Buch-TIP für Lebensrechtler und solche, die es werden wollen: LEBENSLINIE

Buch-Daten: Lebenslinie, Abby Johnson, Sankt-Ulrich-Verlag, ISBN: 978-3-86744-210-7, gebunden, 272 Seiten, 14 cm x 22 cm, 19,95 Euro

Die Abteilungsleiterin einer Abtreibungsklinik tritt zurück und schließt sich Lebensrechts-Demonstranten auf der Straße an. Eine dramatische Kehrtwende, die es bis ins Fernsehen schafft.  

Darüber berichtet Abby Johnson (siehe Foto) in ihrem Buch, das in den USA für erhebliches Aufsehen sorgte. Hier erfährt der Leser Einzelheiten aus dem Alltag einer Abtreibungsklinik und blickt tief in die Seele einer Frau, die beide Seiten des Konflikts um Mütter und ihre ungeborenen Babys erlebte.

Cordula Mohr aus Rheine (siehe Foto), dreifache Familienmutter und aktive Lebensrechtlerin, hat diese Neuerscheinung gelesen und berichtet von ihrem Eindruck:

„Ich bin beeindruckt von diesem Werk und kann es jedem Lebensrechtler empfehlen. Das Buch beginnt zunächst mit dem grausamsten Kapitel des Buches: Abby schaut einer Abtreibung zu und hält den Ultraschallkopf für den Arzt. Sie beschreibt genau, was geschieht. Danach ist der Leser geschockt. Ich brauchte zwei Tage, um das Buch weiterzulesen  – man muß es erst mal absacken lassen.

In weiteren Kapiteln beschreibt sie ihren Werdegang im Studium und der Klinik; sie ist Psychologin geworden und leitet die Beratungsabteilung in der Planned-Parenthood-Klinik in Bryan (US-Bundesstaat Texas).

Abby schildert einige Begegnungen mit schwangeren Frauen und ihre tiefe Überzeugung, Menschen helfen zu wollen und Abtreibungszahlen niedrig zu halten.  Doch die Verfasserin ließ selber zwei Abtreibungen vornehmen. Beide Kinder kamen von ihrem ersten Ehemann, von dem sie sich scheiden ließ. Längere Zeit kann sie ihre beiden Abtreibungen tief verdrängen.

In einigen Kapiteln beschreibt sie Ideologie und Arbeitsweise von Planned Parenthood, der Mutterorganisation jenes Abtreibungsvereins mit dem unpassenden Namen Pro familia. Auch diese Seiten sind sehr interessant.  

Als Abby dann spektakulär zur Seite der Pro-Lifer wechselt, kann man das Buch nicht mehr weglegen. Man verschlingt geradezu die Seiten, in denen es um ihre Bekehrung zum christlichen Glauben geht.

Das letzte Kapitel handelt von juristischen Maßnahmen ihres einstigen Arbeitgebers, des Verbands Planned Parenthood gegen Abby Johnson  –  auch das ist spannend und ermutigend zu lesen. Danach ist Abby in der Pro life Coalition tätig. Das Haus liegt fast gegenüber der betreffenden Abtreibungsklinik.

Interessant beschreibt sie die 40-Tage-Gebets-Aktionen der Lebensrechtler, die sich mehrmals jährlich in 90 Städten der USA ereignen. Soviel Einsatz ist in Deutschland leider kaum vorstellbar.

Eine Detail-Kritik am Rande und zum Schluß: Der Untertitel des Buches „Warum ich keine Abtreibungsklinik mehr leite“ ist irreführend. Man gewinnt anfangs den Eindruck, Abby Johnson sei Abtreibungsärztin gewesen, obwohl sie in der Klinik die Beratungsabteilung leitete.“



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