Entschließung des Europa-Parlament vollzieht völlige Neudefinition der „Familie“

Mathias von Gersdorff

In einer Entschließung für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Mindeststandards für Opferschutz und Hilfe für Opfer von Straftaten wurde jetzt eine drastische Neudefinition des Familienbegriffes vorgenommen.

In den „Allgemeinen Bestimmungen“ wird Familie folgendermaßen definiert:

Familienangehörige sind der Ehepartner des Opfers,  die Person, die mit dem Opfer stabil und dauerhaft in einer festen intimen Lebensgemeinschaft zusammenlebt und mit ihm einen gemeinsamen Haushalt führt  –  sowie die Angehörigen in direkter Linie, die Geschwister und die Unterhaltsberechtigten des Opfers.“

Seit Jahren unternimmt das Europa-Parlament diverse Angriffe gegen christliche Werte und Prinzipien, insbesondere durch eine Aufweichung des Ehe- und Familienbegriffes und durch den Versuch, ein sog. „Recht auf Abtreibung“ einzuführen.

Dieser Entwurf ist der bislang radikalste Versuch, sich definitiv vom christlichen und  herkömmlichen Begriff der Familie zu verabschieden.

Quelle: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A7-2012-0244+0+DOC+XML+V0//DE


Medienwissenschaftler Norbert Bolz plädiert für Elternerziehung statt Ganztagsschule

„Die Eltern sollen ihre Kinder erziehen, nicht der Staat“

Unter dem Titel „Teamgeist ist der größte Feind des Geistes“  veröffentlicht die Online-Ausgabe der Kulturzeitschrift CICERO am heutigen Donnerstag, den 27. September, ein aufschlußreiches Interview mit dem Berliner Philosophen Prof. Dr. Norbert Bolz.

Der Buchautor und Familienvater erklärt, daß unser Land weder eine „Bildungsrevolution“  noch sonstige Reformen benötigt; stattdessen aber selbstbewußte Lehrer, die sich nicht durch „alternative“ Unterrichtsmodelle in ihrer pädagogischen Kompetenz beirren lassen  –   sowie Eltern, die sich verstärkt um ihre Kinder kümmern, statt sie in eine Ganztagsschule abzuschieben.

Der Medienwissenschaftler spricht sich in dem Interview außerdem eindeutig für das dreigliedrige Schulsystem aus.

Auf die CICERO-Frage  „In den Bildungseinrichtungen wird strukturell vorausgesetzt, dass die Kinder im Elternhaus gewisse Erziehungsgrundlagen mitbekommen haben. Dadurch sind Kinder aus ,bildungsfernen´ Familien enorm benachteiligt“, antwortet der Berliner Professor:

„Sie haben vollkommen recht   –  und dass Erziehungsgrundlagen vorausgesetzt werden, finde ich gerade gut. Ich gehöre immer noch zu den Leuten, die finden, dass Eltern ihre Kinder erziehen sollten und nicht der Staat.“

Daraufhin reagiert die Kulturzeitschrift wie folgt: „Also stellen Sie am Ende doch wieder die Systemfrage. Wir müssen weg von Ganztagsschulen und die Erziehung und Bildung wieder in Elternhand geben.“

Diese Rückfrage ist für Prof. Bolz ein Anlaß, noch mehr Klartext zu bieten:

„Ehrlich gesagt, finde ich die Entwicklung der Ganztagsschulen schrecklich. Die Vorstellung, von der Kindergrippe bis zur Universität immer nur an die Hand genommen und von sogenannten Erziehern geleitet zu werden, gefällt mir nicht.

Da kommt etwas ganz anderes heraus, als wenn das Kind zuhause großgezogen wird. Vielleicht nicht mit größerer sachlicher Inkompetenz, dafür aber dann mit sehr viel mehr Liebe.“

Foto: Mechthild Löhr, CDL


Unionsfraktion besorgt über die Lage der bedrohten christlichen Minderheit in Syrien

Christen geraten zwischen die Fronten des Bürgerkriegs

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat sich durch den Vorstand der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland und die Föderation der Aramäer in Deutschland über die Not der christlichen Gemeinden in Syrien unterrichten lassen. Dazu erklärt er in einer Pressemitteilung der Unionsfraktion:

„Die Situation der Christen in Syrien bereitet uns immer größere Sorgen. Wir appellieren an die Bürgerkriegsparteien, Übergriffe auf die christliche Minderheit zu unterlassen oder einzustellen.

Die christliche Minderheit in Syrien, die mit etwa zwei Millionen Personen ungefähr ein Zehntel der Bevölkerung stellt, gerät nach den uns vorliegenden Informationen immer stärker zwischen die Fronten des syrischen Bürgerkrieges. Noch ist nicht absehbar, ob die Übergriffe auf diese Minderheit, die sich in der immer stärker religiös aufgeladenen Auseinandersetzung neutral zu verhalten versucht, bereits systematische Züge annehmen. Zunehmend liegen jedoch Berichte über gezielte Angriffe auf Christen und christliche Einrichtungen vor.

Viele Christen versuchen daher das Land zu verlassen, und vertrauen sich Schlepperbanden an. Es gibt zahlreiche gestrandete christliche Syrer in türkischen, libanesischen und griechischen Städten.

Wir erinnern uns an das Martyrium der Christen im Irak, die ihr Land in der Mehrzahl verlassen haben. Dieser Exodus darf sich in Syrien nicht wiederholen. Europa muss seine Verantwortung für die orientalische Christenheit stärker wahrnehmen.“

Hintergrund:

Volker Kauder wollte sich am Donnerstag ursprünglich aus erster Hand durch den syrisch-orthodoxen Erzbischofs von Aleppo, Mor Gregorius Yohanna Ibrahim über die Lage der Christen informieren lassen. Allerdings war der Aufenthaltsort des Erzbischofs tagelang nicht mehr zu bestimmen.

Erst am Tag seines geplanten Besuches in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion konnte die Föderation der Aramäer in Deutschland den Kontakt herstellen: Erzbischof Ibrahim kann Aleppo nicht mehr verlassen und berichtete telefonisch über Kämpfe und Detonationen.

Der Fraktionsvorsitzende nutzte das Gespräch mit dem Haupt der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Mor Julius Hanna Aydin und Vertretern der aramäischen Gemeinde in Deutschland, um nachzufragen, wie Menschen in Deutschland zur Linderung der Not vor Ort beitragen können. Angesichts des kommenden Winters kommt der Verbesserung der humanitären Hilfe eine große Bedeutung zu.

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
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Astronaut Reinhold Ewald: Auch im Universum ist GOTT zugegen

Er war der neunte deutsche Astronaut im All. Fast drei Wochen lang verbrachte Reinhold Ewald an Bord der russischen Raumstation „MIR“ – und wenngleich der Physiker den allmächtigen Gott natürlich nicht persönlich sehen konnte, wußte er doch zutiefst: auch hier ist Gott gegenwärtig!

Der Astronaut (siehe Foto) berichtet über das Erlebte:

„Nie vergesse ich unseren Start in der russischen Sojus-Rakete am 10. Februar 1997:

Wir Kosmonauten sind eingebettet in mehrere Hüllen, sitzen mit geschlossenen Helmen, hören nur das Rauschen der Frischluft-Ventilatoren, spüren die enorme Schwerkraft. Das Zünden der Triebwerke ist nur ein entferntes Grollen.

Obwohl ich Physik studiert habe und eigentlich immer von der Erde aus geschaut habe in entfernte Molekül-Wolken, in die Stern-Entstehungsgebiete, haben wir jetzt auf die Erde zurückgeschaut.

Das war bei weitem der attraktivere, anziehendere Blick, denn wir flogen in der Raumstation in 90 Minuten einmal um die Welt.

Wir sahen den Tag über, die 24 Stunden über, unterschiedliche Gegenden der Erde  –  und dieser Blick war so faszinierend, auch immer wieder anders, dass man sich gar nicht genug am Fenster aufhalten konnte.

Wir sahen auf der Erde eine Oase in Blau und Weiss, wir wussten um die Lebensbedingungen. Es gab abends oft Stunden, wo wir zusammen kamen und uns die Polarlichter gezeigt haben oder einfach Dinge, die man kaum mit einer Kamera widergeben kann, die einen aber menschlich sehr berühren.

Wenn man himmelwärts fliegt, kann man dort nicht den mythologischen Himmel finden, stattdessen eine schwarze Leere, gesprenkelt mit dem ungetrübten Licht der Sterne.

Der erste Kosmonaut, der russische Astronaut Juri Gagarin, sagte einst, er habe Gott im Weltraum nicht gesehen. Aber das habe ich als Christ auch nicht erwartet. Trotzdem war Gott da.

Während unseres Fluges und den 18 Tagen auf der Raumstation MIR habe ich immer wieder Dankbarkeit empfunden gegenüber Gott. Wir hatten kritische Situationen, in denen ich allen Grund dazu hatte.

Zum Beispiel brach einmal an Bord ein Feuer aus, das zum Glück schnell gelöscht werden konnte. Wenn die kritische Situation vorbei ist, kommt man auf diesen Gedanken: Jemand hat dir beigestanden. Ich empfand Dankbarkeit, dass ich das alles erleben und überleben durfte.

Wie fühlt man sich als Mensch im Weltall?

Ich fühlte mich besonders klein  –  das ist gar keine Frage. Das Aufgehängtsein im All, da ist keine Strasse, es gibt keine Schienen, sondern wir sind ein bloßes Spiel der Kräfte –  und wenn wir diese Kräfte falsch berechnen, verlieren wir uns auf Nimmerwiedersehen im All. Diese Dinge kommen einem sehr kontrastreich zur Besinnung.

Denn dieser Kontrast: bis dahin ist es nichts, ist es Schwärze, ist es Vakuum, ist es strahlungserfüllte Leere und dann kommt die Atmosphäre  –  diese Kontraste machen einen schon bescheiden und klein.

In den Stahlröhren der Raumstation mit ihren kleinen Bullaugen ist nicht viel Besinnlichkeit angesagt. Als Physiker bin ich es auch nicht gewohnt, dass gross über Religion diskutiert wird.

Aber der Blick zurück zur Erde bringt zum Nachdenken, er lässt einen nicht kalt. Ich musste an die biblische Geschichte denken, wie Gott die Welt schuf.

Und im Psalm 139 heisst es: „Stiege ich zum Himmel empor, so bist Du, Gott, zugegen.“

 
Autor: Miriam Hinrichs
Ínfo-Quelle: WDR5.de / sonntag-sachsen.de
Text/Foto: www.jesus.ch

Buch-TIP: „Heiliges Land“ – Fußspuren des Ewigen in unserer Zeit

Geschenk-Aktion: Petrusbruderschaft bietet Bildband von Pater Martin Ramm an

Warum pilgern so viele Menschen nach Israel? Wollen sie nur aus Reiselust ins Heilige Land fahren?

Nein, Touristen-Interesse allein erklärt die Faszination nicht, vielmehr geht es vielen Gläubigen – und vielleicht auch manchen Agnostikern  – darum, jene Stätten kennenzulernen, an denen Christus und seine Apostel gewirkt haben oder die uns zumindest die Berichte aus dem Alten Testament lebendig werden lassen.

 Unsere menschliche Wahrnehmung ist stark von Bildern geprägt, sie lebt nicht vom rationalen Verstand allein. Kreuzkuppel

Das Heilshandeln unseres Erlösers ist vor allem in den Evangelien verewigt, die durch Gottes Heiligen Geist eingegeben wurden. Es macht den Zauber des Heiligen Landes aus, daß man hier das Leben und Leiden Christi an Ort und Stelle wahrnehmen kann. 

Dies verdeutlicht auch ein Bildband von Pater Martin Ramm FSSP.  Das neue Buch des jungen Priesters aus der Petrusbruderschaft  gleicht einer Pilgerfahrt. Es lädt dazu ein zu lesen, zu betrachten und innerlich auf den Wegen des HERRN mitzugehen.

Die wirkliche Wallfahrt kann es freilich nicht ersetzen, aber es führt doch nahe heran, denn was im Wort erklärt wird, zeigen hunderte von anschaulich brillanten Farbfotos.

Ein echter Pilger ist kaum denkbar ohne seine Bibel. Die Heilige Schrift sollte aber auch der Leser dieses Buches zur Hand haben, denn er findet dort zahlreiche Verweise auf die Quellen der göttlichen Offenbarung, um sie in Ruhe nachzulesen.

So pilgert man nicht nur von Ort zu Ort in Israel, nicht nur von Seite zu Seite im Bildband. Vielmehr führt der geistig-geistliche Weg durch die ganze Heilsgeschichte des Alten und Neuen Bundes.

Die leider oft mangelhafte Bibelkenntnis vieler Katholiken nur zu beklagen, hilft nicht viel weiter.  Die Lösung liegt in der Aufforderung: „Nimm und lies!“ 

Denken wir daran, wie Christus sich den beiden Jüngern vor Emmaus anschloß, die traurig waren, weil sie das Geheimnis des Kreuzes nicht verstanden.

Nachdem ER ihnen aber „ausgehend von Moses und allen Propheten“ alles gezeigt hatte, „was sich in den Schriften auf ihn bezieht “, sprachen sie zueinander: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?“ (vgl. Lk 24, 13-35)

Der Aufbau des Buches entspricht in etwa dem einer wirklichen Pilgerfahrt:  Man beginnt in Galiläa (Nazareth, Kana, Tabor), macht dann Station am See Gennezaret mit seinen heiligen Orten ringsum, fährt von den Jordanquellen bis hinab nach Jericho, vorbei am Toten Meer auf den Berg Sinai, zurück nach Bethlehem‚ zur Verkündigungsgrotte‘: Hier ist Gott selbst Mensch geworden, einer von uns  – und zugleich unser Heil und Heiland.

Allein schon die wunderbaren Illustrationen in hervorragender Qualität sind ein großes Plus dieses Bildbands.  Er eignet sich  bestens zum Weiterschenken, für Religionsunterricht, Gruppenstunden oder Schriftenstände.

Die Petrusbruderschaft schreibt über ihre Geschenk-Aktion: 

„Was kostet ein Bildband im handlichen Format A5 mit 192 Seiten und gut 400 Farbfotos? Natürlich hat er materiell gesehen seinen Preis, der aber gar nicht so hoch ist, wie man meinen könnte.

Vom geistlichen Standpunkt aus gibt es aber Dinge, deren Wert sich nicht in Euro und Cent messen lässt  – und die im wahren Sinn des Wortes ‚unbezahlbar‘ sind.

Wir haben uns entschieden, den Bildband gratis abzugeben, also weder für das Buch noch für den Versand Rechnungen zu schreiben.

Sie wissen ja, dass wir als Priesterbruderschaft St. Petrus ganz auf die Großherzigkeit unserer Freunde und Wohltäter angewiesen sind. Deshalb sind wir für alle Spenden, die über die Druck- und Versandkosten hinaus auch unseren Apostolaten und der Ausbildung der Priesteramtskandidaten in Wigratzbad zugute kommen, von Herzen dankbar. Und weil diese Großherzigkeit für uns nicht ‚bezahlbar‘ ist, beten wir für Sie, dass Gott Ihnen alles Gute vergelte!“

Hier können Sie einen Einblick in das Buch nehmen: http://www.introibo.net/heiligland.html

Sie haben folgende Bestellmöglichkeiten:

Im Internet:  http://www.introibo.net/publikationen.html
Per E-Mail: p.ramm@fssp.ch
Per Post: Priesterbruderschaft St. Petrus, CH-8800 Thalwil, Ludretikonerstr. 3
Per Telefon: 08385-1625 (Priesterseminar St. Petrus, Wigratzbad im Allgäu)