John Lennox in München: Naturwissenschaftler und die Frage nach dem Schöpfergott

Die Naturwissenschaften haben den Glauben an einen Schöpfergott keineswegs abgeschafft  – sie können vielmehr ein wichtiger Wegweiser zu ihm sein.

Diese Ansicht vertrat der englische Mathematiker Prof. John Lennox (Oxford) am 4. Dezember 2012 vor rund 800 Studenten an der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität.  Foto: Dr. Bernd F. Pelz

In seinem Vortrag zur Frage „Hat die Wissenschaft Gott begraben?“ sagte der evangelikale Wissenschaftler, daß er die Welt nicht ohne Gottesglauben verstehen könne. Er werbe für die Bibel als „ernstzunehmende Autorität“.

Das Mindeste, was man von Nichtchristen verlangen könne, sei, daß sie „offen und mit Respekt über die Grundlagen des Glaubens sprechen“.

Gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA ergänzte Lennox,  mit seinen Vorträgen wolle er zeigen, daß das Christentum einen glaubwürdigen Beitrag zum Verständnis der Welt leiste. Wie seine Zuhörer die Indizien für ein schöpferisches Handeln Gottes bewerteten, sei deren persönliche Entscheidung.

Eingeladen hatten der evangelische Informatikprofessor Hans-Peter Kriegel und der katholische Theologieprofessor Armin Kreiner.  –  Dr. Kriegel, der die Lehr- und Forschungseinheit für Datenbanksysteme leitet, begründete sein Engagement damit, daß er als Protestant das Gespräch zwischen Atheisten und Christen an der Universität voranbringen wolle.

Dr. Kreiner zufolge wird an deutschen Universitäten die Luft für Theologen immer dünner. Eine Grundvoraussetzung des Wissenschaftsbetriebs sei vielfach, daß man Gott ausklammere. Deshalb werde auch nicht mehr darüber diskutiert, ob Gott einen Platz in wissenschaftlichen Theorien oder Erklärungen habe.

Quelle: www.idea.de

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


4 Kommentare on “John Lennox in München: Naturwissenschaftler und die Frage nach dem Schöpfergott”

  1. Ralf sagt:

    Es ist aber richtig, daß die Wissenschaft Gott ausklammert…ich will es einmal sehr (!) überspitzt formulieren: Ein Gerät, für das gebetet werden müßte, daß es funktioniert ist für den alltäglichen Gebrauch nicht zu gebrauchen…
    Natürlich kann die „Kosmologie“ die Gottesfrage stellen, da sie sich direkt mit der „Schöpfung“ beschäftigt; sie sollte dies aber in der „Metaphysik“. „Glauben“ kann nicht das „Wissen“ ersetzen. Man kann natürlich „Glauben“ als ein „transzendentes Wissen“ bezeichnen, aber in der „maginären Welt“ zählt nur das „Erbsenzählen“.

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  2. Das – cartesianische – wissenschaftliche Weltbild befaßt sich nur mit dem GROBstofflichen Teil des Seins / Universums und nicht mit dem FEINstofflichen. Da liegt der Fehler.
    Das GROBstoffliche läßt sich mit den GROBstofflichen Sinnen oder wissenschaftlichen Apparaten erfassen.
    Das FEINstoffliche läßt sich mit der FEINstofflichen Bewußtseins-Ebene im Menschen, dem „Höheren / wahren Selbst“, dem „Christus-Bewußtsein“, erfassen.

    Nicht die Bibel ist die wahre Grundlage des Glaubens, sondern die Erfahrung Gottes im eigenen höheren Bewußtsein – zu dem jeder Mensch beim Erwachsenwerden aufsteigen sollte, um dort / darin seine wahre Heimat zu finden und von dort aus über sein Leben zu herrschen.

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    • Ralf sagt:

      Was – bitteschön – ist das „Feinstoffliche“?…das Sie als „Christus-Bewußtsein“ bezeichnen?
      Eine wissenschaftliche Nachweisbarkeit klammern Sie ja geschickt aus.

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      • Das FEINstoffliche ist die „universelle, freie, nicht-materiegebundene Energie, auch „Lebens-Energie“ oder „Selbstheilungskraft“ genannt.

        Die wissenschaftliche – grobstoffliche – Nachweisbarkeit der feinstofflichen Energie wäre eine Art „Quadratur des kreises“. Oder der Versuch, Wasser mit dem Netz zu fangen.

        Jeder wahrhaft erwachsene – zum feinstofflichen Bewußtsein aufgestiegene – Mensch kann mit seinem Bewußtsein andere feinstoffliche Bewußtseins-„Einheiten“ und deren Schwingung(en) wahrnehmen. Wer das nicht kann, ist wahrscheinlich Opfer einer Bewußtseins- / Entwicklungs-Störung, wahrscheinlich der sehr weit verbreiteten „Kollektiven Neurose“.

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