Rot-China: Hinrichtungen von Lagerhäftlingen für Organhandel?

Die IGFM warnt davor, den Ankündigungen chinesischer Behörden zu trauen  

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) weist darauf hin, daß es von verschiedenen Seiten schwerste Vorwürfe gegen chinesische Transplantationszentren gibt. Im Vergleich zu Deutschland oder anderen westlichen Staaten seien die Wartezeiten auf Spenderorgane „unbegreiflich“ kurz, während die Herkunft tausender Organe „unklar“ sei.

Eine freiwillige Spenderbasis und ein Verteilungssystem wie in Mitteleuropa existiert in der kommunistischen Diktatur nämlich nicht. Hinrichtungen seien Staatsgeheimisse. Der internationale Erklärungsdruck sei für die chinesischen Behörden nun so groß geworden, daß sie Reformen angekündigt habe. Die IGFM warnt den Westen jedoch vor Leichtgläubigkeit.

In China sollen nach staatlichen Angaben rund 1,5 Millionen Menschen auf Spenderorgane warten. Außer in den USA würden in keinem anderen Land der Erde so viele Transplantationen vorgenommen wie in China.

Wartezeiten für Organe sind in China z. T. extrem kurz

Anders als Blutspenden sind Organspenden aber nicht lagerfähig. Um ein Spenderorgan in kürzester Zeit einem passenden Empfänger zu übertragen, ist eine aufwendige Infrastruktur notwendig. Eine solche Infrastruktur sei aber in Rot-China praktisch nicht vorhanden, so die IGFM.  In einigen chinesischen Transplantationszentren lag die durchschnittliche Wartezeit für eine passende Leber bei nur zwei Wochen oder sogar darunter.

Nachdem weltweit Fragen laut wurden, wie dies möglich sei, verschwanden die entsprechenden Angaben von den Webseiten chinesischer Transplantationseinrichtungen und Behörden.

Eine große Zahl von Indizien läßt befürchten, daß in dem kommunistischen Staat politische Gefangene möglicherweise nur deshalb hingerichtet werden, um ihre Organe verkaufen zu können.

Nach Einschätzung der IGFM nährt gerade die vehemente Verweigerung jeglicher Transparenz die Befürchtung, diese Anschuldigungen könnten durchaus wahr sein.

Der stellv. Gesundheitsminister Huang Jiefu hatte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua angekündigt, China werde die Transplantation der Organe von Gefangenen innerhalb der kommenden fünf Jahre einstellen. Gleichzeitig hatte der vom Gesundheitsministerium damit beauftragte Wang Haibo gegenüber der Weltgesundheitsorganisation in Aussicht gestellt, dass die Volksrepublik ab dem Jahr 2013 schrittweise ein neues Verteilsystem für Organe einführen werde. Die IGFM warnt jedoch davor, diesen Ankündigungen leichtfertig zu glauben.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in China:
http://www.igfm.de/Menschenrechte-in-der-VR-China.485.0.html

Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
https://www.facebook.com/igfmdeutschland



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