IGFM prangert weltweit größtes KZ-Lager-System in Rot-China an: 4 Millionen Opfer

„Arbeitssklaven im weltgrößten Lagersystem der Erde zahlen mit ihrer Freiheit, ihrer Gesundheit, mit Blut und Tränen für Schnäppchenpreise in Deutschland“. Durch ihre Ausbeutung im sog. Laogai würden auch „die Hungerlöhne“ bezahlter chinesischer Arbeiter in Rot-China unterboten und konkurrenzlos niedrig gehalten.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) prangerte heute auf einer Pressekonferenz in Berlin die Praxis der „Umerziehung durch Arbeit“ an und forderte die Bundesregierung auf, sich für die Auflösung aller Lager einzusetzen. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die kommunistische Diktatur habe den deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialog ad absurdum geführt, beklagte die IGFM. Die Laogai-Resolution des deutschen Bundestages dürfe nicht weiter ignoriert werden.

Aufruf zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

Der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember sei der passende Anlaß, im Verhältnis zu Rot-China ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Die Praxis der „Umerziehung durch Arbeit“ hat sich nach Ansicht der IGFM „im Kern seit Mao nicht geändert“. Hinter dem Lächeln der neuen Parteiführung würden „Menschen ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren, ohne eine Möglichkeit zur Verteidigung oder Berufung per Verwaltungsbeschluss zu Lagerhäftlingen“, kritisierte IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Der Machterhalt der Kommunistischen Partei Chinas sei der eigentliche Daseinszweck des Lagersystems.

Erst am 9. Oktober hatte der Direktor der Zentralkommission für Justizreform, Jiang Wei, auf einer Pressekonferenz in Peking freimütig erklärt, diese Praxis spiele „eine wichtige Rolle, um unsere gesellschaftliche Ordnung zu bewahren“. Alle Versprechungen Pekings zu Reformen zum Schutz der Menschenrechte seien bisher bitter enttäuscht worden. 

„Deutschland darf nicht weiter durch Schweigen und Desinteresse Mitschuld am Elend von Millionen Lagerhäftlingen auf sich laden!“, appelliert die IGFM an alle Parteien des Bundestages. Chinesische Polizeidienststellen könnten ohne Richter und Anwälte unliebsamer Bürger „administrativ“ für bis zu vier Jahre in Zwangsarbeitslager „zur Umerziehung“ einweisen.

Im System der Zwangsarbeitslager, dem „Laogai“-Komplex, seien heute rund 1000 Haftanstalten identifiziert. Schätzungsweise vier Millionen Menschen werden gegenwärtig darin zur Zwangsarbeit gezwungen, sieben Tage die Woche, bis zu mehr als 16 Stunden am Tag.

Der IGFM liegen über 1000 Berichte über Folter mit Todesfolge in chinesischen Haftanstalten und Umerziehungseinrichtungen vor.

Chinesische Regierung behindert Aufklärung über KZ-Ausbeutung

Die IGFM prangert an, daß die staatlichen Behörden diese Verbrechen nicht nur herunterspielten, sondern „hartnäckig und konsequent die Aufklärung von Zwangsarbeit behindern“. Sprecher von Behörden verweigerten Auskünfte und Stellungnahmen. Polizei und Geheimdienst bedrohten Chinesen, die nach Informationen zu Zwangsarbeit und zum Lagersystem suchten  –  und Fachleute der IGFM erhielten keine Visa, um vor Ort recherchieren zu können.

Die IGFM betont, dass diese Praxis „himmelschreiend“ völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge verletze. Dennoch seien die Machthaber nicht gewillt, ihr Lagersystem aufzulösen. Folter sei nach chinesischem Recht zwar formell verboten, „sie wird in der Volksrepublik aber systematisch und mit unfassbarer Grausamkeit gegen Andersdenkende eingesetzt“, erläutert IGFM-Vorstandssprecher Lessenthin weiter.

Lagersystem auch in Nordkorea und Vietnam

Inzwischen gibt es Firmen, die sogar im steinzeitkommunistischen Nordkorea produzieren lassen. Doch die Hoffnung, der Handel mit demokratischen Staaten würde auch zu einer demokratischen Öffnung und zum Schutz der elementaren Menschenrechte führen, hat sich nach Einschätzung der IGFM bisher nirgends erfüllt.

„Internationale Abkommen alleine reichen nicht. Deutschland, als einer der wichtigsten Handelspartner Chinas, muss Druck machen.“  – Nordkorea verbiete freie Gewerkschaften und gehe gegen streikende Arbeiter sogar mit Soldaten vor. Arbeiter, die menschlichere Arbeitsbedingungen fordern, werden durch Lagerhaft zum Schweigen gebracht.

„Die Arbeitslager sind so auf doppelte Weise ein Angriff auf die Rechte von Arbeitnehmern: Durch Lohndumping und durch die permanente Drohung, per Verwaltungsbeschluss vollends zum Sklaven zu werden“, erläutert die IGFM.

Auch in der Sozialistischen Republik Vietnam ist Zwangsarbeit in Gefängnissen und Umerziehungslagern ein lukratives Geschäft – gerade für den Staat, auch wenn Zwangsarbeit gesetzlich verboten ist. Unter dem Vorwand der „Umerziehung durch Arbeit“ produzieren Gefangene Kunsthandwerk oder bearbeiteten Agrarprodukte.

Allein der Export von Cashewnüssen bringt Vietnams Staatskasse jährlich 1,5 Milliarden US-Dollar ein. Das Gefangenenlager Z30A Xuan Loc in der südvietnamesischen Provinz Dong Nai ist nach Angaben der IGFM mit seinen rund 7000 Insassen eine der Hauptproduktionsstätten von Cashewnüssen der Export-Firma Thanh Binh, einer Firma im Besitz der Vietnamesischen Volksarmee.

Durch Zwangsarbeit erblindet  –  IGFM-Kampagne gegen „Blut-Cashew-Nüsse“

Mehrere ehemalige politische Gefangene berichteten der IGFM, daß sie dazu gezwungen wurden, täglich bis zu 32 kg Cashewnüsse zu bearbeiten. Wenn sie das Produktionsziel nicht erreichten, wurden sie u.a. mit Isolationshaft bestraft.

Das Brechen der Schale von Cashews kann wegen des dabei austretenden toxischen Öls Cardol zu schweren Hautverätzungen führen. Die meisten Gefangenen, die mit Cashews arbeiten müssen, tragen Narben am Gesicht, an den Händen oder Armen. Einige verloren durch Verätzungen sogar ihr Augenlicht. 

Die IGFM hat aus diesem Grund eine Boykott-Kampagne gegen Blut-Cashewnüsse mit ins Leben gerufen und eine „Weiße Liste“ von Firmen in Deutschland veröffentlicht, die eine Zertifizierung für die unbedenkliche Herkunft ihrer Cashews vorlegen konnten.

Namhafte Firmen beteiligen sich an der Aktion, wie z.B. Alnatura und tegut  –  andere bedeutende Firmen wollten oder konnten die Herkunft ihrer Produkte nicht dokumentieren.

Mehr Infos zur Kampagne gegen Blut-Cashewnüsse:
http://www.igfm.de/Vietnam-Boykott-gegen-Blut-Cashewnuesse.3211.0.html

Weitere Infos zum Lagersystem in Rot-China:
http://www.igfm.de/Laogai-Das-Zwangsarbeitslagersystem-der-Volksrepublik-China.1363.0.html


One Comment on “IGFM prangert weltweit größtes KZ-Lager-System in Rot-China an: 4 Millionen Opfer”

  1. Gesundheit sagt:

    Das ist ja grausam und so etwas im 21. Jahrhundert, nicht zu fassen

    Gefällt mir


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