Erzbischof Müllers Impressionen zwischen Regensburg und Rom

Dieses interessante Video-Interview der Mittelbayerischen Zeitung wurde kurz nach der päpstlichen Ernennung des Regensburger Oberhirten zum Chef der vatikanischen Glaubenskongregation aufgenommen.

Der neue römische Glaubenspräfekt äußert sich in diesem Gespräch über seine Eindrücke aus der Regensburger Zeit, über all das, was er in Zukunft vermissen wird, aber auch über die Herausforderung seiner neuen Aufgabe als Hüter des Glaubens in der katholischen Weltkirche.

Mit einem Klick sind Sie in dieser Gesprächs-Dokumentation:

Fernseh-Interview mit Erzbischof Müller

Foto: Bischöfliches Ordinariat Regensburg


Donnerstag-Abend: ZDF-Talksendung „Maybritt Illner“ über „Adoptionsrecht für Homo-Ehen?“

TV-Gesprächsrunde mit Katherina Reiche und Hedwig von Beverfoerde

Am morgigen Donnerstag, den 30. August, läuft um 22,15 Uhr die Illner-Talkshow zum Thema: Zwei Männer und ein Baby – gleiches Recht für Homo-Ehen?“

Das wäre zunächst nicht erwähnenswert, doch einige Gesprächspartner sind aus unserer Sicht sehenswert und erfreulich, vor allem Hedwig Freifrau von Beverfoerde, die Sprecherin der Initiative Familienschutz.

Die katholische Baronin und Publizistin setzt sich seit langem für Ehe, Familie und Elternrecht ein; sie veröffentlicht zudem fundierte Kommentare zu Themen aus Politik und Wirtschaft , u.a. in der liberal-konservativen Webseite Freie Welt.

Interessant könnten auch die Äußerungen der CDU-Staatssekretärin Katherina Reiche werden, deren klare Stellungnahmen zur Familienpolitik in jüngster Zeit für erheblichen Wirbel sorgten; dabei hatte die dreifache Mutter zu Recht auf den grundsetzlichen Schutz  und die hohe Bedeutung von Ehe und Familie hingewiesen und erklärt: „Unsere Zukunft liegt in der Hand der Familien!“

Erfrischend und zeitgeistkritisch sind im allgemeinen auch die Klartexte von Phillip Gut, dem  Schweizer Journalisten und stellv. Chefredakteur der nonkonformen „Weltwoche„.

Diesen drei Befürwortern der bürgerlichen Ehe und Familie stehen vier völlig andersdenkende Gäste gegenüber, darunter Volker Beck und Lilo Wanders.


Euthanasie/“Sterbehilfe“: Bundeskabinett verabschiedet umstrittenen Gesetzentwurf nahezu unverändert

Mathias von Gersdorff

Der jetzt vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf sieht vor, gewerbsmäßige Sterbehilfe künftig unter Strafe zu stellen. Angehörige und andere nahestehende Personen blieben aber straffrei.

Von Ärzten und Pflegekräften ist allerdings nicht mehr explizit die Rede. Ihre Mitwirkung wird aber nicht ausgeschlossen und könnte straffrei bleiben, falls sie den Patienten seit langem besonders nahe stehen. Aus diesem Grund wird befürchtet, dass sich die Rolle des Arztes langfristig ändert.

Nun geht der Entwurf in die parlamentarische Beratung.

Dieser Entwurf von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wurde  von Kirchen, Lebensrechtlern und der Deutschen Hospiz-Bewegung massiv kritisiert.

In allen bioethischen Themenfeldern  – zumal dem Lebensrecht   –  erwiesen sich die allerersten „Reformen“ schließlich als Dammbruch, unabhängig davon, wie gering die Liberalisierung zunächst erschien: Abtreibungsgesetzgebung, Stammzellenforschung, Präimplantationsdiagnostik (PID) usw.

Es gibt keinen logischen Grund, anzunehmen, warum dies hinsichtlich der Sterbehilfe nicht ebenso geschehen wird.

Bedenklich ist auch, dass so getan wird, als ob seitens der „Angehörigen und anderen nahestehenden Personen“ von vornherein kein besonderes Interesse an einem Selbstmord des Patienten besteht.

Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kommentiert dazu in der gedruckten Ausgabe vom 29. August:

„Mitunter haben gerade Nahestehende ein besonderes Interesse am (Frei-)Tod des Nächsten. Dahinter kann ein schändlicher materieller Wunsch stehen. Oder der Vorsatz, es nicht auf womöglich langjährige Pflege ankommen zu lassen. Oder der missverstandene Wunsch des Schwerkranken. Solche Konstellationen kann man nicht pauschal unterstellen, aber auch nicht ignorieren. Nicht jede Tür lässt sich wieder schließen.“

Mathias von Gersdorff ist katholischer Publizist und Leiter der Aktion „Kinder in Gefahr“

Jerusalem: Bekannte Montefiore-Windmühle wiedereröffnet

Wer einmal Jerusalem besucht hat, kennt die Montefiore-Windmühle im Viertel Mishkenot Shaananim, die für eine nahöstliche Stadt einen eher ungewöhnlichen Anblick bietet.

Die 1858 von dem britisch-jüdischen Philanthropen gebaute Windmühle bedurfte einer dringenden Renovierung, die nun abgeschlossen wurde.

Am Dienstagabend wurde die mit frischen Flügeln versehene Mühle wiedereröffnet.


Ministerpräsident Netanyahu bei der Zeremonie, links Bürgermeister
Nir Barkat   (Foto: GPO)

Finanziert wurde die Renovierung mit Geldern der Jerusalem Foundation, aus dem Amt des Ministerpräsidenten und mit Spendengeldern  –  aus wie könnte es anders sein  –  den Niederlanden, der Heimat aller Windmühlen.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Streit um den Hindenburgplatz in Münster: einseitige Berichterstattung der Regionalzeitungen

Am 16. September 2012 entscheiden die Bürger von Münster über die Frage, ob der Name Hindenburgplatz erhalten bleibt oder zukünftig „Schlossplatz“ heißen soll, wie vom Rat der Stadt beschlossen.

Seit Jahrzehnten ergaben Umfragen zu diesem Thema stets eine klare Mehrheit (meist Zwei-Drittel) zugunsten des Hindenburgplatzes, der in der Weimarer Republik nach dem damaligen, beim Volk sehr beliebten Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847 – 1934) genannt wurde.

Die beiden Regionalzeitungen der westfälischen Metropole  –  nämlich die ohnehin linksgerichtete „Münstersche Zeitung“, aber auch die sich eher bürgerlich präsentierenden „Westfälischen Nachrichten“  –  agi(ti)eren mit ihrer einseitigen Berichterstattung gegen den Hindenburplatz und schieben eifrig Reklame für dessen  Umbenennung in „Schlossplatz“.

Der folgende Artikel beleuchtet dies näher:

„Mit allen Mitteln wird zur Zeit von Seiten des Oberbürgermeisters Markus Lewe und seiner Auftrags-Gutachter von der Uni Münster versucht, einen erfolgreichen Bürgerentscheid für die Beibehaltung des Namens „Hindenburgplatz“ zu verhindern. Unter enormem Material- und Kostenaufwand wird gegenwärtig die gesamte Stadt mit den gelben Schlossplatz-Plakaten zugepflastert.

Auch die Zeitung „Westfälische Nachrichten“ hat sich inzwischen weit von einer neutralen Berichterstattung entfernt und lässt fast nur noch solche Stimmen zu Wort kommen, die den Namen „Schlossplatz“ favorisieren oder die Hindenburgplatz-Befürworter in die „rechte Ecke“ rücken – ein Skandal innerhalb der Presselandschaft eines demokratischen Staates.

Zudem veröffentlicht die Zeitung inzwischen fast nur noch Leserbriefe, die sich für den Schlossplatz aussprechen. Die zahlreichen Historiker, welche eine Umbenennung des Hindenburgplatzes strikt ablehnen, kommen in der Berichterstattung praktisch nicht mehr vor.

Nicht auszuschließen ist, dass die Zeitung damit auch zu einer Radikalisierung der Schlossplatz-Befürworter beiträgt. Am 22.8.2012 kam es in Münster-Ost zu einer Morddrohung gegen einen umbenennungskritischen CDU-Politiker – vermutlich durch einen Linksextremisten.

Eine Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Ost am darauffolgenden Tag musste wegen der Morddrohung in Anwesenheit von Beamten des Staatsschutzes stattfinden. Die Münsteraner Zeitungen berichteten – bezeichnenderweise – nur am Rande über diese unglaublichen, kriminellen Vorgänge.

Bekannt ist, dass die Schlossplatz-Befürworter an der Uni Münster direkt mit linksradikalen Organisationen zusammenarbeiten. Mehr zu diesem Thema hier. 

Quelle und Fortsetzung dieses Artikels bei Kul-Tours:

http://www.kul-tours.de/hindenburgplatz-muenster-westfaelische-nachrichten.htm

Plakat der Bürgeraktion pro Hindenburgplatz:


Test-Ergebnis bei Pendel, Wünschelrute, Bio-Eier: alle vier (aber)gläubigen Teilnehmer durchgefallen

Kürzlich sind die alljährlichen PSI-Tests der Skeptiker-Vereinigung GWUP an der Universität Würzburg zu Ende gegangen.

Diesmal gab es vier Teilnehmer, die von sich überzeugt sind, paranormale Fähigkeiten zu besitzen, und diese bei einem kontrollierten Experiment auch unter Beweis stellen zu können.

Allein diese Bereitschaft zur wissenschaftlichen Überprüfung verdient Respekt.

Wirklich funktioniert hat der Nachweis indes bei keinem von ihnen.

Ein naturverbundener Österreicher wollte mit seinem Pendel Bio-Eier von Eiern aus konventioneller Haltung sowie unbehandeltes Saatgut von gebeiztem unterscheiden. Sowohl die Bio-Eier als auch die unbehandelten Ölkürbissamen brachte er aus einem zertifizierten Betrieb gleich mit.

Ein 1-aus-10-Doppelblindtest (ein Bio-Ei gegenüber neun konventionellen Eiern beziehungsweise ein Beutelchen unbehandelter Samen gegenüber neun Beutelchen mit gebeiztem) war problemlos zu konzipieren und hätte sieben Treffer des Kandidaten erbringen müssen, um eine zweite Testphase zu rechtfertigen.

Die Zufallserwartung liegt bei der skizzierten Versuchsanordnung bei 1,3 Treffern – und hätte das Ausscheiden des Probanden zur Folge.

Der Gärtnerei-Besitzer erzielte beim Eier-Test null Treffer und beim Samen-Test einen einzigen – und ließ danach leise Selbstzweifel anklingen. Das erleben wir bei unseren Tests sehr selten und verdient wiederum Respekt.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: http://blog.gwup.net/2012/08/26/psi-tests-2012-bio-eier-pendel-und-wunschelruten/


Hessen-FDP kritisiert den Europa-Kurs der Kanzlerin und unterstützt die Position der CSU

FDP-Chef: Gilt das Recht des Stärkeren oder die Stärke des Rechts?

Der Vorsitzende der hessischen FDP, Jörg-Uwe Hahn, hat die scharfe Kritik von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt gegenüber Griechenland verteidigt und zugleich schwere Bedenken gegenüber der  Euro-Strategie von Bundeskanzlerin Merkel  geäußert.

„Auch wenn CSU-Generalsekretär Dobrindt sich sehr plastisch ausdrückt, steckt hinter seinen Aussagen die Angst um die Stabilität des Euro“, sagte Hahn dem Handelsblatt (online).

Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) etwa Anleihen von schwächelnden Euro-Staaten aufkaufe, mache sie die Schulden unserer europäischen Partner direkt zu unseren Schulden. „Wenn dann nicht einmal Politiker darüber entscheiden, sondern sich EZB-Banker diese Entscheidungsbefugnis unrechtmäßig anmaßen, dann kann einem schon mal die Hutschnur platzen.“

Entscheidungen solchen Ausmaßes gehörten, wie es Bundesbankchef Jens Weidmann sage, in die Parlamente und dürfe nicht von Personen getroffen werden, die keinerlei politische Rechtfertigung gegenüber den Bürger befürchten müssen.

Als geradezu lächerlich bezeichnete es Hahn in diesem Zusammenhang, wenn CDU-Politiker  –  wie der Europaabgeordnete Elmar Brok  –  die geplanten Anleihekäufe der EZB mit deren Unabhängigkeit begründeten. Genau das Gegenteil sei der Fall:

„Hier soll eine rote Linie überschritten werden, die Bundesbankchef Weidmann zu Recht versucht zu verteidigen“, unterstrich Hahn.

Er bleibe daher dabei, auch unabhängige Institutionen müssten sich innerhalb ihres festgelegten Auftrages bewegen. Bei den Anleihekäufen solle aber das Recht des Stärkeren vor die Stärke des Rechts gestellt werden.

Scharfe Kritik äußerte der FDP-Politiker an der Kanzlerin. „Frau Merkel schafft es nicht, bei der Bekämpfung der Euro-Krise einen klaren Kurs vorzugeben“, sagte Hahn. „Das kann auch daran liegen, dass es einem schwer fällt, ihren Schlingerkurs zu folgen.“

Es seien die Liberalen gewesen, die als erste klare Kante in der Griechenland-Frage gezeigt sowie Euro-Bonds und eine Schuldenunion verhindert hätten. „Die Unionsfraktionen müssen jetzt schleunigst damit beginnen, wieder mit einer Stimme zu sprechen“, sagte Hahn.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur