Australien: Parlament lehnt Homo-Ehe mit Zweidrittel-Mehrheit ab

Mit großer Mehrheit hat das australische Parlament die Homo-Ehe abgelehnt. Damit ist eine Debatte der letzten Jahre endgültig beendet worden.

Die Homo-Ehe steht somit auf dem australischen Kontinent weiterhin unter Verbot. Tendenzen in der regierenden sozialistischen Labour-Party, die Heirat von Homosexuellen zu erlauben, wurde nicht zuletzt durch einen landesweiten Bürgerprotest christlicher Gruppen verhindert. Auch die sozialistische Regierungschefin Julia Gillard lehnt Homo-Ehen ab. 

Überraschend deutlich endete die Abstimmung mit 98 zu 42 Stimmen  –  und dies, obwohl das Parlament aus 72 sozialistischen, 66 liberalen, sechs nationalen und sechs unabhängigen Abgeordneten zusammengesetzt ist.  Die als gesellschaftspolitisch konservativ geltenden Liberalen und die Nationalen waren von vornherein gegen die Öffnung der Ehe für Homosexuelle.

Im Vorfeld der Parlamentsabstimmung brachten 85.000 Australier eine Petition gegen die Homo-Ehe bei der Arbeiterpartei ein. Organisiert wurde diese Petition von der Australischen Christen-Lobby (ACL).

Quelle: www.unzensuriert.at


Papst Benedikt warnt vor einer „Bürokratisierung der Seelsorge“ und der Verdrängung von Priestern

In seiner Ansprache vom heutigen Freitag an Bischöfe aus Frankreich behandelte der Papst auch das Thema Pfarrei-Schließungen und das Schaffen von größeren Seelsorge-Einheiten, wie man es auch aus dem deutschen Sprachraum kennt.

Papst Benedikt gibt hierbei zu bedenken:

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

„Die Lösung der pastoralen Probleme in den Bistümern kann sich nicht auf Organisationsfragen beschränken, so wichtig diese auch sein mögen.

Man riskiert, mit einer Art Bürokratisierung der Seelsorge zu sehr, der Effizienz nachzujagen; wenn man sich zu sehr auf Strukturen, Organisation und Programme konzentriert, kann das zu Selbstbezogenheit führen, zum exklusiven Nutzen der Mitglieder dieser Strukturen. Das hätte aber dann kaum Auswirkungen auf das Leben der Christen, die sich von der regulären Praxis entfernt haben.“

Evangelisierung bedeute stattdessen, „wieder von der Begegnung mit dem HERRN auszugehen“. Es gelte, „unseren Zeitgenossen dabei zu helfen, die Zeichen der Anwesenheit Gottes zu erkennen oder wiederzuentdecken“.

Außerdem dürfe bei der „Neuordnung“ der Seelsorge nicht die Besonderheit des geweihten Priestertums unter die Räder geraten, betonte der Papst:

„Ich freue mich über die Großzügigkeit von Laien, die mit großer Bereitschaft an den Ämtern und Aufgaben in der Kirche teilhaben. Man muss allerdings daran erinnern, dass die spezifische Aufgabe der Laien in der Durchdringung der weltlichen Realitäten besteht. Hier sollen sie autonom, aber im Licht des Glaubens und der kirchlichen Lehre wirken.

Es ist also nötig, über den Respekt vor dem Unterschied zwischen allgemeinem Priestertum aller Gläubigen und dem priesterlichen Dienst der dazu Geweihten zu wachen: Dieser Unterschied besteht nicht nur im Hierarchischen, sondern ist wesentlich.“

Quelle: Radio Vatikan


Der ZpV zum jüngsten Dekret der Dt. Bischofskonferenz: „Ohne Geld keine Gnade“

Pressemitteilung des Zusammenschlusses papsttreuer Vereinigungen:

„Formal hat sich das Dekret der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 20.9.2012 an die Bestimmungen des Päpstlichen Rates vom 19. April 2006 angepasst, inhaltlich gibt es keinen Unterschied.

Welcher Unterschied besteht zur bisherigen Praxis gegenüber Personen, die die Kirche als Körperschaft des Öffentlichen Rechts verlassen haben?  –  Während bisher der Begriff „Exkommunikation“ verwendet wurde, darf nach dem neuen Dekret „die aus der Kirche ausgetretene Person … die Sakramente der Buße, Eucharistie, Firmung und Krankensalbung … nicht empfangen“.  – Immerhin hat man hier großzügigerweise die Ausnahme „außer in Todesgefahr“ gelten lassen.

Sakramente sind demnach käuflich: Wer Kirchensteuer zahlt, kann die Sakramente empfangen. Das widerlegt auch kein historischer Exkurs über die Herkunft der Kirchensteuer. Was die Bischöfe hier dekretiert haben, erinnert in fataler Weise an die Vorgänge aus der Zeit Luthers, der bekanntlich die Bindung von Gnadenzusagen der Kirche an Ablaßkäufe anprangerte. Dass die Bischöfe jetzt über Luther hinausgehen, indem sie Sakramente an Geldleistungen binden, verleiht diesem Akt eine eigene Brisanz.

In der Kirche ist es offensichtlich möglich, dass Häresien verbreitet werden, Theologen in Memoranden zum Ungehorsam gegen die Kirche, vor allem gegen den Papst aufrufen, Dialogprozesse göttliche Gebote  – Verbot der Ehescheidung und Wiederverheiratung  – nivellieren, sogenannte kirchliche Vereine im Schutzraum der Kirche gegen sie operieren: Verfehlungen gegen das Depositum Fidei, also gegen das Glaubensgut der Kirche fallen nicht unter den Maßnahmenkatalog der Deutschen Bischöfe.

Nur die Verweigerung einzelner, aus Protest gegen Mißstände der genannten Art aus der Steuerzahlergemeinschaft der Kirche auszutreten, wird mit Sanktionen geahndet, die der Exkommunikation gleichzusetzen sind.

Was ist also der leitende Beweggrund der deutschen Bischöfe? Der schnöde Mammon! Versöhnung mit der Kirche, wie es im gleichzeitig veröffentlichten Pastoralen Schreiben der DBK als Vorlage für die zuständigen Pfarrer heißt, bedeutet, sich wieder unter die Zahler einzureihen. Dazu bedarf es nicht des Bekenntnisses des Glaubens, es reicht die Zustimmung, in Zukunft ordentlich seine Kirchensteuer zu zahlen, um wieder als vollgültiges Mitglied der Kirche anerkannt zu sein.

„Es steht geschrieben: ‚Mein Haus soll ein Haus des Gebetes genannt werden.‘ Ihr aber macht es zu einer Räuberhöhle.“ (Mt 21,13)

Reinhard Dörner, Vorsitzender
Zusammenschluß papsttreuer Vereinigungen e.V.
Bataverweg 21, D-53117 Bonn
http://www.papsttreue-vereinigungen.de
zpv@papsttreue-vereinigungen.de

Der Papst verteidigt energisch den besonderen Wert von Ehe und Familie

„Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen!“

Zwischen der französischen Kirche und der neuen sozialistischen Regierung zeichnet sich eine Kontroverse um das Thema Ehe und Familie ab  –  und der Papst stärkt den Bischöfen dabei den Rücken.

„Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen“, sagte er am heutigen Freitag zu Bischöfen aus Frankreich, die zum ad-limina-Besuch in Rom weilen.

Die Regierung von Präsident Francois Hollande will vollgültige Ehen auch für zwei Partner desselben Geschlechts einführen.

Lyons Kardinal Philippe Barbarin warnte daraufhin am Wochenende, der nächste logische Schritt sei etwa die Legalisierung von Polygamie oder Inzest. Eine heftige öffentliche Debatte war – und ist immer noch – die Folge.

An diesem Freitag erfolgte nun diese klare Wortmeldung des Papstes von seiner Sommerresidenz Castel Gandolfo aus:

„Die Familie ist das Fundament des sozialen Lebens; sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben. Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist überhaupt nichts Rückwärtsgewandtes, sondern ist vielmehr prophetisch!

Hier geht es nämlich um die Förderung der Werte, die die volle Verwirklichung des Menschen betreffen. Wir müssen diese wichtige Herausforderung annehmen!“

Die Gleichstellung von Partnern gleichen Geschlechts mit „klassischen“ Ehen gehört zu den Wahlversprechen von Präsident Hollande. Den entsprechenden Gesetzesvorstoß will er noch dieses Jahr vorlegen. Benedikt XVI. sagte den Bischöfen außerdem:

„Was die Kirche und die ganze Gesellschaft von der Ehe und Familie erwarten, ist zu wichtig, als dass man dafür nicht das volle Engagement aufwenden könnte. Ehe und Familie sind Institutionen, die gefördert und bewahrt werden müssen vor jedem Missverständnis über ihre Wahrheit. Jeder Schaden, den man Ehe und Familie zufügt, fällt auf das menschliche Zusammenleben überhaupt zurück!“

Quelle: Radio Vatikan


BVL: Abtreibung ist die häufigste Todesart

Mechthild Löhr: „Die Probleme beseitigen, nicht die Kinder!“

Das Recht auf Leben ist heute massiv bedroht. So wie es vor 40 Jahren darum ging, ein Bewußtsein für die Bedeutung des Umweltschutzes zu schaffen, muß heute die Notwendigkeit des Lebensschutzes betont werden.

Diese Ansicht vertrat der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Martin Lohmann (siehe Foto), am 21. September vor Journalisten in Berlin. Der Bundesverband, dem 14 Organisationen angehören, veranstaltet am morgigen Samstag, den 22. September, dort einen „Marsch für das Leben“. Er steht unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“.

 Wie Lohmann sagte, ist auch in diesem Jahr mit Widerstand von Gegendemonstranten zu rechnen. In den vergangenen Jahren hätten sie diese Kreuze entwendet und in die Spree geworfen oder auf die Kreuze Puppen und Kondome genagelt. Zudem sei eine Bibel in Brand gesteckt worden.

Es sei unverständlich, daß es dagegen in der Öffentlichkeit so wenig Empörung gebe: „Wäre es ein brennender Koran gewesen, wäre das in allen Medien der Aufmacher gewesen.“

Der Bundesvorsitzenden der Christdemokraten für das Leben (CDL)  –  Mechthild Löhr  –  zufolge wird Abtreibung international immer häufiger als Menschenrecht eingefordert und als vom Staat unterstützte Maßnahme angesehen. So werde in Deutschland jede Abtreibung staatlich finanziert.

Nach Angaben Löhrs werden laut Weltgesundheitsorganisation weltweit 40 Millionen Abtreibungen pro Jahr vorgenommen. Abtreibung sei damit die häufigste Todesart. Dabei entspreche eine Abtreibung in der Regel nicht dem Wunsch der betroffenen Frauen, so Löhr. Etwa 80 Prozent der Frauen, die eine Abtreibung vornehmen lassen, würden von ihrem Umfeld dazu gedrängt; viele litten danach unter Depressionen.

Wenn sich eine Frau in einer schwierigen Lage befinde, komme es jedoch darauf an, das Problem zu beseitigen und nicht das Kind.

Nach Auffassung Löhrs steht der Schutz des ungeborenen Kindes derzeit für keine der im Bundestag vertretenen Parteien an vorderer Stelle der Tagesordnung.

Auch in diesem Jahr hat eine Initiative „Gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsverbot“ unter dem Motto „What the Fuck!“ zur Gegendemonstration aufgerufen.  In deren Appell heißt es:

„Abtreibungsgegner_innen sind christliche Fundamentalist_innen. Sie kämpfen für eine Gesellschaft, die auf der bürgerlichen Kleinfamilie, Zweigeschlechtlichkeit, einer strengen Sexualmoral, Verbot von Homosexualität und auf ‚Schicksals’- und Obrigkeitsergebenheit beruht … Wir dagegen streben eine Gesellschaft an, in der weder religiöse Moralvorstellungen, gesellschaftliche Normierungen noch staatliche Zugriffe über das Leben und den Körper von Menschen bestimmen.“

2011 hatten etwa 200 Gegendemonstranten mit Trillerpfeifen und Sprechchören die Kundgebung der Lebensrechtler gestört.

Quelle: www.idea.de