Frankreich: Pariser Erzbischof protestiert gegen Adoptionsrecht für Homo-„Ehen“

Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Kardinal André Vingt-Trois, hat die Pläne der sozialistischen Regierung zum Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften kritisiert und das Kindeswohl betont, denn Kinder hätten einen Anspruch auf Vater und Mutter.

Nur weil Menschen glauben, sie hätten ein Recht auf Kinder, dürfe man die Rechte der Kinder nicht vernachlässigen, zitiert die Tageszeitung La Croix am heutigen Mittwoch den Pariser Erzbischof.

Justizministerin Christiane Taubira hatte am gestrigen Dienstag angekündigt, homosexuellen Paaren eine Adoption ermöglichen zu wollen; sie sollten dies unter den gleichen Bedingungen wie heterosexuelle Paare tun dürfen.

Quelle: Radio Vatikan


ESM-Vertrag: Karlsruhe entscheidet nach dem Motto „Ja aber“

Das Bundesverfassungsgerichts hat die Anträge zur Verhinderung der Ratifizierung des ESM-Vertrages unter der Voraussetzung abgelehnt, daß eine Ratifizierung des ESM-Vertrages nur zulässig ist,

wenn völkerrechtlich sichergestellt wird, daß

1.       durch die in Art. 8 Abs. 5 Satz 1 des ESM-Vertrages geregelte Haftungsbeschränkung sämtliche Zahlungsverpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland aus diesem Vertrag der Höhe nach auf ihren Anteil am genehmigten Stammkapital des ESM (190 Mrd. Euro) begrenzt sind und keine Vorschrift dieses Vertrages so ausgelegt werden darf, daß für die Bundesrepublik Deutschland ohne Zustimmung des deutschen Vertreters in den Gremien des ESM höhere Zahlungsverpflichtungen begründet werden,

2.       die Regelungen des ESM-Vertrages über die Unverletzlichkeit der Unterlagen des ESM (Art. 32 Abs. 5, Art. 35 Abs. 1 ESMV) und die berufliche Schweigepflicht aller für den ESM tätigen Personen (Art. 34 ESMV) einer umfassenden Unterrichtung des Bundestages und des Bundesrates nicht entgegenstehen.

Quelle: aus einer CDU/CSU-Pressemeldung

Info-Link zur BVG-Erklärung: http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg12-067.html


Regensburg: Das für heute geplante „Gebet am Kreuz“ auf dem Islinger Feld entfällt

Stattdessen Gottesdienstfeier in St. Franziskus in Burgweinting

Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse wird das heute stattfindende traditionelle „Gebet am Kreuz“ auf dem Islinger Feld in Regensburg in das Gotteshaus St. Franziskus in Burgweinting verlegt.

Diözesan-Administrator Prälat Dr. Wilhelm Gegenfurtner feiert dort um 19 Uhr mit den Gläubigen einen Gottesdienst. Alle Regensburger sind zur Mitfeier recht herzlich eingeladen.

Pendelbus für alle Gläubigen!
Für die Hin- und Rückfahrt wird ein Pendelbus eingerichtet. Der Bus fährt um 18.30 Uhr von St. Anton über St. Albertus Magnus nach Burgweinting. Nach dem Gottesdienst fährt der Bus die gleiche Strecke zurück. Die Mitfahrt ist kostenlos.

Heute, am 12. September 2012, jährt sich zum sechsten Mal der historische Besuch von Papst Benedikt XVI. in Regensburg. Auf dem Islinger Feld feierte er mit hunderttausenden Gläubigen die Eucharistie. Daran erinnert noch heute das weit aufragende Kreuz.

Mit bestem Gruß
Jakob Schötz

stellvertretender Leiter / Pressesprecher
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Bischöfliche Presse- und Medienabteilung
Niedermünstergasse 2 – 93047 Regensburg

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Kolpingwerk kritisiert PID-Zulassung, vorgeburtlichen Trisomie-21-Test und geplantes „Sterbehilfe“-Gesetz

Bundesverband des katholischen Sozialverbands fordert klares Ja zum Lebensrecht

„Wir brauchen dringend einen vertieften Dialog und einen breiten gesellschaftlichen Konsens zum uneingeschränkten Schutz des menschlichen Lebens von seinem Anfang bis zu seinem Ende.“ 

Das forderte der Bundesvorstand des Kolpingwerkes Deutschland auf seiner Sitzung am Wochenende in Köln.

„Wir vermissen in zunehmendem Maße einen Aufschrei aus Gesellschaft und Politik, wenn die Grenzen zwischen technisch oder medizinisch Machbarem und ethisch Vertretbarem überschritten werden. Selbst in einer Partei wie der CDU ist inzwischen ein heftiger Widerstand gegen diese Entwicklungen nicht mehr erkennbar“, stellt das Leitungsgremium des Katholischen Sozialverbandes mit mehr als 250.000 Mitgliedern fest.  

Schon mit der Gesetzgebung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) haben Politik und Gesetzgeber im vergangenen Jahr wichtige  Grundsätze zur Unverfügbarkeit des Lebens über Bord geworfen.

Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die jetzige Zulassung der Markteinführung eines vereinfachten Tests auf Trisomie 21, das sog. Down-Syndrom:

„Neue Methoden dürfen nicht zu einer Diskriminierung behinderten Lebens und zu einer Selektion führen, bei der die Forscher einen Maßstab vorgeben, welches Leben lebenswert sein soll und welches nicht.“ 

Seit dem 20. August sei der Test nun in mehr als 70 Praxen und Kliniken in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz verfügbar. Die Markteinführung betrachtet der Bundesvorstand mit großer Sorge:

„Die Gesellschaft muss  wachsam sein, dass die Einführung derartiger Gen-Checks nicht zu einem Einfallstor für weit umfassendere Tests wird, die schon frühzeitig jeder genetischen Abweichung hinterherjagen. Man muss befürchten, dass die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche durch die Zulassung solcher Test weiter zunehmen wird“, beschreibt der Kolping-Bundesvorstand die Sorge.

Auch die geplante Gesetzgebung zur „Sterbehilfe“ ist mit der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens nicht in Einklang zu bringen:

„Die Beschränkung der Strafbarkeit auf die gewerbsmäßige Hilfe zur Selbsttötung führt nicht nur dazu, dass alle anderen Hilfen zur Selbsttötung immer mehr als normal angesehen werden. Sie öffnet auch Tür und Tor für die so genannten Sterbehilfevereine, die möglicherweise gerade nicht gewerbsmäßig tätig werden.“

„Der Schutz des Lebens von seinem Beginn bis zu seinem Ende muss die Maxime jeden politischen Handeln sein“, heißt es in der Stellungnahme:

„Die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes haben den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit aus gutem Grund in den Grundrechtskanon aufgenommen und in Artikel 2 Grundgesetz geregelt. Sie taten es auch und vor allem als Reaktion auf die Missachtung menschlichen Lebens in der NS-Diktatur.  Diese Wachsamkeit müssen Politik und Gesellschaft auch heute an den Tag legen.“

Kolpingwerk Deutschland
50667 Köln, Kolpingplatz 5-11
Telefon: 0221 207010  / Fax:  0221 20701-38
E-Mail: info@kolping.de
Internet: www.kolping.de
 

Münster: Michael Bieber, Sprecher der „Schlossplatz-Initiative“, war DKP-aktiv

Aus einer Presse-Information des Bürgerinitiative pro Hindenburgplatz:

 „Dass die Schlossplatz-Initiative bereits seit längerer Zeit Probleme mit linksradikalen Kreisen hat, ist hinlänglich bekannt. Mitglieder der Linkspartei arbeiten ganz offen in der Initiative mit  –  und die im Jugendbündnis „Kein Platz dem Hindenburg“ mitwirkenden Jusos und Junge Grüne (Kaktus) wirken dort Hand in Hand mit der SDAJ (Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend) und der Antifaschistischen Aktion“

Nun haben wir aber leider auch feststellen müssen, dass sich die Nähe zur extremen Linken offenbar bis in die Sprecherkreise der Bürgerinitiative Schlossplatz hochzieht. 

Wie ein uns zugeleitetes Foto zeigt, kandidierte ihr Sprecher Michael Bieber ganz offensichtlich für die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) in Hattingen.

Dass Herr Bieber immer wieder betonte, man habe kein Problem mit dem linken Rand und sich vor einer klaren Distanzierung von linksextremen Gruppen sträubte, wundert nun niemanden mehr.

Im Interview auf Center-TV äußerte er sich zu seiner politischen Vergangenheit wie folgt:

„…und auch ´ne neue Erfahrung für mich. Also, in meinem zarten Alter von 56 Jahren habe ich früher mal n´bißchen Gewerkschaftsarbeit gemacht in ´nem Großbetrieb, aber ansonsten nicht viel politische Erfahrung.“

Wir fordern die Bürgerinitiative Schlossplatz erneut auf, sich klar und deutlich von einer Mitwirkung von linksextremen Gruppierungen und Personen zu distanzieren und nicht weiterhin so zu tun, als gäbe es diese nicht. Die Faktenlage spricht hier leider eine andere Sprache.“

Quellen:  http://www.kul-tours.de/muenster-hindenburg.htm

http://www.facebook.com/Pro.Hindenburgplatz.Muenster


Rußland/Kasachstan heute: Katholische Kathedrale statt sowjetischer Gulags im Bistum Karaganda

In der kasachischen Diözese Karaganda wurde am Sonntag, den 9. September eine neue katholische Kathedrale  eingeweiht.

Den  feierlichen Weiheritus in der Kirche „Unserer Lieben Frau von Fatima – Mutter der Nationen“  nahm Kardinal Angelo Sodano vor;  mit dem Abgesandten des Papstes konzelebrierten Bischof Janusz Kaleta von Karaganda und die anderen Bischöfe Kasachstans.

An der Einweihungsfeier der neuen Kathedrale nahmen insgesamt 1500 Gläubige aus 14 Nationen teil, darunter hohe Vertreter der orthodoxen Kirche. 

Die neugotische Bischofskirche konnte mit Unterstützung von Gläubigen aus aller Welt erbaut werden. Einen wichtigen Beitrag leisteten auch die früheren Bischöfe von Karaganda, Pavel Lenga und Weihbischof Athanasius Schneider. Bereits 2003 wurde der Bau von der kasachischen Regierung genehmigt.

„Wir glauben alle, dass dies die Frucht der Märtyrer und des Leids ist, dass Christen in der Vergangenheit in diesem Land ertragen mussten“, so Pfarrer Piotr Pytlowany, Rektor des Seminars der Diözese Karaganda, gegenüber dem Fidesdienst.

In der einstigen kommunistischen Sowjetunion war Kasachstan vor allem ein Ort der Deportation: unter den Häftlingen, die hier in den „Gulags“ bzw. KZs interniert waren, befanden sich auch tausende Katholiken polnischer, ukrainischer und deutscher Herkunft, aber auch aus Litauen und Weißrussland.

Insbesondere die Stadt Karaganda war für die hohe Dichte der Lager bekannt und erhielt deshalb auch den Namen „Karlag“; es wurde damit zum Zentrum der sowjetischen Konzentrationslager, wo Menschen als Opfer von religiöser und politischer Unterdrückung interniert waren.

Da unter den Deportierten auch viele Priester waren, entstand dort eine „Untergrundkirche“. Einer dieser Geistlichen war der im Jahr 2001 seliggesprochene Pfarrer Alexij Saritski.

Quelle: kath. Fidesdienst

Hinsichtlich der Unterstützung der Kathedrale: siehe Leserkommentar von Frau E. Martin


Konfessionelles Wahlverhalten: Katholiken neigen zu CDU/CSU, Protestanten zur SPD

Beim Wahlverhalten gibt es zwischen Katholiken, Protestanten und Konfessionslosen große Unterschiede. Das geht aus einer aktuellen Studie der Universität Leipzig hervor.

Nach der repräsentativen Erhebung bevorzugen Protestanten die SPD (34,2 Prozent) deutlich stärker als die CDU/CSU (24,2 Prozent).

Umgekehrt ist es bei den Katholiken: Hier entscheiden sich 34 Prozent für die Unionsparteien und 24,4 Prozent für die Sozialdemokraten.

„Dritte Kraft“ bei den Evangelischen ist Bündnis 90/Die Grünen (12,1 Prozent). Jeder zehnte Protestant ist nach eigenen Angaben Nichtwähler; 9,9 Prozent bezeichnen sich als unentschlossen. Bei den Katholiken sind diese Gruppen etwas größer: Nichtwähler sind 12,2 Prozent und Unentschlossene 11,2 Prozent. Dahinter rangieren die Grünen mit 9,1 Prozent.

Gleich starke Wähleranteile bei Katholiken und Protestanten haben die Piraten (4,1 Prozent) und „Die Linke“ (2,2 Prozent). Die FDP schneidet bei evangelischen Wählern leicht besser ab (2,6 Prozent) als bei katholischen (2,4 Prozent). Rechtsextreme Parteien kommen auf weniger als ein Prozent: 0,8 Prozent bei Protestanten und 0,4 Prozent bei Katholiken.

Quelle: www.idea.de

 


Nachwuchssorgen in der evangelischen Kirche: Zahl der Pastoren geht rapide zurück

Die Hauptursache für die sinkende Zahl von Pfarrern in der evangelischen Kirche sei der demografische Wandel, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Pfarrer-Verbandes, Andreas Kahnt, am gestrigen Dienstag. Es gebe derzeit nur wenig Nachwuchs. Der 72. Deutsche Pfarrertag vom 16. bis 18. September in Hannover werde sich dieser Entwicklung stellen und über das künftige Berufsbild diskutieren.

Unter dem Thema „Welche Pfarrerinnen und Pfarrer braucht das Land?“ werden zu dem Treffen rund 250 Teilnehmer erwartet. „Die Erwartungen an das Pfarramt haben sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich verändert“, erläuterte Kahnt. Die Menschen erwarteten heute, daß sie sehr individuell angesprochen würden. „Die Kirche ist nicht mehr selbstverständlich im Alltag der Menschen zu Hause.“

Der Pfarrerverband, der sich auch als Gewerkschaft versteht, setze sich gegenwärtig bei den Kirchenleitungen vor allem für gute Arbeitsbedingungen ein, sagte der Vorsitzende Thomas Jakubowski: „Wir brauchen gelingende Bedingungen, damit wir unsere Arbeit gut rüberbringen können.“  –  So dürften Pastoren nicht durch zusätzliche Verwaltungsaufgaben wie Statistik oder Kindergarten-Management überlastet werden. Sie müßten sich auf Predigt, Seelsorge, Unterricht und Diakonie konzentrieren können.
 
In Deutschland gibt es nach Angaben des Verbandes derzeit rund 24.000 evangelische Pfarrer, unter ihnen ein Drittel Frauen. Rund 5.600 Theologen versehen ein Funktionspfarramt zB. in Schulen oder Krankenhäusern.

Erstmals seit 1907 tagt der 120 Jahre alte Verband mit heute rund 21.000 Mitgliedern wieder in Hannover, in der auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihren Sitz hat.

Quelle: evangelische Nachrichtenseite http://www.jesus.de


SPD-Haushaltsexperte Schneider warnt vor gigantischen Schuldenlöchern der Eurokrise

Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, hat vor gigantischen Euro-Risiken für den Bundeshaushalt gewarnt.

Die direkten Risiken für den Haushalt lägen bei etwa 310 Milliarden Euro aus Garantien. Die Risiken für Deutschland insgesamt seien aber wegen der zu berücksichtigenden Haftung im Rahmen des Europäischen Zentralbanksystems „höher“ und schwankten wegen der unterschiedlichen Bilanzbestandteile.

„Im Falle eines Auseinanderbrechens der Euro-Zone liegen die Risiken bei über einer Billion Euro“, sagte Schneider gegenüber dem „Handelsblatt-Online“.

Quelle: Webseite Fulda-Info


Wie ein katholischer Priester die „Na-und-Ökumene“ erlebte

Ein befreundeter katholischer Priester aus dem Saarland berichtete uns gestern schriftlich folgende Begebenheit:

„Vor kurzem war ich in einem südwestdeutschen Bistum bei der Einführung eines katholischen Priesters in seine neue Pfarrei zugegen. Am Schluß der hl. Messe wurden die Grußworte am Predigtpult vorgetragen.

Auch die ‚protestantische‘ (sie legte Wert auf dieses Wort ‚protestantisch‘) Pfarrerin der Stadt sprach ein Grußwort in einer ‚ökumenischen‘ Weise, die unser aller Interesse hervorrief:

Sie erklärte, daß die beiden Kirchen in Deutschland zusammenwachsen müssen, unabhängig von der Verschiedenheit der Lehren.

Wörtlich sagte sie mit erhobener Stimme (damit der liebe Gott im weit entfernten Himmel dies auch höre):

„Wir Protestanten haben zwei Sakramente – ihr habt sieben.  – Na und?
Wir glauben an die Gnade – ihr an die guten Werke. – Na und?
Ihr habt den Papst – wir nicht. – Na und?
Trotzdem gehören wir alle zusammen  –  vereinigen wir uns, dann sind wir wir eins.“

Sie wünschte sodann dem katholischen Pfarrer eine gute geschwisterliche Zusammenarbeit mit den Protestanten.

Ich sagte daraufhin laut aus dem Publikum „Na und?“

Als sie durch den Mittelgang der Kirche zu ihrem Platz ging, konnte ich sie besser betrachten: Ihr Gesicht war knöchern, fordernd, nicht kompromißbereit.  – Ich dachte bei mir im Stillen: Diese Frau möchte ich nicht heiraten, keinem gutherzigen Mann könnte man das empfehlen.“