BKU-Chefin Dött gegen Verkürzung der Elternzeit: auf das Kindeswohl kommt es an!

„Staatliche Ordnung muß familiengerecht werden, nicht die Familien arbeitsgerecht“

Der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) hält eine Verkürzung der Elternzeit auf zwölf Monate nicht für angemessen.

„In den ersten Lebensjahren entwickeln sich die entscheidenden Grundlagen für die Entfaltung der Persönlichkeit jedes Kindes. Es gibt gute Gründe dafür, dass in dieser Lebensphase der höchstpersönlichen Erziehung durch die Eltern gegenüber der eigenständigen Erwerbstätigkeit eine besondere Bedeutung zukommt und die Gemeinschaft es einem Elternteil ermöglichen muss, nicht erwerbstätig zu sein“, sagte die Bundesvorsitzende des BKU, Marie-Luise Dött, die zugleich als CDU-Bundestagsabgeordnete tätig ist.

„In unserem BKU-Arbeitskreis „Bildung“ haben wir diese Fragen intensiv diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Elternzeit und Elterngeld ein sachgerechter Ausdruck dieser Erkenntnis sind“, erklärte die BKU-Chefin weiter.

Entscheidendes Kriterium der Gewichtung von Erziehungsarbeit und Erwerbsarbeit sei das Kindeswohl.

Die Entscheidungshoheit hierüber liege bei den Eltern:

„Eltern muss eine umfassende Flexibilität und Wahlfreiheit ermöglicht werden, auf sehr unterschiedliche und individuelle Weise die Erziehung ihrer Kinder mit Erwerbstätigkeit zu verbinden. Staatliche Ordnung, Gesellschaft und Wirtschaft müssen familiengerecht werden, nicht die Familie arbeitsgerecht. Zu dieser Verantwortung bekennen sich die katholischen Unternehmer ausdrücklich“, sagte Dött.

Dazu gehöre auch, den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, sich in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder ganz auf die Familie zu konzentrieren. Die Dreijahres-Regelung entspreche zugleich dem Zeitraum, für den in der gesetzlichen Rentenversicherung Rentenansprüche für die Kindererziehung gewährt werden.

Hier gehts zum Grundsatzpapier des BKU „Bildung für alle“, das auch ein Konzept für den frühkindlichen Bereich umfaßt: hier.

Der BKU: Dem 1949 gegründeten BKU gehören über 1200 Inhaber-Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte an. Der BKU ist in 36 Diözesangruppen gegliedert. In seinen Arbeitskreisen entstehen innovative Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Der Verband sieht sich als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kirche und Politik.


2 Kommentare on “BKU-Chefin Dött gegen Verkürzung der Elternzeit: auf das Kindeswohl kommt es an!”

  1. Das wird nicht ausreichen, um die nahende Katastrophe zu verhindern. Das Problem liegt ja tiefer: Im Unbewußten. Und um das Problem grundlegend / nachhaltig lösen zu können, müssen wir – ALLE, JEDER – das „automatische“ Verdrängen der Kindheit aufgeben, das Unbewußte bewußt machen bzw. bewußt werden lassen

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