Foto-Impressionen von der Verabschiedung Erzbischof Müllers in Regensburg

Am Sonntag, den 23. September 2012, verabschiedete sich Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, der neue Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregration, von seinem bisherigen Bistum Regensburg, das er als katholischer Oberhirte fast zehn Jahre lang glaubensstark und prinzipienfest geleitet hat.

Diese Fotos der Bischöflichen Pressestelle in Regensburg übermitteln einige farbenfrohe und anschauliche Eindrücke von den Feierlichkeiten im Hohen Dom St. Peter und auf dem Kirchplatz beim „Bad in der Menge“ mit den Gläubigen.


Erste Ansätze für eine Wiederbelebung der aramäischen Sprache im Heiligen Land

Obwohl Christus wie viele andere Juden seiner Zeit sowohl hebräisch wie auch griechisch sprach, war im Land Israel vor 2000 Jahren das Aramäische die Umgangssprache. Es handelt sich dabei um eine alte syrische Sprache, die auch schon Abrahams Familie gesprochen haben mag. Es war die Sprache, die Jesus am häufigsten benutzte.

Aber anders als das Hebräische, welches als Iwrit seine moderne Wiedergeburt erlebte, bleibt Aramäisch eine tote Sprache.

Aramäisch ist die offizielle Sprache der Liturgie in der maronitischen und in der syrisch-orthodoxen Kirche, ebenso im katholisch-malabarischen Ritus aus Indien.

Viele jüdische Gebete sind original aramäisch geblieben, jedoch nicht viele verstehen die Worte auch, die sie rezitieren.

Es besteht nunmehr ein wachsendes Interesse daran, das Aramäische als eine lebendige Sprache im Heiligen Land wiedereinzuführen. Diese Bewegung beginnt bei den maronitischen Christen, die in der Region Galiläa leben.

Kürzlich erwirkte die staatlich geführte Schule des arabischen galiläischen Dorfes Jish beim israelischen Bildungsministerium, Aramäisch als offiziellen, obgleich freiwilligen Kurs einzuführen. Etwa 80 Kinder des Dorfes studieren und benutzen jetzt diese Sprache, von der viele fürchteten, sie werde im Heiligen Land komplett aussterben.

Quelle: Webseite Israel heute


Blasphemische Parolen ultralinker Gegendemonstranten beim Marsch fürs Leben

Gegen den mit 3000 Teilnehmern sehr erfolgreichen  Marsch für das Leben in Berlin, der am vergangenen Samstag (22.9.) stattfand, hatte eine Initiative „Gegen christlichen Fundamentalismus und Abtreibungsverbot“ unter dem Motto „What the Fuck!“ zu einer Gegendemonstration aufgerufen.

Etwa 100 Demonstranten störten den Schweigemarsch der Lebensrechtler mit Trillerpfeifen und Sprechchören  –  darunter z.B. der Spruch 

„Hätt’ Maria abgetrieben, wärt´ ihr uns erspart geblieben“
und
„Deutschland stirbt aus, da klatschen wir Applaus“.

Gotteslästerliche SKANDAL-Poster:

Plakate zeigten unter dem ironischen Motto „Jesus, du Opfer“ ein gekreuzigtes Schwein und ein über ein Kreuz gestülptes Kondom mit dem Slogan „Gib Religion keine Chance“.

Quelle DOMRADIO KÖLN (dort letzter Absatz): http://www.domradio.de/aktuell/84124/ja-zum-leben.html

WEITERE INFOS: Die folgenden Fotos von Heribert Nuhn belegen die erwähnten Gotteslästerungen  – inkl. umgedrehter, antichristlicher Nero-Kreuze –  auch bildlich:


Predigt beim ökumenischen Gottesdienst nach dem Marsch fürs Leben in Berlin

Wir dokumentieren hier den vollen Wortlaut der gehaltvollen Predigt von Martin Lohmann (siehe Foto). Der katholische Theologe und Publizist ist Vorsitzender des Bundesverband Lebensrecht.

Diese Ansprache hielt er während des Ökumenischen Gottesdienstes in der Berliner Hedwigskathedrale am 22. September 2012:
 
Liebe Mitchristen,
liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freunde des Lebens,
die Lesung aus dem Römerbrief (Röm 12, 9-18) ist uns bekannt. Vielleicht zu bekannt und vertraut, so dass wir geradezu innerlich einklingen möchten in ein frommes Zustimmen.

Ja, ja, wir sollen einander lieben, Respekt zeigen  –  und vor allem: Wir sind eingeladen, unsere Verfolger zu segnen.

Spätestens an dieser Stelle scheint sich etwas in uns zu sträuben. Spätestens an dieser Stelle wird es sehr ernst. Spätestens an dieser Stelle mischt sich in unsere Vertrautheit mit dem Text aus der Heiligen Schrift so etwas wie ein leiser Protest.

Und wir verbinden es mit anderen Aufforderungen, die ebenfalls ziemlich unverfroren provokant sind. Der Feindesliebe zum Beispiel. Und jetzt auch noch ein Segen für diejenigen, die uns verfolgen?

Ganz ehrlich: Wenn nicht hier, wo denn sonst sollte deutlich werden, dass die Heilige Schrift keine verstaubte Angelegenheit aus vergangenen Jahrhunderten und Jahrtausenden ist.

Klingt das nicht so, als würde uns der Apostel Paulus das soeben erst aufgeschrieben haben, nachdem er in den vergangenen Jahren und auch heute miterlebte, wie das Zeugnis für das Leben angepöbelt, niedergeschrien und verunglimpft wird?

Und als Antwort fällt dem wortgewaltigen Apostel, der einmal selbst zu den Verfolgern der Wahrheit gehörte und Christus und dessen Getreue brutal bekämpfte, nichts Besseres ein, als uns zum Segnen zu animieren?

Obwohl: Er muss es ja wissen! Von beiden Seiten gewissermaßen.

SEGNET die VERFOLGER: Der selbstdurchlebte Rat des Apostels Paulus

So gesehen können wir es ihm gar nicht verübeln, wenn er uns diesen – ich möchte sagen – belastbaren und selbsterfahrenen, ja selbstdurchlebten Rat gibt.

Ich bin sicher: Er weiß, dass das wahrlich nicht immer leicht ist. Denn die Verunglimpfung des Kreuzes, das ein heiliges Zeichen ist, weil an ihm der Gottessohn gehangen ist, weil es das Zeichen für Erlösung ist und bleibt  –  die Verunglimpfung des Kreuzes tut wirklich weh. Die Verleumdungen, die viele von uns bisher erfahren mussten und auch künftig erfahren werden, ebenfalls.

Und es ist ganz normal, wenn wir darauf nicht mit einem ängstlichen oder ergebenen Danke-sehr antworten. Dass man sich wehren will, das ist nur zu verständlich – und es ist menschlich.

Nein, keine Sorge, niemand von uns spinnt oder hat den Pfad der Tugend verlassen, wenn er ganz normale Regungen verspürt.

Dennoch: Es gibt nichts Besseres als Rat als eben genau jenen, den auch wir heute bekommen. Warum? Weil wir doch letztlich wissen und wissen dürfen, dass Hass und Gewalt, dass Verwirrung und Missachtung niemals wirklich stärker sein können als die Liebe.

Und weil wir die Zusage haben, dass die Wahrheit siegen wird, dass sie uns befreien wird, dass die Wahrheit frei macht.

Die Wahrheit macht frei – eine göttliche Zusicherung!

Das ist kein frommes Gesülze, sondern eine göttliche Zusicherung. Und das ist nun mal sicher:

Gott macht keine Fehler!
Gott verspricht sich nie!
Gott führt nie in die Irre!
Gott sagt niemals die Unwahrheit!

Wenn ER uns durch Seinen Sohn Jesus Christus garantiert, dass die Wahrheit siegen wird  –  dann ist das eine garantierte göttliche Garantie.

Und zu dieser Wahrheit gehört das, wofür die Freunde des Lebens seit zehn Jahren öffentlich mitten in der deutschen Bundeshauptstadt Zeugnis ablegen. Wofür sie sich engagieren. Wozu Lebensschützer sich hier und anderswo bekennen.

Es ist das Bekenntnis zur Unteilbarkeit und Unantastbarkeit der Würde des Menschen. Eines jeden Menschen. Ob noch im Mutterleib wachsend oder schon geboren, ob gesund oder nicht, ob behindert begabt oder unbehindert begabt, ob reich oder arm,
ob jung oder alt, ob weiß oder schwarz.

Es ist das Bekenntnis zum Schutz des Lebens, ob gerade durch Zeugung entstanden oder längst geboren, ob mit schwerer Krankheit oder einfach nur alt. Das ist das Bekenntnis zur Wahrheit, die von Gott kommt.

Wer diese Wahrheit nicht verschweigt, klärt auf in einer Gesellschaft, in der viele Angst vor wahrer Aufklärung haben.
 
Es darf nicht sein, dass die Grundlage von echter Humanität zerstört wird
– durch Tötung im Mutterleib,
– durch Wegspritzen alter Menschen,
– durch tödliche Forschung mit Embryonen,
– durch die tödliche Lüge angeblicher harmloser Tests,
– durch mörderische Selektion von Menschen,
– durch die Wiederkehr des Scheidens in lebenswertes und unwertes Leben!

Wer die Wahrheit, wer das Leben will, ist gegen Euthanasie! Nicht durch die Hand eines Menschen sollen Menschen sterben, sondern – wenn die Sterbestunde kommt – an der Hand eines Menschen!

Wache Menschen leisten Widerstand gegen die Diktatur des Relativismus, in der das süße Gift des brutalen Egoismus, das rücksichtslose Kreisen um das eigene Ego überall den Geist vernebelt! Und sie sagen friedvoll und klar JA ZUM LEBEN. Ja zur Kultur des Lebens!

Sie lassen sich nicht beirren vom Widerstand derer, die Angst vor der Wahrheit haben und meinen, sie durch primitives Gebrüll verhindern zu können. Wer die Wahrheit tut, kommt zum Licht. (Joh 3,21)

Und: Veritas liberabit vos – Die Wahrheit wird euch frei machen! (Joh 8,32)

Das gilt. Das gilt  –  auch für die Verfolger der Wahrheit. Ihr Widerstand ist ja Beleg dafür, dass sie schon fürchten, die Botschaft von der Wahrheit des Lebens könnte ankommen. Sonst bräuchten sie nicht so zu schreien.

So lange uns vom gefallenen Engel berichtet wird, wird uns auch berichtet, wie sehr er alles versucht, die Wahrheit durch Verwirrung und Nebelschwaden zu verhindern.

Selbst den Gottessohn hat der Diabolos, der Durcheinanderwerfer, versucht. Und genau dieser Gottessohn, kein Geringerer als ER, gibt uns die Kraft, ebenfalls entschieden zu widerstehen und friedvoll zu bleiben.

Christus traut uns zu, unsere Verfolger zu segnen!

Ja, und es ist ebenfalls dieser Bruder und HERR, der bei uns ist, dessen Kreuz wir buchstäblich mittragen dürfen  –  und der uns zutraut, unsere Verfolger zu segnen. Das ist nicht absurd oder frömmelnd. Das ist segenschaffend, gnadenreich, Gutes verbreitend.

Segnen  –  das heißt im Lateinischen: benedicere. Gutes sagen. Jemandem etwas Gutes sagen. Jemandem etwas Gutes zusagen. Gutes zusprechen. So wie wir heute unserer Gesellschaft sehr Gutes zugesprochen haben.

Es gibt nichts Besseres, als jemanden dem Herzen des himmlischen Vaters zu empfehlen.

Es gibt nichts Stärkeres, als selbst diejenigen, die das Leben und die Wahrheit verfolgen, dem allmächtigen Schöpfer und barmherzigen Gott anzuempfehlen.

So sehr der Satan aus tausend Lügen keine einzige Wahrheit schaffen kann, so sehr gilt ganz gewiss: Gott kann alles Böse, alle Lügen und alle Sünden in Segen verwandeln. Er allein kann es. Und Er wünscht sich nichts sehnlicher, als dass wir ihn darum bitten.

Denn er ist ein Gott des Lebens, ein Gott der Wahrheit, ein Gott der Liebe  –  voll und ganz.

Zehn Jahre Marsch für das Leben in Berlin. Wer Augen hat zu sehen und lesen, und wer Ohren hat zu hören, der übersieht und überhört das Zeugnis nicht. Die Bewegung wächst. Der Strom des Lebens ist ebenso wenig aufzuhalten wie die Wahrheit. Ganz sicher!

Bitten wir nicht nur heute, sondern täglich und immer wieder, in Stoßgebeten und überall in unserem Alltag, um Segen – für die Kinder, für die Mütter, für die Väter, für die Politiker, für die Ärzte, für die Journalisten, für alle Lebensrechtler, für uns und unsere Angehörigen, aber auch für die noch Blinden und Tauben, für die Verfolger, für die Sünder, für alle.

Wer Leben schützt, wirkt segensreich!

Christus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben! (Joh 14,6)  –  Wer sich für das Leben einsetzt, setzt sich für die Wahrheit ein. Wer Leben schützt, wirkt segensreich! An Gottes Segen ist alles gelegen.

Noch einmal: Die Wahrheit macht frei. Die Wahrheit ist Freiheit. Freiheit im Leben. Freiheit zum Leben. Wir hoffen nicht nur einfach so. Wir haben festen Grund zur Hoffnung! Und keinen, wirklich keinen einzigen Grund zur Angst.

Deus Vita Est: Gott ist das Leben.
Deus Caritas Est: Gott ist die Liebe.
Deus Veritas Est: Gott ist die Wahrheit.
Deus Libertas Est: Gott ist die Freiheit.

Wir dürfen darauf vertrauen. Wir dürfen die Wahrheit leben. Wir sind  –  jeder ist  –  geliebt zu einem Ja zum Leben. Wir alle sind zum Segen Berufene! Wir alle sind zur Wahrheit Berufene! Wir alle sind Geliebte und Gesegnete!

Foto: Mechthild Löhr, CDL


BERLINER ERKLÄRUNG zum Marsch für das Leben am 22.9.2012

Angesichts wachsender Gefährdung des ungeborenen menschlichen Lebens in Deutschland und Europa appelliert der Bundesverband Lebensrecht an Politik und Gesellschaft, das Recht auf Leben als oberstes Menschenrecht und elementare Grundlage unserer rechtsstaatlichen Ordnung strikt zu achten und wirksam zu schützen.

Jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht auf Leben und Achtung seiner Würde.

Foto: BVL

Foto: BVL

Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhängig vom Stand seiner Entwicklung, von Eigenschaften und Umständen.

Die Schutzpflicht des Staates gilt jedem einzelnen Menschen. Dessen Menschenwürde und Lebensrecht ist unabhängig von der Entscheidung Dritter.

 Deshalb fordern wir:

1. Die Rückkehr zum gesetzlichen Verbot der Präimplantationsdiagnostik (PID) und ein Verbot genetischer Tests zum Zweck der tödlichen Selektion potenziell behinderter Menschen.

2. Das schwere Unrecht der Tötung ungeborener Kinder beim Namen zu nennen und der Propagierung eines angeblichen „Menschenrechts auf Abtreibung“ entgegenzutreten.

3. Die geltenden Abtreibungsgesetze und ihre Praxis einer gründlichen wie umfassenden Prüfung und Korrektur zu unterziehen. Mit dem flüchtigen Blick auf die offizielle Abtreibungsstatistik wird der Bundesgesetzgeber seiner Beobachtungs- und Korrekturpflicht nicht gerecht.

4. Die Finanzierung der Abtreibung durch den Staat zu unterlassen. In Deutschland werden die Kosten für über 90 Prozent aller „beratenen“ Abtreibungen in Höhe von jährlich mehr als 40 Millionen Euro aus den Haushalten der Länder bestritten.

5. Statt Hilfe zum Töten müssen Schwangere und Familien wirksame und nachhaltige Hilfe zum Leben mit ihren Kindern erfahren. Das bisher für die Finanzierung von Abtreibungen verwendete Geld muss hier zukunftswirksam eingesetzt werden.

6. Das Leiden von Frauen, Männern und Familien unter den Folgen einer Abtreibung darf nicht länger verdrängt und verharmlost werden, sondern muß enttabuisiert und vorurteilsfrei erforscht werden.

7. Dem erneuten Aufkommen von Sterbehilfe/Euthanasie muß Einhalt geboten werden. Jede organisierte Beihilfe zum Suizid, nicht nur die gewerbsmäßige, ist unter Strafe zu stellen. Eine Legalisierung bestimmter Formen der Beihilfe ist abzulehnen, die ärztliche Beihilfe standesrechtlich zu verbieten.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, mit uns für eine Kultur des Lebens in Deutschland und Europa einzutreten und sich der Mißachtung des Rechts ungeborener, kranker und alter Menschen auf Leben eindeutig entgegenzustellen.

Quelle: Bundesverband Lebensrecht e.V.

Foto: Mechthild Löhr, CDL