Afrikanische und lateinamerikanische Bischöfe besorgt über Vormarsch von Sekten

Die Bischöfe der portugiesisch-sprachigen Länder zeigen sich besorgt über das Vorrücken von Sekten in ihren Diözesen. Die neue Attraktivität der Sekten war das Hauptthema des internationalen Treffens der Bischöfe aus Angola, Brasilien, Guinea-Bissau, Mosambik, Portugal, São Tomé und Príncipe, sowie Osttimor, das am gestrigen Montagabend in der Hauptstadt Osttimors zu Ende ging.

Der Erzbischof von Palmas in Brasilien, Pedro Brito Guimarães, erklärt im Interview mit Radio Vatikan die Kennzeichen der neuartigen Sekten:

„Die Sekten sind praktisch alle gleich. Wir könnten sie mit einem weltweiten Konzern vergleichen. Sie wechseln von einem Land zum anderen, entstehen an einem Ort und zeigen sich an einem anderen. Vor allem diejenigen nordamerikanischer und brasilianischer Prägung weisen Gemeinsamkeiten auf, die sie als sehr ähnlich erscheinen lassen: Ihre Arbeitsweise, ihr spirituelles Angebot und auch die Zielgruppen.“

Die Länder, die sich dem portugiesischen Sprachraum zurechnen, vereinen eine Bevölkerung von etwa 250 Millionen Menschen. Vor allem pfingstlerische und charismatische Sekten fänden gerade hier ein fruchtbares Umfeld, so der Erzbischof weiter, denn:

„Die Menschen brauchen etwas Neues, das unmittelbar ihre Probleme löst. Sie brauchen jemanden, der eine Heilung vornimmt oder eine Befreiung, ein Wunder, das das hergibt, was man auf normalem Weg nicht erhalten kann. Die katholische Kirche arbeitet nicht auf diese Weise.“

Quelle: Radio Vatikan


Regensburg: Das Kirchenvolk verabschiedet Bischof Gerhard L. Müller am 23. September

Meldung der Bischöflichen Pressestelle Regensburg:

Papst Benedikt hat Erzbischof Gerhard Ludwig Müller zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt. Nach fast zehnjähriger Amtszeit verlässt der Regensburger Oberhirte unsere Diözese und wird in Zukunft in Rom wirken.

In Dankbarkeit für sein segensreiches Wirken für die Kirche von Regensburg von 2002 bis 2012 verabschiedet das Bistum seinen bisherigen Bischof. Den Dank gegenüber Gott feiern die Gläubigen in einem festlichen Pontifikalamt um 15 Uhr im Hohen Dom St. Peter zu Regensburg, dem Erzbischof Gerhard Ludwig Müller vorstehen wird.

Im Anschluss daran, gegen 16.30 Uhr, lädt Diözesanadministrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner alle Gläubigen zu einer Begegnung auf dem Domplatz ein, die um 19 Uhr mit einem kurzen Orgelkonzert in der Kathedrale St. Peter ihren Abschluss findet.

Auf dem südlichen Domplatz werden zusätzliche Sitzplätze sowie eine Bild‐ und Tonübertragung für die Mitfeier des Pontifikalamts bereitgestellt.

Während der Begegnung auf dem Domplatz gibt es für alle Gäste kostenlos kalte und warme Getränke. Gegen einen Unkostenbeitrag von 1 Euro werden Bratwurstsemmeln, Brezeln und Gebäckstücke angeboten.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt die Jugendblaskapelle St. Konrad.

An zwei Stehpulten können sich die Gläubigen in Gästebücher eintragen und so ihrem bisherigen Oberhirten einen persönlichen Gruß zukommen lassen.

Alle Gläubigen sind zur Mitfeier des Gottesdienstes, der Begegnung auf dem Domplatz und dem Orgelkonzert im Dom recht herzlich eingeladen.

Erzbischof Gerhard Ludwig Müller bittet, auf persönliche Geschenke zu verzichten. Stattdessen freut er sich über eine Spende zugunsten der Caritas‐Schwangerenberatung im Bistum Regensburg. Spendenkonto 760 – BLZ 750 903 00.  – Verwendungszweck: Helfen und Beraten.

Von 15 Uhr bis 19.30 Uhr besteht auf dem Domplatz eine Vollsperrung. Es gibt keine Umleitung zu den umliegenden Straßen. Parkmöglichkeiten findet man in den Parkhäusern „Dachauplatz“ und „Bismarckplatz“ sowie auf dem „Donaumarkt“ und „Am alten Eisstadion“.

Mit bestem Gruß
Jakob Schötz

stellv. Leiter / Pressesprecher
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Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg

Fon: 0941/597-1061         Fax: 0941/597-1063
Email: jschoetz.medien@bistum-regensburg.de


Briefzustellung am nächsten Tag? – Deutsche Post schafft keine Quote von 80%

Briefe sind mit der Deutschen Post häufig deutlich länger unterwegs als nur einen Tag. In einer Stichprobe für die NDR-Doku  Der große Post-Check haben Reporter ihre Briefe quer durch Deutschland geschickt.
Lediglich 60 Prozent der Briefe landeten am nächsten Werktag im Briefkasten der Empfänger.
Damit verstößt die Deutsche Post gegen die Post-Universaldienstleistungsverordnung. Darin ist gesetzlich verankert, daß die Post mindestens 80 Prozent der Briefe am nächsten Werktag zustellen muß.

Nach einer Statistik, die die Post selbst veröffentlicht hat, werden 95 Prozent aller Briefe bereits am Folgetag zugestellt. Auf die Recherchen des NDR reagierte das Unternehmen ausweichend: Man garantiere ja nicht, daß die Briefe am nächsten Tag ankommen. Dies sei vielmehr ein Kundenanspruch, dem man genügen wolle. Das gelinge nicht in jedem Fall.

 Quelle: NDR Norddeutscher Rundfunk (ots)


Junge Mütter nutzen kinderfreie Zeiten zum Schlafen

Zeit für eigene Interessen und Bedürfnisse stellen junge Mütter nach der Geburt ihres Kindes zunächst hinten an. Jede Minute verbringen sie mit dem Nachwuchs. Doch was tun junge Mütter als erstes, wenn sie wieder Zeit für sich zur freien Verfügung haben – ohne Kind? Sie schlafen!

Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage unter Müttern zwischen 18 und 45 Jahren im Auftrag des Magazins BRIGITTE-MOM. 

Die mit Abstand häufigste Antwort auf die Frage, wie sie die erste freie Zeit ohne Kind verbrachten, war Schlafen: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) nutzte ihre Kinder-Auszeit zum Ausruhen. Dabei war der Schlafbedarf bei den jüngeren Müttern bis 34 Jahre um einiges höher (60 Prozent) als bei den Älteren ab 35 Jahre (48 Prozent).

Ebenfalls beliebt unter Müttern: Einkaufen (39 Prozent), Rückbildungsgymnastik (33 Prozent) oder ein Friseur-Besuch (31 Prozent). Jede fünfte junge Mutter kehrte an den Arbeitsplatz zurück (19 Prozent).

Nur eine Minderheit der Befragten gab an, die freie Zeit mit Ausgehen zu genießen: 16 Prozent gingen ins Kino oder ins Theater, 15 Prozent zu einer Wellness-Anwendung  –  und 14 Prozent trafen sich mit Freunden auf einen Drink.

Das Bedürfnis, sich auszuheulen, verspürte nur jede zehnte Mutter. Allerdings war dieses bei jüngeren Frauen (12 Prozent) etwas größer als bei den Älteren (7 Prozent).

Die repräsentative Umfrage unter 454 Müttern im Alter zwischen 18 und 45 Jahren mit mindestens einem Kind bis sechs Jahre führte forsa vom 5. bis zum 18. Juli 2012 im Auftrag von BRIGITTE MOM durch.

Quelle: Gruner+Jahr, BRIGITTE (ots)


Essens OB spricht Klartext zu Ausschreitungen zwischen libanesischen Clans

Nach dem Massenschlägereien  zwischen libanesischen Familienclans hat sich Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß zu Wort gemeldet und die „Unruhen“ verurteilt.

Nachdem sich libanesische Familienclans in den letzten Wochen mehrfach teils blutige Auseinandersetzungen auf offener Straße vor allem im Norden der Stadt geliefert haben, bezog Essens Stadtoberhaupt Stellung zu den „Unruhen durch libanesische Familienclans in Altenessen“:

„Die Massenschlägereien in Altenessen am vergangenen Wochenende sind nach Erkenntnis von Polizei und Stadtverwaltung begründet in einer deutschland- und wahrscheinlich auch europaweit geführten Familienfehde mehrerer libanesischer Familienclans.

Für die Stadt Essen stelle ich klar: Kriminelle haben bei uns keinen Platz.“

Quelle und Fortsetzung des Berichts hier: http://www.derwesten.de/staedte/essen/oberbuergermeister-reinhard-pass-verurteilt-unruhen-durch-libanesische-familienclans-in-essen-id7034877.html


Debatte um den Hindenburgplatz: Wer schadet eigentlich der Stadt Münster nach außen?

Von Dr. Friedrich-Carl Schultze-Rhonhof

Ich habe meine ersten Gehschritte bei demokratischen Kommunalwahlen Anfang der 1950er Jahre in Württemberg gelernt  –  und ich bin froh, daß es dort war.  Was ich zur Zeit in Münster erlebe, widert mich an.

Vor dem  Ratsbeschluß zum Hindenburgplatz bekannten sich in demokratischen, repräsentativen Umfragen bis zu 80 % Prozent der Bürger dieser Stadt zum Namen Hindenburgplatz, eine interne Mitgliederbefragung der CDU soll sogar 90 % ergeben haben.

Der Rat stimmte mehrheitlich für „Schlossplatz“ und schuf sofort Fakten durch eine neue Beschilderung aus Steuermitteln, ohne die Meinung der Bürger abzuwarten  –  eine demokratisch einmalige Fehlleistung, die mit Sicherheit der Stadt Münster nach außen schadete.

Ratsbeschluß – Bürgerbegehren – Bürgerentscheid ist ein inhaltlich zusammenhängendes, nach der Gemeindeordnung  vorgesehenes demokratisches Wahlverfahren, an dessen Ende der Name als Ergebnis steht.

Der  Platz heißt deshalb bis zum 16.9.2012, 18 Uhr auf jeden Fall Hindenburgplatz  –  und dann erst hat der Bürger entschieden.

Begriffe wie Rückbenennung oder Umbenennung gibt es also nicht. Dies ist erneut ein Manipulationsversuch, der den Bürger in seiner Entscheidung verunsichern soll.

Die Befürworter des Hindenburgplatzes  sehen sich der geballten Logistik von drei großen Parteien sowie dem einseitigen Verhalten der Stadt gegenüber.  Ein Kampf von David gegen Goliath. Zahlreiche Manipulationsversuche und persönliche Diskriminierungen und Suggestivumfragen, die selbst das EMNID-Institut scharf kritisierte, tun ein Übriges.

4/5 der Bürger, die vor der Auseinandersetzung für Hindenburgplatz waren, können jetzt am 16. September in freier Wahl  mit einem „Ja“  auf dem Wahlschein bekennen, daß echter Bürgerwille sich auch gegen Manipulationen und persönliche Diskriminierungen durchsetzt.

Dies wäre ein leuchtendes demokratisches Vorbild und stärkt somit das Ansehen der Stadt Münster auch nach außen.  

Dr. Friedrich-Carl Schultze-Rhonhof
Sauerländer Weg 33
48145 Münster


Internet-Sicherheit: IT-Experten äußern Bedenken vor allem bei Smartphones

Der Kampf um ein sicheres Internet wird mit immer schärferen Waffen geführt: Zwar wurden 2011 wieder erhebliche Fortschritte bei hochwertigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen erreicht. Dennoch sehen 90 Prozent der zuständigen IT-Experten aus Unternehmen eine wachsende Bedrohung. Mehr als die Hälfte der Befragten stockt deshalb ihre Sicherheitsbudgets auf.
Besondere Kopfschmerzen bereiten den Fachleuten die privat genutzten Smartphones, die ins Firmennetzwerk eingebunden werden.
Dies ergab die Umfrage der Kompetenzgruppe Sicherheit des eco  (Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. ) unter 269 Fachleuten aus Unternehmens-IT-Abteilungen.

Zwei Faktoren gefährden die Sicherheit eines Firmennetzwerks: anfällige Technik und organisatorische Mängel.

„Nach Meinung der IT-Fachleute ist das größte Problem, sichere Abläufe zu schaffen. Mehr als 80 Prozent der Befragten sehen Themen wie Datenschutz, Sensibilisierung der Mitarbeiter und die Erstellung funktionsfähiger, rechtskonformer Sicherheitskonzepte als wichtige Herausforderungen an“, berichtet Dr. Kurt Brand vom eco-Verband.

Die gleiche Einschätzung belegte bereits die Vorjahresumfrage – seitdem ist die Zahl der Bedrohungen allerdings gestiegen: Auch die Planung für konkrete Notfälle macht mittlerweile 81 Prozent der Experten Sorgen.

Smartphones sind das Einfallstor für Schädlinge

Die Technik selbst gilt im Vergleich zu diesen Fragen meist als leichter kontrollierbar und sicherer.  – 2012 allerdings stößt erstmalig ein technischer Faktor in die Bereiche der organisatorischen Risiken vor: 84 Prozent der Befragten halten Smartphones für ein ernstzunehmendes Risiko.

„Als Grund merken die Befragten an, dass die Geräte meistens auch privat genutzt werden. Hinzukommen würde, dass die Geräte nicht von der IT unter Sicherheitsaspekten ausgesucht werden, sondern die Nutzer lieber ihre selbsterworbenen Lieblingsgeräte und Apps mitbringen“, so Dr. Kurt Brand.

Dieser Trend zum „Bring your own device“ ist für die IT-Abteilungen problematisch, da die Nutzer der Geräte oft nicht ausreichend sensibilisiert und geschult sind, um das Einschleusen von Malware sicher auszuschließen.

Die Ergebnisse der Umfrage „Internet-Sicherheit 2012“ stehen unter http://sicherheit.eco.de/dokumente/ zur Verfügung.

Quelle: eco – Vb d. dt. Internetwirtschaft e.V. (ots)