Orthodoxe Ordensfrau Hatune Dogan erhält den Stephanus-Preis 2012 zugunsten verfolgter Christen

Wegen ihres weltweiten Einsatzes für verfolgte Christen hat die aus der Türkei stammende, syrisch-orthodoxe Ordensschwester Hatune Dogan den „Stephanus-Preis 2012“ erhalten.

Der Gründer der „Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen“,Oberstudienrat i.R. Wolfgang Link, überreichte den mit 1500 Euro dotierten Preis am 18. August 2012 in Warburg.

Die 42-jährige Preisträgerin gründete das Hilfswerk „Helfende Hände für die Armen“ und rief die „Schwester-Hatune-Stiftung“ ins Leben.

Inzwischen koordiniert Frau Dogan die Arbeit von weltweit  rund 5000 Mitarbeitern. In Indien baut die Stiftung z.B. jährlich rund 500 Brunnen für jeweils 500 Euro, versorgt 15.000 Patienten unabhängig von deren religiösem Bekenntnis kostenlos mit Medikamenten, kauft nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ für  jeweils 300 Euro Armen eine Kuh, damit sie sich selbst ernähren können oder übernimmt das Schulgeld für Waisenkinder und bildet Näherinnen aus.

Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen steht der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit Sitz in Frankfurt nahe. Deren Geschäftsführer, Karl Hafen, sagte in einem Grußwort, dass es alle Preisträger auszeichne, dass ihren Worten Taten folgten: „Jeder unserer Preisträger lebt mit den Christen in  der Bedrängnis.“

Der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Julius Hanna Aydin, zeigte sich beeindruckt von dem Mut Dogans und davon, dass sie sich auch in „gefährlichen Situationen einmische und für verfolgte Christen eintrete.“

Die Laudatio hielt der Sprecher der IGFM-Gruppe Karlsruhe, Wilfrid Puhl-Schmidt. Wie er betonte, hat die Ordensschwester ihr „Leben total auf Verfolgte und Erniedrigte eingestellt“. Sie verstünde Flüchtlinge, weil sie selbst ein Flüchtling war und als 14-Jährige mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland floh.

Zudem würdigte Puhl-Schmidt ihre Wahrheitsliebe. Dogan beschreibe nicht nur Symptome, sondern decke Lügen auf. Vor allem den Medien habe sie immer wieder vorgeworfen, „die unvorstellbaren Greuel islamischer Extremisten an Christen zu verschweigen oder zu verharmlosen“.

Die Kraft für ihre Arbeit beziehe sie aus der Bibel. Ihr Leitspruch steht im Matthäus-Evangelium: „Ich sage euch, was ihr einem der geringsten Menschen getan habt, das habt ihr mir getan.“

Im vorigen Jahr wurde die evangelische Nachrichtenagentur Idea für ihre Berichterstattung über Christenverfolgung mit diesem Preis geehrt.

Quelle: www.idea.de



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