CDU-Politiker Irmer kritisiert umstrittenen Mohammed-Film ebenso wie Verbotsforderungen

Wegen Islam-Unterricht: Rücktritt als bildungspolitischer Sprecher der hessischen CDU-Fraktion 

Der hessische CDU-Abgeordnete Hans-Jürgen Irmer hat die jüngsten Äußerungen des Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, scharf kritisiert. Mazyeks Ankündigung, es könne in Deutschland zu Straßenschlachten kommen, sollte der Mohammed-Film öffentlich gezeigt werden, sei „völlig inakzeptabel“, sagte Irmer der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ und fügte hinzu:

„Herr Mazyek verwechselt Ursache und Wirkung. Von solchen Drohungen dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen“, warnte der stellv. Vorsitzende der CDU-Fraktion im hessischen Landtag.

Zwar halte auch er die geplante öffentliche Aufführung des Films „Die Unschuld der Moslems“ für eine unnötige Provokation, betonte Irmer, „aber es gehört nun mal zu einer freiheitlichen Gesellschaft, auch etwas zeigen zu dürfen, das einer bestimmten Gruppe nicht gefällt“. Das müsse ausgehalten werden.

Für den Film selbst habe er „keinen Funken Sympathie“. „Nach dem, was ich über ihn weiß, ist er genauso unangebracht wie die Verhöhnung christlicher Symbole. All das trägt nicht zur Versöhnung bei“, sagte der CDU-Politiker. „Grundsätzlich sollte man der Religion des anderen, egal welche, mit Respekt begegnen.“

Ein Verbot des Films lehnt Irmer dennoch ab, ebenso wie ein Verbot, ihn öffentlich zu zeigen: „Wie dürfen nicht anfangen, etwas zu zensieren, weil sich einige daran stören. Dann stellt sich bald die Frage, wer bestimmt, was zensiert wird. Solchen Drohungen darf nicht nachgegeben werden.“

Irmer war am Dienstag dieser Woche überraschend in seiner Funktion als bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion zurückgetreten. Als Grund nannte er u.a. die Einführung des Islamunterrichts in Hessen:

Da ich die Entscheidungen zur möglichen Einführung des islamischen Religionsunterrichts und eines Landesschulamtes inhaltlich für die Fraktion nicht vertreten kann, habe ich heute mein Amt als bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion zur Verfügung gestellt.“

Er teile die Auffassung von Kultusministerin Nicola Beer (FDP) nicht, daß der Islam zu Hessen gehöre, sagte Irmer.

Quelle: Junge Freiheit

 


Der Papst hat für Samstag Christdemokraten aus aller Welt eingeladen, auch kubanische Bürgerrechtler

Papst Benedikt XVI. wird am Samstag in Castelgandolfo Christdemokraten aus aller Welt treffen. Das kündigt die französische Nachrichtenagentur Imedia an.

Unter den Teilnehmern der Audienz werde auch der syrische Oppositionspolitiker Georges Sabra sein. Er ist Christ und Sprecher des sogenannten Nationalrats, der aus dem Exil operiert.

Insgesamt sollen etwa 120 Vertreter von christdemokratischen Parteien und Bewegungen an der Audienz teilnehmen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Apic werden auch Angehörige von Oswaldo Payá dabei sein: der bekannte Kritiker der kommunistischen Diktatur auf Kuba war kürzlich bei einem „Autounfall“ unter ungeklärten Umständen verstorben.

Quellen: Imedia, Apic 


Frankreich: Kardinal Barbarin protestiert gegen Homo-„Ehe“

Der Erzbischof von Lyon hat mit Äußerungen zu einem Gesetzesprojekt von Präsident Francois Hollande in Frankreich eine hitzige Debatte ausgelöst. In einem Radiointerview sagte Kardinal Philippe Barbarin, die Legalisierung einer Ehe zwischen zwei Partnern desselben Geschlechts sei ein „Bruch in der Gesellschaft“:

„Wenn man so etwas erlaubt, dann hat das eine Reihe von Folgen, die man kaum aufzählen kann“, so der Kardinal wörtlich: „Die werden dann zum Beispiel Paare zu dritt oder zu viert erlauben wollen. Und dann fällt vielleicht eines Tages das Inzest-Verbot.

Das sind klare Worte, die kurz nach einem Treffen des Kardinals mit dem neuen Innenminister Manuel Valls fielen.

Quelle: Radio Vatikan