Karlsruhe: CDU ruft den Sankt-Martins-Preis für den 11.11. ins Leben

Jährliche Auszeichnung für „stille Helfer“ unter den Karlsruher Bürgern

Mit dem von der CDU Karlsruhe-Weststadt ins Leben gerufenen Sankt-Martins-Preis wird ab diesem Jahr jährlich ein ehrenamtlich engagierter Bürger aus dem Karlsruher Raum ausgezeichnet.  

Potentielle Preisträger sind Bürger, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für eine gute Sache eingesetzt und um das Gemeinwohl verdient gemacht haben.   

„Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Sankt-Martinspreis nicht Politiker und Prominente auszeichnen wird, sondern die „stillen Helfer“ unter uns, die Gutes tun und nicht groß darüber sprechen“, so der Initiator des Preises, Andreas Reifsteck.

Der Preisträger des Sankt-Martinspreises erhält am Martinstag (11. November) im Rahmen des Martinsgans-Essens der CDU Weststadt eine Skulptur der Majolika-Manufaktur, die vom Keramiker Harald Korneth eigens dafür entworfen wurde.

Für den Sankt Martinspreis wird jährlich von wechselnden Unternehmen ein Preisgeld von 1000 Euro gestiftet  – in diesem Jahr von der Karlsruher Hust-Immobilienservice OHG.

„Die Form der Skulptur wird jedes Jahr gleich sein, aber die Farben werden variieren, um auch symbolisch zu unterstreichen, dass jeder Preisträger „Einmaliges“ leistet. Ergänzend dazu werden von der Majolika hergestellte Miniaturausgaben der Skulptur käuflich zu erwerben sein, wovon ein Teil des Erlöses sozialen Projekten zugute kommen wird“, so Reifsteck.

Der Vorstand der CDU Weststadt hat ein Findungsgremium ins Leben gerufen, das völlig unabhängig den jährlichen Preisträger nominieren wird.

Mitglieder dieses Gremiums sind Ulrike-Ebba Gräfin von Sparr, Prof. Dr. Gerhard Seiler, Yvonne Altmann, Olaf Malolepski, der stellv. kath. Dekan Pfarrer Erhard Bechtold, Prof. Axel Göhringer, Amelie Ehrfeld, Michael Hust und Dr. Dieter Kistner.

Dieses überparteiliche Gremium wird jährlich den Preisträger aus den eingegangenen Bewerbungen auswählen und diesen dem Vorstand der CDU Weststadt vorschlagen.

Alle Karlsruher Bürger sind sehr herzlich dazu aufgerufen, potentielle Preisträger vorzuschlagen. Diese sollten aber möglichst keiner Partei angehören und nicht zum Kreis der sog. Prominenten zählen.

Vorschläge können bis 31. Oktober 2012 auf der Website http://www.sankt-martinspreis.de, unter der E-Mail Adresse bewerbung@sankt-martinspreis.de oder per Post an Andreas Reifsteck eingereicht werden.

Interessierte Unternehmen, die zukünftig das Preisgeld stiften möchten, können sich ebenso gerne an diese Adressen wenden.

Ansprechpartner: Andreas Reifsteck, CDU Weststadt, Forlenweg 48, 76149 Karlsruhe,

Telefon 0176 – 21899971, E-Mail reifsteck@sankt-martinspreis.de, www.sankt-martinspreis.de


Grußwort zum „Marsch für das Leben“ von Erzbischof Gerhard L. Müller (Vatikan)

Sehr geehrter Herr Lohmann !

Haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben vom 29. August 2012 mit den freundlichen Glückwünschen zu meiner Ernennung als Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre.

Als Vorsitzender des Bundesverbands Lebensrecht e. V. stellten Sie mir in Ihrem Schreiben darüber hinaus die Ziele dieses Verbandes vor, der sich vor allem die Sorge um die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod zur Aufgabe gemacht hat.

Der unbedingte Lebensschutz ergibt sich nicht nur aus dem Evangelium, sondern wurzelt auch in der Würde des Menschen und ist damit grundlegend für die Ordnung des Staates‘ und das gelingende Zusammenleben der Menschen auf den verschiedenen Ebenen der Gesellschaft, von der Familie bis hin zur Weltgemeinschaft.

Daher danke ich Ihnen und den Mitgliedern Ihres Verbandes schon im Voraus für das Zeugnis, das Sie bei der für den 22. September 2012 in Berlin geplanten Veranstaltung geben werden.

Mit besten Grüßen und Segenswünschen für Ihren Einsatz zum Schutze des Lebens verbleibe ich im Herrn

Ihr Gerhard L. Müller
Präfekt

Link zum Originalschreiben mit Briefkopf: http://www.marsch-fuer-das-leben.de/media/marsch_2012_grusswort_mueller.pdf


BVL: Riesenerfolg beim heutigen Marsch für das Leben in Berlin mit 3000 Teilnehmern

Pressemitteilung des Bundesverband Lebensrecht:

Mit rund 3000 Teilnehmern war der diesjährige Marsch für das Leben wiederum viel größer als im Vorjahr. Der BVL-Vorsitzende Martin Lohmann zeigte sich beeindruckt und dankbar.

Es sei „ein mutiges und ermutigendes Zeichen, dass sich immer mehr Freunde des Lebens mitten in der Hauptstadt friedvoll und deutlich zum unantastbaren Lebensrecht bekennen“.  

Slogan: "GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN"Aus zahlreichen Gesprächen wisse man, dass „die hier anwesenden Lebensschützer stellvertretend für unglaublich viele Menschen demonstrieren, die ebenso gegen die Unkultur des Todes eine Kultur des Lebens“ wollen.

Nach zehn Jahren sei der Marsch für das Leben unübersehbar geworden. Die vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) getragene Bewegung wachse unaufhörlich. Lohmann: „Der Strom des Lebens lässt sich ebenso wenig aufhalten wie die Wahrheit. Und zu der gehört das klare Ja zum Leben!“

Auch mit Geschrei verstärkter und niveauloser antichristlicher Widerstand könne daran nichts ändern.

In einer von Martin Lohmann moderierten Kundgebung unmittelbar vor dem Kanzleramt, die wie der anschließende Schweigemarsch durch die Mitte Berlins von der Polizei gegen lautstarke Gegner des unteilbaren Lebensrechtes geschützt werden musste, hatten Betroffene sehr persönliche und bewegende Zeugnisse für das Leben abgelegt.

Eine Mutter, deren 17-jährige Tochter vor wenigen Wochen selbst Mutter geworden war, beeindruckte ebenso wie die Mutter eines behinderten Kindes. Ihr und ihrem Mann war empfohlen worden, das Kind abzutreiben.

Professor Holm Schneider aus Erlangen machte deutlich, warum der jetzt auf den Markt gekommene Bluttest so lebensgefährlich für behinderte Menschen ist.

Eine Vertreterin von Rahel, einer Organisation, die seit zwanzig Jahren Vätern und Müttern hilft, die nach einer Kindstötung in große Schwierigkeiten gekommen sind, berichtete von den längst wissenschaftlich bewiesenen tragischen gesundheitlichen Folgeerscheinungen einer Abtreibung.

Unter anderem schilderte auch Sophia Kuby, die als Lobbyisten für European Dignity Watch in Brüssel arbeitet, was europaweit für das Lebensrecht getan werden kann.

Die Ärztin und ALfA-Vorsitzende Claudia Kaminski warnte vor der durch Gesetzentwürfe wieder salonfähigen Euthanasie in Deutschland.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Hedwigs-Kathedrale, die sich angesichts der wachsenden Teilnehmerzahl als viel zu klein erwies, endete der diesjährige Marsch für das Leben.

Nach zehn Jahren hat sich aus dem anfänglichen 1000-Kreuze-Marsch ein farbenfroher Marsch für das Leben entwickelt, der neben der Abtreibung auch auf alle anderen Bedrohungen des Lebensrechtes wie PID, verbrauchende Embryonenforschung, Bluttest, aktive Sterbehilfe und Euthanasie entsprechend reagiert.

„Wir sind Botschafter des Lebens und damit Werber für eine wirklich humane Gesellschaft“, rief der BVL-Vorsitzende den Teilnehmern abschließend zu:

„Deutschland und Europa brauchen uns dringend  –  wenn wir wirklich Zukunft haben wollen! Wir brauchen nicht nur ein sensibles Bewusstsein für unsere Umwelt, sondern noch viel mehr eine verantwortliche Sensibilität für die allen Menschen gegebene Menschenwürde von der Zeugung bis zum natürlichen Tod. Wir brauchen dringend die gelebte Nachhaltigkeit für das Leben.“

Foto: Robben-Aufkleber des Christoferuswerks in Münster


Henryk Broder über Muslim-Proteste, Papst-Beleidigung und Doppelmoral in den Medien

„Kein katholischer Dschihadist hat zum Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen aufgerufen“

Der deutsch-jüdische Publizist Henryk M. Broder befaßt sich in einem ausführlichen Artikel in der Tageszeitung DIE WELT vom 17.9.2012 ausführlich mit den gewalttätigen Ausschreitungen in der islamischen Welt als Echo auf den Anti-Mohammed-Film. 

Unter dem Titel „Wie unerzogene Kinder aus dem 7. Jahrhundert“ vergleicht er diese teils tödlich endenden Exzesse mit der Reaktion des Vatikan auf übelste Papstbeleidigungen  – und er übt zugleich Kritik an der Doppelmoral vieler Medien im Westen, je nachdem, ob die katholische Kirche oder der Islam betroffen ist:

„Erst vor ein paar Wochen hat die Titanic eine geschmacklose, dumm-dreiste und handwerklich billige Satire auf den Papst veröffentlicht, die unbemerkt geblieben wäre, wenn der Papst nicht versucht hätte, die Verbreitung des Heftes zu verhindern.

Aber: Der Pontifex schickte weder die Schweizer Garde los, um die Redaktion abzustrafen, noch hat er seine Anhänger  –  immerhin über eine Milliarde Menschen  –  aufgerufen, Botschaften zu stürmen.

Er ließ über seine Anwälte den Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung stellen. Einen Tag vor dem angesetzten Termin zur Verhandlung, zogen die Anwälte den Antrag zurück…

Dennoch hat kein katholischer Dschihadist zum Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen aufgerufen. Und das ist nicht die Ausnahme, das ist die Regel.

Der Film „Paradies: Glaube“  –  eine Co-Produktion von WDR und arte mit Unterstützung etlicher Filmfonds  –  wurde bei den diesjährigen Filmfestspielen von Venedig mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

In dem Film geht es um eine „missionarische Krankenschwester“ namens Anna Maria, „die ihre Liebe zu Jesus bis ins Extrem treibt“. Soll heißen: Anna Maria masturbiert mit einem Kruzifix.

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie die Reaktionen in der moslemischen Welt ausgefallen wären, wenn Anna Maria nicht ein Kruzifix, sondern einen den Moslems heiligen Gegenstand benutzt hätte.

Keine Jury der Welt hätte es gewagt, einen solchen Film auch nur ins Programm zu nehmen.

Und man braucht noch weniger Fantasie, um sich die Reaktionen von Claus Kleber und der Kommentatoren beim „Stern“, bei der „SZ“ und der „FR“ vorzustellen: „Dumm-dreist, primitiv, eine Provokation“.

Quelle und vollständiger Artikel hier:

http://www.welt.de/kultur/article109261025/Wie-unerzogene-Kinder-aus-dem-7-Jahrhundert.html


Bischof Algermissen schreibt erfreulichen Klartext in der „Fuldaer Zeitung“ zur tödlichen „Sterbehilfe“

Am 14. September 2012 erschien in der Print-Ausgabe der Fuldaer Zeitung eine bemerkenswerte Stellungnahme von Heinz Josef Algermissen, dem Oberhirten des Bistums Fulda.

Der kath. Bischof reagierte ebenso schnell wie kritisch auf einen tags zuvor erschienenen Artikel unter dem Titel „Sollen Ärzte helfen dürfen?“  –  und stellte dazu Folgendes fest:

„Der tendenziöse Beitrag von Mirko Luis ist eine Werbung  für die „Deutsche Gesellschaft  für Humanes Sterben  (DGHS)“, der ich deutlich widersprechen möchte.

Er geht aus von einer nicht näher differenzierten Umfrage, der zufolge  77 % aller befragten Bundesbürger der Meinung seien,  dass es  Ärzten  grundsätzlich erlaubt sein sollte, Schwerstkranke beim Freitod zu unterstützen.  

Nun ist  ja bekannt, was von derartigen Umfragen zu halten ist. Man bekommt in der Regel  die Antwort, die in der gestellten Frage bereits mitschwingt.

Andererseits  kann die Wahrheit nicht von Mehrheitsverhältnissen  abhängig sein, die dem Zeitgeist unterliegen. Darum ist es wichtig, eine begründete  und klare Position zu finden.

Ich möchte als  Hilfe dazu einige gültige Normen zur Sprache bringen:

Kein Mensch hat je Verfügungsgewalt über das Leben, weder über das eigene, noch über das anderer.  Es  ist in seiner bleibenden Würde unantastbar  (vgl. GG), selbst wenn es schwach, hinfällig  oder pflegebedürftig geworden ist. Selbst Angehörige dürfen sich nicht anmaßen, über Leben oder Tod eines Familienangehörigen zu entscheiden.

Nach dem fundierten Verständnis der Kirche kann Sterbehilfe immer nur heißen, Beistand und Begleitung im Sterben zu leisten. Keineswegs  ist damit Hilfe zum Sterben gemeint, die eine bewusste  und gezielte Herbeiführung des Todes ist.

„Die einvernehmliche Tötung  gleicht eher dem Eingeständnis einer Niederlage, die vor der Aufgabe menschlichen Sterbebeistands resigniert, als einer wirklichen Hilfe für die Sterbenden“ (Eberhard Schockenhoff).                               

Die Haltung der katholischen Kirche ist unaufgebbar eindeutig: 

„Willentliche Euthanasie, gleich in welcher Form und aus welchen Beweggründen ist Mord. Sie ist ein schwerer Verstoß gegen die Würde des Menschen und gegen die Ehrfurcht vor dem lebendigen Gott, seinem Schöpfer.“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2324).            

Jedwede Abweichung von dieser Norm wird sich zukünftig rächen.“

 

 

 

 


FDP-Politikerin erteilt der Frauenquote in Unternehmen eine klare Absage

Die frauenpolitische Sprecherin der FDP im Bundestag, Nicole Bracht-Bendt, hat der Einführung einer Frauenquote eine klare Absage erteilt. „Starre gesetzliche Vorgaben sind ein ungeeigneter und überzogener Eingriff in unternehmerische Entscheidungen“, erklärte die FDP-Politikerin am vergangenen Donnerstag in Berlin.

Nicole Bracht-Bendt Bild: nicole-bracht-bendt.de
Bild: nicole-bracht-bendt.de
Die Frauenquote passe nicht in eine moderne Gesellschaft und Unternehmenskultur, in der „Leistung und Qualifikation zählen und nicht das Geschlecht“, sagte die Frauensprecherin der Liberalen.  

„Die Fortschritte der vergangenen Jahre zeigen, dass sich Frauen in Führungspositionen auch ohne gesetzlichen Zwang durchsetzen“, betonte Frau Bracht-Bendt.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


CDU-Kommunalpolitiker Bernhard Lorenz kritisiert Ungleichbehandlung der Religionen in Deutschland

Eine Gleichbehandlung aller Religionen in Deutschland bei Beleidigungen hat ein Wiesbadener Kommunalpolitiker in einem Offenen Brief an Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) gefordert:

Wie der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion in Wiesbaden, Bernhard Lorenz, im Blick auf den anti-islamischen US-Film „Die Unschuld der Muslime“ schreibt, sei es nicht „hinnehmbar, dass für unterschiedliche Religionen unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe angesetzt werden, wann eine Ehrverletzung vorliegt“.

Westerwelle hatte gefordert, mit „rechtsstaatlicher Härte“ gegen die Verbreitung des Videos vorzugehen.

Der Katholik Lorenz hält es für „bezeichnend, dass gerade deshalb ein Verbot gefordert wird, weil sich Menschen in extremer Weise zur Wehr setzen“.

Er habe den Eindruck, dass Politiker eher geneigt seien, „demokratische Grundrechte einzuschränken, je größer der zu erwartende Widerstand ist“.  – Christen müssten sich dagegen vielfältige Beleidigungen gefallen lassen.

Zur Begründung verwies er auf das umstrittene Theaterstück des italienischen Regisseurs Romeo Castellucci „Über das Konzept des Angesichts bei Gottes Sohn“. Darin wird, so Lorenz, „eine Jesusfigur mit Kot beschmiert und das Kreuz bespuckt.“

Zwar habe es gegen das Stück Proteste gegeben und es habe dann mancherorts nur unter Polizeischutz weiter aufgeführt werden können, doch niemand habe ein Verbot und damit die Einschränkung von Kunst- und Meinungsfreiheit gefordert.

Lorenz hält die Signalwirkung von Westerwelles unterschiedlicher Haltung für „verheerend“:

„Wer Gewalt ausübt, unschuldigen Menschen das Leben nimmt, darf auf eine schnelle Reaktion des Staates in seinem Sinne hoffen. Wer dagegen im Rahmen der Gesetze handelt, wird mit dem Verweis auf Meinungsfreiheit abgespeist.“

Nötig sei ein in ganz Deutschland geltender Verhaltenskodex ohne Sonderbehandlung bei Gewalttätigkeiten.

Quelle: evangelische Nachrichtenagentur IDEA: http://www.idea.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Der neue Perfektionswahn: „Trimm dich früh“ statt unbeschwerter Kindheit

Von Birgit Kelle (Vorsitzende von Frau 2000plus)

Einfach nur spielen war gestern. Kindsein ist heute ein Fulltime-Job  –  was nicht passt, wird passend gemacht. Unvorstellbar müssen die Zustände früher gewesen sein. Die Kinder kamen einfach, wann sie wollten. Manche waren Jungs, manche Mädchen, man wusste es vorher nicht einmal.

Sie schliefen ohne Durchschlafsprechstunde. Manche schliefen auch nicht und brüllten, die hat man dann eben länger wach gelassen, getragen oder im Elternbett abgelegt. Sie aßen, was auf den Tisch kam, schafften ohne Ritalin die Schule und wenn sie sich geprügelt hatten, gab es Nachsitzen.

Sie spielten auf der Straße, mit Freunden, die sie sich selbst aussuchten, vergaßen ihre Hausaufgaben und haben trotzdem die Schule geschafft.

Heute sind wir endlich weiter, wir haben die Vorgänge optimiert, jedes Kind weiß heute, was es abzuliefern hat. Es wird nicht weiter Lebenszeit mit sinnlosem Rumgespiele verplempert, jede Sekunde wird genutzt. Am besten schon im Bauch. Zeit ist Geld. Und wenn es nicht funktioniert, ist klar, wer Schuld hat: Die Eltern, sie haben es versaut.

Das ideale Kind lässt sich zeugen, wenn der ideale Zeitpunkt da ist. Es kommt nicht ungelegen/in der Ausbildung/im Studium oder gar überraschend oder gar nicht. Das ideale Kind gibt schon in der Schwangerschaft klar und deutlich sein Geschlecht zu erkennen, damit die Ausstattung passend gekauft werden kann. Es ist schon im Mutterleib gesund. Strampelt, wenn es mit Beethoven beschallt wird. Es wächst nach seinen Wachstumskurven, bewegt sich, wenn es soll, aber bitte nicht zu viel.

Es kommt pünktlich nach errechnetem Geburtstermin auf die Welt, notfalls wird ihm mit einem geplanten Kaiserschnitt ein Hinweis gegeben. Das ideale Kind isst gut und wächst weiter nach seiner Wachstumskurven. Es lässt sich stillen, aber auch von Papa/Oma/Opa/Freundin mit der Flasche füttern.

Es schläft gut und nachts durch, es schreit wenig und schon gar nicht sinnlos, beides würde schließlich sein Umfeld zu sehr aus der Bahn werfen. Es arbeitet mit in der Pekip-Gruppe und beim Babyschwimmen.

Es hat keine Angst vor Wasser und erfreut sich an pädagogisch wertvollem Spielzeug. Es ist begeistert vom Baby-Englisch-Kurs und der frühmusikalischen Grundausbildung. Es spielt nicht mit dem Essen, liebt salzfreien Möhrenbrei und selbst gekochte Pastinaken mit vielen Vitaminen…

Den ganzen Text und die Möglichkeit zu kommentieren, finden Sie hier:

http://theeuropean.de/birgit-kelle/12308-das-maerchen-vom-perfekten-nachwuchs


Papst Benedikt ermahnt neugeweihte Bischöfe zur „väterlichen Liebe“ für ihre Priester

Papst Benedikt hielt am vergangenen Donnerstag vor einer Gruppe neu ernannter Bischöfe, die er in Audienz empfing, eine Ansprache über die Evangelisierung und das 2. Vatikanum.  

Die anwesenden Bischöfe rief der Papst dazu auf, die Einheit im Glauben zu fördern und ein Vorbild in der Hingabe an Gott zu sein: „In der Tat kann man nicht im Dienst der Menschen sein, ohne zuvor Gott zu dienen“, so der Papst wörtlich.

Der Papst schrieb den neuen Bischöfen vor allem die Stelle aus dem zweiten Paulusbrief an Timotheus ins Stammbuch, in der es heißt:

„Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden. Ein Knecht des Herrn soll nicht streiten, sondern zu allen freundlich sein, ein geschickter und geduldiger Lehrer, der auch die mit Güte zurechtweist, die sich hartnäckig widersetzen“ (2 Tim 2,22-25).

Er empfahl den Bischöfen, ihren Priestern nahe zu sein mit väterlicher Liebe, „die zu unterstützen, ermutigen und verzeihen weiß“. 

Jedes Jahr im Spätsommer lädt die römische Bischofskongregation die im Lauf der vergangenen Monate neu ernannten Bischöfe aus aller Welt zu einem Rom-Seminar. Dabei geht es für die Oberhirten darum, die vatikanische Kurie kennen zu lernen, weltkirchliche Einheit zu erfahren und an die Gräber der Apostel Petrus und Paulus zu pilgern.

Quelle: Radio Vatikan


Das päpstliche Loreto-Weihegebet der Gläubigen auf dem Kongreß „Freude am Glauben“

Der Kongreß Freude am Glauben in Aschaffenburg, der am vorigen Wochenende veranstaltet wurde, führte am Samstagabend eine Lichterprozession zu Ehren der Madonna durch.

Der Gebetszug führte die über tausend Gläubigen durch die Innenstadt Würzburgs in die Muttergottes-Kirche zur gemeinsamen Marienweihe und zur Anbetung des eucharistischen HERRN.

Als Weiheformular wurde das folgende Gebet verwendet, das Papst Benedikt am 1. September 2007 gesprochen hat, als er den italienischen Wallfahrtsort Loreto besuchte:

GEBET von PAPST BENEDIKT XVI.

Maria, Mutter des JA, du hast Jesus gehört
und kennst den Klang seiner Stimme und das Klopfen seines Herzens.
Morgenstern, sprich uns von IHM und
erzähle uns deinen Weg, damit wir IHM auf dem Weg des Glaubens folgen.

Maria, die du in Nazaret mit Jesus wohntest,
präge unserem Leben deine Gefühle ein,
deine Fügsamkeit, dein hörendes Schweigen,
und laß das Wort in Entscheidungen wahrer Freiheit erblühen.

Maria, sprich uns von Jesus, damit die Frische unseres Glaubens
in unseren Augen erstrahle und das Herz dessen erwärme, der uns begegnet,
wie du es getan hast, als du Elisabeth besuchtest,
die sich im Alter mit dir über das Geschenk des Lebens freute.

Maria, Jungfrau des Magnificat,
hilf uns, die Freude in die Welt zu tragen, und wie in Kana
sporne jeden jungen Menschen, der sich im Dienst an den Brüdern einsetzt, dazu an,
nur das zu tun, was Jesus sagen wird.

Maria, blicke auf die Agora der Jugend,
auf daß sie fruchtbarer Boden der Kirche sei.
Bitte, auf daß der gestorbene und auferstandene Jesus in uns neu geboren werde
und uns in eine Nacht voller Licht, voll von IHM verwandle.

Maria, Muttergottes von Loreto, Pforte des Himmels,
hilf uns, den Blick nach oben zu richten.
Wir wollen Jesus sehen, mit IHM sprechen,
allen Seine Liebe verkünden. Amen.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz