Prost Mahlzeit: In Ganztagsschulen, G-Kindergärten und Kitas derzeit größter Ausbruch von Lebensmittelerkrankungen

Am gestrigen 1. Oktober berichtete die Internetausgabe der Tageszeitung DIE WELT unter dem Titel „Das Rätsel um 8000 kranke Schüler“  über die sich häufenden Fälle von Lebensmittelerkrankungen in Kindergärten und Ganztagsschulen, wobei dies vor allem die neuen Bundesländer betrifft.

Das gilt auch für die jetzt bekannt gewordenen Magen-Darm-Erkrankungen bei Schülern in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut sprach am Wochenende von mindestens 8365 Fällen.

Dies sei „der mit Abstand größte bekannte lebensmittelbedingte Ausbruch in Deutschland„.

Betroffen sind 342 Einrichtungen in fünf Bundesländern  –  vor allem in Sachsen, in Brandenburg, Berlin und Thüringen sind Kindergartenkinder, Schüler und einige Pädagogen erkrankt.

Die Ursachen werden noch erforscht; die WELT schreibt dazu:

„Als relativ sicher gilt nach Angaben der Behörden jedoch eine Infektion über verseuchtes Essen. Alle betroffenen Einrichtungen wurden demnach von demselben Essenslieferanten versorgt: dem Caterer Sodexo aus Rüsselsheim. Das Unternehmen beliefert täglich mehr als 2000 Schulen und Kindertagesstätten.“

Gleichwohl will das Unternehmen Sodexo aus Frankreich ab sofort wieder seine Massenmahlzeiten liefern. In dem Bericht heißt es zudem:

„Dennoch warnt die Berliner Senatsverwaltung für Bildung auch weiterhin vor dem Verzehr des Essens, das Sodexo an rund 400 Einrichtungen in Berlin und Brandenburg ausliefert. In den anderen Bundesländern dürfe das Unternehmen jedoch wieder Schulen und Kitas mit Mahlzeiten beliefern, so der Sodexo-Sprecher.

Allein in Berlin betreibt Sodexo 14 Küchen. Auf Veranlassung der Aufsichtsämter in den Bezirken sind derzeit zwei dieser Küchen geschlossen: Die Großküche in der Sewanstraße in Lichtenberg und der Nimrodstraße in Reinickendorf.“

Quelle: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/article109558099/Das-Raetsel-um-8000-kranke-Kinder.html


6 Kommentare on “Prost Mahlzeit: In Ganztagsschulen, G-Kindergärten und Kitas derzeit größter Ausbruch von Lebensmittelerkrankungen”

  1. quer sagt:

    Da sich „verantwortungsbewußte“ Eltern nicht mehr in der Lage sehen, den lieben Kleinen schlicht ein Butterbrot mit auf den Weg zu geben, nehmen sie billigend in Kauf, daß sowas schon mal passiert. Da kann man nur hoffen, daß künftig nichts Schlimmeres als Durchfall passiert.

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    • Guten Tag,
      es geht um Ganztagseinrichtungen mit Mittagessen, wo es „schlicht mit Butterbrot“ eher nicht getan ist. Aber mit flächendeckendem Kita-Ausbau und immer mehr Ganztagsschulen wird dies Problem sicher nicht geringer werden.
      Leserin „Dorrotee“ hat ganz recht: Eigener Herd ist Goldes wert – das ist genau der springende Punkt!
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • quer sagt:

        Na und?
        Seit wann schließt das mittägliche Butterbrot ein warmes Abendessen am heimischen Herd aus? Wenn man berufstätig ist, muß man – wenn man auf vernünftiges Essen wertlegt – sowieso (wie die Franzosen) von „Mittagessen“ auf „Abendessen“ umschalten. Sonst bleibt tatsächlich nur der Kantinenfraß.

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      • Guten Tag,
        natürlich schließt ein Butterbrot am Mittag ein abendliches warmes Essen nicht aus, aber offenbar wollen die Schüler in der Regel mittags eine warme Mahlzeit, sonst würde sich die „Massenabfertigung“ per Lieferküche von selbst erübrigen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • quer sagt:

        „….offenbar wollen die Schüler in der Regel…“

        Offenbar ist das für mich, war das für meine Eltern, eine Frage der Erziehung. Kinder wollen immer das, was man ihnen beibringt und glaubhaft vorlebt. Hilfsweise hat sich in solchen Fällen mein Vater auch mit schlichtem Befehl durchgesetzt. Beides ist normalerweise Erziehung und heißt deswegen auch so. Blöderweise wird heute zum Nachteil der Kinder aber Erziehung durch Diskussion ersetzt. Pech gehabt!

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  2. Dorrotee sagt:

    eigener Herd ist Goldes wert

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