US-Notenbank verweigert Deutschland den Einlaß zur Bestandsaufnahme seiner Goldreserven

Die Deutsche Bundesbank gerät unter Druck. Der Rechnungshof fordert eine physische Bestandsprüfung der Goldreserven, die zum Großteil in den USA lagern.

Doch die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve FED verweigert jegliche Transparenz.

Mit mehr als 3.400 Tonnen verfügt Deutschland über die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Nur ein Teil der unzähligen und begehrten Barren befindet sich auf Hoheitsgebiet der Bundesrepublik. Der größte Teil lagert jenseits des Atlantiks in den Kellern der US-amerikanischen Notenbank.

Anfang des Jahres kritisierte der Bundesrechnungshof die Bundesbank. In einem Bericht hielten die Prüfer fest, dass die Reserven seit Jahren nicht mehr einer physischen Bestandsaufnahme unterzogen wurden. (…)

Angesichts dieser verfahrenen Situation bliebe lediglich die Möglichkeit, die Goldbestände nach Deutschland zu überführen. (…)

Quelle und vollständiger Bericht hier: http://www.unzensuriert.at/content/0010304-FED-verweigert-Inspektion-der-deutschen-Goldreserven


Proteste gegen blasphemisches Theaterstück von Castellucci teilweise erfolgreich

In Paris mußte die Aufführung des gotteslästerlichen Stückes „Über das Konzept vom Antlitz des Gottessohnes“ wegen vehementer Proteste der Zuschauer abgebrochen werden. Autor des Machwerks ist der italienische Theaterkünstler und Regisseur Romeo Castellucci. Der Vatikan spricht von „Mangel an Respekt für Gott, die Heiligen und religiöse Symbole.“ 

Auch in Deutschland, Belgien und Italien war es zu heftigen Protesten gekommen.

In Litauen, wo dieses Werk Anfang Oktober im Rahmen eines Theaterfestivals präsentiert werden soll,  kommt nunmehr auch Widerstand aus höchsten kirchlichen Kreisen:   

Der Primas von Litauen, Erzbischof Sigitas Tamkevicius von Kaunas, hat die Katholiken seines Landes aufgerufen, gegen dieses sog. Kunstwerk zu protestieren, das im National Drama-Theater zur Aufführung vorgesehen ist.

In „Sul concetto di volto nel Figlio di Dio“, wie das Stück im Original heißt, zeigt Castellucci vor einem riesigen Jesus-Bild, wie ein Sohn seinem alten, senilen Vater immer und immer wieder die vollen Windeln wechselt  –  bis zur völligen Verzweiflung. Am Ende steigen Kinder auf die Bühne, um das Bildnis Christi zu traktieren.

In Deutschland inszenierte er bei der Ruhr-Triennale  –  und seine Theatertruppe gastierte wiederholt in Berlin und bei der euro-scene Leipzig. 2005 leitete Castellucci die Theaterbiennale in Venedig. 

Umso beruhigender ist es, daß das Publikum sich diese Blasphemie nicht als Kunst andrehen läßt. Proteste kamen besonders auch aus evangelikalen Kreisen.

Quelle: Jan Bentz in www.zenit.org
Beleg für Vatikankritik (ital.): http://spettacoli.notizie.it/lo-spettacolo-di-romeo-castellucci-contestato-dal-vaticano/

Witt-Video schmäht unsere deutschen Soldaten als Mörder und Frauenschänder – Bundeswehrverband protestiert

Als ehrverletzend wertet der Deutsche Bundeswehrverband das Musik-Video zum Lied Gloria von Joachim Witt.
„Bei aller künstlerischen Gestaltungsfreiheit: Das Video verunglimpft deutsche Soldaten in geschmackloser Weise“, sagt Bundesvorsitzender Oberst Ulrich Kirsch.

Der Verbandschef fragt, warum Joachim Witt die Verrohung im Krieg  –  darum geht es wohl  –  nicht zeigen konnte, ohne ausdrücklich unsere Bundeswehrsoldaten als Frauenschänder und Mörder darzustellen.

„Ausgerechnet diejenigen, die seit Jahren ihren Kopf für dieses Land hinhalten und etwa auf dem Balkan solche Szenarien verhindert haben, werden hier mit brutalen Gewaltverbrechern gleichgestellt“, erklärt der Oberst.

In dem Video werden Soldaten in Bundeswehr-Uniformen und mit deutschen Hoheitsabzeichen gezeigt, die eine Frau vergewaltigen. Weitere Szenen legen den Schluß nahe, daß ein Mädchen, das die Tat beobachtet hat, mit einem Messer ermordet wird.

Quelle: Dt. BundeswehrVerband (ots)


Bioethik: Aufruf an Ministerin Annette Schavan, jede Projektförderung für „Horizont 2020“ zu verbieten

Von Dennis Riehle

Sehr geehrte Frau Bundesforschungsministerin,

das Forschungsprojekt Horizont 2020 der Europäischen Kommission hat sich das Ziel gesetzt, an Embryonen Untersuchungen vorzunehmen, die in Deutschland unter der hierzulande geltenden Gesetzeslage verboten wären.

So kennt das Europäische Recht keine „Stichtagregelung“, es bleibt also ungefragt, wann und wie die embryonalen Stammzellen gewonnen wurden. 

Darüber hinaus ist auf europäischer Ebene nicht festgelegt, welche Grenzen die Embryonenforschung einzuhalten hat. Vorgaben und Richtlinien existieren bisher nicht in ausreichender Form, um darauf verbindliche Standards und Grenzen ableiten zu können. Die Vereinbarungen über die Stammzellenforschungen sind nebulös und lassen weite Spielräume.

Frau Ministerin Schavan, ich kenne Sie als engagierte Christin, die sich auch immer wieder äußerst reflektiert mit ethischen Fragestellungen auseinandergesetzt hat.

Das „Verwerten“ von Embryonen ist nicht nur unter dem Angesicht eines christlichen Menschenbildes zutiefst verachtenswert. Wer „nicht gebrauchte“ Stammzellen dafür nutzt, an ihnen nach Belieben testet und forscht, der vergeht sich an der Menschenwürde.

Wie können wir es zulassen, dass mit Geldern aus Deutschland, die in das Projekt einfließen könnten, Wissenschaftler ihre Theorien „ausprobieren“? Menschliche Embryonen sind kein „Spielplatz“, an denen versuchsweise experimentiert und die beim Schiefgehen ggf. lautlos entsorgt werden können (…).

Ich bitte Sie dringlichst, jede Projektförderung für „Horizont 2020“ zu verbieten! Weder Sie noch das deutsche Rechtssystem können es sich erlauben, über Umwege einen Gesetzesbruch einzugehen und sich darüber hinaus an der Patentierung von Leben zu beteiligen!

Letzteres hatte vor einem Jahr auch der Europäische Gerichtshof als unzulässig erklärt, weshalb von manchen Justiziaren das gesamte Projekt auf rechtlich wackeligen Beinen gesehen wird.

Beeinflusst von der forschenden Lobby und führenden Wirtschaftsunternehmen, deren Interesse am eigenen Profit, nicht aber an der Einhaltung von ethischen Konventionen liegt, hat die Europäische Kommission das Projekt insgesamt gutgeheißen. 80 Milliarden sollen investiert werden, wobei Spekulationen nicht von der Hand zu weisen sind, dass viel Geld davon Frauen in Ländern Afrikas angeboten werden soll, um sie zu einer Eizellenspende zu bewegen. Ein gefährlicher Eingriff mit Risiken, der die Ärmsten treffen würde!

Von Moral oder Menschenrechten weit entfernt, begibt sich die Europäische Kommission mit ihrem Vorhaben in eine Grauzone, das die Bundesrepublik auf keinen Fall unterstützen darf.

Skandalös mutet an, dass Länder der EU mit restriktiven Regelungen in Sachen Embryonenforschung gerade über die europäischen Gesetzeslücken hinweg gelockt werden sollen, Forschungsgelder zu investieren  –  und sich dabei über Leben hinwegsetzen!

Interessant bleibt in diesem Zusammenhang bei aller Betrachtung: Lediglich die wirtschaftsnahe FDP hat sich dem Aufruf der Abgeordneten offenbar nicht angeschlossen…

Ich hoffe auf Ihr klares und kompromissloses Eintreten  –  verlieren Sie Ihren umsichtigen „Horizont“ in dieser Sache nicht!

Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz
www.dennis-riehle-blog.de
 
                                                                                                                                                                                                                                                                               Foto: Mechthild Löhr, CDL

  


Berliner CDU-Fraktion: Studie läßt Zweifel an reformierter Schuleingangs-Phase in Berlin aufkommen

Die schulpolitische Sprecherin der Berliner CDU-Fraktion, Hildegard Bentele, erklärt anläßlich der heute veröffentlichten Studie des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen zu den Kompetenzen von Schülern am Ende der vierten Klasse  in den Fächern Deutsch und Mathematik Folgendes in einer Pressemitteilung:

„Die Einführung von bundesweiten Bildungsstandards, die beschreiben, was ein Kind am Ende der jeweiligen Jahrgangsstufe können soll, war ein Schritt in die richtige Richtung.

Unser oberstes Ziel muss es sein, dass alle Berliner Grundschüler, auch diejenigen, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder aus nicht deutschsprachigen Elternhäusern kommen, diese Standards voll erfüllen.

Das relativ schlechte Abschneiden der Berliner Grundschüler im Ländervergleich wirft die Frage auf, inwiefern die reformierte Schuleingangsphase (Stichwort JüL, Abschaffung der Vorschule, Früheinschulung) tatsächlich zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Berliner Grundschüler beigetragen hat.

Andere Bundesländer machen vor, dass pädagogische Konzepte, die auf Grundlage klarer Leistungskriterien fördern und fordern, am besten geeignet sind, Grundschulkindern die für das spätere schulische und berufliche Fortkommen elementaren Kompetenzen im Bereich Lesen, Schreiben, Rechnen und Zuhören/Verstehen zu vermitteln.“

CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Preußischer Landtag /  10111 Berlin. Niederkirchnerstr. 5
Tel.: 030 – 2325 2124  Fax: 030 – 2325 2750 
mailto:thiedemann@cdu-fraktion.berlin.de>

Spontis und Parodien auf Bauernregeln: „Liegt des Bauern Uhr im Mist…“

Ham die Kühe nichts zu fressen, hat der Bauer sie vergessen.

Weiß der Hahn den Text nicht mehr, fällt ihm’s Krähen morgens schwer.

Kräht der Bauer auf dem Mist, weiß der Hahn, wie spät es ist.

Bei Regen hilft nicht viel das Fluchen   –  besser einen Fernflug buchen!

Der Bauer erst das Feld bestellt, wenn das Internet ausfällt.   

Ackerfurchen sind nicht grad, sondern rund und schick? – Zwei Glas Most vor jeder Saat  ist des Bauers Trick!

Wenn Eisbein als Menü ansteht, das arme Schwein auf Krücken geht.

Wenn Regen in die Tonne fällt, sich manchmal auch der Frosch gesellt.

Der Bauer früh die Sense schwingt, die Bäuerin sich in Deckung bringt.

Nicht ärgern, wenn’s von oben gießt, zum Ausgleich es im Garten sprießt.

Dem Landwirt gleich der Kragen platzt, weil’s Federvieh auf der Tenne kratzt.

Nichts kann den Bauer wirklich schocken, nur Glatteis haut ihn von den Socken.

Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht, wie spät es ist.

Hat der Bauer Frost am Schuh, steht er in der Tiefkühltruh‘.

Trägt der Knecht beim Melken Strapse, muß er meistens in die Klapse.

Dem Bauer zerstört kein Sturm das Glück, noch immer kam die Sonn‘ zurück!

Trägt der Landwirt rote Socken, will er seine Bullen schocken.

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, der Bauer in die Wanne steigt.

Dreht der Hahn sich auf dem Grill, macht das Wetter, was es  will.

Wenn Regen in die Tonne fällt, sich auch der Frosch dazu gesellt.

Auch der Bauer hat ne Flat, er verkauft die Kartoffeln im Internet.

Dem Bauer vergeht bei Regen kein Lachen, er weiß ein Schlammbad draus zu machen.

Wenn Sonne uns den Tag erhellt, kein Regen aus den Wolken fällt.

Sagt der Has‘ Aideu zum Fuchs, war das wohl sein letzter Mucks.

Riechen streng des Bauers Socken, war der letzte Winter trocken.

Wenn es in die Suppe hagelt, war das Dach wohl schlecht vernagelt.

Ist’s im September richtig warm, muß man nicht in’n Urlaub fahrn.

Auf dem Land brauchts keine Wecker, der Bauer fährt früh mit dem Trecker.   

Scheint die Sonn‘ ohn‘ Unterlaß, bleibt der Landwirt nicht lang blaß.

Friert die Ente auf dem Teich, kommen Schlittschuhläufer gleich.

Fang´n die Pferde an zu rauchen, wirds ´ne neue Scheune brauchen.

Hat der Bauer kalte Hände, fliehn die Katzen ins Gelände.

Gibt es plötzlich sehr viel Regen, mußt dir einen Schirm zulegen.

Melkt der Bauer selbst die Kuh, macht sie verträumt die Augen zu.

Liegt der Bauer tot im Zimmer, lebt er nimmer.

Fotos: Dr. Bernd F. Pelz / KOMM-MiT-Verlag


Studie zur „Sterbehilfe“: Assistierter Selbstmord führt bei vielen Angehörigen zu Depressionen und seelischen Belastungen

„Sterbehilfe“-Organisationen versprechen den Angehörigen einen harmonischen Abschied vom Suizidwilligen, der eine „assistierte“ Selbsttötung wünscht.

Doch die Wirklichkeit sieht möglicherweise anders aus, wie die online-Ausgabe des „Ärzteblatts“ aktuell berichtet:

Laut einer Querschnitts-Studie in European Psychiatry (2012; Nr. 27: S. 542–546) leidet jeder fünfte Augenzeuge eines  solch assistierten Todes noch viele Monate später an einer posttraumatischen Belastungsstörung oder seiner Vorstufe. Jeder sechste zeigt Zeichen einer Depression.

Die „Sterbehilfe“-Organisation Exit (Deutsche Schweiz), die anders als Dignitas nicht im Ausland tätig ist, hat nach eigenen Angaben 60.000 Mitglieder, die gewillt sind, jedes Jahr 45 Franken (oder auf Lebenszeit einmalig 900 Franken) zu zahlen. Dafür hält Exit eine letale Dosis Natrium-Pentobarbital bereit, die die Mitglieder abrufen können, wenn sie sich zum „Freitod“ entschieden haben.

Eine EXIT-Begleitung sorgt für einen „sanften, sicheren und würdigen Tod durch Einschlafen … im eigenen Zuhause, umgeben von den engsten Angehörigen“, heißt es auf dem Internetportal des Sterbehilfevereins.(…)

Doch ganz so stressfrei scheint der assistierte Suizid für die Augenzeugen nicht zu sein, wie eine Studie zeigt, die Birgit Wagner am Universitätsspital Zürich durchführte:

Die Autorin schrieb 167 Verwandte und Freunde an, die Augenzeuge der assistierten Selbsttötung bei 111 Mitgliedern von Exit  waren. Insgesamt 85 Personen schickten die Fragebögen zurück, in denen die Forscherin sich nach Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung, komplizierter Trauer und Depressionen erkundigte.

Ergebnis: 13 Prozent der Augenzeugen des assistierten „Freitods“, der zum Zeitpunkt der Umfrage 14 bis 24 Monate zurücklag, erfüllten die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung PTSD. Bei weiteren 6,5 Prozent lag eine unterschwellige PTSD vor.

Bei 4,9 Prozent stellte Wagner eine komplizierte Trauer fest. Zeichen einer Depression fand sie bei 16 Prozent der Zeugen einer assistierten Selbsttötung. Mit Ausnahme der komplizierten Trauer lag die Prävalenz damit höher als in der Schweizer Allgemeinbevölkerung gleichen Alters, schreibt Wagner.

Quelle und vollständiger Artikel hier:  http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51892


Evangelikaler Pfarrer Rainer Schmidt: Erfülltes Leben trotz Behinderungen

Ein erfülltes Leben hängt nicht von körperlicher Unversehrtheit ab. Diese Ansicht vertrat Pfarrer Rainer Schmidt (Bonn) auf der Jahreskonferenz des Süddeutschen Gemeinschaftsverbandes am 3. Oktober 2012 in Heilbronn.

Er ist selbst stark körperbehindert, ihm fehlen beide Unterarme  – und sein rechter Oberschenkel ist rund 25 Zentimeter kürzer, so daß er eine Beinprothese tragen muß. Dennoch hat er große Erfolge als Tischtennisspieler errungen. Bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Paralympischen Spielen gewann er mehrere Goldmedaillen.

Als er erkannt habe, daß er sich für seine Behinderung nicht zu schämen braucht, habe sein Leben eine rasante Wendung genommen, sagte er vor etwa 1000 Besuchern.

Er habe erfahren, „dass Gottes Geist Lebensfreude schenkt“. In der Bibel würden Behinderungen nicht als Mangel dargestellt. Gott setze jedem Menschen Grenzen, die nur in der Gemeinschaft mit anderen bewältigt werden könnten.

Hilfe zur Integration von Einwanderern

In einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate berichtete der Vorsitzende des pietistischen Verbands, Dietmar Kamlah, von „erfreulichen Aufbrüchen zu Menschen, zu denen wir gewöhnlich wenig Kontakt haben“. 

Einige Initiativen unterstützten die gesellschaftliche Integration von Einwanderern. Beispielsweise würden im Gemeinschaftshaus von Schwäbisch Hall Sprachkurse für Asylbewerber angeboten.

In einer Ludwigsburger Realschule treffe sich in Kooperation mit Mitarbeitern der Liebenzeller Mission eine Musik-Arbeitsgemeinschaft, an der sich auch ausländische Kinder beteiligten. Dadurch entstünden viele Kontakte zu Familien.

Quelle: www.idea.de

 


Eine Entnationalisierung führt zur Abschaffung des freiheitlichen Rechtstaats

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Offener Brief an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert

Sehr geehrter Herr Professor Lammert,

am Nationalfeiertag 2012 haben Sie die Bürger vor einer „Renationalisierung“ gewarnt und damit die Bevölkerung gezielt getäuscht. Europa besteht aus Nationalstaaten. Die Nationalisierung von Nationalstaaten ist blanker Unsinn.

In Wirklichkeit wollen Sie die Entnationalisierung Deutschlands, also die Abschaffung Deutschlands als freiheitlichen Rechtsstaat.

Der Hintergrund Ihrer Forderung ist das Scheitern der Energie- und der Europapolitik der Bundeskanzlerin wegen ungenügender Kenntnisse der Atmosphärenphysik und der Volkswirtschaft.

Um politisch zu überleben, braucht Frau Merkel ein neues Konzept, das sie im europäischen Bundesstaat glaubt gefunden zu haben.

Die Sowjetunion war das beste Beispiel dafür, daß ein Vielvölkerstaat  –  und ein solcher wäre der europäische Bundesstaat  –  nur durch eine Diktatur regiert werden kann. Diktatorische Tendenzen haben wir in der EU bereits genug.

Die Umwandlung unserer Energiewirtschaft in eine Planwirtschaft verdeutlicht die sozialistischen Absichten von Frau Merkel, die von einer sozialistischen Diktatur geprägt wurde.

Ein europäischer Bundesstaat ist jedoch auf der Basis des Grundgesetzes nach Artikel 20 nicht möglich. Bereits der ESM-Vertrag ist grundgesetzwidrig. Das Grundgesetz will Frau Merkel deshalb abschaffen.

Das von Ihnen verwendete Unwort „Renationalisierung“ bedeutet nichts anderes als das Festhalten am Grundgesetz. Leicht durchschaubar ist, daß von Frau Merkel jetzt Kampagnen inszeniert werden, die das Grundgesetz als veraltet diskriminieren. Ihre „Warnung“ ist bereits ein Teil dieser Kampagnen...

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner


Kardinal Schönborn veranstaltete im Wiener Stephansdom eine Medjugorje-Werbefeier

Am Dienstag voriger Woche (25.9.) ließ der Wiener Erzbischof im Stephansdom  – wie alle Jahre wieder  –  die kirchlich nicht anerkannten Erscheinungen von Medjugorje hochleben und hochfeiern.

Passenderweise erlebte Ivan Dragicevic dort an Ort und Stelle nachmittags im prallvollen Dom seine Marienvision, wobei sie den Gläubigen vor dem Rosenkranzgebet angekündigt wurde und dann auch „zur rechten Zeit“ stattfand.

Hinterher erklärte der heute 47-jährige Familienvater, die Madonna „fordere“ von den Katholiken die monatliche Beichte.  –  Die Kirche hingegen verlangt von ihren Gläubigen lediglich die jährliche Beichte  –  die wirkliche Gottesmutter kommt gewiß nicht auf die Erde, um Kirchengebote zu ändern bzw. massiv zu verschärfen. (Eine „Empfehlung“ der Monatsbeichte steht auf einem anderen Blatt und wäre natürlich grundsätzlich zu bejahen.)

Dieser Medjugorje-„Seher“ Ivan lebt seit 1994 in Boston (USA), wohnt in einer Villa und ist mit einer ehem. Schönheitskönigin verheiratet.

Kardinal Christoph Schönborn gab seine begeisterten Eindrücke von diesem „Medjugorje-Friedensgebet“ in der Tageszeitung Heute zum Besten; dort schrieb er:   

„So voll habe ich den Dom, die Stephanskirche, selten gesehen.“

Das ist typisch für jene sensationslüsterne „Religiösität“, die sich vor allem an Gefühlen und Erlebnissen orientiert, weniger an der kirchlichen Lehre und den hl. Sakramenten:

Wenn eine angebliche „Erscheinung“ geboten wird, ist der Dom „so voll wie selten“, gefüllt mit mehreren tausend Gläubigen  – und das mitten in der Woche, was ansonsten selbst die Sonntagsmesse nicht schafft.

Der Erzbischof schreibt in der erwähnten Tageszeitung außerdem, daß in der Medjugorje-Feier „eine unbeschreibliche Atmosphäre der Sammlung, der Freude, der Fürbitte geherrscht“ habe.

Auch hier zielt er auf den Gefühlsbereich ab, auf das Atmosphärische, wenngleich unter frommen Vorzeichen.

Zu Medjugorje selbst erklärt der erscheinungsbewegte Kardinal:

Was sich dort seit Juni 1981 abspielt, gehört zu den erstaunlichsten Phänomenen unserer Zeit“.

Dem wird man als Kritiker kaum widersprechen wollen, wenngleich man dieses „Phänomen“ ganz anders bewertet.

Höchst bedenklich ist es, daß Erzbischof Schönborn eine „Privatoffenbarung“, die kirchlich nicht anerkannt ist, wie selbstverständlich als feste Tatsache hinstellt  –  schreibt er doch in der Tageszeitung „Heute“ Folgendes:

„Sechs Jugendliche haben Erscheinungen der Muttergottes, die sich „Königin des Friedens“ nennt. Aus dem armen, stillen Dorf in den kargen Bergen Herzegowinas ist einer der größten Wallfahrtsorte auf Erden geworden. Monatliche „Botschaften“ der Muttergottes gehen um die Welt.“

Abschließend stellt er begeistert fest, „dass in Medjugorje viele kleine und große Wunder geschehen. Ich bin selber Zeuge davon. Es ist ein Ort, wo der Himmel die Erde berührt.“

Damit greift der Kardinal dem noch ausstehenden Urteil der Gesamtkirche (Vatikan) vor  –  und er widerspricht zudem den ablehnenden Erklärungen von Ortsbischof Peric sowie dessen Vorgänger Zanic. Auch die jugoslawische Bischofskonferenz verweigerte Medjugorje bereits vor über 20 Jahren ihre Anerkennung.

Papst Benedikt gehört ebenfalls seit Jahrzehnten zu den Skeptikern, wobei er den Wiener Erzbischof schon im Januar 2010 deutlich ermahnte  –  offenbar vergeblich, wie Schönborns Medju-Werbefeiern Jahr für Jahr dokumentieren. 

Näheres über die päpstliche Rüge hier: https://charismatismus.wordpress.com/2011/06/05/kardinal-schonborn-entschuldigt-sich-bei-bischof-peric/

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

Englischer Info-Artikel von Prof. Louis Bélanger über Medjugorje-Pater Tomislav Vlasic: http://en.louisbelanger.com/2012/02/09/medjugorje-the-unbearable-sadness-of-duping-the-faithful-2-fr-laurentins-fabrication-concerning-the-father-of-a-nuns-child-part-1-the-libel-4/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz