SYRIEN: Christen in Aleppo bedroht – Klöster und Kulturgüter beschädigt – Bombenexplosionen durch „Rebellen“

Die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten radikal-islamischen Rebellen in Syrien erreichen inzwischen auch die mehrheitlich christlich bewohnten Stadtviertel im Zentrum Aleppos. Das berichtete am Montag die libanesische Tageszeitung Daily Star.

Christliche Bewohner Aleppos beklagen wachsende islamistische Übergriffe. Auch immer mehr religiöse Stätten und Kulturgüter tragen Spuren des Konfliktes in Syrien.

Die Franziskanergemeinschaft im Land berichtet, bei Kampfhandlungen in Aleppo seien bereits Ende August das Kloster und ein weiteres Gebäude beschossen und beschädigt worden.  In der Altstadt liegen weite Teile des historischen Basars in Schutt und Asche.

Bei Bombenexplosionen sollen jetzt mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen sein. Das syrische Fernsehen sprach von „drei terroristischen Anschlägen“. Demnach seien auf dem Saadallah-al-Dschabri-Platz in Aleppo drei Autobomben explodiert. Offenbar sind unter den Toten viele Angehörige der Regierungstruppen.

Georg Röwekamp, Geschäftsführer von „Biblische Reisen“, sieht den christlichen Tourismus nach Syrien auf Jahre hin versiegt. Im Moment seien touristische Reisen in das Land schlichtweg unmöglich.

Röwekamp sagte im Gespräch mit dem Domradio Köln:

„Zunächst einmal gilt festzuhalten, dass alle menschlichen Opfer weitaus schlimmer sind als jedes kulturelle Opfer. Aber natürlich ist es so, dass diese Kämpfe unwiederbringliche Schäden anrichten. Gerade der Basar in Aleppo war weltweit der größte zusammenhängende Basarkomplex, wir sprechen von zwölf Kilometer Basarstraße.

Syrien ist unglaublich reich an kulturellen Schätzen, sie sind unbekannter als in vielen der Nachbarländer, aber man muss eben fürchten, nach allem, was wir hören, dass auf diese Dinge in den gegenwärtigen Kämpfen überhaupt keine Rücksicht genommen wird.“

In Syrien gibt es mehrere Weltkulturerbe-Stätten, darunter die Altstadtbereiche von Aleppo, Damaskus und Bosra sowie die Ruinen von Palmyra.

Quelle: Radio Vatikan, Fulda-Info



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