„Ichwanisierung“ in Ägypten: Staatlich-islamischer Druck auf Juden und Bürgerrechtler verschärft

Derzeit geht das neue islamistische Regime nicht allein gegen christliche Kopten vor, sondern auch gegen die letzten Juden Ägyptens. Ihnen wurde verboten, in ihren zwei übrig gebliebenen Synagogen am 16. September das jüdische Neujahrfest Rosch Haschanah zu feiern.

Bisher hatten nicht einmal deklarierte Judenfeinde wie Präsident Nasser deren religiöses Leben beeinträchtigt, selbst während der Kriege Ägyptens mit Israel nicht.

Auch der ägyptische Menschenrechts-Rat wird jetzt mit einem Muslim-Bruder als neuem Vorsitzenden an die kurze Leine von Präsident Muhammad Mursi genommen.

Damit nicht genug: Mursi wechselte Mitte der Woche zehn Gouverneure aus. Diese sind in ihren Provinzen ähnlich mächtig wie der Präsident über ganz Ägypten. Drei der neuen Statthalter kommen aus dem Obersten Führungsrat der Muslim-Bruderschaft.

Neu ernannt wurden nicht nur die Gouverneure von Kairo und Alexandria, sondern auch im noch knapp mehrheitlich christlichen Oberägypten.

Der ägyptische Volksmund hat für diese Entwicklung schon ein Schlagwort geprägt: „Ichwanisierung“ vom arabischen „Ichwan“ für die Muslim-Brüder. Diese Durchdringung des gesamten öffentlichen Lebens mit der Ideologie des politischen Islam wird dadurch erleichtert, daß nach dem Sturz von Präsident Mubarak dessen struktureller Machtapparat in Kairo intakt geblieben ist, so daß man ihn  nun für islamistische Zwecke nutzen kann.

Quelle: www.jesus.ch


Marianisches Jubeljahr zur 700-jährigen Verehrung des Madonnenbildes von Montevergine ausgerufen

Kardinal Bertone zelebrierte eine Festmesse im Marienheiligtum der Benediktiner

Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone feierte am 1. September 2012 einen Festgottesdienst in der Benediktiner-Abtei Montevergine in der Provinz Avellino. Er betonte, die Würde der Gottesmutterschaft sei nicht die einzige Begnadigung für die Madonna gewesen; sie habe sich als Magd des HERRN verstanden und so sei sie für den Willen Gottes immer empfänglich gewesen.

Im Heiligtum von Irpinia eröffnete der Sekretär des Papstes das Marianische Jubeljahr, das Papst Benedikt XVI. anläßlich des 700-jährigen Bestehens der Verehrung des Madonnenbildes Unserer Lieben Frau von Montevergine ausgerufen hatte.

Zusätzlich zu diesem Jahrestag feierte die Benediktinergemeinschaft auch die Rückführung der Gottesmutter-Ikone in ihre Ursprungskapelle. Im Jahre 1960 war das Bild in das Innere der neuen Basilika des Heiligtums übergeführt worden.

Der Kardinal betonte die Heiligkeit und Vorzüglichkeit Mariens als Helferin Gottes, als Fürsprecherin und als Trost für alle Gläubigen, die sich vertrauensvoll an sie wenden.

Quelle: kath. Nachrichtenagentur ZENIT: www.zenit.org


Israel: Vize-Außenminister Ayalon besucht geschändetes Kloster von Latrun

„Dieser Akt des Terrorismus verletzt auch das jüdische Volk“

Der stellv. Außenminister Danny Ayalon am hat Mittwochabend das katholische Kloster von Latrun besucht (siehe Foto), nachdem es am Dienstag geschändet worden war  – mutmaßlich bei einer sog. „Preisschild-Aktion“ durch jüdische Extremisten.  In Latrun traf Ayalon mit dem Abt des Klosters, Vater René, zusammen und erklärte:

„Ich bin stellvertretend für die Regierung und das israelische Volk hierhergekommen, um Ihnen unser Mitgefühl und unsere Unterstützung anzubieten. Dieser Akt des Terrorismus verletzt nicht nur die Mönche im Kloster; er verletzt das jüdische Volk und den Staat Israel.


(Foto: GPO)

Dies ist nicht der Weg des Zionismus oder Judentums  –  es ist das genaue Gegenteil.  Religionsfreiheit und Freiheit des Kultus sind wichtige Werte in der israelischen Demokratie  –  und wir werden nicht zulassen, dass sie in Frage gestellt werden.  Ein Angriff auf eine Kirche ist gleichzeitig ein Angriff auf Synagogen und Moscheen. Die israelische Regierung hat nicht vor, diesen verwerflichen Akt zu ignorieren und wird alles unternehmen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.“

Quelle: Außenministerium des Staates Israel, 6.9.2012


Sonntag, 9. September: Wallfahrt auf den Steinknock im Bistum Bamberg

Am kommenden Sonntag, den 9.  September,  beginnt ab 14 Uhr die alljährliche Sakramentsprozession von der Pfarrkirche in Mistendorf bis zur neugotischen Kapelle auf dem Steinknock, die in idyllischer Landschaft gelegen ist, romantisch und einsam auf einer Anhöhe in einer Waldlichtung.

Dorthin pilgern Wallfahrer seit Jahrhunderten zur eucharistischen Anbetung und zur Verehrung der Gottesmutter.

Der bodenständige Geistliche Otto Wohlleber ist seit über 30 Jahren Pfarrer von Mistendorf bei Strullendorf an der Grenze zur sog. „fränkischen Schweiz“. Er oder ein befreundeter Geistlicher trägt das Allerheiligste bei der Prozession auf den Berg hinauf und wieder hinunter zur Dorfkirche. Pfarrer Wohlleber leitet die Andacht, ein Ordensgeistlicher wird die Predigt halten.

Auch Erzbischof Ludwig Schick von Bamberg besuchte vor drei Jahren den ländlichen Pilgerort und feierte anläßlich des 350-jährigen Jubiläums in der Kapelle eine Festandacht. Nur noch 16 Prozent der Katholiken würden regelmäßig am Sonntag die hl. Messe besuchen, bedauerte der Bamberger Oberhirte damals in seiner Predigt.  Deshalb sei der Steinknock als Fingerzeig Gottes, die Eucharistie zu verehren, so wichtig. „

Die Wallfahrtskapelle solle für die ganze Erzdiözese eine Einladung  zur Verehrung des Allerheiligsten sein“, betonte der Erzbischof. 

Wenn wir auf den Wegen und Geboten Gottes und der Kirche bleiben, gelangen wir zum Hochzeitsmahl des ewige Lebens, erklärte Schick.

Daher müßten ehrwürdige eucharistische und marianische Stätten wie der Steinknock und bewährtes Brauchtum weiter gepflegt werden. Besonders bedankte er sich bei Ortspfarrer Otto Wohlleber, der sich seit mehreren Jahrzehnten um diese eucharistische Wallfahrtsstätte kümmert.

Pilger von nah und fern kommen das ganze Jahr über zur Wallfahrtskapelle, vor allem viele Gläubige aus dem Bamberger Umland, manchmal auch ganze Busse.

Von der Fastenzeit bis Ende Oktober ist die Kapelle sonntags und feiertags geöffnet; in dieser Zeit zelebriert Pfarrer Wohlleber jeden Donnerstag um 8 Uhr eine hl. Messe, die mit Andächtigen gefüllt bis überfüllt ist: manchmal stehen die Menschen  sogar auf der Treppe vor dem kleinen Kirchlein. 

Dort gibt es noch Glöcklein mit Handbetrieb, die Kapelle hat keinen elektr. Strom, aber Kerzen auf den Sitzbänken, damit die Leute etwas sehen können. Es gibt dort auch Maiandachten und Rosenkranz-Andachten im Oktober.

Die Wallfahrt auf den Steinknock geht auf einen wundersamen Hostienfund vor über 350 Jahren zurück:

Im Jahre 1659 war auf dem Steinknock von den Pfarrern Christoph Reinhard aus Mistendorf und Heinrich Hagedorn aus Geisfeld eine große Hostie in einem Eichenstock auf dem Steinknock gefunden worden   –  verborgen in einem Lederbeutel, der erstaunlicherweise völlig unversehrt war  – ebenso wie die hl. Hostie.

Die beiden Geistlichen waren dorthin gegangen, weil die Konvertitin Maria Drechsler aus Zeegendorf, die zum katholischen Glauben übertrat, sie nach entsprechenden Visionen dazu gedrängt hatte.

An dem Fundort wurde eine kleine Holzkapelle errichtet und schon bald begannen die Wallfahrten: seitdem pilgern Menschen dorthin, um ihre Anliegen vor Gott zu bringen, die Gottesmutter um ihre Fürsprache anzurufen und für erlangte himmlische Hilfe zu danken.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Köln: 65.000 Menschen besuchten das Bibelschiff, die „Arche Noah“

14 Monate ankerte ein Nachbau der Arche Noah (siehe Foto) im Kölner Hafenviertel. 65.000 Interessierte besuchten das Museumsschiff. Nun fährt es zurück in die Niederlande und soll im Mai 2013 zum Kirchentag in Hamburg erscheinen.

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Der Entertainer Aad Peters will mit dem Nachbau im Maßstab 1:2 der biblischen Arche Noah Kindern und Erwachsenen die Berichte und Grunderfahrungen der Bibel nahebringen. Auf vier Stockwerken werden Szenen aus dem Alten und Neuen Testament präsentiert. Ein Quiz vermittelt spielerisch wichtiges Wissen über die Erzählungen der Heiligen Schrift.

Peters erwarb die 70 Meter lange und 13 Meter hohe Arche im Oktober 2010 von einem niederländischen Unternehmer und gestaltete sie nach eigenen Ideen aus. Seit Anfang 2011 lag das Schiff in Aalsmeer, Haarlem und Gouda vor Anker und empfing nach Veranstalterangaben dort insgesamt rund 25.000 Gäste.

„Als Puppenspieler muss ich immer zwischen Amüsement und Tiefgang balancieren“, sagt Peters. Neben der Unterhaltung komme der Erlebnispark auch „zu den Fragen, was das alles mit meinem Leben zu tun hat“.

Noch wichtiger sei ihm aber, daß die Menschen und vor allem Kinder die „guten Geschichten“ der Bibel kennenlernten, die ein wichtiger Teil ihrer Kultur seien.

Peters hat seit 1980 als Puppenspieler und Produzent in rund 50 Ländern weltweit gearbeitet. Neben vielfältigem sozialem Engagement warb er in Konfliktregionen für Versöhnung, darunter im libanesischen Bürgerkrieg, in Syrien oder im Iran. Peters wurde er von der niederländischen Königin Beatrix in den Ritterstand erhoben.

Quelle (Text/Foto): evangelikale Nachrichtenseite www.jesus.ch