Gefesselte Wickelkinder in Kitas – nur „bedauerliche Einzelfälle“?

Von Birgit Kelle (Leiterin von „Frau 2000-plus“)  

Wer ein Drittel aller Wickelkinder in Deutschland demnächst in die Hände von staatlichen Erzieherinnen geben möchte, sollte sich auch ansehen, wo sie hin kommen.

Vor einer Woche verbreitete sich die schockierende Meldung über einen Kindergarten in Thüringen, bei dem offenbar Babys und Kleinkinder zum Mittagsschlaf an ihre Betten gefesselt wurden.

Nun sind der Träger der Einrichtung schockiert, die zuständigen Ämter alarmiert, die Eltern verunsichert und die Erzieherinnen entlassen, die Kindergartenleitung will jedoch von nichts gewusst haben. Ans Licht kam die Angelegenheit durch den Bericht einer Praktikantin, die einfach nichtsahnend den normalen Tagesablauf im Kindergarten auch mit Fotos dokumentiert hatte.

„Bedauerlicher Einzelfall“ heißt es nun wieder. Wie immer kann man sagen. Wer es damit abtut, blendet aus, dass mit der steigenden Zahl der Babys und Kleinstkinder in U3-Gruppen, die noch nicht einmal sprechen können – also auch nichts berichten oder bezeugen können – die Gefahr solchen Missbrauchs ebenfalls ansteigt.

Grund genug für eine Kolumne zu diesem Thema:

„Stellen Sie sich vor, Sie sind unruhig, Sie schreien, Sie wollen nicht schlafen. Jemand wickelt Sie fest in eine Decke ein, fixiert Sie zusätzlich mit Tüchern, damit Sie sich nicht mehr bewegen oder gar befreien können. Damit Sie nichts mehr sehen können und keinen Kontakt mehr zur Umwelt aufnehmen können, wird Ihnen auch noch ein Tuch über den Kopf gelegt. Sie liegen dort so lange, bis Sie das Schreien aufgeben, also Ihr Wille gebrochen ist, oder Sie erschöpft einschlafen.

Sollten Sie vor lauter Schreien aus Versehen das Tuch auf Ihrem Kopf einatmen, können Sie sich selbst nicht davon befreien. Vielleicht ersticken Sie dabei. – Nein, das ist keine neue Foltermethode aus Guantanamo, sondern die Einschlafübung für Kinder bis zwei Jahre im Kindergarten „Spatzennest“ im thüringischen Altenburg.“

Den ganzen Beitrag finden Sie hier: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/5498-gefesselte-kleinkinder


One Comment on “Gefesselte Wickelkinder in Kitas – nur „bedauerliche Einzelfälle“?”

  1. Gesundheit sagt:

    Was ist eigentlich in unserem Lande los? Nur noch Gewalt? Und dann auch noch mit kleinen Würmchen, die sich nicht wehren können. Das hört sich ja an wie Folterkammer. Diese Frauen sind wohl nicht ganz dicht im Kopf. Da vertrauen Mütter im guten Glauben ihre Kinder „Kindergärtnerinnen“ an, in dem Glauben, dass ihre Kinder in guter Obhut sind und dann solche grausligen Dinge.Es werden wohl jetzt viele Mütter sich überlegen, ob sie ihre Kinder in eine Kita geben. Es ist aber schon immer im Leben so gewesen, man schaut einem Menschen nur bis vor die Stirn: trau – schau – wem.

    Liken


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