André F. Lichtschlag über den unfairen Seitenhieb von ARD-Moderator Plasberg gegen Martin Lohmann

André F. Lichtschlag, der Herausgeber des intelligenten und inhaltlich libertären EF-Magazins, äußert sich in einem Offenen Brief an einen „Kollegen im Mainstream“ u.a. auch zur kürzlichen Talksendung „Hart, aber fair“; er kritisiert vor allem die Attacke Plasbergs gegen den katholischen Journalisten und Autor Martin Lohmann (siehe Foto). Chefredakteur Lichtschlag schreibt hierzu:  Lohmann5

Vorgestern diskutierte Frank Plasberg im Fernsehen über das Adoptionsrecht für Homosexuelle. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Meine Position ist auch hier auf keiner Seite der TV-Barrikaden zu finden.

Ich bin davon überzeugt, dass es gute homosexuelle Ersatzeltern gibt, bei denen Waisenkinder im Zweifel besser aufgehoben sind als in der Kinderverwahranstalt oder manchmal auch bei schlechten „normalen“ Eltern. Aber Homosexualität ist sicher kein besonderer Qualitätsfaktor für Eltern. Es geht am Ende immer um den Einzelfall, weshalb die typisch politische Fragestellung auch wieder einmal daneben ist.

Mir geht es hier aber nicht um die Sendung, sondern um Eure Berichterstattung über dieselbe, die allzu typisch ist. (…) In ausnahmslos allen Berichten der großen Blätter über die Plasberg-Sendung werden die beiden katholischen Teilnehmer und Kritiker des Adoptionsrechts wie Vollidioten dargestellt.

Dabei ahnt Ihr und weißt Du, dass sie sich gut geschlagen haben und im übrigen nur sagten, was die Mehrheit denkt.

Alle Eure Verrisse, die ich gelesen habe, erwähnen zynisch frohlockend, ja geradezu triumphierend, dass der Moderator den erzkatholischen Gast, für den, wie er sagte, Sexualität und Verantwortung zusammengehören, fragte: „Sie haben ein Kind, heißt das, sie haben nur einmal mit ihrer Frau geschlafen?“

Narrhallamarsch!

Kein einziger Eurer Rezensenten erwähnt dann aber die entwaffnende Antwort von Martin Lohmann, um den es hier geht, nach der sich Moderator Plasberg für diese unverschämte Bemerkung bei seiner, Lohmanns Frau doch bitte entschuldigen solle.

Im übrigen hätten beide nach zehn Jahren unerfüllten Kinderwunsches  –  ein schweres Problem auch für Millionen andere Paare, wie er hinzufügte  – bereits begonnen, sich intensiv mit der Möglichkeit einer Adoption zu beschäftigen, bevor ihr inniger Wunsch und großes privates Glück dann doch„auf natürlichem Weg“ in Erfüllung ging.

Keiner Eurer Hassschreiber erwähnt die herzergreifende Antwort auf die von allen zitierte böse Frage. Wundert Dich das?“

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://ef-magazin.de/2012/12/05/3889-offener-brief-lieber-kollege-im-mainstream


2 Kommentare on “André F. Lichtschlag über den unfairen Seitenhieb von ARD-Moderator Plasberg gegen Martin Lohmann”

  1. Gesundheit sagt:

    Herr Lichtschlag: Ein Dank Ihren wahren Worten.

    Gefällt mir


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