Wird die „gemeinnützige“ Hilfe beim Selbstmord in Deutschland bald straffrei sein?

Pressemeldung der Initiative Nie wieder:

Am kommenden Donnerstag, dem 29. November 2012, soll im Bundestag in erster Lesung über den von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger eingebrachten Gesetzentwurf zur „gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ beraten werden.

Dieser Gesetzesvorschlag sieht vor, daß die Hilfe zum „gewerbsmäßigen Suizid/Selbsttötung“ unter Strafe gestellt wird, nicht hingegen die Beihilfe zum „nicht gewerbsmäßigen Suizid/Selbsttötung“, durchgeführt von Angehörigen oder nahestehenden Personen wie Ärzte, Krankenhauspersonal, Verwandte, Bekannte usw.

Allein in Deutschland sehen jährlich etwa 100.000 Bürger keinen anderen Ausweg und versuchen, ihr Leben durch Selbstmord zu beenden. In etwa 10% der Fällen endet der Suizidversuch  tatsächlich auch „erfolgreich“. Eine traurige Bilanz!  

Dem „Leben ein Ende setzen zu wollen“ bedeutet in den meisten Fällen ein letzter, deutlicher Hilferufe einer Person, die in unserer kalten, konsum – und leistungsorientierten Gesellschaft den „Boden verloren hat“ und daran krank geworden ist.

Dieser Mensch braucht unsere Hilfe, unseren Beistand, ja unsere ganze Solidarität, um seine schwierige oder vermeintlich aussichtslose Lebenslage meistern zu können.

Diese Person braucht nicht einen Gifttrank oder eine Giftspritze  –  weder von einem „gewerblich orientierten“ und erst recht nicht von einem „nicht gewerblichen“, also gemeinnützig ausgerichteten  „Tötungs-Helfer.“

Mit einer Zustimmung zum vorliegenden Gesetzesentwurf würden die Abgeordneten dem derzeitigen Mainstream folgen, der das menschliche Leben nicht mehr als absolut schützenswert ansieht, sondern es verfügbar machen will  –  je nachdem,  wie es persönlich beliebt oder dem Allgemeinwohl nützlich ist.

In Verantwortung vor Gott und den Wählern müssen die Volksvertreter des deutschen Bundestages sich ihrer besonderen Verantwortung bewußt werden und nicht nur diesen Gesetzesentwurf, sondern ganz eindeutig jede Tötung und Beihilfe dazu ablehnen und sanktionieren.

Deutlich muß gesagt werden, daß wir uns bereits bei aufgestoßener Türe kurz vor dem Abgrund befinden. Ob es bereits heute fünf nach zwölf ist, werden einst die Geschichtsschreiber zu berichten wissen.

Konsequenzen dieses Gesetzesentwurfs und mögliche Szenarien in der Zukunft  werden wie folgt aussehen können:

–  Die Selbstmord-Erfolgsrate würde, bei fachlicher und vom Staat garantierter straffreier Unterstützung, nicht „nur“ bei 10, sondern bei bis zu 100 % liegen.  Keine aufwendige und teure Versorgung mehr für die „erfolglosen“ Suizid-Kandidaten.

–  Im Gegenteil: Bei guter Koordinierung mit den Explantationszentren könnte der Organmangel gelöst und Deutschland sogar zu einem Organ-Exportland werden. Sicher ein einträgliches Geschäft.

–  Altenheime, Psychiatrien, Pflegestationen könnten „entleert“ werden und so Milliarden von Euros für medizinische Versorgung einsparen helfen.

–  Nicht mehr von der Hand zu weisen wäre für die Zukunft der Vorschlag von „Dr. Arnold Tod“, der in einer ARD-Sendung vom 19.11.2012  meinte  –   in Anlehnung an das deutsche Abtreibungs-Unrechts-Gesetz  –  Beratungsstellen und flächendeckende Tötungshäuser einzurichten. Nach erfolgter Beratung mit Beratungsnachweis (vielleicht ausgestellt von Pro Familia, Donum Vitae oder gar Caritas und Diakonie) könnten dann Oma, Opa, Kranke und Behinderte entsorgt werden. Dies geschieht natürlich straffrei für den gemeinnützigen „Tötungs-Helfer“ – es wäre dies tatsächlich: gemein und nützlich zugleich für die Staatskasse!

–  Sollte auch mal  –  nur aus „Versehen“ und ohne Absicht natürlich  –  gegen das „Selbstbestimmungsrecht“ oder den „mutmaßlichen Willen“ verstoßen worden sein, bleibt das folgenlos   –   denn Tote können nicht klagen/verklagen.

Wir fordern alle Abgeordnete des deutschen Bundestages auf, diesem Gesetzesvorschlag vehement entgegenzutreten und ihm jede Zustimmung zu verweigern.


Weinheim, den 27. November 2012
„Initiative Nie Wieder!“, 
Günter Annen


2 Kommentare on “Wird die „gemeinnützige“ Hilfe beim Selbstmord in Deutschland bald straffrei sein?”

  1. Selbstmord ist Irrtum bzw. psychische Störung. Wer Selbstmordgedanken / -absicht hegt, weiß sehr wahrscheinlich noch nicht, dass er unter einem relativ leicht behebbaren Mangel an feinstofflicher Lebens-Energie leidet. Von diesem Mangel sind in der zivilisierten Gesellschaft zunächst mal ALLE Menschen betroffen – denn es gibt ein stark reduziertes kollektives Niveau dieser Energie. Nur sehr wenige finden Heilung, indem sie sich mit der inneren unerschöpflichen Quelle der Lebens-Energie / geistigen Liebe verbinden.

    Ich weiß sehr gut, wovon ich spreche, denn ich habe diese Erfahrungen selbst durchlebt. Mit 40 hatte ich die Entscheidung zum Selbstmord schon getroffen und nur ein „Blackout“ verhinderte die Umsetzung. Später wurde mir die psychische Störung und der Mangel an Liebe / Lebens-Energie bewußt. Mit 45 schließlich, vor 20 Jahren, begab ich mich auf den Weg der grundlegenden Heilung – und zwar mit ungeahnt großem, schönen, Erfolg.

    Von dieser Möglichkeit der grundlegenden Heilung weiß das Gesundheitssystem NICHTS – weil es auf dem unnatürlich verkürzten, verstümmelten, wissenschaftlichen Weltbild gründet. Dieses Weltbild ist Irrtum / Lüge. Kein Medikament, kein schulmedizinischer Eingriff kann diese grundlegende, nachhaltige HEILUNG bewirken. Nur Selbst-Erkenntnis / Entwicklung zur höheren Bewußtseins-Dimension, dem „Höheren / wahren Selbst“.

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  2. Gesundheit sagt:

    Was die Abgeordneten des Deutschen Bundestages da vorhaben, grenzt an Wahnsinn, alles wieder im Sinne der Pharmamafia. Da stehen mal wieder die Euroscheine vor den Augen an erster Stelle, geschmacklos. Ich fasse es einfach nicht, auf welche Ideen solche Menschen kommen, wenn sie nicht mehr wissen, wie die Staatskasse aufgefüllt werden kann. Die Politiker werden immer abartiger, es reichen nicht mehr die Waffenlieferungen zum morden.
    Es ist sogar richtig, dass manche Menschen durch die Korruption des Staates an Selbstmord denken. Ich kenne einige liebe Menschen, die keinen anderen Ausweg mehr wussten.
    Das Ganze nenne ich Beihilfe zum Mord und müsste schlimmstens bestraft werden. Leider haben diese angeblichen Volksvertreter, die überhaupt nicht das Volk vertreten, kein Gewissen und da fällt mir der Ausspruch ein: „Wer glaubt, dass Volksvertreter das Volk vertreten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“
    Dieser Ausspruch ist von Karl Weihofer. In DIN A4 hängt er mit Bildern (Zitrone und Zitronenfalter) in meinem Auto.Es bleiben viele Menschen stehen und nicken bejahend mit dem Kopf.
    3x nein zu diesem Gesetzesentwurf.

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