage erlaubt sein, was „wir Deutschen“ aus unserer eigenen Geschichte gelernt haben.

Anscheinend haben die Erinnerungen an die Verbrechen der Nazis keinen positiven Einfluß mehr auf den Lebensschutz und das Lebensrecht eines jeden Menschen.

Mit Argumenten wie „Gesundheit der Frauen“ und „Müttersterblichkeit“ rechtfertigen die „Ärzte ohne Grenzen“ ihre Arbeit, die selbst beim Töten eines Menschen keine Grenzen kennt. Dort, wo der Schutz des ungeborenen Lebens nicht nur mit Füßen getreten, sondern die Ermordung auch noch gerechtfertigt wird, erfährt die Glaubwürdigkeit der „Ärzte ohne Grenzen“ ihre Grenze!

Wir fordern die „Ärzte ohne Grenzen“ auf, die Tötung ungeborener Kinder sofort zu beenden, aus ihrem „Dienstleistungsprogramm“ zu streichen und sich uneingeschränkt für alle Menschen einzusetzen, nicht nur „ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft oder politischen und religiösen Überzeugungen“, sondern auch ungeachtet ihres vor- oder nachgeburtlichen Alters.

Günter Annen


V.i.S.d.P.: Initiative Nie Wieder!, Cestarostraße 2, D-69469 Weinheim

Telefon:  06201/2909929, Fax: 06201/2909928  E-Mail: presse@nachrichten-lebensrecht.de


Pakistan: Behindertes Kind mit Down-Syndrom wegen „Blaspemie“ eingesperrt

Wegen des Vorwurfs der „Blasphemie“ ist eine elfjährige, behinderte Christin mit Down-Syndrom verhaftet worden; sie heißt Rimsha Masih  –  ihr Nachnahme bedeutet „Christin“.

Im islamisch geprägten Pakistan wird Kritik am Koran oder am „Propheten“ Mohammed aufgrund des „Blasphemie-Paragraphen“ schwerstens bestraft   –  bis hin zur Todesstrafe.

Einwohner eines Dorfes bei Islamabad, aus dem das Mädchen stammt, hatten dem Kind vorgeworfen, Seiten eines Lesebuches  mit arabischen Schriftzeichen, möglicherweise den Koran, verbrannt zu haben. Daraufhin verprügelte eine aufgebrachte Menge das Kind, seine Mutter und eine Schwester und setzte mehrere Häuser von Christen in Brand. Etwa dreihundert christliche Familien sind jetzt auf der Flucht aus dem christlichen Slum von Islamabad.    

Rimsha Masih soll nun vor Gericht gestellt werden. Paul Bhatti, der Berater des Ministeriums für Nationale Harmonie, habe sich in den Fall eingeschaltet und bemühe sich um rechtlichen Beistand für das Kind, heißt es weiter. 

Quelle: Radio Vatikan


Mietnomade sticht Vermieter-Ehepaar nieder – beide sind lebensgefährlich verletzt

Zu einer brutalen Tat ist es am heutigen Montag gegen 10 Uhr in Berlin-Friedrichshain bei einer Zwangsräumung gekommen:

Einem 51-jährigen Mieter stand eine Zwangsräumung bevor. Vor der Räumung, gegen 10 Uhr, soll der Mann auf seinen 66-jährigen Vermieter und dessen Ehefrau (64) im Hausflur getroffen sein. „Dort kam es zwischen ihnen zum Streit“, hieß es bei der Polizei.

Plötzlich zückte der Mieter ein Messer und verletzte den Mann und die Frau durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper. Ein anderer Mieter verständigte wenige Minuten später die Rettungskräfte, die beiden Opfer lagen zu diesem Zeitpunkt im Hinterhof des Hauses. Sie wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht und werden zur Stunde operiert.

Der mutmaßliche Täter blieb laut Polizei auf einem Treppenabsatz hocken und ließ sich widerstandslos festnehmen. Vor der Tat hatte er jedoch bereits ein Feuer in seiner Wohnung entfacht und die Wasserhähne aufgedreht. „Er wollte die Wohnung offenbar total verwüsten“, sagte ein Ermittler. Doch das Feuer konnte rechtzeitig gelöscht werden.  Die Räume sind vollkommen verwahrlost und vermüllt, die Zwangsräumung war offenbar angesetzt, weil der Mieter zudem mit seinen Zahlungen in Verzug geraten war.

Auch der mutmaßliche Täter liegt zur Stunde mit Kopfverletzungen im Krankenhaus und ist nicht ansprechbar. Vermutlich haben sich seine Opfer gewehrt und ihm dabei Verletzungen beigebracht. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: gekürzt aus Berliner „Tagesspiegel“ vom heutigen Montag:

http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/gewalttat-vor-zwangsraeumung-mieter-sticht-vermieter-ehepaar-nieder-/7022000.html