Medjugorje: Was die Gospa der „Seherin“ Mirjana heute mitgeteilt hat

Mirjana Dragicevic-Soldo gehört zu jenen Visionären von Medjugorje, denen angeblich seit über 30 Jahren die Madonna erscheint, die in der dortigen Region gerne als „Gospa“ bezeichnet wird.

Die besagte Seherin erhielt eineinhalb Jahre lang tägliche „Erscheinungen“ sowie zehn „Geheimnisse“, die ihr hierbei anvertraut wurden; danach gab sich die Gospa jährlich ein Stelldichein an Mirjanas Geburtstag, dem 18. März; doch seit dem 2. August 1987 hört die visionäre Familienmutter angeblich am zweiten Tag jedes Monats die Stimme der seligen Jungfrau Maria. 

Die heutige sog.  „Privatbotschaft“ an Mirjana wurde wie immer durch den offiziösen Medjugorje-Newsletter bekanntgegeben. Hier zunächst der volle Wortlaut, danach folgen unsere Einwände:

Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Oktober 2012 an die Seherin Mirjana:

„Liebe Kinder! Ich rufe euch und komme unter euch, weil ich euch brauche. Ich brauche Apostel reinen Herzens.

Ich bete, aber betet auch ihr, dass euch der Heilige Geist befähigt und führt, dass Er euch erleuchtet und mit Liebe und Demut erfüllt.

Betet, dass Er euch mit Gnade und Barmherzigkeit erfüllt. Erst dann werdet ihr mich verstehen, meine Kinder.

Erst dann werdet ihr meinen Schmerz wegen jener  verstehen, die die Liebe Gottes nicht kennen gelernt haben. Dann werdet ihr mir helfen können. Ihr werdet meine Lichtträger der Liebe Gottes sein.

Ihr werdet jenen den Weg beleuchten, denen Augen geschenkt wurden, die aber nicht sehen wollen.

Ich wünsche, dass alle meine Kinder meinen Sohn sehen. Ich wünsche, dass alle meine Kinder Sein Königreich erleben.

Von neuem rufe ich euch auf und bitte, dass ihr für jene betet, die mein Sohn gerufen hat. Ich danke euch.“

In dieser vermeintlich himmlischen Mitteilung besteht fast jeder Satz  – obgleich er sich auf den ersten Blick durchaus brav und harmlos anhört  –  aus theologischem oder pädagogischem Unsinn:

1.  Die Gospa bezeichnet die Seher als „Apostel reinen Herzens“, die sie „braucht“.  – Dieser Einstieg ist eine fromm-tönende Schmeichelei und durchaus geeignet, die Selbstgefälligkeit der Angesprochenen anzuspornen: Wer möchte sich nicht gerne als „Apostel“ –  noch dazu gar „reinen Herzens“  – ansprechen lassen? 

Die echte Gottesmutter würde aber niemals den Hochmut der Menschen derart listig und scheinheilig hochkitzeln, ist sie doch selbst die wahrhaft demütige „Magd des HERRN“.

2. Im nächsten Satz findet sich die Aufforderung, zum Heiligen Geist zu beten, damit er die Seher mit „Demut“ erfüllt  –  das widerspricht allerdings der vorhergehenden Ansprache, die geradezu zum Gegenteil animierte.  

Zudem fragt man sich, warum die Visionäre denn nach sage und schreibe 3 Jahrzehnten „Botschaften des Himmels“ immer noch nicht mit „Demut“ erfüllt sind….?!  – Man könnte ironisch antworten: Kein Wunder, wenn diese „Gospa“ ihnen ständig Honig um den Bart schmiert.

3. Die „Kinder“ sollen zudem dafür beten, daß der Hl. Geist sie mit „Gnade und Barmherzigkeit“ erfülle, weil sie „erst dann“ die Madonna  „verstehen“ würden.   – War dies also über 30 Jahre lang durchaus nicht der Fall? Wozu dann  überhaupt diese weit über 40.000 Erscheinungen?!

4. Sodann spricht die angebliche Madonna von ihrem  „Schmerz wegen jener, die die Liebe Gottes nicht kennen gelernt haben„:

Die Trauer des Himmels über jene, die diese Liebe durchaus „kennengelernt“, aber gleichwohl abgewiesen haben, dürfte doch viel größer sein!  – Unwissenden kann nämlich geholfen werden, hartnäckig Abgefallene sind hingegen ein echtes Problem für die Seelsorge!

5. Außerdem verheißt die Gospa ihrer Seherschar: „Ihr werdet jenen den Weg beleuchten, denen Augen geschenkt wurden, die aber nicht sehen wollen.“    Schon wieder eine unlogische Aussage, denn wenn jemand nicht sehen „will“, ist alle „Beleuchtung“ des Weges natürlich vergeblich.

6. Der theologische Unfug wird noch gesteigert mit folgendem Satz:Ich wünsche, dass alle meine Kinder meinen Sohn sehen. Ich wünsche, dass alle meine Kinder Sein Königreich erleben.“ 

Wir leben hier auf Erden aber „im Glauben, nicht im Schauen“  –  wie Paulus unseren irdischen Pilgerweg auf den Punkt bringt.  – Wenn wir freilich einst mit Gottes Gnade unser himmlisches Ziel erreichen dürfen, werden wir nicht allein Christus sehen, sondern den dreieinigen Gott in seiner  ewigen Herrlichkeit. 

Was bedeutet überdies der Gospa-Wunsch, ihre „Kinder“ (wer immer das sein mag:  allein die Seher oder alle Mariengläubigen?) mögen Christi „Königreich erleben“? Welches „Königreich“?  –  Das jenseitige Himmelreich oder schon ein angeblich irdisches „Königreich auf Erden“?  –  Der Ausdruck „erleben“ ist ebenfalls vieldeutig und unangemessen, denn im Reiche Gottes dürfen wir Gottes Herrlichkeit schauen und anbeten; von „Königreich erleben“ schwärmen zwar manche Charismatiker recht gerne, doch ist in der Hl. Schrift hiervon nirgends die Rede.

7. Sodann folgt abschließend die Aufforderung, „für jene zu beten, die mein Sohn gerufen hat„.

Christus hat  nicht nur „jene“, sondern  a l l e  Menschen zum Heil „gerufen“, wie dies dem sogenannten „allgemeinen Heilswillen Gottes“ entspricht.  Ob die Menschen diesem Ruf des Ewigen folgen, steht auf einem anderen Blatt und in der Verantwortung der Menschen.

Wir sehen also, fast jeder Satz aus dieser „Botschaft“ ist theologisch unsinnig bis widersinnig, daher kann diese Privatoffenbarung nicht „von oben“ sein.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Foto: Dr. Bernd F. Pelz



Prost Mahlzeit: In Ganztagsschulen, G-Kindergärten und Kitas derzeit größter Ausbruch von Lebensmittelerkrankungen

Am gestrigen 1. Oktober berichtete die Internetausgabe der Tageszeitung DIE WELT unter dem Titel „Das Rätsel um 8000 kranke Schüler“  über die sich häufenden Fälle von Lebensmittelerkrankungen in Kindergärten und Ganztagsschulen, wobei dies vor allem die neuen Bundesländer betrifft.

Das gilt auch für die jetzt bekannt gewordenen Magen-Darm-Erkrankungen bei Schülern in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut sprach am Wochenende von mindestens 8365 Fällen.

Dies sei „der mit Abstand größte bekannte lebensmittelbedingte Ausbruch in Deutschland„.

Betroffen sind 342 Einrichtungen in fünf Bundesländern  –  vor allem in Sachsen, in Brandenburg, Berlin und Thüringen sind Kindergartenkinder, Schüler und einige Pädagogen erkrankt.

Die Ursachen werden noch erforscht; die WELT schreibt dazu:

„Als relativ sicher gilt nach Angaben der Behörden jedoch eine Infektion über verseuchtes Essen. Alle betroffenen Einrichtungen wurden demnach von demselben Essenslieferanten versorgt: dem Caterer Sodexo aus Rüsselsheim. Das Unternehmen beliefert täglich mehr als 2000 Schulen und Kindertagesstätten.“

Gleichwohl will das Unternehmen Sodexo aus Frankreich ab sofort wieder seine Massenmahlzeiten liefern. In dem Bericht heißt es zudem:

„Dennoch warnt die Berliner Senatsverwaltung für Bildung auch weiterhin vor dem Verzehr des Essens, das Sodexo an rund 400 Einrichtungen in Berlin und Brandenburg ausliefert. In den anderen Bundesländern dürfe das Unternehmen jedoch wieder Schulen und Kitas mit Mahlzeiten beliefern, so der Sodexo-Sprecher.

Allein in Berlin betreibt Sodexo 14 Küchen. Auf Veranlassung der Aufsichtsämter in den Bezirken sind derzeit zwei dieser Küchen geschlossen: Die Großküche in der Sewanstraße in Lichtenberg und der Nimrodstraße in Reinickendorf.“

Quelle: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/article109558099/Das-Raetsel-um-8000-kranke-Kinder.html


Übermüdete Autofahrer leben gefährlich – auch Energie-Drinks helfen nur begrenzt

Wer müde ist, gehört nicht hinter das Steuer, denn schläfrige Fahrer leben gefährlich. Übermüdung gilt als die größte Unfallursache überhaupt.

Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken-Umschau, erklärt dazu:

„Nachts zwischen zwei und fünf Uhr sollte man eigentlich gar nicht auf der Straße unterwegs sein, denn da droht der sogenannte Sekundenschlaf. Auch Energy-Drinks helfen da nicht weiter; sie putschen zwar ca. zwei Stunden lang auf, aber danach fühlt man sich noch müder als vorher.“

Auch manche Krankheiten können beim Autofahren gefährlich werden, zB. Diabetes:

„Bei Diabetikern besteht immer die Gefahr der Unterzuckerung. Deshalb sollten sie vor jeder längeren Fahrt den Blutzucker messen – und wenn sie spüren, dass die ersten Anzeichen von Unterzuckerung auftreten, dann bitte gleich rechts ran fahren. Dann sollte man Cola,  Apfelsaft oder auch Traubenzucker im Auto haben.“

Wer sicher von A nach B kommen will, sollte auch überprüfen, ob er Medikamente nimmt, die seine Fahrtüchtigkeit einschränken:

„Es gibt erstaunlich viele Medikamente, die tatsächlich die Fahrtüchtigkeit beeinflussen können. Zum Beispiel Schmerzmittel, da ist Vorsicht geboten. Aber auch bei Schlafmitteln, denn die wirken sechs bis acht Stunden lang. Das heißt, wenn man nachts um zwei Uhr eine Schlaftablette nimmt, dann kann man morgens um sieben Uhr eigentlich noch nicht Auto fahren.“

Mittel gegen Heuschnupfen, Blutdrucksenker und Augentropfen können ebenfalls die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen.  

Quelle: Apotheken Umschau 


Erfreuliche Meldung des DLR: Das Ozonloch wird immer kleiner und erholt sich zunehmend

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben entscheidend bei der Erstellung des Berichts der World Meteorological Organization (WMO) zur Entwicklung der Ozonschicht in der Stratosphäre mitgewirkt.

Nach den dortigen Abschätzungen wird die Ozonschicht etwa Mitte des 21. Jahrhunderts wieder die gleiche Dicke haben wie zu Beginn der 1980-er Jahre.

Aktuelle Auswertungen weltraumgestützter Messungen durch das DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung und Modellrechnungen des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre unterstützen diese Aussage: die Regeneration der Ozonschicht schreitet weiter voran.

„Das Ozonloch im Jahr 2012 über der Antarktis ist eines der kleinsten der letzten Jahre“, berichtet Professor Dr. Martin Dameris aus dem Institut für Physik der Atmosphäre.

Sowohl seine flächenmäßige Ausdehnung als auch die gemessenen minimalen Ozonwerte sind  –  im Vergleich zu den beobachteten Werten der letzten Jahre  – in diesem Jahr klein. „Dies ist ein deutlicher Hinweis auf die Erholung der Ozonschicht insgesamt“, so Dameris.

Klima-Chemie-Modelle als Grundlage

Bisher stimmen die Klima-Chemie-Modellrechnungen des DLR-Instituts für Physik der Atmosphäre mit dem Beobachtungen überein: Wenn der Trend anhält, dann schließt sich nach diesen Modellrechnungen das Ozonloch  –  und die Ozonschicht regeneriert sich.

Grundlage für die Vorhersagen sind Modellrechnungen, mithilfe derer physikalische, dynamische und chemische Prozesse in der Atmosphäre simuliert werden. Diese sog. „Klima-Chemie-Modelle“ wurden u.a. im Institut für Physik der Atmosphäre erstellt.

Zur Untersuchung der Ozonschicht wurden im DLR-Institut Langzeit-Simulationen durchgeführt, die in der Vergangenheit beginnen (zum Beispiel im Jahr 1960) und bis in die Zukunft reichen.

Rechen-Ergebnisse für die Vergangenheit werden mit Beobachtungsdaten verglichen, u.a. um die Qualität der Modellergebnisse zu bewerten. Nur auf Grundlage gut evaluierter Modelle ist es dann möglich, zuverlässige Abschätzungen zukünftiger Entwicklungen wie z.B. der Ozonschicht zu liefern.

Zum Verständnis atmosphärischer Vorgänge nutzen Atmosphärenforscher Daten des DLR-Instituts für Methodik der Fernerkundung: Die Wissenschaftler dieses Instituts sind maßgeblich an der Bereitstellung von Datenprodukten beteiligt, die sich mithilfe satellitengestützter Messungen bestimmen lassen. Diese Satellitendatenprodukte werden zum Beispiel mit anderen, unabhängigen Daten verglichen, um eine möglichst hohe Genauigkeit zu erlangen.

Reduktion des FCKW-Verbrauchs zeigt Wirkung

Das Ozonloch wird seit Anfang der 1980-er Jahre jeweils zu Beginn des antarktischen Frühlings  –  Mitte September bis Mitte Oktober  –  beobachtet. Es ist die Folge des hohen Chlorgehaltes in der Stratosphäre, also in der Atmosphärenschicht zwischen etwa 10 und 50 Kilometer Höhe, der durch die Emissionen von FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffen) bedingt wird. 

Durch die drastische Reduktion des FCKW-Gehalts in der Atmosphäre konnte diese positive Wirkung auf die Ozonschicht hervorgerufen werden.

Die Produktion und der Gebrauch von FCKW wurde durch das Montreal-Protokoll im Jahr 1987 und entsprechende Nachfolgevereinbarungen geregelt; seit Mitte der 1990er Jahre ist die Verwendung von FCKWs nahezu ganz verboten. Infolge dessen beobachtet man seit  Beginn dieses Jahrhunderts einen Rückgang der stratosphärischen Chlorbeladung.

Durch meteorologische Einflüsse, also durch die Temperaturabhängigkeit der Ozon abbauenden, chemischen Reaktionen erholt sich die Ozonschicht jedoch nicht stetig.

Das bedeutet, das Ozonloch zeigt Jahr-zu-Jahr-Variationen mit jeweils stärkeren und geringeren Ozonverlusten, aber mit einem insgesamt positiven Trend hin zu höheren und damit wieder normalen Ozonwerten.

Die Beobachtungen in diesem Jahr belegen die insgesamt positive Tendenz der Entwicklung.

Quelle: http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2012/10/gute-nachricht-erholung-der-ozonschicht.html


Zum Tag der Deutschen Einheit: Gebet und Fürbitte für unser Land

Von Pater Lothar Groppe SJ  

In der Präambel unseres Grundgesetzes heißt es: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen….wurde dieses Grundgesetz beschlossen.“

Nicht nur, aber ganz besonders bei den Auseinandersetzungen um den Schutz der ungeborenen Kinder wird deutlich, daß das Bewußtsein der Verantwortung vor Gott für viele Abgeordnete und Politiker nur eine leere Worthülse ist.

Schon lange hat sich ein großer Teil unseres Volkes von Gott entfernt. Für andere spielt er vielleicht noch in seltenen Stunden der Besinnung eine Rolle, hat aber keinen Einfluß auf ihren konkreten Alltag.

Jene Abgeordneten, die sich am Gesetz Gottes zu orientieren versuchen und sich gewissenhaft bemühen, im politischen Alltag durchzusetzen, was dem wahren Wohl des Volkes dient, befinden sich in erschreckender Minderheit. Nicht selten fühlen sie sich auf verlorenem Posten.

Nur allzu vielen, die sich um politische Mandate bemühen, geht es im wesentlichen darum, Macht zu erringen und zu erhalten. Tatsächlich können sich oft nur jene eine reale Chance ausrechnen, wiedergewählt zu werden, die sich dem Zeitgeist anpassen.

Das Il. Vatikanische Konzil sagt zu Recht in der Pastoralkonstitution „Die Kirche in der Welt von heute“:

„Die Staatsmänner, die das Gemeinwohl ihres eigenen Volkes zu verantworten und gleichzeitig das Wohl der gesamten Weh zu fördern haben, sind sehr abhängig von der öffentlichen Meinung und Einstellung der Massen.“ (Nr. 82)

Während es für amerikanische Präsidenten selbstverständlich ist,  ihre Landsleute beim Amtsantritt um ihre Mitarbeit und ihr Gebet zu bitten, wie es Millionen Fernsehzuschauer beim Amtsantritt von Präsident Obama miterleben konnten, tun sich deutsche Politiker hiermit schwer. media-390606-2 - Kopie

Dabei ist es im Grunde das Selbstverständlichste von der Welt, wenn sie die „Verantwortung vor Gott und den Menschen“ ernstnehmen.

Von den Entscheidungen der verantwortlichen Politiker hängen ja weitgehend Wohl und Wehe von Millionen ab. Nicht selten geht es um Gewissensfragen, die in schwere Schuld verstricken können.

Deshalb mahnt Paulus in seinem 1. Brief an Timotheus die damaligen Christen, ihre Bitten, Gebet und Fürbitten für alle Obrigkeiten zu verrichten, „damit wir ein ungestörtes und ruhiges Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.“ (2, 1)

Wenn die Pastoralkonstitution davon spricht, man müsse in der Sorge für den Frieden „inständig zu Gott beten“, daß er den Verantwortlichen in Politik und öffentlichem Leben Kraft für diese schwere Aufgabe geben, gilt das natürlich auch für den gesamten politischen Bereich.

Nun hat die Deutsche Bischofskonferenz 1966 das früher nach der Feier des sonn- und feiertäglichen Hauptgottesdienstes angeordnete Gebet für Volk und Vaterland durch eine entsprechende Fürbitte abgelöst und diese Verpflichtung nachdrücklich eingeschärft.

Diese Anordnung und Verpflichtung scheint aber noch nicht in das Bewußtsein unserer Priester und Gemeinden eingedrungen zu sein.

Obwohl ich in zahlreichen Diözesen in weit mehr als 100 Pfarreien an Sonn und Feiertagen zur Aushilfe war, erinnere ich mich in keiner einzigen Pfarrei an eine derartige Fürbitte.

Während im amtlichen kirchlichen Direktorium der Erzdiözese Paderborn alljährlich an diese Verpflichtung erinnert wird, findet man etwa im Erzbistum Berlin keinerlei Hinweis hierauf. fahne1

Pfarrer und Lektoren, die ich auf diese Weisung der Bischöfe aufmerksam machte, zeigten sich überrascht; sie hatten davon noch nie gehört.

Die Bischöfe regen folgende Formulierung an, die aber durchaus entsprechend so abgewandelt werden kann, daß sie sich dem Sprachstil der an diesen Tagen gesprochenen Fürbitten anpaßt:

„Gedenke der Bedrängnis unseres Volkes; lenke seinen Weg inmitten aller Gefahren und schenke ihm Eintracht und Einheit, Freiheit und Frieden mit allen Völkern der ganzen Erde.“

Wir sollten nicht nur dann unsere Zuflucht zu Gott nehmen, wenn drohende Gefahren die Menschen ängstigen. Man erinnere sich der zahlreichen Gebetswachen während der Golfkrise.

Denn wir sind auch im politischen Alltag auf den Beistand des Himmels angewiesen – und nicht nur für uns selbst, sondern ganz besonders auch für all diejenigen, die in Kirche, Staat und Gesellschaft Verantwortung tragen, sollten wir um Erleuchtung durch den Hl. Geist beten.

Vor allem ist es Aufgabe unserer Seelsorger, aber auch jedes einzelnen Gläubigen, den HERRN zu bitten, daß unser Volk wieder zum lebendigen Gott zurückfindet und unsere Politiker und Abgeordneten nicht danach entscheiden, was ankommt, sondern worauf es ankommt.

Erstveröffentlichung des Artikels in der kath. Zeitschrift „Der FELS“ (Nr.3/2009)

 „Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen. Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft.“

Friedrich Schiller in seinem Drama „Wilhelm Tell“

Foto von Pater Groppe: Dr. Bernd F. Pelz


Regensburg: Film „Dein Weg“ und Expertengespräch über den Jakobsweg nach Santiago am 7. Oktober 2012

Am kommenden Sonntag, den 7. Oktober 2012, gibt es im Regensburger Regina-Kino (Holzgartenstraße 22) ab 19,30 Uhr eine Vorführung des neuen Films Dein Weg.

Danach findet ein informatives Gespräch hierüber statt, wobei es um das Pilgern allgemein und besonders um Santiago de Compostela geht. Wallfahrten erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit, auch unter jüngeren Gläubigen.

Der Film handelt vom Augenarzt Tom Avery (Martin Sheen), der  nach Frankreich reist, um den Leichnam seines Sohnes Tom (Emilio Estevez) zurückzuholen, der bei einem Sturm in den Pyrenäen ums Leben gekommen ist. Avery folgt den letzten Spuren seines Sohnes.

Gesprächspartner des Moderators Dr. Veit Neumann von der Bischöflichen Pressestelle Regensburg werden der Klinikseelsorger Dr. Christoph Seidl sowie die erfahrenen Jakobspilger Prof. Heiner Menninger und Martha Spreitzer sein.

Der Eintritt kostet 7 Euro. Eine Anmeldung mit Kartenreservierung ist beim Regina-Filmtheater unter Telefon 0941/41625 möglich.

Quelle: Bischöfliche Pressestelle Regensburg