Kritik an der „Unterwürfigkeit“ des Präsidenten der Dt. Arbeitgeberverbände gegenüber der Europolitik

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Offener Brief an Prof. Dr. Dieter Hundt, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände

Sehr geehrter Herr Professor Hundt,

Sie haben „namens der deutschen Wirtschaft“ der Bundeskanzlerin „für ihren klaren Kurs, enormen Einsatz und ihr persönliches Engagement in der Euro-Krise … unter Applaus der versammelten Manager-Elite großen Dank und Respekt“ ausgesprochen (www.welt.de/109901107).

Ihre Unterwürfigkeit gegenüber Frau Dr. Merkel fügt unserer Wirtschaft großen Schaden zu. Offensichtlich entgeht Ihnen, daß Frau Merkel im Sinne ihrer DDR-Prägung die Soziale Marktwirtschaft bekämpft und den Energiesektor in eine staatliche Planwirtschaft übergeführt hat.

Unser hoher Lebensstandard kann nicht durch eine diktatorische Fiskal-Union gehalten werden, sondern nur durch eine effiziente und konkurrenzfähige Wirtschaft. Für Konkurrenzfähigkeit sind niedrige Stromkosten unabdingbar. Die Aluminiumindustrie ist ausgewandert, weil die Stromkosten zu hoch sind. Andere Industriezweige werden folgen.

Durch zwangswirtschaftliche Maßnahmen hat Frau Merkel in hohem Maß unwirtschaftliche Stromerzeugungsmethoden durchgesetzt. Wind- und Solarstrom sind viel zu teuer und eignen sich nicht für die Einspeisung in Netze, weil die Stetigkeit und die Energiedichte viel zu gering sind.

Es gibt keinen rationalen Grund für den hohen Kostenaufwand, mit dem in Deutschland Wind- und Solarstrom erzeugt wird. Die Behauptung von Frau Merkel, Kohlendioxid-Emissionen würden einen schädlichen Einfluß auf das Klima ausüben, ist falsch. Trotz steigenden Kohlendioxid-Gehaltes der Luft sinkt die Globaltemperatur seit 12 Jahren.

Im Februar dieses Jahres hat der international renommierte Fachwissenschaftler Professor Richard Lindzen in einem Vortrag vor dem Britischen Unterhaus den wissenschaftlichen Konsens darüber erläutert, daß die Klimasensitivität des Kohlendioxids weniger als 1°C beträgt. Demnach ist das „Zwei-Grad-Ziel“ der Bundeskanzlerin blanker Unsinn.

Deutschland hat keine Energieprobleme. Wir verfügen über 90 Milliarden Tonnen Kohle, aus denen man Benzin machen kann. Heizöl und Heizgas brauchen wir nicht zu importieren, weil wir die Raumheizung durch Wärmepumpen bewerkstelligen können. (…)

Die Zwangsenteignung der Kernkraftwerke durch die Bundeskanzlerin muß als kriminell bezeichnet werden. Seit 50 Jahren wird in Deutschland Nuklearstrom hergestellt, ohne daß jemand zu Schaden gekommen ist. Durch Fukushima hat niemand gesundheitliche Strahlenschäden erlitten. Die Knallgasexplosionen wären nicht erfolgt, wenn in Japan die deutschen Strahlenschutzvorschriften gelten würden. Die vieldiskutierte „Endlagerung“ ist technisch längst gelöst. Deutschland hat hierfür ideale Voraussetzungen.

Man kann nur hoffen, daß die Verantwortlichen unserer Wirtschaft nicht von dem verbreiteten postmodernen Denkverzicht angesteckt werden. 

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner



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