„Caritas International“ äußert sich besorgt über Gefahr von Chaos in einem Syrien „nach Assad“

Die aktuelle Situation in Syrien macht auch eine wirksame Hilfe für Flüchtlinge immer schwieriger. Das erklärte Christoph Klitsch-Ott, der Leiter des Bereichs Naher Osten bei Caritas International, dem Münchner Kirchenradio:

„Alle Beobachter gehen davon aus, dass die bisherige Regierung in Syrien irgendwann fallen wird – es ist nur die Frage, zu welchem Preis.

Auf der anderen Seite gibt es in der Opposition derzeit keine Führungspersönlichkeit oder Führungskraft, die die Leitung des Landes übernehmen könnte, so dass die Gefahr besteht, dass nach dem Fall der jetzigen Regierung in Syrien auf Monate und Jahre hinaus das Chaos herrschen wird, ähnlich wie im Irak über viele Jahre.

Man muss also damit rechnen, dass weitere Syrer das Land verlassen und in die angrenzenden Länder flüchten werden. Libanon und Jordanien sind im Grunde genommen schon jetzt jenseits ihrer Kapazitäten, nur die Türkei kann noch Flüchtlinge aufnehmen; da gibt es allerdings das Sonderproblem, dass die syrischen Kurden auch nach Unabhängigkeit streben, was zu großen politischen Verwerfungen mit der Türkei führen kann.“

Quelle: Radio Vatikan

 



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