Eine neue Genom-Studie und die Bibel: Leben in Äthiopien Nachfahren der „Königin von Saba“?

Genetische Spuren früher Äthiopier führen in den Nahen Osten. Stammen sie von der im Alten Testament erwähnten Königin von Saba und ihrem Gefolge ab? Läßt sich der Wahrheitsgehalt dieser biblischen Geschichte wissenschaftlich überprüfen?

Als die Königin von Saba von der Weisheit Königs Salomos erfuhr, war sie über die Maßen beeindruckt. Also besuchte sie den König der Juden in Jerusalem und zeugte mit ihm Menelik, den Stammvater der äthiopischen Könige.

Ein internationales Forscherteam konnte in einer Genom-Studie belegen, daß vor 3000 Jahren Bevölkerungsgruppen aus dem heutigen Äthiopien regen genetischen Austausch mit Bewohnern des jetzigen Israels hatten.

Luca Pagani vom „Wellcome Sanger Trust Institute“ in Großbritannien untersuhte mit einem Team die genetische Vielfalt innerhalb der äthiopischen Bevölkerung:

Die Forscher analysierten ausgewählte Bereiche der DNA von 235 Individuen aus zehn äthiopischen und zwei in benachbarten Ländern beheimateten Bevölkerungsgruppen. Dabei fanden sie im Genom einiger äthiopischer Bevölkerungsgruppen verblüffende Ähnlichkeiten zu Proben von Menschen israelischen Ursprungs.

Fast die Hälfte der untersuchten Stellen im Erbmaterial einiger Äthiopier stimmte mit denen von Bevölkerungsgruppen außerhalb Afrikas genauer überein als mit denen anderer Afrikaner. Zur Überraschung der Wissenschaftler erwies sich der nicht-afrikanische Anteil des Genoms dieser Äthiopier als enger mit dem von heutigen Israelis verwandt als mit dem der Bevölkerung der geographisch näher gelegenen arabischen Halbinsel.

Der Bibel zufolge reiste die Königin von Saba aus Äthiopien zum Hofe des Königs Salomo nach Jerusalem. Dieser empfing sie freundlich und zeugte mit ihr sogar ein Kind.

Eine Genom-Studie hat jetzt gezeigt, daß sich um 1000 vor Christus Äthiopier und Bewohner der heutigen Staaten Syrien und Israel tatsächlich sehr nahe kamen und gemeinsame Nachkommen hatten.

Die Daten legen nahe, daß sich äthiopische und nicht-afrikanische Bevölkerungsgruppen vor etwa 3000 Jahren vermischt haben, schreiben die Autoren. Den Wissenschaftlern zufolge stimmt das mit der Geschichte aus der Bibel zeitlich überein. Die Königin von Saba, soll von 1005 bis 955 vor Christus geherrscht haben.

Im nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse untermauern, indem sie die vollständige Erbinformation von äthiopischen und anderen Bevölkerungsgruppen untersuchen, statt nur ausgewählte Teile davon.

Autor: Bruno Graber
Quelle: Livenet und  www.jesus.ch
 Originalquelle: American Journal of Human Genetics
Foto: KOMM-MiT-Verlag


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