Schavan erhält Rückendung von Prof. Fischer-Lescano, der die Universität Düsseldort kritisiert

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erhält Rückendeckung von Andreas Fischer-Lescano, also jenem Professor, der Anfang 2011 die Affäre um die Doktorarbeit des ehem. Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) ins Rollen brachte.

„Das, was bisher an Textübernahmen bekannt ist, rechtfertigt nicht zwingend den Schluss, von einer Täuschungsabsicht zu sprechen“, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger.

„Es gibt in der Doktorarbeit zwar durchaus sehr problematische Passagen. Doch bleiben sie in der Summe und Qualität unter dem, was Gerichte bisher als Täuschung eingestuft haben. Zwischen den Mängeln in Guttenbergs Doktorarbeit und der von Schavan liegen Welten.“

Fischer-Lescano, der eine Professur für öffentliches Recht an der Universität Bremen innehat, kritisierte überdies scharf die Universität Düsseldorf. Wörtlich erklärte er:

„Dass im derzeitigen Verfahrensstand an der Universität ein Gutachten an die Presse gegeben wird, das die Betroffene nicht kennt, ist eine Verletzung fundamentaler Verfahrensrechte, in einem für sie besonders sensiblen Verfahrensstadium.“

Quellen: Webseite Fulda-Info / dts


Oberrabbiner von Frankreich argumentiert entschieden gegen Homo-„Ehe“

Der Oberrabbiner von Frankreich, Gilles Bernheim, hat sich gegen gleichgeschlechtliche „Ehen“ ausgesprochen. Es sei weder mutig noch ehrenvoll, ein Gesetz zu schaffen, das mehr Schlagworte als Argumente beinhalte, schrieb der höchste Vertreter des Judentums in Frankreich an den sozialistischen Präsidenten Francois Hollande und Ministerpräsident Jean-Marc Ayrault.

Französischen Online-Medien zufolge legte Bernheim in einem 25-seitigen Gutachten seine Position dar.  Demnach schreibt der Oberrabbiner, die geplante Gesetzesänderung zugunsten einer Homo-„Ehe“ und Homo-Kindesadoption nutze nur einer winzigen Minderheit und gerade zum Schaden der gesamten Gesellschaft.

Vater- und Mutterschaft würde verdrängt und es werde vorausgesetzt, daß es ein allgemeines „Recht auf ein Kind“ gebe. Die natürlichen Gegebenheiten der Geschlechter würden abgelöst durch eine bindungslose „sexuelle Selbstbestimmung“; dies sei die Folge eines bis zur Perversion getriebenen Bestrebens,  jeden natürlichen Unterschied zu tilgen, so der jüdische Gelehrte. 

Quelle: Gloria.tv


Süddeutscher Klu-Klux-Klan wurde offenbar von einem V-Mann des Verfassungsschutzes gegründet

In die Umtriebe des rassistischen Geheimbunds Ku-Klux-Klan in Baden-Württemberg war nach Informationen des Berliner Tagesspiegel (heutige Donnerstags-Ausgabe) der Verfassungsschutz verstrickt. 

Ein V-Mann des Landesamtes für Verfassungsschutz sei Gründer und Anführer der Gruppierung „European White Knights of the Ku Klux Klan – Realm of Germany“ gewesen.

Der V-Mann habe die Organisation im Oktober 2000 gegründet und von da an geleitet.

Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (CDU) will den Innenausschuß des Landtags über den Fall informieren.

Sicherheitskreise bestätigten zudem Informationen, ein Mitarbeiter des Landesamtes für Verfassungsschutz habe den als V-Mann tätigen Anführer des Ku-Klux-Klan in Schwäbisch Hall gewarnt, seine Telefonate würden vom Nachrichtendienst mitgeschnitten.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Fahrrad-Diebin flüchtet vor Polizei, landet im Straßengraben – und ruft die Polizei um Hilfe…

In Dresden hat sich eine 34-jährige Fahrraddiebin auf der Flucht vor der Polizei verletzt und im Anschluß selbige zu Hilfe gerufen.

Wie die örtliche Polizei mitteilte, war die junge Frau in der Nacht auf Mittwoch mit einem Fahrrad in Dresden unterwegs und traf auf eine Polizeistreife. Da ihr das Fahrrad nicht gehörte, flüchtete sie vor den Ordnungshütern und warf das Rad in einen nahegelegenen Bach.

Sodann wollte sie ihre Verfolger abschütteln, indem sie über einen Zaun kletterte. Dieser gab jedoch nach, wodurch die Frau rücklings in dem Bach landete, in dem sie zuvor das Fahrrad geworfen hatte. 

Bei ihrem Sturz verletzte sich die Diebin am Bein, so daß an eine weitere Flucht nicht zu denken war.

Der Frau blieb nichts anderes übrig, als die Polizei um Hilfe zu rufen. Die Ordnungshüter befreiten die Verunglückte aus ihrer mißlichen Lage und verständigten einen Rettungswagen.

Die Sanitäter brachten die Frau zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus. Das Rad war in der Nacht zuvor gestohlen worden. Die Dresdner Polizei ermittelt nun gegen die 34-Jährige.

Quelle: dts-Nachrichtenagentur


Politik und Wirtschaft sollten Väter und Mütter als Leistungsträger neu entdecken!

Pressemitteilung des Verbands kinderreicher Familien in Deutschland:

„Schon jetzt wäre es eine Frage unternehmerischer Klugheit, politischer Weitsicht und gesellschaftlichen Realitätssinns, auf die besonderen Qualitäten von Müttern und Vätern zu setzen“, sagt Dr. Elisabeth Müller, Vorsitzende des Verbands kinderreicher Familien in Deutschland e.V..

Unternehmen brauchen Mitarbeiter, die gleichermaßen fachliche Qualifikationen als auch menschliche Qualitäten mitbringen.

„Zeitmanagement, Motivation, Krisenresistenz, Ausdauer und Teamfähigkeit müssen bei Vätern und Müttern nicht durch teure Weiterbildungen und Coachings angelernt werden, sondern sie werden mitgeliefert und sind bereits in der familiären Praxis bewährt“, erläutert Dr. Müller, selber sechsfache Mutter.

Foto: Mechthild Löhr, CDL

Dem seit Oktober 2011 kontinuierlich wachsenden Verband gehören bundesweit bereits etwa 600 kinderreiche Familien an.

Er bringt die Kompetenzen, Leistungen und Bedürfnisse von Menschen ins Gespräch, die sich bewusst für das Leben in einer großen Familie entscheiden. Mit der Erziehung von Kindern erbringen sie einen wesentlichen Beitrag zum Fortbestand unserer Gesellschaft.

Mütter und Väter sind keine Einzelkämpfer, sondern Teamplayer und damit sind sie die idealen Führungskräfte.“

Die aktuelle Debatte um die Besetzung von Führungspositionen mit Frauen ist notwendig, greift aber zu kurz. Hinter der Debatte steckt die Einsicht: Gesellschaft und Wirtschaft lassen unersetzbare Talente und Fähigkeiten brach liegen.

Daher fordert der KRFD eine Quote für Väter und Mütter (http://www.kinderreichefamilien.de/unser-familienprogramm.html).

Auf Dauer schadet die systematische Ausgrenzung von Leistungsträgern unserer internationalen Konkurrenzfähigkeit und Zukunftssicherung.

Dr. Elisabeth Müller: „Unsere Gesellschaft kann es sich nicht länger leisten, Leistungsträger auszugrenzen. Die vorgeschobenen Ablehnungsgründe, wie etwa mangelhafte zeitliche Verfügbarkeit oder Ablenkung durch private Belange, zeugen von Phantasielosigkeit und Realitätsferne.“

Bereits jetzt spürt die Gesellschaft die Auswirkungen der demographischen Situation, der jahrzehntelang betriebenen, kurzsichtigen Familienpolitik und der Propagierung einer Gesellschaft von Einzelkämpfern. 

Pressekontakt:
Dr. Patricia Arndt
presse@kinderreiche-familien.de
http://www.kinderreichefamilien.de/kontakt.html


Kritik an der „Unterwürfigkeit“ des Präsidenten der Dt. Arbeitgeberverbände gegenüber der Europolitik

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Offener Brief an Prof. Dr. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

Sehr geehrter Herr Professor Hundt,

Sie haben „namens der deutschen Wirtschaft“ der Bundeskanzlerin „für ihren klaren Kurs, enormen Einsatz und ihr persönliches Engagement in der Euro-Krise … unter Applaus der versammelten Manager-Elite großen Dank und Respekt“ ausgesprochen (www.welt.de/109901107).

Ihre Unterwürfigkeit gegenüber Frau Dr. Merkel fügt unserer Wirtschaft großen Schaden zu. Offensichtlich entgeht Ihnen, daß Frau Merkel im Sinne ihrer DDR-Prägung die Soziale Marktwirtschaft bekämpft und den Energiesektor in eine staatliche Planwirtschaft übergeführt hat.

Unser hoher Lebensstandard kann nicht durch eine diktatorische Fiskal-Union gehalten werden, sondern nur durch eine effiziente und konkurrenzfähige Wirtschaft. Für Konkurrenzfähigkeit sind niedrige Stromkosten unabdingbar. Die Aluminiumindustrie ist ausgewandert, weil die Stromkosten zu hoch sind. Andere Industriezweige werden folgen.

Durch zwangswirtschaftliche Maßnahmen hat Frau Merkel in hohem Maß unwirtschaftliche Stromerzeugungsmethoden durchgesetzt. Wind- und Solarstrom sind viel zu teuer und eignen sich nicht für die Einspeisung in Netze, weil die Stetigkeit und die Energiedichte viel zu gering sind.

Es gibt keinen rationalen Grund für den hohen Kostenaufwand, mit dem in Deutschland Wind- und Solarstrom erzeugt wird. Die Behauptung von Frau Merkel, Kohlendioxid-Emissionen würden einen schädlichen Einfluß auf das Klima ausüben, ist falsch. Trotz steigenden Kohlendioxid-Gehaltes der Luft sinkt die Globaltemperatur seit 12 Jahren.

Im Februar dieses Jahres hat der international renommierte Fachwissenschaftler Professor Richard Lindzen in einem Vortrag vor dem Britischen Unterhaus den wissenschaftlichen Konsens darüber erläutert, daß die Klimasensitivität des Kohlendioxids weniger als 1°C beträgt. Demnach ist das „Zwei-Grad-Ziel“ der Bundeskanzlerin blanker Unsinn.

Deutschland hat keine Energieprobleme. Wir verfügen über 90 Milliarden Tonnen Kohle, aus denen man Benzin machen kann. Heizöl und Heizgas brauchen wir nicht zu importieren, weil wir die Raumheizung durch Wärmepumpen bewerkstelligen können. (…)

Die Zwangsenteignung der Kernkraftwerke durch die Bundeskanzlerin muß als kriminell bezeichnet werden. Seit 50 Jahren wird in Deutschland Nuklearstrom hergestellt, ohne daß jemand zu Schaden gekommen ist. Durch Fukushima hat niemand gesundheitliche Strahlenschäden erlitten. Die Knallgasexplosionen wären nicht erfolgt, wenn in Japan die deutschen Strahlenschutzvorschriften gelten würden. Die vieldiskutierte „Endlagerung“ ist technisch längst gelöst. Deutschland hat hierfür ideale Voraussetzungen.

Man kann nur hoffen, daß die Verantwortlichen unserer Wirtschaft nicht von dem verbreiteten postmodernen Denkverzicht angesteckt werden. 

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner


Predigt von Erzbischof Johannes Dyba am Bonifatiusfest (4.6.2000) auf dem Domplatz von Fulda

Ca. 6 Wochen vor seinem plötzlichen Tod am 23. Juli 2000 hielt der Oberhirte von Fulda, Erzbischof Johannes Dyba, eine aufrüttelnde und glaubensstarke Predigt auf dem Bonifatiusfest, die wir hier vollständig dokumentieren.

Dieses Dyba-Foto ist wohl eines der ältesten Bilder aus seiner Zeit als Bischof:                                               

Liebe Mitbrüder im Bischofs-, Priester- und Diakonenamt,

liebe Pilger, Schwestern und Brüder im Herrn!

Heute am Bonifatiusfest 2000 wollen wir im christlichen Herzen Deutschlands, am Grab des Heiligen Bonifatius, unseren Glauben erneuern, unsere Treue bekennen und auf die Fürsprache des Apostels der Deutschen den Segen des Allerhöchsten empfangen.

In 2000 Jahren hat sich der christliche Glaube aus dem kleinen Samenkorn zu dem gewaltigen Baum entwickelt, den Jesus von Nazareth den Seinen vorausgesagt hat.

Ja, der Glaube an den menschgewordenen Sohn Gottes, der Glaube an den Dreieinigen Gott – uns von Gott geoffenbart, von den Aposteln und Evangelisten bekannt und in die Welt getragen – die Jahrtausende haben ihn nicht erschüttern können!

Wir beten heute dasselbe Credo wie vor tausend Jahren. Und wir beten den gleichen Herrn an, dem sich vor 2000 Jahren die Fischer von Galiläa zu Füßen geworfen haben.

Liebe Brüder und Schwestern, was wir heute feiern können, ist die Erfüllung des Schriftwortes bei Johannes: „Was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt“ und „Das ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube!“

Wie oft hat man versucht, ihn auszurotten, von den römischen Kaisern über die Potentaten aller Zeiten bis hin zu den Massenmördern des letzten Jahrhunderts. Sie alle konnten den Glauben nicht ausrotten. Nur Ströme von Märtyrerblut konnten sie fließen lassen, die aber dann immer wieder zum Samen für eine neue Blüte des Glaubens geworden sind.

Und wie oft hat man versucht, menschliches Wollen und menschliche Weisheit an die Stelle des Glaubens zu setzen. Die großen Ideologien unseres letzten Jahrhunderts, die den Glauben zum Aberglauben, ja zu Märchen, machen wollten, wo sind sie geblieben? Der Glaube aber erstarkt und breitet sich aus über den ganzen Erdkreis.

Und wenn immer uns eine sogenannte Aufklärung im Glauben verunsichern und die Göttinnen der Vernunft auf die Altäre heben will, sollten wir uns daran erinnern, dass die erste Aufklärung der Menschen schon von der Schlange im Paradies an Adam und Eva betrieben wurde. Und wir wissen, welche Folgen das hatte.

Foto: KOMM-MIT-Verlag

Vor zwölfeinhalb Jahrhunderten ist Bonifatius in unser Land gekommen und hat den Glauben erneuert und auf ein festes, kirchliches Fundament gestellt. Zwölfeinhalb Jahrhunderte  –  das sind über 40 Generationen, die den Glauben hier bekannt und gelebt haben.

Über 40 Generationen, ja die feiern heute alle mit! Wie werden sie sich freuen, dass sie zu ihrer Zeit den Glauben bewahrt haben! Wie werden sie sich freuen, dass wir heute hier den Glauben feiern! Wie werden sie für uns bitten, dass auch wir den Glauben bewahren und einmal im Reich Gottes alle vereint sein werden!

Liebe Schwestern und Brüder, wenn ich vom 2000-jährigen Triumph des Glaubens gesprochen habe, heißt das nicht, dass es nicht immer wieder auch schwere Krisen, ja Glaubensabfälle, gegeben hat, denn den Glauben kann man ja nicht einfach weitergeben von Generation zu Generation so wie ein Haus oder wie den Dom von Fulda. Jede Generation muss ihn aufs Neue in freier Entscheidung annehmen!

Und dass wir uns heute in Deutschland in einer Krise des Glaubens befinden, dass viel Glaubenssubstanz verloren gegangen ist, wird wohl niemand bestreiten können. Viele meinen heute beliebig auswählen zu können, was sie glauben möchten.

Wir hören von Umfragen mit ziemlich bestürzenden Zahlen und Ergebnissen. Ja, der Zeitgeist reibt sich bis zur Empörung an einer ganzen Reihe von Glaubenslehren. Und da, liebe Brüder und Schwestern, sind wir am entscheidenden Punkt. Das ist nichts Neues. Das hat es immer gegeben.

Selbst Jesus hat das erfahren. Nach einer Rede in der Synagoge von Kafarnaum  –  so berichtet das Johannesevangelium  –  sagten viele seiner Jünger, die ihm zuhörten: „Was er sagt, ist unerträglich! Wer kann das anhören?“  – Und viele zogen sich zurück und folgten ihm nicht mehr. Da fragte Jesus die Zwölf: „Wollt auch Ihr weggehen?“  –  Simon Petrus aber antwortete ihm: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“

„Unerträglich! Wer kann das noch anhören?“  –  Wie oft hören wir das heute. Sind wir da nicht mitten in unserer Zeit? Und so kommt auch auf dich, du gläubiger Christ, der dramatische Augenblick zu, in dem die Geister sich scheiden. Mit den anderen unerträglich finden, was einem nicht passt? Weggehen?

„Aber wohin denn?“, sagt Petrus. Was können die aufgeregten Besserwisser von heute denn garantieren? Und wenn sie sich verlaufen haben, dann stehst du mutterseelenallein da und hast den Boden unter den Füßen verloren.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

Wir wollen auf den vertrauen, an den glauben, dessen Worte ins ewige Leben führen, selbst wenn ich sie manchmal nicht verstehe. Sogar die Gottesmutter hat manchmal seine Worte nicht verstanden. Aber sie hat geglaubt, sie ist ihm gefolgt! Und so ist aus dieser kleinen gläubigen Frau die Regina Coeli geworden.

„Wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ –   In der Antwort des Petrus wird der Glaube zur Treue. Und jeder von uns muss sich entscheiden, ob er den überkommenen Glauben abstreifen oder ihm die Treue halten will. Danach entscheidet sich unser Schicksal.

Und jeder, der heute hier auf den Domplatz gekommen ist, um seinen Glauben zu erneuern, der gibt dem Herrn die Antwort des Petrus, reiht sich da ein und bekennt ihm seine Treue.

Wer aber in allen Versuchungen und Anfechtungen unserer Zeit seinem Glauben treu bleibt, dem gelten auch alle Verheißungen des Herrn an seine Getreuen: „Wer mich vor Menschen bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.“

Welche Chance haben wir da, von Gott angenommen und aufgenommen zu werden! „Wer an mich glaubt“, sagt der Herr, „hat das ewige Leben; und den werde ich auferwecken am jüngsten Tage.“

Ja, wer in diesem Leben durch dick und dünn treu bleibt, der wird einmal das Wort des Herrn hören: „Komm, du guter und getreuer Knecht. Du bist im Kleinen treu gewesen. Nun will ich dir Großes anvertrauen. Geh ein in die Freude deines Herrn.“

Und darum wollen wir treu sein. Nicht wegen der Vergangenheit, sondern wegen unserer Zukunft, wegen der Ewigkeit. Weil wir erkannt haben, die Treuen werden bleiben, wenn die Untreuen in Furcht und Zittern vergehen.

Und deshalb, meine lieben Pilger, lohnt es sich, treu zu sein. Und deshalb dürfen wir in Fulda stolz sein auf unsere lange Tradition der Treue zum Glauben.

An unserer Generation liegt es nun, an Euch allen hier, dass die Treue zum Glauben auch weiterhin der Ruhm Fuldas bleibt. Dass wir alle beweisen, dass es auch in unserem Land und auch in unserer Zeit möglich ist, im Glauben zu leben und glücklich zu sein in der Hand des Herrn.

Darum, liebe Brüder und Schwestern, wollen wir unseren Glauben erneuern und ihn in Treue bekennen. Dann werden wir auch den Segen empfangen, den der Herr seinen Treuen schon auf Erden zuteil werden lässt in ungeahnter Großzügigkeit.

Den Segen der Befreiung von Sünde und Schuld, den Segen eines immer wieder neuen Anfangs in seiner Gnade, den Segen seiner Gegenwart, den Segen seines Geistes, der uns – deren Leben doch so oft flach am Boden verläuft -, immer wieder zum Schöneren, zum Größeren, zum Höheren empor reißt.

Ja, Herr, segne uns, damit wir dir nie untreu werden, bis wir jubelnd in dein Reich einziehen. Segne unsere Familien, segne unsere Mütter und werdenden Mütter und die Frucht ihres Leibes. Segne unsere Häuser, segne unsere Städte und Dörfer, unsere Schulen und Arbeitsstätten.

Segne alle, die Verantwortung tragen in unserem Lande, dass sie sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen immer bewusst bleiben. Segne unsere Kranken und Leidenden, die Verzweifelten und Hoffnungslosen.

Ja, liebe Brüder und Schwestern, so wollen wir heute hier ein Zeichen setzen, unseren Glauben erneuern, unsere Treue bekennen und Gottes Segen empfangen!

Ja, mehr noch: Als aufrichtige Gläubige selbst zum Segen werden für alle Wankenden und Schwankenden und Kleingläubigen unserer Zeit. Das ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube! Das Bekenntnis dieses Glaubens wollen wir jetzt vom Domplatz zu Fulda empor schallen lassen, dass man es hört, im Himmel und auf Erden: Credo! Credo! Credo! –  Amen.