Staatsministerin Müller würdigt Erzbischof Müller als „Oberhirte von Format“

Apostolischer Nuntius: „Die Kirche vor der Infizierung durch den Zeitgeist bewahrt“

Am Sonntag hat das Bistum Regensburg Erzbischof Dr. Gerhard Ludwig Müller in einem festlichen Rahmen verabschiedet. Papst Benedikt XVI. hatte am 2. Juli 2012 den langjährigen Bischof von Regensburg als Präfekten an die Spitze der römischen Glaubenskongregation berufen.

Höhepunkt der Verabschiedung in Regensburg war das Pontifikalamt im überfüllten Dom St. Peter, das Erzbischof Müller gemeinsam mit Kardinälen, Bischöfen und dem Domkapitel Regensburg feierte und das die Regensburger Domspatzen musikalisch gestalteten.

Vorausgegangen war ein Festakt zur Verabschiedung im Kolpinghaus Regensburg. Am Nachmittag gab es eine festliche Begegnung auf dem Domplatz ein, an der rund 5000 Gläubige teilnahmen.

Dabei kam es zu sehr bewegenden und anrührenden Szenen des Abschieds zahlreicher Menschen im persönlichen Kontakt mit dem Erzbischof, der viele Kinder segnete.

Zwei Stunden lang drängten sich Menschen allen Alters und aus allen Regionen des Bistums, um ihre Verbundenheit mit dem Erzbischof auszudrücken.

Zum Abschluss des Tages fand ein kurzes Orgelkonzert in der Kathedrale St. Peter statt, das mit einem festlichen Domgeläut begann und endete.

Ministerin Emilia Müller: „Vielseitigkeit und Geradlinigkeit“

Beim Festakt im Kolpinghaus sprach die bayerische Staatsministerin Emilia Müller In Vertretung von Ministerpräsident Horst Seehofer ein Grußwort. An Erzbischof Müller gewandt, sagte die Ministerin: „Mit Ihnen verliert unser Bistum einen Oberhirten von Format.“

Die CSU-Politikerin würdigte die Vielseitigkeit des bisherigen Oberhirten von Regensburg, zu der die Geradlinigkeit dazukomme: „Sie sind ein Kirchenmann von klarem Wort, sicherem Urteil und festem Glauben.“

Die Ernennung zum Präfekten der römischen Glaubenskongregration zeige, welch hohes Vertrauen Papst Benedikt XVI. in ihn setze. Gleichzeitig sei die Berufung eine besondere Ehre für Bayern, stellte die Ministerin fest.

Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, hob in seinem Grußwort hervor, als Bischof von Regensburg habe Dr. Gerhard L. Müller die Kirche vor der Infizierung durch den Zeitgeist bewahrt. Nun sei es seine Aufgabe, Strömungen innerhalb der Theologie auf der ganzen Welt zur Einheit des Glaubens zu führen.“

Philipp Graf v. Lerchenfeld: „Achtung und große Zuneigung erworben“

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Vorsitzender des Diözesankomitees der Katholiken, erinnerte daran, dass es „einige gab, die Ihre Ernennung zum Bischof von Regensburg heftig kritisierten und Ihnen von Anfang an Steine in den Weg legen wollten“.

Aber die übergroße Mehrheit der Katholiken im Bistum habe Bischof Müller voll freudiger Erwartung begrüßt. Die Menschen hätten verspürt, „dass Sie in allem den Glauben, die Kirche in den Mittelpunkt stellen und Ihr Hirtenamt sehr ernst nehmen“.

Der Erzbischof habe sich mit seiner Art die Achtung und die große Zuneigung dieser Menschen erworben.

Anschließend dankte die BdkJ-Diözesanvorsitzende Lisa Praßer sowie Vertreter katholischer Verbände Erzbischof Müller mit Blumen.

In persönlich gehaltenen Dankesworten erinnerte Glaubenspräfekt Müller an die Anwesenheit Christi in seiner eigenen katholischen Familie.

Die Kirche habe er nie als eine äußere Organisation, sondern immer als eine Communio   – eine Gemeinschaft in Christus  – erfahren, die trägt. Auf diesem Boden sei seine Liebe zur Seelsorge und zur Theologie erwachsen.

Seine tiefsten Grundüberzeugungen habe er nicht bei Aristoteles, Platon oder Thomas von Aquin gefunden, sondern bei seiner Mutter, die ihn gelehrt habe, zu leben und leben zu lassen.

Quelle: Bischöfliches Presseamt Regensburg

 



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