Kardinal Karl Lehmann übt scharfe Kritik am Vatikan: „Manchmal hätte man auf den Tisch hauen müssen“

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann sieht im „Zentralismus“ der katholischen Kirche eine noch unbearbeitete Aufgabe nach dem  Zweiten Vatikanischen Konzil.

Dieser sei „zweifellos ein echtes Problem“, sagte Lehmann am gestrigen Montagabend in München, wie Radio Vatikan  meldet.

Durch die Liturgiereform des Konzils sei zwar relativ viel Freiheit in der Kirche entstanden. Heute aber entscheide Rom über ein national-kirchliches Gesangbuch, so Lehmann im Hinblick auf die vom Papst gewünschte Korrektur der Wandlungsworte bei der Kelch-Konsekration („für euch und für viele“).

„Wir haben uns auch einfach manches gefallen lassen“, fügte der ehem. Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hinzu – und  setzte noch einen drauf: In einigen Angelegenheiten hätte man, so meinte er, gegenüber Rom „auf den Tisch hauen müssen“.

Zweifellos ein echtes Problem, wenn ein Kardinal der katholischen Kirche mit solchen Sprüchen um sich wirft, die weder in der Sache noch in der Form angebracht sind.

 

 

 

 

 

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5 Kommentare on “Kardinal Karl Lehmann übt scharfe Kritik am Vatikan: „Manchmal hätte man auf den Tisch hauen müssen“”

  1. Anonymous sagt:

    Schade, dass Kardinal Lehmen nicht den Mut hatte auf den Tisch zu hauen.
    Meinungsfreiheit, Toleranz, Weltoffenheit und Menschlichkeit sind der kath. Kirche fremd.

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  2. Anonymous sagt:

    Prof. Lehmann setzte man in Mainz zur Ruhe- als Dank durfte er der Deut. Bischofskonferenz vorsitzen. Kardinal wurde jener, weil er an der Kurie nicht gebraucht wird. Die Würde ist sein devisen-Pass.

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  3. „Er hat dieses wunderschöne Bild auf Latein erfunden, die ,via pulchritudinis‘, der ,Weg der Schönheit‘. Benedikt XVI. sagt, es gibt einen Weg, um zum Absoluten zu kommen, der selbst wichtiger ist als Philosophie, Theologie und Spekulation: die Kontemplation der Schönheit. Die Schönheit hat Flügel, die uns über die Reflexion selbst hinaustragen.“ Die Sixtinische Kapelle ist weitaus mehr als einfach ein „Ort der Kunst“, betont Paolucci. Sie sei ein Herzstück, ein symbolischer Ort der katholischen Kirche.

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  4. Kassandra sagt:

    Wie konnte man nur den Rotarier Lehmann zum Kardinal ernennen? Seine Einstellungen waren bekannt und ihm fehlt alles, was einen Kardinal ausmachen sollte. Zu seinem 75. Geburtstag (2011) reichte er sein Rücktrittsgesuch ein. Papst B XVI lehnte aber ab. Das ist sehr unverständlich.

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  5. quer sagt:

    „auf den Tisch hauen..“

    …hätte der Papst längst müssen. Diesem uneinsichtigen und ungehorsamen Kardinal hätte längst der Purpur genommen werden müssen.

    Höchst Zeit, daß dieser Herr seinen Lebensabend in einem Kloster ohne Presse verbringt. Herr erbarme Dich!

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